Frage von theHund, 184

Was genau ist die afd partei?

Antwort
von dataways, 66

Wäre ich Legastheniker, würde ich die AfD als Anus fon Deutschland bezeichnen. Gestartet ist sie jedenfalls als Partei der Euro-kritischen Professorenelite.

Nachdem der intellektuelle Teil der Partei den Rücken gekehrt hat, kann man die AfD nunmehr als Sammelbecken der Frustrierten, Nazis, Rechtspopulisten, Reichsbürger und Verschwörungstheoretiker bezeichnen.

Mal sehen, wann der Laden den Parteifürsten Petry und Gauland um die Ohren fliegen wird...

Kommentar von Tiegerin ,

Mein Favorit ist der Höcke. Wäre es nicht so traurig, das viele Leute das was er sagt gut finden, könnte ich sehr über den Bullshit lachen.

Antwort
von Lennister, 80

Ein Haufen von Leuten, die im "besten" Fall Rechtspopulisten, im schlimmsten Fall Rechtsradikale sind. Sicher nichts, was man wählen sollte. 

Antwort
von Hegemon, 79

Die AfD ist durchaus umstritten und die Urteile über sie gehen ziemlich auseinander.

Was sich jedoch an dem Umgang mit ihr ablesen läßt, ist das Demokratie-verständnis und das Verhältnis zur Meinungsfreiheit der etablierten Parteien und ihrer Anhänger. Und diese nicht selten faschistoiden Positionen und Verhaltensweisen erstaunen mich zunehmend.

Kommentar von Tiegerin ,

Weißt du überhaupt was faschistoid bedeutet?

Kommentar von Hegemon ,

Ja logisch. Spiel Dich hier nicht so auf und tu Dich woanders wichtig. Werd erst mal 18, bevor Du ältere Leute dumm anquatschst.

Kommentar von Tiegerin ,

Ich bin über 18, nur so nebenbei.

Dann erklär doch mal bitte was für dich "faschistoide Positionen und Verhaltensweisen" sind, die du da anscheinend entdeckt hast.

Kommentar von Hegemon ,

Ja dann bist Du halt 19. Damit bin ich immer noch fast 3 mal so alt wie Du. Nebenbei bin ich u.a. Akademiker und verfüge über eine Bibliothek, die mehr Bücher umfaßt, als Du in Deinem bescheidenen Leben je Bockwürste essen wirst. Und da willst Du mir etwas über Begriffe erzählen? Findest Du das nicht selbst lächerlich?

Wenn man gegen Andersdenkende mit blanker Gewalt statt mit Argumenten vorgeht, dann ist das faschistoid. Beispiel Potsdam:
https://www.rbb-online.de/politik/beitrag/2016/01/potsdam-pogida-gegendemonstrat...
https://www.youtube.com/watch?v=gTwzRP0K0wA

Beispiel Oschersleben: http://www.mdr.de/sachsen-anhalt/gezielter-ueberfall-auf-rechte-in-oschersleben1...

Wenn man Andersdenkende terrorisiert, in dem man ihnen massenweise die Autos anzündet, dann ist das nicht demokratisch sondern faschistoid (Beispiel Dresden, Stralsund usw.).

Wenn man Andersdenkende mit dem Tode bedroht, ist das faschistoid (Beispiel Leipzig).

Wenn man Andersdenkende als Ratten bezeichnet (Schäuble, Dreyer usw.) dann gleicht das frappierend dem Duktus, den "DER STÜRMER" in seinen übelsten Zeiten pflegte.

Wenn regelmäßig Gastwirte bedroht werden, nur weil sie Andersdenkenden ihre Räumlichkeiten vermieten, dann ist das nicht demokratisch sondern faschistoid.

Wenn man gegen Andersdenkende mit Gewalt und persönlichen Angriffen statt mit Argumenten vorgeht, dann ist das faschistoid. Und diese Entwicklung irritiert mich zunehmend.

Und wenn Du solch Gebaren gut und richtig findest - ok, soll's geben. Aber dann nenne Dich bitte nicht Demokrat.

