Frage von Fliegengewicht4, 390

Was geht in einem Menschen vor, wenn er sein eigenes Baby oder Kleinkind schlägt?

Auch wenn das Baby viel weint, wie können die Eltern einfach auf ihr Kind einschlagen? Es ist bzw wäre doch viel besser wenn man das Kleine ins Gitterbett oder Kinderwagen legen würde, und weg gehen würde, auch wenn das Kleine weint, wenn das auch hart klingt, ist es doch noch immer noch viel besser, wenn man sich wieder beruhigt und dann sich wieder um das Baby kümmert als wenn man einfach zuschlägt.

Gewalt ist in meinen Augen überhaupt KEINE Lösung. Was kann ein so ein Kleines unschuldiges Baby dafür? Was muss sich so ein kleines Lebewesen dabei denken? Was Geht in solchen Eltern vor?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Silo123, 150

Bis ich eigene Kinder hatte, konnte ich mir auch nicht vorstellen, was in so Eltern vorgeht.

Als dann das erste Baby da war, welches zeitweise ein ziemliches Schreibaby war, konnte ich es auf einmal verstehen.

Wenn ein Kind schreit und schreit. Elter tut alles, um es dem Baby angenehm zu machen, rauszufinden, warum es schreit, nichts hilft- ich habe mir nie vorstellen können, was da für Aggressionen aus Hilflosigkeit hochkommen.

Aber keine Angst: ich habe NIE ein Baby geschlagen oder geschüttelt, aber einfach mal ins Kinderbett und Tür zu, das habe ich schon gemacht- nie sehr lange, - keine Angst- und ich kann jedem anderen , bei dem die Agressionen hochkommen (die ich mir vor dem ersten Kind echt auch nie vorstellen konnte) es so zu machen und im anderen Raum wieder runterzukommen.

Auch passiert das nicht bei jedem Baby. Es gibt Babys, die sich durchaus beruhigen lassen- dann kommen diese Aggressionen nicht!.

Es ist vermutlich der hohe Anspruch, den man an sich selber hat: immer herauszufinden, was dem Baby fehlt, mit der Discrepanz, daß es so halt nicht immer funktioniert, .an denkt, man würde versagen, obwohl das natürlich Quatsch ist. Dann kommen noch die blöden kommentare anderer und plötzlich ist dieses Schreibaby dann gefühlsmäßig schuld, daß sich so anders verhält, nicht zu beruhigen ist.....

Kommentar von Fliegengewicht4 ,

genau da habe ich gemeint dass es doch viel besser ist wen man das Baby ins Gitterbett oder Kinderwagen legt und weggeht, bevor man wirklich etwas macht dass man hinterher bereut, weil was kann denn das Baby dafür?

Ich kann so etwas überhaupt nicht verstehen, dass man ein Baby wirklich so weh tun kann dass es hinterher vielleicht auch noch bleibende Schäden hat

Kommentar von Silo123 ,

Es kommen dann echt enorme Agressionen hoch. Ich hätte vorher nie! gedacht, daß ich mal gegenüber einem BABY Agressionen entwickeln könnte. Ich bin eigentlich sehr sanftmütig

Ein Problem ist in der neueren Zeit noch, daß überall geschrieben steht, man solle ein Baby nicht schreien lassen, das sei ja unmöglich. Früher hat man Babys aus "erzieherischer" Maßnahme gezielt schreien lassen. Beides ist meiner Meinung nach falsch.

Aber wenn es anerkannt ist, ein Baby auch mal schreien zu lassen, kämen weniger Agressionen auf.

So: mein Weggehen und Tür zu, führte ebenfalls zu Gewissensbissen- beim ersten Kind, weil sowas macht man ja auch nicht.

Ich habe immer einfach die Bremse gezogen, BEVOR ich geschlagen oder irgendwas anderes getan hätte (weil ich meine Agressionen rechtzeitig erkannt habe, und wohl AUCH, weil ich gehört hatte, was manche Eltern ihren Kindern antun, hätte ich nie von so etwas gehört gehabt- wer weiß?)  aber einfach in ein anderes Zimmer gegangen und Tür zu- das war und ist, nicht als angemessene "Erziehungsmethode" anerkannt, gilt als Versagen. Ich vermute, daß mancher Elter deshalb nicht rechtzeitig die Reißleine zielt.

Genau diese Tochter, die ich als Baby gelegentlich am liebsten verprügelt hätte, würde mich als extrem! sanftmütigen Menschen bezeichnen und der war ich schon damals.  Sie meint, ich sei zu sanftmütig, ich solle auch mal auf den Tisch hauen...Nur entspricht das eigentlich nicht meinem Wesen (trotzdem entstanden damals diese enormen Agressionen- ich war regelrecht übertölpet davon)

Sie ist auch sehr sanftmütig..Ich habe ihr erzählt, wie es mir damals  ging, damit sie, wenn ihr auch mal sowas passieren sollte, sich weniger schlecht fühlt. Und natürlich würde ich ihr so ein Baby teilweise abnehmen- auch wenn meine Nerven heute schlechter  (früher hatte ich im Vergleich Nerven wie Drahtseile) sind. Aber so gelegentlich würde ich das noch durchhalten.

