Frage von stefanIhl, 171

Was genau ist der Unterschied zwischen Atheisten und Agnostiker und an was glaubt ihr?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von matmatmat, 121

Atheisten denken, das es keine (sinnvollen, gültigen) Beweise für die Existenz eines oder mehrerer Götter gibt.

Agnostiker sagen, daß man dazu keine Aussage/Entscheidung treffen kann, z.B. weil eine gute Definition von Gott fehlt oder weil es 0,000001% Restwahrscheinlichkeit gibt, das es sowas wie Gott doch gibt und sie wollen das nicht ganz ausschließen / sind sich nicht sicher. Die meisten Agnostiker die ich kenne sind Atheisten die fast aber nicht 100% sicher sind.

Hier findest Du eine gute Einführung:

http://www.dittmar-online.net/unglaublicher-glauben/atheismus.html

Dann gibt es da noch Ignostiker, die sagen in ihrem Leben gibt es sowas wie Gott nicht und wenn es das, außerhalb ihrer Erlebnisswelt doch gibt, können sie es ignorieren, weil es irrelevant ist...

Ich selbst bin Atheist, weil ich keine Beweise für die Existenz Gottes, z.B. des Gottes aus der Bibel finden konnte und nicht auf den Trick reingefallen bin das keine Beweise ein Beweis sind, weil sie gut versteckt sind... Das was dann noch übrig war, zum Beispiel die Möglichkeit das ein verrücktes allmächtiges Wesen sich den ganzen Tag Parasiten ausdenkt oder eine Energie die durch alles strömt und das Universum erfüllt, etc. kann in meinen Augen nicht Gott genannt werden oder ist es nicht wert verehrt zu werden. Daher: Atheist.

Antwort
von Unsinkable2, 35

Atheismus bedeutet wörtlich "ohne Gott".

Atheisten sind also Menschen, die ...

  • ... entweder sagen "Es ist mir egal, ob Gott existiert. Für mich spielt er keine Rolle. Und ich beschäftige mich auch nicht mit ihm." ... also ein "schwacher Atheist"
  • ... oder sagen "Gott existiert nicht. Punkt!" ... also ein "starker Atheist"

Beide Atheisten-Gruppen kommen also "ohne Gott" aus.

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Agnostizismus bedeutet wörtlich "nicht kennen" oder "nicht wissen". 

Agnostiker sind also Menschen, die sich durchaus mit Gott/Göttern beschäftigen, die aber zweifeln, ob es einen Gott gibt oder nicht. Und dabei legen sie sich weder auf das Eine, noch auf das Andere fest. Sie sagen also "Es könnte sein, dass ein Gott existiert. Es könnte aber genauso gut sein, dass kein Gott existiert. Ich weiß es einfach nicht, denn es gibt nicht genug Beweise für bzw. gegen das Eine oder das Andere."

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Ich, ganz persönlich, bezweifle, dass es einen Gott, wie ihn all die Theisten, die auf der Welt herumeiern und ihre Religion verbreiten, gibt.

Ich kann allerdings nicht ausschließen, dass es etwas "Gott-gleiches" gibt. 

Beispiele:

  • Du kennst den Film "Matrix"? Dort liegen die Menschen in einer Art kollektivem Traum und dienen den Maschinen als Stromproduzenten. Ihr Traum erscheint ihnen dabei so real, dass sie beim Aufwachen bezweifeln, in der realen Welt zu sein. Vielmehr glauben sie, die reale Welt sei nur ein (böser) Traum und müssen erst mühsam vom Gegenteil überzeugt werden. ... Können wir ausschließen, dass wir einen kollektiven Traum träumen?
  • Hast du jemals einen Traum gehabt? Und spielten in diesem Traum auch andere Menschen eine Rolle? Haben sie miteinander interagiert, also miteinander gesprochen, einander angefasst, etc.? ... Können wir ausschließen, dass wir nur das Hirngespinst eines im Schatten eines Apfelbaums eingeschlafenen Aliens sind; und der Weltuntergang nichts anderes als das "Aufwachen des Aliens" ist? 
  • Kennst du das Computerspiel "Die Sims"? Dort kannst du kleine Menschen "fernsteuern". Du schickst sie zur Arbeit, du lässt sie Essen kochen und schlafen gehen, solche Dinge eben. ... Jetzt stelle dir mal vor, dieses Computerprogramm wurde erheblich weiterentwickelt. So wie das Holoprogramm bei Star Trek. Die vom Computer erzeugten Menschen haben Gefühle, können miteinander interagieren, kurz: Sie können alles tun und lassen, was wir uns als Menschen erlauben. ... Können wir ausschließen, dass wir nur eine Computersimulation sind? 
  • Arthur Clarke (ein bekannter Sci-Fi-Autor) sagte mal: "Jede hinreichend fortgeschrittene Technologie ist von Magie nicht zu unterscheiden." Wenn du also beispielsweise heute aus irgendeinem Grund mitsamt deines Hauses in die Steinzeit zurückversetzt würdest, dann wärst du für diese Menschen unglaublich mächtig und geradezu Gott-gleich. ... Können wir ausschließen, dass wir das Produkt von sehr fortschrittlichen Aliens sind?