Kommentar von Tiegerin ,

Es geht nicht darum, dass ich solches Verhalten gut oder richtig finde - das tu ich nicht, ich finde lediglich das Wort 'faschistoid' unpassend und halte es generell für zu inflationär gebraucht.

Das Wort 'faschistoid' bezeichnet laut Duden "faschistische Züge aufweisend". Was genau Faschismus ist, wie man ihn definiert und inwiefern man den Begriff überhaupt außerhalb des italienischen Phänomens gebrauchen kann, darüber sind sich auch Akademiker nicht einig. Ich finde daher, dass deine Kriterien für die Bezeichnung bestimmter Verhaltensweisen als "faschistoid" nicht wirklich ausrechend sind, was deine Argumentation einfach nur polemisch macht.

Ich finde mich nicht lächerlich, nein. Ich finde es jedoch schade, dass man hier anscheinend nicht einmal kritisieren oder diskutieren kann, ohne persönlich angegriffen zu werden. Du kannst meine Aussagen angreifen, damit habe ich kein Problem, dafür diskutiert man ja, aber ist es nötig mich persönlich runter zu machen? Findest du DAS nicht lächerlich?

Ich glaube dir gern, dass deine Bibliothek größer ist als mein Bockwurstkonsum, dafür braucht es lediglich mehr als 2 Bücher.

Kommentar von Hegemon ,

Deine Bemerkung "Weißt du überhaupt was faschistoid bedeutet?" ist eine pubertäre Frechheit. Und auf solche Frechheiten reagiere ich angemessen. Wenn Du damit nicht umgehen kannst, mußt Du Dir halt vorher überlegen, ob Du in diesem unverschämten Duktus mit anderen Leuten umspringen willst.

"Ich finde daher,..."

Aha? Und das konntest Du so nicht formulieren? Da mußtest Du erst mal pampig werden?

Es steht Dir frei, den Begriff "faschistoid" für zu inflationär gebraucht zu halten. Genauso, wie es mir freisteht, ihn zu benutzen, wenn ich es für angemessen halte.

"Faschistoid" steht nicht nur für "faschistische Züge aufweisend" sondern auch für "Eigenschaften oder Haltungen ..., die dem Faschismus in verschiedener Hinsicht ähnlich, jedoch nicht deckungsgleich mit ihm sind." Und mit Gewalt und persönlichen Angriffen gegen den politischen Gegner vorzugehen, war nun mal eines der Kernmerkmale faschistischer Bewegungen. Ob Dir das argumentativ in den Kram paßt, spielt keine Rolle und ist mir auch völlig Wumpe.

Den Faschismus per Definition nur auf Italien beschränken zu wollen, ist übrigens ein typisch rechtes/ bürgerliches Argumentationsmuster, mit dem man die Gleichartigkeit und Systematik der multinationalen faschistischen Bewegungen verschleiern will. Ob Du Dich ebenfalls auf diese zweifelhafte Ebene begeben möchtest, ist natürlich Deine Entscheidung.

"Bockwurstkonsum"

Ich hätte es wissen müssen. Dann ersetze den Begriff "Bockwürste" halt durch "Karotten".

Kommentar von Tiegerin ,

Es tut mir leid, dass ich einen solchen pubertären Angriff gestartet habe und schlage vor, dass wir unseren Diskurs in einem anderen Ton weiterführen.

Meines Erachtens gilt es bei der Verwendung von Begriffen schon etwas mehr zu beachten als nur darauf zu achten, was genau du persönlich für angemessen hälst. Als Akademiker weißt du ja sicher, das man seine Thesen belegen und erklären muss.

Gewalt gegen politische Gegner ist vielleicht ein Merkmal faschistischer Bewegungen, jedoch ist das zurückzuführen auf das autoritäre System. Man kann also sagen, dass das Merkmal autoritärer Bewegungen allgemein (dazu zählt der Faschismus) Gewalt ist, jedoch zählen zu autoritären Regimen z.B. auch der Stalinismus und ich hoffe wir sind uns einig, dass dieser garantiert kein Faschismus ist.