Antwort
von bikerin99, 170

Als Aussenstehende ist es leicht andere zu verurteilen, weil wir uns nicht in seine Lage versetzen können.
Aber Menschen, die schon psychosozial überfordert sind, sei es durch Geldmangel, Konflikte mit Partner, usf..., wenig soziale Unterstützung haben und auch keine Strategien gegen Stress erlernt haben, können durch Babys, die nur weinen und sich nicht beruhigen lassen, völlig ausrasten.
Es ist meist völlige Hilflosigkeit und nicht die Absicht, ihrem Kind Schaden zuzufügen.
Daher ist es so wichtig, dass solche Menschen viel Unterstützung bekommen, sei es Strategien im Umgang mit Stress, Familienhelferinnen, usf.

Kommentar von macqueline ,

Dem kann ich nur zustimmen. Ich stand mit meinem Säugling ziemlich allein da, der Kindsvater war beruflich bedingt wochen- und monatelang nicht anwesend, ich lebte weit entfernt von Freunden und Familie. Das Kind benötigte wenig Schlaf, daher bekam ich auch wenig Schlaf, musste aber arbeiten, denn damals gab es kein Elterngeld. Ich habe mich damals öfter daran erinnern müssen, dass das Kind gesund war, ich keine finanziellen Sorgen hatte, und die Partnerschaft in Ordnung war. Trotzdem sehe ich es immer noch als Wunder an, dass ich nie ausgerastet bin. Der Hauptgrund war wohl der Überlebensreflex von Säuglingen, denn immer wenn ich mich völlig aufgelöst dem Kind zuwandte, lächelte er mich an, so dass der Ärger und der Frust verflogen.

Antwort
von Kitharea, 142

Ich denke das ist eine Situation, wo der Elternteil einfach nur völlig überfordert ist und seinen Stress "loshaben" will. Natürlich nicht in Ordnung.

Wenn man es runterrechnet ist jede Art von Gewalt etwas in dieser Richtung.
Wenn Erwachsene dem Kind sagen, es soll leiser sein oder nicht ständig quengeln, leiser spielen, nicht mehr schreien oder was auch immer man sich vorstellt - ist es das Problem der Erwachsenen in diesem Moment nicht zu wissen, wie sie reagieren sollen weil sie es selbst nicht aushalten.
24/7 auf ein Kind eingehen zu müssen oder zu wollen zehrt auf Dauer einfach an einem selbst. Es hat einen Grund warum es heißt dass es ein ganzes Dorf bräuchte um ein einziges Kind zu erziehen.

Was in diesem Moment in den Eltern vorgeht? Ich denke gar nichts außer Stressabbau. Dass sie die Kinder eigentlich lieb haben vergessen sie in dem Moment. Auch das ist normal in Beziehungen oft - dass man Dinge sagt, die man später bereut. Im Falle der Kinder ist man natürlich selbst im Vorteil weil einem diese ausgeliefert sind, man selbst stärker ist und sich selten wirklich wehren können. Dadurch kann man auch mal "Dinge" tun, die man eigentlich nicht will. Ich gehe bei den meisten Fällen zumindest davon aus, dass Gewalt am Kind nicht unbedingt gewollt ist sondern Affekthandlungen aufgrund der eigenen Psyche.
Alles ohne Wertung zu verstehen - wie immer.

Antwort
von CrazyBunny4, 116

Die Mutter oder der Vater der sein Kind Misshandelt ist meist Überfordert und weiß nicht wie Er/Sie mit dem Verhalten des Kindes umgehen soll wenn es zb. nicht aufhört zu schreit, nicht Hört was die Mutter oder der Vater sagt etc.

Dann wird das Baby, Kind meistens Angeschriehen, Geschlagen oder oder...

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen wenn du ein Kind vor dir hast was nicht hört, Randaliert, schreit etc.

...es ist unglaublich anstrengend, geduldig, ruhig und gelassen zu bleiben.

Ich hatte schon die Ehre auf ein Kind im Kinderheim aufpassen zu müssen wo die Eltern in der Erziehung des Kindes absolut versagt haben oder auch Total Überfordert waren!?

Er hat die anderen Kinder Ständig bespuckt, beleidigt, getreten etc. und hat auch keinen halt vor Erwachsene gemacht!

Ich musste mich extrem zusammenreißen um keinen Fehler zu begehen und es hört sich jetzt nicht so toll an aber ich war auch schon kurz davor wo ich dachte, jetzt könnte ich dem Kind eine Knallen!

ich konnte aber zum Glück sagen, ich kann Hilfe hohlen, nebenan ist gleich einer und bescheid sagen, das mich dieses Kind Wahnsinnig macht und ein anderer jetzt mal aufpassen soll.

Wenn man erst einmal selber in so eine Situation gerät, kann ich ein wenig verstehen wie es zu so was kommt, es rechtfertigt aber natürlich nicht sein Kind zu Schlagen, Anzubrüllen etc.

Man muss sich als Eltern eingestehen, das man Überfordert ist und Hilfe braucht, das Können die meisten Eltern aber gar nicht aus Angst von anderen Verurteilt zu werden und als Versager dazu stehen.

Kommentar von Silo123 ,

"
Die Mutter oder der Vater der sein Kind Misshandelt ist meist
Überfordert und weiß nicht wie Er/Sie mit dem Verhalten des Kindes
umgehen soll wenn es zb. nicht aufhört zu schreit, nicht Hört was
die Mutter oder der Vater sagt etc."


Hier geht es um Babys. Die KÖNNEN nicht tun, was Vater , Mutter sagt..... Und Überforderung hat in unserer Gesellschaft oft einen negativen Touch, so als könnten Eltern nicht besser.... O.K. es ist schon Wahrheit darin, es ist eine Überforderung, aber diese wird auch genährt durch ein perfektes Elternbild von Eltern , die einfach alles können. Daß es einfach Schreibabys gibt, die  stundenlang schreien und sich durch nichts beruhigen lassen, ist nicht vorgesehen!. Vielleicht findet mal IRGENDWANN die Wissenschaft heraus, was diese Babys bekümmert, waeum sie stundenlang schreien (es wird sicher einen Grund geben, wahrsxcheinlich viele Gründe). Bei änderbaren Günden werden Eltern immer versuchen, was zu machen.