In JEDEM dieser Fälle gibt es etwas "Gott-gleiches". Und dieses "Gott-gleiche" ist zumindest in den ersten drei Fallbeispielen unzweifelhaft allmächtig, denn es kann uns jederzeit nach Belieben "abschalten" (= sterben lassen) oder in unserer Welt die Naturgesetze beliebig verbiegen oder verändern (= beispielsweise übers Wasser laufen oder 5000 Menschen mit 5 Broten und 2 Fischen satt machen).

Und doch wäre nichts davon ein Gott, wie man ihn in der Bibel, im Koran oder in irgendeiner anderen von Menschen geschaffenen Religion findet...

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Und den stärksten Beleg meines Zweifels will ich auch nennen: Ein Gott, der alles auf dieser Erde geschaffen hat; jede Blume, jedes Insekt, jeden Stein, ... ein Gott also, der sich bis ins letzte Detail unglaublich große Mühe gab, die Dinge perfekt ineinanderzufügen und harmonieren zu lassen, und der sich dann auch noch wünscht, dass man ihn anbetet, ... für diesen Gott wäre es ein Leichtes, ein eigenes "Religions-Werk" zu schreiben. 

Doch selbst die größten Religionen müssen zugeben, dass ihre zentralen Religionswerke von Menschen geschrieben wurden. Und in diesen von Menschen geschriebenen Büchern findet man von Menschen behauptete Dinge. 

Selbst der geringste Beweis, dass es überhaupt einen solchen Gott, wie er in den Büchern steht, gibt, fehlt. Und sei er noch so klein. Also der Beweis. Nicht unbedingt der Gott.

Wahlweise legt also der Gott, der - ich wiederhole es - ALLES GESCHAFFEN hat, keinen Wert darauf, wirklich angebetet zu werden; oder es ist ein sehr schusseliger bzw. zynischer Gott, der sich einen Jux daraus macht, schon seine Person selbst in Zweifel gezogen zu sehen. Und letzteres wäre - zumindest aus meiner Sicht - nicht gerade "anbetungswürdig"...

Antwort
von Andrastor, 27

Agnostizismus:

Weltanschauung, nach der die Möglichkeit einer Existenz des Göttlichen
bzw. Übersinnlichen rational nicht zu klären ist, also weder bejaht noch
verneint wird

Atheismus:

Weltanschauung, die die Existenz [eines] Gottes verneint bzw. bezweifelt

Also Agnostiker sagen: Man kann nicht genau klären ob es Gott gibt oder nicht und Atheisten sagen: Es gibt keinen Gott.

Ganz grob gesagt.

Ich, als Mann der Wissenschaft, glaube grundsätzlich nicht. Glaube ist eine Überzeugung, welche nicht auf Tatsachen und Fakten, sondern auf einem Gefühl beruht und auf ein derartiges Niveau lasse ich mich nicht herunter.

Ich vermute und ich weiß, beides jedoch unter dem Vorbehalt jederzeit widerlegt werden zu können. So kann ich Wissen weitergeben und bleibe trotzdem offen für neue Erkenntnisse.

Würde ich glauben, würde ich mich neuen Erkenntnissen gegenüber verschließen, so wie es Gläubige weltweit seit Jahrtausenden tun.

Kommentar von Unsinkable2 ,

Ich, als Mann der Wissenschaft, glaube grundsätzlich nicht.

Glaube ist eine Überzeugung, welche nicht auf Tatsachen und Fakten, sondern auf einem Gefühl beruht und auf ein derartiges Niveau lasse ich mich nicht herunter.

Eine schwierige Aussage, Andrastor. Denn AUCH DU GLAUBST nur und berufst dich dabei auf Dogmen. ... So musst du beispielsweise für deinen Glauben dogmatisch voraussetzen, dass die dich umgebende Umwelt tatsächlich real ist.

Wenn es aber tatsächlich, sagen wir, "matrix-artig" wäre, wenn wir also nur einen (kollektiven) Traum erleben; oder wenn wir nichts anderes als eine Computersimulation sind, ... dann würdest du sehr viel mehr irren, als alle Christen und andere Theisten zusammen. 