Ernst Nolte zeigte bereits auf, dass Faschismus als generischer Begriff problematisch ist, da er "[...] zugleich Name und Begriff ist [...]" (Der Faschismus in seiner Epoche). Außer einer Bewegung in Enland (British Union of Fascists) hat sich keine der Bewegungen explizit faschistisch genannt. Da der Begriff politisch inhaltsleer ist, ist es auch schwierig unabhängig vom Realtypus Italien auf andere Bewegungen zu beziehen, da prinzipiell unter diesem Aspekt die Definition schwer fällt.

Entweder man betrachtet faschistisch genannte Bewegungen in Bezug auf Italien, oder man Konstruiert einen Idealtypus, was aufgrund genannter Schwierigkeiten schwer zu erreichen ist.

Daher ist mir nicht ganz klar, weshalb du ausgerechnet faschistoid für den richtigen Begriff für die Bezeichnung des beschriebenen Verhaltens wählst, während du dafür etliche andere Begriffe hättest verwenden können, die weniger polemisieren.

Kommentar von Hegemon ,

Was ich persönlich für angemessen halte, ist für mich maßgebend. Duckmäusertum und unreflektierte Angepaßtheit überlasse ich der grauen Masse. Es steht Dir frei, meine Meinung nicht zu teilen. Das nennt man Meinungsfreiheit. Gelassenheit und Selbstsicherheit in Bezug auf Meinungsfreiheit ist übrigens genau das, was ich im gegenwärtigen politischen Diskurs vermisse.

Darüber hinaus habe ich meine Position durchaus schlüssig belegt. Und auch hier steht es Dir frei, meine Meinung nicht zu teilen.

Was den Stalinismus angeht, sind die Begrifflichkeiten weitem nicht so eindeutig, wie Du glaubst.

"Italienische Demokraten bezeichneten damit seit 1926 den Stalinismus als eine mit dem damaligen italienischen Faschismus vergleichbare Diktatur."

https://de.wikipedia.org/wiki/Linksfaschismus

Soso. Es gibt also auch Leute, die den Stalinismus als Linksfaschismus bezeichnen. Ja hoppla! Und nun? Was machen wir denn da? Dann wäre der Stalinismus also faschistoid? Na das ist ja 'n Ding. Ja aber ist das nicht zu inflationär? Darf man denn das?

Ich will Dir mal was sagen. Du hast doch offensichtlich nur die Sorge daß die Begriffe "links" und "faschistoid" miteinander in Verbindung gebracht werden. Kann ich sogar verstehen. Ist ja auch unangenehm. Da geben sich Linksextremisten so viel Mühe beim Nazi-Verprügeln und plötzlich stellt jemand fest, daß sie sich gar nicht unterscheiden. Des Kaisers neue Kleider. Wie ärgerlich.

Noch skuriller wird's übrigens, wenn Linksfaschisten Linke verprügeln:

https://www.youtube.com/watch?v=CpqxkXP-uZI

Ich finde: Gewalt und persönliche Angriffe haben in der politischen Auseinandersetzung nichts verloren. Da haben Linke auch keinen Sonderbonus, weil sie "die Guten" sind. Weimarer Verhältnisse sind völlig indiskutabel. Und wenn man gewalttätige Extremisten und Demagogen demaskieren will, spricht auch nichts dagegen, das Kind mit klaren Worten beim Namen zu nennen. Das darf dann manch Empörte auch gern polemisch finden.



Kommentar von Tiegerin ,

Natürlich müssen wir einander nicht zustimmen, jedoch beinhaltet die Meinungsfreiheit auch, dass Meinungen kritisiert werden dürfen. Ein Bruch der Meinunsfreiheit wäre erst dann gegeben, wenn jemand dir verbieten würde, deine Meinung zu äußern und das tut ja niemand.

Außerhalb des von dir gewählten Zitats bezeichnet der Wiki-Artikel den Begriff Linksfaschismus jedoch auch als politischen Kampfbegriff ohne einheitliche Bedeutung, der in der Politikwissenschaft nichteinmal verwendet wird. Der Begriff ist also keinesfalls wissenschaftlich haltbar.