Aber bei Schreibabys gibt es im Moment nicht mal irgendwelche Tipps, wie damit umgehen!!!! Geschweigedenn eine Erklärung.

Den Eltern wird quasi eine Schuld zugewiesen, für die sie nichts können.Daraus entsteht absolute Hilflosigkeit, weil nichts , was man dann macht, ist richtig. Der Elter ist zwangsläufig der Verlierer: unfähig und was nicht alles.

Als meine Kinder älter waren hatte ich nie so ein Aggressionspotential.

Zehnmal! war ich später verzweifelt, weil ich  ein Kind oder die Reaktionen  absolut nicht verstandt und mich überfordert fühlte, habe dann mit anderen geschnackt, die dann im Endeffekt auch nicht WIRKLICH geholfen haben. Aber da alle meine Kinder sind jetzt erwachsen. Wir haben diese Fälle besprochen und es war echt der Wahnsinn, wie manche Mißverständnisse entstehen konnten, was da damals passiert ist. Zum Teil geradezu groteske Szenarien. Mißverständnisse, die heute manchmal keiner der Beteiligten wirklich verstehen kann. Ich würde diese Beispiele heute echt als Beispiele für unterschiedliche Wahrnehmungen und Projektionen nehmen, als Lehrbeispiel für mangelnde Kommunikation und die Gründe, wie es dazu kam. Echt der Wahnsinn!!!!

Ich hoffe, daß ich mal als Oma dann da vermitteln kann.

Antwort
von Laury95, 60

Wenn man ein Baby hat, dass durchgehend schreit und sich durch nichts beruhigen lässt, können  irgendwann die Nerven blank liegen. Das kann man als Außenstehender nicht so gut nachvollziehen. Die Leute, die in Schreiambulanzen etc. arbeiten, sagen häufig, dass die Eltern ihnen erzählen, dass sie ihre Kinder durch Überforderung schütteln könnten oder an die Wand schmeißen..

Es gibt solche und solche Menschen, einige bleiben da sehr ruhig, andere sind durch viele Sachen überfordert.. Schreien löst ständig  einen Adrenalinschub aus, wenn man da dauerhaft drunter leidet, nicht genügend  Hilfe hat, dann kann man psychisch schnell am Boden sein.

Kommentar von Silo123 ,

Ja, es ist echt sso, daß man das als Außenstehender nicht nachvollziehen kann. Ich selbst stand damals meinen Agressionen selbst geradezu perplex gegenüber- ich kannte mich selbst nicht mehr.

Ich bin echt nicht leicht aus der Ruhe zu bringen (obwohl ich ungeduldig bin, aber ich kann i.d.R. meine Ungedild bei Menschen perfekt beherrschen-) und habe in meiner späteren  Geschichte auch andere Kinder aus der Schule bei mir zugelassen, wo ich dicht an meine Grenzen kam. Irgendwie das, was man früher als schwererziehbare Kinder bezeichnete.  Bei DENEN habe ich keine Ahnung, was mit denen los war- ja klar- auch ich vermutete dann Erziehungsfehler, aber, ob es so war- keine Ahnung.

Ich habe es mir angetan , weil ich solche Kinder nie ausgrenzen wollte. Und manche "angebliche" Problemkinder- da konnte ICH das Problem nie nur feststellen- Gegenüber mir , ich habe  NUR immer versucht, mit einer positiven Erwartungshaltung ranzugehen und das merkten die Kinder, gab es bei nicht wenigen Kindern nie Auffälligkeiten, außer, daß sie mir irgendwann, wenn sie mich kannten, ihr Leid klagten )-und meist waren  NICHT die Eltern die Ursache.

Ich vermute!, daß  bei einem Schreibaby niemand  auf Dauer ruhig bleibt (aber ich weiß es nicht- ich habe immerhin den Charakterfehler der Ungeduld, auch wenn das niemand nur glaubt, wenn ich es sage- im Gegenteil : ich galt immer als geduldig)...

 Oh, Es gibt mittlerweile Schreiambulanzen O-:- toll- ich hoffe, daß da Eltern geholfen werden kann und am besten noch obendrein den Babys.

Ich sage heute im Nachhinein, daß man mir hätte da vielleicht helfen können- sei es dadurch, daß ich erfahren hätte, daß es sowas überhaupt gibt- aleine das wäre schon viel Wert gewesen, sei es durch Ermutigung, sei es aber auch um Ursachen, um dem Baby zu helfen.

Antwort
von Formlos21, 30

Es gibt keine endschuldigende Antwort auf dieses menschl.Verhalten.Anscheinend ist dies im Programm des Lebens bei einigen Menschen so vorgesehen.Sonst würde es ja nicht so  sein ,dass man  auf Grund von Nervenschwäche ein Baby schlägt.Was dann danach kommt bei den aller Meisten, ist Fegefeuer ohne Ende, Gewissenbisse Selbstverachtung und ein minderwertiges Selbstbild.Das friedvolle und harmonische Lebensgefühl steht auf null.Man kann noch so reich sein und alles haben, und können, und sein .Dieses Negativgefühl wird dich viele Jahre oder Jahrzente beherrschen.Du bist schuldig !So wie der Sturm schuldig ist, an die Verwüstungen und Schäden.?oder schuldiger?