Gott wäre dann zwar immer noch nicht zwingend der bärtige, zynische, alte Mann, zu dem die Christen ihren Gott gemacht haben. Stattdessen könnte es ein pickeliger, kleinwüchsiger, pubertierender Junge sein; ... aber zumindest gäbe es dann einen "allmächtigen Gott", der dir jederzeit nach Belieben den Stecker ziehen oder die dich umgebenden Naturgesetze ändern kann... ;)

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Abgesehen davon ist dir ein Fauxpas unterlaufen:

Atheisten sagen: Es gibt keinen Gott.

Atheisten teilen sich in zwei Gruppen

  • Die erste Gruppe - die "schwachen Atheisten" - postuliert "Es ist mir egal, ob es einen Gott gibt. Für mich spielt er keine Rolle. Und ich beschäftige mich auch nicht damit.
  • Und die zweite Gruppe - die "starken Atheisten" - postuliert: "Gott existiert nicht. Punkt."
Kommentar von Andrastor ,

Ich glaube nicht.

Ich weiß das mag schwer zu verstehen sein, aber ich wiederhole mich nur ungern. Daher empfehle ich dir zum besseren Verständnis noch einmal meine Erklärung zum wissenschaftlichen Denken durchzulesen.

Bei weiteren Unklarheiten, werde ich versuchen es einfacher zu erläutern.

Über die Frage ob es die Existenz wirklich gibt, mache ich mir keine Gedanken. Das sind völlig fruchtlose und unsinnige Überlegungen, die zu nichts führen.

Wenn es mich nicht gäbe, könnte ich die Frage nicht stellen, also ist die Tatsache dass ich die Frage stellen könnte, Beweis genug für die Existenz an sich.

Ob das Leben eine Simulation ist, ist eine ebenso unsinnige und fruchtlose Frage. Es ändert nichts an meinem Leben, meinen Erfahrungen und meiner Existenz ein Programm zu sein oder in einem Traum zu leben.

Ich bin die Summe meiner Existenz und wie die Existenz im Allgemeinen gestaltet sein mag, beeinflusst mein Wesen in keinster Weise.

Was den Fauxpas betrifft, so ist dies keiner. Ich habe die Wörterbuchdefinition des Wortes aus dem Duden zitiert und dann zum besseren Verständnis vereinfacht, grob ausgedrückt, mit entsprechendem Anhang der darauf hinweist.

Von daher mache ich mich keinem Missgeschick schuldig.

Kommentar von Unsinkable2 ,

Ich glaube nicht.

Du kannst also zweifelsfrei belegen, dass wir keine Computersimulation sind, Andrastor? 

Nun denn: Belege es mir! (Gern auch "sehr einfach"; vor allem aber fundamental-wissenschaftlich; also nachvollzieh- und folglich wiederholbar.)

... Oder glaubst du es nur?

Wenn es mich nicht gäbe, könnte ich die Frage nicht stellen, also ist die Tatsache dass ich die Frage stellen könnte, Beweis genug für die Existenz an sich.

Das soll ein "Beweis" sein, Andrastor? 

Hast du jemals geträumt, Andrastor? Und hast du in diesem Traum irgendwas "erlebt"? Hast du gar mit irgendjemandem gesprochen oder anderweitig interagiert? 

All das hat sich VOLLKOMMEN VIRTUELL abgespielt. Nur deine Neuronen, Synapsen und ein paar Chemikalien waren daran beteiligt. Die reale Welt wurde dadurch nicht im Mindesten beeinflusst, sieht man von ein paar wenigen Wechselwirkungen im kaum messbaren Bereich ab.

Trotz alledem hast du "gedacht", "dir Fragen gestellt", "geredet" und - in deiner Traum-Realität - völlig real interagiert. Dein Traum-Ich war also nach deiner eigenen Definition "existent". 

Doch nochmals: NUR IM TRAUM. Denn sobald dein Traum endete, spätestens aber, als du aufgewacht bist, verschwand diese Existenz spurlos. (Nicht ganz, denn eine Weile hast du noch ein Nachglimmen in den Neuronen und Synapsen vermerkt. Doch auch das verblasste bald.)

Ob das Leben eine Simulation ist, ist eine ebenso unsinnige und fruchtlose Frage.

Habe ich die Frage zu schwierig formuliert, Andrastor?

Ich fragte nicht, ob es eine "sinnvolle oder unsinnige Frage" sei, was, nebenbei bemerkt, ebenfalls auf subjektivem Glauben beruht. Ich fragte, ob du beweisen kannst, dass es nicht der Fall ist, ob du also WEISST.