Du hast deine Position keineswegs ausreichend begründet, denn das einzige Kriterium, das du für Faschismus anführst ist Gewalt - das reicht nicht. Faschismus ist mehr als nur Gewalt!

Ich habe keine "Sorge", ich finde sowohl rechts- als auch linksextremismus schlecht und ich streite nicht ab, dass Linksextremisten ebenfalls Gewalt anwenden, was ich übrigens auch nicht in Ordnung finde.

Ich halte es nur für falsch aufgrund von Gewaltanwendung den Begriff faschistoid zu verwenden, denn Faschismus macht eben mehr aus als nur Gewalt.

Gewalt ist immer schlecht, da sind wir uns einig, jedoch würde ich mir wünschen, dass du mir mal erklärst wie du es rechtfertigst, Gewalt als einziges Kriterium für die legitime Verwendung des Faschismusbegriffes rechtfertigst.

Kommentar von Hegemon ,

"dass du mir mal erklärst wie du es rechtfertigst, Gewalt als einziges Kriterium für die legitime Verwendung des Faschismusbegriffes rechtfertigst."

Ich sehe schon, Du hast es nicht verstanden. Jetzt wird mir auch klar, warum wir uns hier die ganze Zeit im Kreis drehen. Es geht nicht um "den Faschismusbegriff". Informiere Dich doch bitte erst mal über den Unterschied zwischen faschistisch und faschistoid. Solange Du das nicht verstehst, solltest Du dich lieber mit Deinen Kernkompetenzen befassen, anstatt mit diesem ewigen Blabla Anderen die Zeit zu stehlen.

Kommentar von Hegemon ,

Nachtrag:

Es entbehrt nicht einer gewissen Komik, daß Du ausgerechnet auf den rechtskonservativen Nolte zurückgreifst, um die Linke in Schutz zu nehmen.

"Außer einer Bewegung in Enland (British Union of Fascists) hat sich keine der Bewegungen explizit faschistisch genannt. Da der Begriff politisch inhaltsleer ist, ist es auch schwierig unabhängig vom Realtypus Italien auf andere Bewegungen zu beziehen, da prinzipiell unter diesem Aspekt die Definition schwer fällt.
Entweder man betrachtet faschistisch genannte Bewegungen in Bezug auf Italien, oder man Konstruiert einen Idealtypus, was aufgrund genannter Schwierigkeiten schwer zu erreichen ist."

Falsch.

1. haben sich auch etliche andere Organisation explizit als "faschistisch" bezeichnet.

2. solltest Du Dir dringend einen Überblick über die europäischen faschistischen Bewegungen verschaffen: https://goo.gl/ndlXx8

3. hatten auch die übrigen faschistischen Bewegungen keinerlei Berührungsängste bezüglich des Faschismusbegriffes. Warum auch? Zur Zeit der Weimarer Republik sah man das noch etwas anders als nach dem Krieg dann plötzlich der Herr Nolte. Zitat: "...gibt es außerhalb Italiens in verschiedenen Ländern polit. Parteien, die dem Vorbild des ital. F. nachstreben, so besonders die Nationalsozialisten in Deutschland und diê Anhänger der Action francaise in Frankreich; auch in der Tschechoslowakei ..." usw. usw. ("Der Große Brockhaus", Band 6, Lepizig 1930, S. 79)

4. Gründeten deutsche Eliten 1931 ganz unverholen die "Gesellschaft zum Studium des Faschismus" mit dem Ziel, die Erfahrungen des italienischen Faschismus auf Deutschland zu übertragen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Gesellschaft\_zum\_Studium\_des\_Faschismus

Fazit: Du kannst Deinen rechtskonservativen, Nebelkerzen werfenden Nolte getrost in die Altpapiersammlung geben.

Antwort
von ninamann1, 104

Eine Zusammenrottung Rechter Gesinnungsgenossen . Eine Gefahr für die Demokratie 

Kommentar von theHund ,

Also ähnlich wie pegida?

Kommentar von CitroenSaxoVts ,

vereinfacht, ja

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