Antwort
von Irgendwerxyz, 137

Einige Erwachsene wissen einfach nicht wie Kinder funktionieren, fühlen sich noch provoziert und sind sich ihrer Verantwortung und Fürsorgepflicht nicht bewusst. Wirklich verantwortungsbewusst und eine gute Lösung wäre sich Hilfe zu holen, wenn man mit einer Situation überfordert ist. Es gibt keine, wirklich gar keine Entschuldigung dafür wenn man ein Kind schlägt. Es ist immer ein Versagen der Eltern. Auch wenn viele es gerne rechtfertigen wollen und zu doof sind zu verstehen, dass sie die Erwachsenen sind, die Vorbilder und diejenigen sind die die Kinder erziehen. 

Antwort
von Inked95, 135

Diese Menschen sind meistens total überfordert mit dem Kind, daher diese dummen, nett formuliert, "Kurzschlussreaktionen"

Antwort
von TheAllisons, 168

Diese Eltern sind entweder überfordert, weil selber noch Kinder, oder im Kopf nicht ganz gerade. Solche Leute sollten keine Kinder bekommen, wenn sie nicht die nötige Reife dazu haben. Die armen Kinder und Enkelkinder. Die Gewalt wird dadurch immer weiter vererbt

Ist meine persönliche Meinung.

Antwort
von Violetta1, 141

Die Sache ist: da setzt quasi das Denken aus, die Eltern sind total überfordert.

Das ist natürlich keine Entschuldigung- nur eine Erklärung.

Im Endeffekt muss man echt vor Eltern den Hut ziehen, die da ruhig und besonnen bleiben,d as ist nämlich echt nicht einfach.

Und die, die merken, sie kommen an ihre Grenze.. die müßten eigentlich mit sich selbst so ehrlich sein, dass sie sich Hilfe holen.

Sind sie nur leider oft nicht und dann kommt es,w enn es über läuft, zu solchen Aktionen, die nachher in der Zeitung stehen  :-S

Antwort
von Mirtaslil, 117

Ich versteh diese Menschen auch nicht genauso wenig wie die die Tiere schlagen bei denen Stimmt im Kopf etwas nicht eindeutig

Antwort
von Fantho, 46
  • Hilflosigkeit
  • Ohnmacht
  • Verzweiflung
  • Angst
  • usw.

Alles nachvollziehbare 'Gründe', wenngleich auch keine Rechtfertigung...

Deine Maßnahme ist zwar eine gute, jedoch keine langfristig lösende, da die Kriterien weiterhin bestehen...

In diesem Fall brauchen die Eltern eine begleitende Betreuung vom Jugendamt

Was muss sich so ein kleines Lebewesen dabei denken?

Denken tut es nicht; sie nimmt diese emotional auf und kann traumatische Folgen aufkommen lassen....

Aus diesen Grund (nicht nur aus diesem) sollte man hier schnellstens einschreiten...

Gruß Fantho

Antwort
von duckman, 134

Ich sag es mal ganz deutlich... Die Eltern, die so etwas tun haben einfach nicht mehr alle Latten am Zaun...

Genauso wie die kranken Menschen, die aus purem hass oder was auch immer einfach Kätzchen / Katzen / Hunde ... umbringen

Ist zwar nicht gleichzustellen mit einem Menschen (evtl. ja doch), aber ich denke mal, dass da der gleiche Teil des fast nicht vorhanden Hirns kaputt ist...

Kommentar von heidemarie510 ,

Du hast Recht, aber ich mache bei Mensch/Kind oder Tieren absolut keinen Unterschied...Tiere, Kinder, alte, kranke und hilflose Menschen sind IMMER schutzbedürftig..aber das meinst Du sicher auch so. Eltern , die ihr Kind schlagen, das darf nicht sein. Sie brauchen Hilfe und Unterstützung, weil sie überfordert sind..ist traurig alles...

Kommentar von duckman ,

Naaaaaajaaaaaa.... So überfordert scheinen die teilweise gar nicht zu sein... In ner Stadt hier in der Nähe wurde dieses Jahr ein Baby aus dem Fenster geworfen weil das Ehepaar streit um das Abendesse hatte...

War laut Berichten wohl eine durchgehend nette und Vertrauensvolle Family...

Kommentar von Silo123 ,

Duckman,

Da wird der Bericht, um sensationstauglich zu sein, wohl arg gekürzt worden sein und das wesentliche weggelassen.

Die Presse, besonders Bild, schreibt gerne solche Berichte, weil dann die Leser vor Unverständnis gut den Kopf schütteln können und sich selbst dann so normal und gut vorkommen können, daß das ein Wohlgefühl auslöst. Man kann sich dann selbst gut fühlen ( man hat zwar auch seine Probleme und Agreessionen) aber so verrückt ist man zum Glück ja  nicht (genau betrachtet hat mancher Leser extreme psychische Probleme). die ANDEREN sind ja noch schlimmer.

Wohlgefühl: Bei uns ist ja doch vergleichsweise alles normal, wenn andere so!!!! spinnen.

Ist ein gezieltes Mittel, um den Umsatz zu steigern: Wenn mit einer durchaus schrecklichen Nachricht, ein Wohlgefühl hervorgerufen wird (das geschieht vollkommen unbewußt und deswegen funktioniert es auch so gut- Das Wohlgefühl  dominiert im Innersten, obwohl das Entsetzen auch da ist (aber das ist ferner, da dazu abstrakt genug) - und man hat den besten Artikel für eine auflagenstarke Boulewardzeitung

Antwort
von ErsterSchnee, 119

Warte erstmal ab, bis Du in so einer Situation bist. Dann wirst Du das viel besser verstehen, wieso einem solche Gedanken kommen!