Denn in jedem - absolut jedem - anderen Fall musst du DOGMATISCH GLAUBEN, dich also in deiner Religion an fundamentale Dogmen halten, um die Religion aufrechterhalten zu können.

Kommentar von Andrastor ,

Du kannst also zweifelsfrei belegen, dass wir keine Computersimulation sind, Andrastor? 

... Oder glaubst du es nur?

Ich weiß es. Nach unserem derzeitigen Wissenstand sind wir keine Computersimulation, da Beweise fehlen die diese Behauptung unterstützen. Sprich die Beweispflicht liegt nicht bei der Partei die meint wir lebten in der Realität, sondern bei der Partei, welche meint wir lebten in einer Simulation.

Jedoch weiß ich auch, dass neue Erkenntnisse diesen Wissenstand überholen und sogar widerlegen können. Sollte das der Fall sein, kann ich diese Erkenntnisse nachlesen, darüber reflektieren und mein Wissen anpassen.

Das ist der Inbegriff des Lernens. Dein Wissen erweitern, altes Wissen überholen und offen für Neues sein.

Zu sagen "ich weiß" oder "wir wissen" bezieht sich immer stets auf den Moment in dem die Aussage getätigt wurde.

Etwas zu glauben bezieht sich jedoch auf einen langen Zeitraum, da der Glaube von Wissen, von Tatsachen und Fakten unbeeinflusst ist, entwickelt er sich nicht weiter.

DAS ist der Unterschied zwischen wissenschaftlichem und gläubigem Denken.

Was das Träumen anbelangt: Was du über das Träumen nicht zu verstehen scheinst, ist dass es sich dabei nicht um ein anderes "Ich" handelt. Es bist trotz allem du und du kannst nur träumen weil du existierst.

Würdest du nicht existieren, könntest du nicht träumen, also ist die Frage nach der eigenen Existenz trotz allem sinn- und fruchtlos.

Denn in jedem - absolut jedem - anderen Fall musst du DOGMATISCH GLAUBEN

Das ist, wie oben beschrieben falsch.

Du denkst viel zu polarisierend. Es gibt für dich nur 2 Einstellungen, was jedoch so unkorrekt ist.

Antwort
von FragaAntworta, 51

Atheisten

Atheismus bezeichnet im engeren Sinne die Überzeugung, dass es keinen Gott bzw. keine Götter gibt. Zum Atheismus im weiteren Sinn werden bisweilen auch andere Abgrenzungen vom Glauben an Gott gezählt, beispielsweise Ansichten, nach denen man über die Existenz von Gott oder Göttern nichts wissen ...


agnostiker

Der Agnostizismus bezeichnet die philosophische Ansicht, dass bestimmte Annahmen – insbesondere solche theologischer Art, welche die Existenz oder Nichtexistenz einer höheren Instanz, beispielsweise eines Gottes, betreffen – entweder ungeklärt oder grundsätzlich nicht zu klären sind.

Quelle: Wikipedia

Ich glaube an ein Ende

Antwort
von Trashtom, 22

Ich bin Agnostiker. 

Wenn es einen Gott gibt, mischt er sich ganz offensichtlich nicht in unser Leben ein. Weiters lässt es die Physik nicht zu, einen Gott zu finden, der unabhängig unseres Universums existieren kann.

D.h. die Frage nach einem Gott ist für mich nicht beantwortbar und somit irrelevant. Sie hat für mein Leben keine Bedeutung, ausser vielleicht wegen der lustigen Diskussionen hier ;)

Antwort
von peace1287, 21

Atheisten glauben nicht an Gott oder Überweltliches. 

Agnostiker bestreiten zwar nicht die Existenz Gottes. Aber sie befürworten es auch nicht. 

Antwort
von comhb3mpqy, 14

Ich bin Christ. Wenn Sie Gründe/Argumente haben wollen, um an das Christentum zu glauben, dann können Sie mich fragen oder auf mein Profil gehen, dort findet man Argumente, um an Gott zu glauben.

Kommentar von stefanIhl ,

Nein danke irgendwelche angepassten Beweise für einen Gott benötigte ich nun wirklich nicht. Ich bin Atheist. Die Kirche ist für mich auch nir eine Sekte wie alle anderen auch 

Antwort
von greenhorn7890, 47

Agnostizismus kann man als grad zwischen Atheismus und Theismus beschreiben.

Die Existenz eines Gottes wird von ihnen nicht bestritten, aber auch nicht direkt befürwortet.

Antwort
von RudolfFischer, 37

Der Agnostiker weiß, dass er nichts weiß, der Atheist weiß das nicht.

Kommentar von stefanIhl ,

Haha gut gesagt XD

Kommentar von matmatmat ,

Das erscheint vordergründig tiefgründig...

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