Kommentar von Mirtaslil ,

ja aber wenn man dann die Gedanken in die Tat umsetzt dann stimmt doch etwas mit einem nicht

Kommentar von ErsterSchnee ,

Was stimmt mit dir nicht, dass du nicht mal nachvollziehen kannst, dass jemand Dinge tut, die er eigentlich gar nicht machen will? Wie kann man SO wenig EinfühlungsVermögen haben?

Kommentar von Silo123 ,

Andere Verstehen kommt mit zunehmender Lebenserfahrung. Und ich gebe zu , daß ich als sehr junger Mensch auch manchmal zu hart in meinem Urteil war . Mirtaslil  hat noch nicht die Lebenserfahrung,

Und manche Lebenserfahrungen bekommt man leider auch nur durch Sch... fressen, wie es so schön heißt.

Manche Lebenserfahrungen gehen an manchen Menschen einfach vorbei.

Um Empathie zu entwickeln, sollte mein kein zu glattes Leben haben. In gewisser Weise muß ich für vieles unangenehmes, was mir passiert ist, sogar dankbar sein. Nein- ich hatte nie ein glarttes Leben, aber auch mit 20  z.B. reichte meine Empathie/Verständnis noch für vieles nicht.  Für dieses aber schon.

Kommentar von Irgendwerxyz ,

Nun, ich habe genug Lebenserfahrung und bin auch Mutter. Wer Verständnis dafür verlangt Kinder zu schlagen hat ein sehr großes Problem. Ich vermisse hier das Einfühlungsvermögen für die Kinder.

Kommentar von ErsterSchnee ,

Niemand verlangt Verständnis dafür, Kinder zu schlagen!

Es ist erschreckend, wie häufig Leute hier nur die Hälfte lesen, sich den Rest dazu phantasieren und dann andere für etwas verurteilen, was diese nie gesagt haben! 

Kommentar von Irgendwerxyz ,

Es geht hier um Taten und nicht um Gedanken. Kinder haben ein Recht auf eine gewaltfreie Erziehung und wer das nicht schafft macht sich straffällig. Wenn man solche Gedanken in die Tat umsetzt oder Dinge tut, die man nicht machen möchte stimmt tatsächlich etwas mit einem nicht. Dann sollte man sich Hilfe holen und an sich arbeiten. Wer sich nicht unter Kontrolle hat sollte ein Interesse daran haben seine Kontrolle wieder zu erlangen.

Antwort
von frischling15, 131

Es wird wohl kaum jemand antworten , der sich selbst , dies zum Vorwurf machen muss .

Überforderung - , fehlende Empathie , oder geistige Unreife , kann ich mir als Ursache vorstellen !

Kommentar von Silo123 ,

Nein, hätte ich es getan, würde ich hier wohl echt nicht schreiben- weil ich mit der Scham nicht fertig würde.

Aber da ich es nicht getan habe, kann ich hier schreiben, daß ich verstehen kann, wie es dazu kommt. Und , daß ich kurz davor war.

Lese meine anderen Beiträge, um das besser zu verstehen

Antwort
von Menuett, 137

Schon mal mit einem Schreibaby beglückt worden?

Kommentar von LessThanThree ,

d.h. du kannst es nachvollziehen, wenn man auf ein baby einschlägt?

Kommentar von Menuett ,

Ich kann nachvollziehen, dass es da Menschen gibt, die durchdrehen.

Kommentar von KaeteK ,

Ich glaube nicht, dass die Userin damit meint, dass man Kinder dann schlagen darf, sondern sie kann sich in eine Situation reindenken, wo labile Menschen überfordert sind.

Mein erstes Kind schrie über Wochen  jeden Abend ab 18 Uhr für fast 3 Stunden am Stück und du wirst es nicht glauben, egal was ich versucht habe, um sie still zu bekommen, es hat nichts genützt. Ihr hat es an nichts gefehlt. Heute ist sie ein liebevoller Mensch..

Für meine Ehe und vor allem für mich, als "junge" Mutter war das eine enorme Belastung.

Nun hast du Nachbarn, die das nicht nachvollziehen können, dann hast du Stress ohne Ende. Wer das nicht kennt, ist damit total überfordert.

Und jetzt gebe labilen Eltern mal einen Tipp, wie sie sich in dieser Situation verhalten sollen. Das Kind hat keinen Abschaltknopf..

Vielleicht sollten wir einfach aufmerksamer sein, wenn ein Kind länger als normal schreit und wenn es Nachbarn sind, Hilfe anbieten, als zu warten, bis etwas passiert.

Einfach mal nachfragen, wenn einem etwas ungewöhnlich erscheint.

lg

Kommentar von Silo123 ,


"Vielleicht sollten wir einfach aufmerksamer sein, wenn ein Kind
länger als normal schreit und wenn es Nachbarn sind, Hilfe anbieten, als
zu warten, bis etwas passiert.


Einfach mal nachfragen, wenn einem etwas ungewöhnlich erscheint."



Aber, wenn dieses Nachfragen dann mit einem Unterton erfolgt, daß man den Elter für überfordert/ unfähig  hält, dann wird sicher abgelehmt und das Problem noch verstärkt.

Eine Nachfrage könnte in etwa so aussehen: "Man hört Ihr Baby ja oft schreien. Oh, Sie scheinen ja echt das Pech zu haben, ein Schreiby bekommen zu haben (mitfühlender Blick): Ja, das ist echt hart. Da kann man kaum was machen. Gibt sich zum Glück aber irgendwann.

Wenn Sie einfach mal Ruhe brauchen, dann nehme ich Ihr Baby gerne mal- zu oft nicht- halten auch meine Nerven nicht aus. Aber gelegentlich: gerne. Mal ein (oder wieviele Abende in der Woche man sich zutraut) gerne. So mal gelegentlich packe ich das"

Kommentar von Fliegengewicht4 ,

Ich hab vor einem Jahr mal auf meinem Neffen aufgepasst und er hat auch eine Zeit lang ziemlich geweint. Ich weiß es zwar nicht wie es ist wenn ein Baby immer weint, was da in einem Menschen vorgeht, aber wie kann man dem Kleinem so weh tun?

Kommentar von Menuett ,

Dann pass mal wochenlang auf ein Schreibaby auf und schlafe am Tag nicht mehr als 20 Minuten zusammenhängend.

Dann weißt Du ganz genau, was in solchen Menschen vor sich geht.

Kommentar von Fliegengewicht4 ,

Könntest du wirklich zuschlagen?

Kommentar von Menuett ,

Nein, ich könnte nicht zuschlagen.

Ich kann aber nachvollziehen, dass es Menschen gibt, die das machen.

Kommentar von Silo123 ,

Figengwicht "Könntest du wirklich zuschlagen?"

Ich gestehe zu meiner Schande, daß ich EHRLICH wohl mit "JA" antworten müßte.

Heute ist mir das ganze wieder so fern, daß ich eigentlich emotional mit "nein" antworten würde.

Aber auf der anderen Seite, ich habe ein gutes Gedächtnis,  (zumindest für länger zurückliegendes) und ich war wahrscheinlich auch deshalb eine so gute Mutter, weil ich , während meine Kinder heranwuchsen, immer meine Gefühle als Kind und Jugendliche erinnern konnte. Ich habe meine Kinder immer viel besser verstehen können als andere Eltern, weil meine Erinnerung immer präsent war  (an meine Zeit als Baby kann ich mich natürlich nicht erinnern- vielleicht war gerade das das Problem)

Kommentar von KaeteK ,

Ja, ich kann das gut nachvollziehen - Schlafmangel und ständiger Stress dazu, vielleicht noch vom Vater des Kindes, kann schon ganz schön belasten, aber dann muß man sich Hilfe holen.

Kommentar von Irgendwerxyz ,

Kinderärzte und Hebammen helfen gerne weiter.

Kommentar von Silo123 ,

Fliegengewicht4: Es ist ein erheblicher! Unterschied, ob man das einmal an einem Abend erlebt, der jeden Tag über ZIG Stunden, wo dann oft noch andauernder Schlafmangel hinzukommt.

Kommentar von KaeteK ,

Ich fühle heute noch fertig, wenn ich an diese Zeit denke, dennoch möchte ich sie nicht missen...Aber wenn man in so einer Situation steckt und keine Unterstützung hat, wird es sehr schwer. lg

Kommentar von Fliegengewicht4 ,

Silo 123: Es ist sicher ein großer Unterschied wenn ein Baby die gesamte Zeit schreit, aber da könnte man das Baby einfach ins Gitterbett legen, weggehen und einfach schauen dass man wieder runterkommt

Kommentar von Menuett ,

Du hattest noch nie einen richtigen Schlafentzug, oder?

Kommentar von ErsterSchnee ,

Fliegengewicht: Das Kind schreit und schreit und schreit. Du legst es ins Bett und gehst raus. Kommst nach 15 Minuten wieder rein und das Kind schreit immer noch. Und schreit und schreit und schreit. Und du gehst wieder für 15 Minuten in den Nebenraum. Und hörst das Kind schreien und schreien. Dann kommst du wieder rein und das Kind schreit und schreit und schreit. Und nun? Was machst du dann? Gehst du absolut tiefenentspannt wieder nach nebenan und wartest ab? Und in der Zwischenzeit schreit das Kind - und schreit und schreit und schreit...

Kommentar von LessThanThree ,

Meine Mutter ist seit fast 30 Jahren freiberufliche Hebamme und selbst sie hat irgendwann mal gesagt, dass sie nachvollziehen kann, dass die Leute sich irgendwann nicht mehr unter Kontrolle haben.

Um es mal aus dieser Sichtweise zu beschreiben.

Kommentar von Irgendwerxyz ,

Wirklich, es gibt auch für Schreibabys Kniffe und Tricks. Wenn man nicht weiter weiß, Hilfe holen. 

Ich halte es auch nicht für richtig ein Babys alleine im Zimmer zu lassen um sich da einzubrüllen. Da bringt man den Babys übrigens noch bei, dass sie viel brüllen müssen, damit man auf ihre Bedürfnisse eingeht. Oder eben, dass man auf ihre Bedürfnisse nicht eingeht. Und auch Schreibabys haben irgendein Bedürfnis, weswegen sie schreien. Babys brauchen dann Liebe, Geduld und Hilfe. Wenn man nicht in der Lage ist das zu leisten, kann ich mich nur wiederholen: HILFE HOLEN!

Kommentar von KaeteK ,

Bei einem Schreibaby, gibt es keine Kniffe und Tricks. Ich war damals schon über 30, als ich meine Tochter bekam und sicher  keine unerfahren Frau  und Mutter. Ich habe Mütter gekannt, die sind die halbe Nacht mit dem Auto durch dir Gegend gefahren, weil das Kind die ganze Zeit geschrien hat. Wenn sie Glück hatten, schlief das Kind während der Fahrt ein, aber sobald sie hielten, ging das Geschrei von vorne los.Ich bin mit meiner Tochter raus, wo sie sich gerne aufgehalten hat, aber auch das hat nichts gebracht, nur neugierige Blicke der Dorfbewohner, die das arme Kind noch trösten wollten  - an mich dachte dabei keiner ;-)

Und dann, wie abgeschnitten, hörte das auf :-)

Nein, Schreibabys haben keine Bedürfnisse - glaube mir, ich habe alles versucht.. Wenn ein Kind über Wochen genau um dieselbe Uhrzeit schreit, dann hat es keine Bedürfnisse.

Man muß erstmal selber so ein Kind haben, um mitreden zu können. Mein zweites Kind war dagegen ganz ruhig.

Kommentar von Irgendwerxyz ,

Doch sie haben etwas. Nur weil man es nicht stillen kann, heißt es nicht, dass es da nichts gibt.

Ich selbst hatte kein Schreikind, habe aber 2 Freundinnen unterstützt die eins hatten. Ich weiß also schon auch wovon ich rede und kann es mit ein bisschen Abstand betrachten, was auch nicht unbedingt doof ist, um etwas zu beurteilen.

Es ist natürlich mist und nicht das was man sich vorgestellt hat, wenn man ein Schreibaby hat. Trotzdem hat man die Verantwortung und muss da durch. Zur Not mit Hilfe. Es darf aber niemals die Entschuldigung dafür sein, dass man sein Kind schlägt, nur eine Erklärung oder die Ursache - die trotzdem nicht zu Entschuldigungen ist.  Wobei ich aus Erzählungen eines Polizisten weiß, dass es noch viel kleinere Auslöser gibt, die Eltern schlagen lassen. 

Ich habe Verständnis dafür völlig im Ar*** zu sein, Aggressiv zu werden und was auch immer aber niemals wenn man ein Kind schlägt. 

Kommentar von KaeteK ,

Irgendwer, meinst du mich? Ich habe meine Kinder lange gestillt, also kann es auch an dem nicht liegen.

Kommentar von Irgendwerxyz ,

Ich meinte das Bedürfnis stillen ;-)

Kommentar von Fliegengewicht4 ,

ErsterSchnee: Ich meine bevor alle Stricke in einem reißen und man mit dem Kind etwas macht dass man hinterher bereut. Mit rausgehen habe ich nicht gemeint dass ich es 30 Minuten oder nur schreien lasse und entspannt nach nebenan gehe, sondern dass man selber runterkommt bevor  alle Stricke reißen. und nachdem man wieder runtergekommen ist versucht man das Kind zu Beruhigen.

Kommentar von ErsterSchnee ,

Fliegengewicht, du verstehst es nicht! WIE willst du runterkommen, wenn dein Baby stundenlang schreit - und das über Wochen? 

Ich glaube, du weißt noch nicht mal, was "Schreibabys" bedeutet - aber dafür beurteilst du hier Situationen, die du nicht mal im Ansatz nachvollziehen kannst!

Kommentar von Irgendwerxyz ,

Wird Dich vielleicht interessieren:

http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/wenn-babys-schreien-liebe-statt-kuechenpsy...

Wenn man anfängt ein Schreibaby alleine zu lassen tut man sich damit auch keinen Gefallen. 

Kommentar von ErsterSchnee ,

@Irgendwer: und was hat dieser Artikel jetzt mit Schreibabys zu tun?

Richtig - rein gar nichts!

Kommentar von Irgendwerxyz ,

Es geht um die Wirkung, die es hat wenn man Babys schreien lässt.

Und gerade Eltern mit Schreibabys greifen auf diese Technik, das Kind brüllen zu lassen zurück. Die Brücke wirst Du auch schlagen können. Es war eine Ergänzung für Fliegengewicht, dass es kein dauerhaft geeignetes Mittel ist.

Ein Baby das nur schreit gehört medizinisch untersucht und die Mutter von einer Hebamme betreut. Schreibabys haben nämlich auch etwas. Oft liegt es aber auch an einer unausgeglichenen oder ängstlichen Mutter (Hast sicher auch schon mal davon gehört, dass sich Stimmungen auf Babys übertragen), einer traumatischen Geburt oder was auch immer. Es ist aber auch völlig egal woran es liegt. Man muss sich Hilfe holen, wenn man darüber nicht Herr wird. 

Ich verstehe nicht warum hier Verständnis für schlagende Eltern gefordert wird, von Leuten die selbst nicht geschlagen haben. Babys schlagen ist extrem gefährlich. Sie auch nur ein bisschen zu schütteln ist kein bisschen akzeptabel und sehr Risikobehaftet. Dabei kommen viele Babys um oder werden dauerhaft geschädigt, weil es zu Hirnblutungen kommt. 

Kommentar von Menuett ,

Mein Schreibaby war mein 4. Kind und ich war eine sehr erfahrene, sehr gelassene Mutter.

Man findet den Grund für das schreiende Kind meistens nicht. Aber in der Tat, es hat immer einen Grund und mein Kind habe ich auch nie allein gelassen oder geschlagen.

Aber auch Du hast wohl noch nie einen richtigen Schlafentzug gehabt, sonst könntest Du Dir nämlich sehr gut vorstellen, warum das so ist.

Kommentar von Irgendwerxyz ,

Es ist ja auch egal was es für einen Grund hat. Ich will auch nicht behaupten, dass man ihn immer findet oder die Eltern dran Schuld sind wenn sie ihn nicht finden.

Doch ich kenne Schlafentzug. 

Ich kennen es auch Aggressionen zu haben. Gerade als mein Sohn in der Trotzphase war hat er mich an meine Grenzen gebracht. Na und? Geschlagen habe ich ihn nicht und nur weil ich weiß, dass ein Kind einen auch extrem sauer machen kann, muss ich noch lange kein Verständnis für schlagende Eltern haben. Mein Verständnis fängt erst dann an wenn Eltern sich Hilfe holen und nicht wenn man es versucht zu entschuldigen. Das hilft nämlich nur dem Gewissen der Eltern aber nicht den Kindern. Meine Empathie gilt vor allem den Kindern.

Kommentar von ErsterSchnee ,

Nochmal: WER fordert hier Verständnis für schlagende Eltern? Lies doch bitte das, was da steht (und zwar so, wie es gemeint ist) - und interpretier nicht irgendeinen Mist da rein, nur weil das gerade in dein Weltbild passt!

Kommentar von Irgendwerxyz ,

Das hat nichts mit meinem Weltbild zu tun. Wahrscheinlich gehe ich einfach zu emotional an die Sache ran.  

Kommentar von Fliegengewicht4 ,

Erster Schnee: Ich hab ja nicht gesagt dass ich es verstehe und nachvollziehen kann! Ich hab gefragt weil es mich interessiert!

Kommentar von Silo123 ,

Und das Interesse sowas zu verstehen, zeigt echt Empathie. Das immer verstehen ist eine sehr! posutive Charaktereigenschaft, die ich sehr schätze.

Manchmal ist es berdammt scher, Leute verstehen zu wollen, weil man einfach dier entsprechenden Erfahrungen noch nicht hat. Ich schätze dieses Verhalten und wie Du drann bleibst, SEHR.

Und ich finde es gut, daß Du die Frage gestellt hast ,ich denke, daß Du dich über die Frage und die Antworten weiterentwickeln wirst.

Bemerkenswert übrigen Dein erster Gadankenansatz zur Bewältigung, der absolut nicht verkehrt ist, ich hoffe , ich konnte erklären, warum  nicht alle primär so vernünftig sind, wasa da die Hürden sind....

Irgendwie danke ich Dir sogar für diese Diskussion, obwohl bei mir alles lange her ist. Aber es war echt der Wahnsinn und wenn das manche Leute lesen, kommt es hoffentlich weniger zu solchen Sachen.

Antwort
von LessThanThree, 124

Ich glaube als normaler Mensch ist man gar nicht in der Lage so ein Verhalten nachzuvollziehen. Du kannst darüber nachdenken so viel du willst und wirst es nie begreifen.

Es gibt ja auch diese Krankheit, bei welcher Menschen absolut keine Empathie empfinden und nicht wissen, was gut und schlecht ist. Die können Tiere/Menschen aufs mieseste Quälen....aber empfinden nicht mal Spaß oder Lust dabei. Sie empfinden einfach gar nichts. Kann man als Gesunder denke ich auch nicht verstehen. Ich finde solche Geisteskrankheiten ziemlich interessant.

Kommentar von Silo123 ,

Ich BIN ein normaler und empathischer Mensch, der überwiegend sogar als geduldig bezeichnet wird (obwohl ich eher ungeduldig bin- ich kann diesen Fehler nur gut kaschieren).

Und seit meinem ersten Baby kann ich solche Menschen verstehen (vorher hätte ich es nicht können) und ich habe sehr viel Empathie  im Innersten, nichts, um was ich mich bemühen muß.

Es geht da (außer vielleicht bei echt abnorme Persönlichkeiten, die es sicher gibt und wo meine Empathie dann auch nicht mehr ausreicht, es wirklich zu verstehen) nicht um Spaß oder Lust am Quälen, sondern Agressionen, die außer Kontrolle geraten, nicht noch rechtzeitig umgeleitet werden.....

Ich habe beim ersten Baby (ein Schreibaby) echt Agressionen entwickelt, die ich bei mir sanftmütigen Menschen NIE für möglich gehalten hätte.

Glaube mir, ich war und bin ein psychisch normaler Mensch, der der sanftmütigen Kategorie zugehörig und ich hätte mein Baby am liebsten geschlagen, geschüttelt. ....(ich war regelrecht entsetzt über die Agressionen, die in mir hochkamen) Ich habe es NICHT getan, weil ich dann Strategien entwickelt habe, damit umzugehen  (s.o.) und irgendwann war mein Schreibaby auch aus dem Babyalter heraus und dann waren die Agressionen auch wieder weg  und ich habe dieses Kind sehr liebevoll erzogen

Lese auch meine anderen Beiträge zu dem Thema. Ich hoffe, daß Du das dann besser verstehen wirst.

Kommentar von ErsterSchnee ,

" Kommentar von LessThanThree , vor 3 Std

Meine Mutter ist seit fast 30 Jahren freiberufliche Hebamme und selbst sie hat irgendwann mal gesagt, dass sie nachvollziehen kann, dass die Leute sich irgendwann nicht mehr unter Kontrolle haben.

Um es mal aus dieser Sichtweise zu beschreiben."

Wenn du schon deine eigene Mutter als "nicht normal" bezeichnest - was bringt dich auf den Gedanken, dass du selber normal sein könntest, wo du doch von einer "unnormalen" Frau erzogen wurdest, die dir auch ihre Werte vermittelt hat?

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