Was geht euch durch den Kopf, wenn ihr blinde Menschen seht?

... komplette Frage anzeigen

14 Antworten

Bewunderung, Ehrfurcht und tiefster Respekt und die Rückbesinnung das trotz aller Widrigkeiten und Schmerz, aber auch Freude und schönem Erleben das eigene Leben in jeden Augenblick mit allen vorhandenen Sinnen gelebt werden darf – das ich das herabfallende Laubblatt auf dem Waldboden sehen und mich mit ihm „verabschieden“ kann von dem was schon wieder vergangen ist.

Und ja, Du kannst, ja sollst Deinen Langstock voller Stolz und Selbstachtung benutzen, da Du uns "Sehenden" in vielen überlegen bist.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ich finde leute mit solch einer Einschränkung bewundernswer. Ich mache eine Ausbildung zur Krankenschwester und hatte letztens eine junge frau die durch einen unfalk von heut auf morgen ihr Augenlicht verloren hat und ich war fasziniert wie sicher sie sich schon nach nur einem halben Jahr bewegen konnte und wie toll sie damit umgeht. Am Anfang war ich sehr unsicher ihr gegenüber und wolkte ihr bei allem behilflich sein. Sie fing jedes mal das lachsn an und meinte das sie es sehr nett findet das ich ihr helfen wolle jedoch schafft sie es alleine. Ich durfte ihr bei vielen dingen zusehen und war begeistert wie schnell sie sich in ei er ihr unbekannten Umgebung zurecht fand. Nutze deinen stock und trag ihn mit stolz von mir haben Menschen mit Behinderung den größten Respekt :)

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Für mich gehören diese Leute genauso dazu wie alle anderen auch! Ich finde es immer beeindruckt wie die Leute damit zurecht kommen!

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Der Wert eines Menschen hängt ganz sicher nicht von seiner körperlichen Unversehrtheit ab!

Krankheit und Behinderung kann jeden treffen und das zu jeder Sekunde! Wer das noch nicht begriffen hat, dem ist sowieso nicht zu helfen!

Was ich speziell bei einem Menschen mit Sehbehinderung denke; ich schaue genau hin und machen den Weg frei, damit ich nicht noch als Hinderniss im Wege stehe. Sehe ich Unsicherheit, frage ich durchaus nach, ob ich behilflich sein kann. Ansonsten geht man auch mit Behinderten Menschen vollkommen normal um. Diese Menschen sind nicht anders als Gesunde - nur etwas eingeschränkt in ihrer Eigenständigkeit.

Alles Gute wünsche ich Dir und zur eigenen Sicherheit, solltest Du den Stock mit "stolz" benutzen! Du kannst nämlich stolz auf Dich sein, dass Du Dein Leben auch jetzt noch meisterst! Das kriegen nämlich manch Gesunde nicht auf die Reihe ;-)

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Hallo abendleserin,

Ich durfte schon einige Menschen mit Sehbehinderung kennenlernen. Ich war eigentlich stets beeindruckt, wie diese Menschen sich zurecht gefunden haben und hatte in sofern immer Respekt, da ich als sehender Mitmensch keinerlei Ahnung habe, wie ich es ohne mein Augenlicht schaffen würde. Es ist schwer, sich vorzustellen, wie es wäre, wenn man nichts mehr sehen könnte.   

In meiner Heimatstadt gibt es ein Museum, das Dialogmuseum, in dem Sehende in völliger Dunkelheit von Mitmenschen, die nicht sehen, durch Räumlichkeiten geführt werden. Dort wird sowohl der Straßenverkehr simuliert, als auch verschiedene Dinge zur Verfügung gestellt, die man ertasten kann, bis hin zu Musik und Vibrationen, die man hören und fühlen kann. Am erstaunlichsten war für mich bei meinem Besuch dort, wie intensiv man auf einmal tasten und hören kann, wenn man einen Sinn, den Sehsinn, nicht mehr zur Verfügung hat. Gleichzeitig war ich so dankbar, dass ich sehen kann und war durch die neue Erfahrung voller Respekt und auch Ehrfurcht.

Was deine Frage betrifft, bezüglich des Langstockes und der deiner Meinung daraus resultierenden Schwäche...  ich weiß nicht, ob du das Buch "der kleine Prinz" von Antoine de Saint-Exupéry kennst. Von ihm und aus diesem Buch stammt einer der schönsten Sätze, die ich kenne: 

"Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

Das Wesentliche sind nicht die Kleider, die ich trage, das Geld, was ich verdiene oder aber auch  der Langstock, den ich mit mir führe, sondern das, was meine Hülle, meinen Körper füllt. Du bist nicht der Langstock. Definiere dich nicht über Gegenstände und scheinbare  Defizite. Jeder Mensch hat den gleichen Wert und auch wenn gesellschaftliche Rangordnungen und materielle Dinge unser primäres Ansehen und Wert zu bestimmen scheinen: Am Abend, wenn alles Materielle verschwindet, liebe Abendleserin, sind wir alle was wir sind: Menschen.   

Gleichsam bietet der Langstock auch eine Filtermöglichkeit für dich: Die, die dich deswegen stigmatisieren, selektieren und disqualifizieren sich damit selbst als unwert, kennengelernt zu werden. So ersparst du dir Menschen, die dir nicht gut tun, die sich, den menschlichen Kern, tief unter oberflächlichen Werten vergraben haben, aber letztendlich sind sie nur das Produkt unserer selbst erschaffenen Welt und auch diese - und das - ist menschlichen Ursprungs in vielerlei Ebenen.

Ich weiß nicht, woher du kommst, aber in deinem Herzen weißt du, dass es falsch ist, dass Menschen mit Behinderung nichts wert sind. Also hör auf, daran festzuhalten und dich davon beeinflussen zu lassen. In dem du lebst, was sie sagen, machst du es wahr. 

Ich wünsche dir Kraft und Mut :) 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Hi, ich habe selbst eine blinde Freundin, die ihren Blindenstock nur selten benutzt, weil sie Angst hat, andere würden sie anstarren. Manche tun es wirklich, andere nicht. Ich sehe Behinderte als ganz normale Menschen, die eben nur eine Einschränkung haben. Und es ist keine Schande, einen Blindenstock zu benutzen. Im Gegenteil, er hilft dir! Niemand wird dich für irre halten. Menschen werden dich sogar ernster nehmen und dir helfen, wenn du sie ansprichst.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Wenn ich mitbekomm,dass einer blind ist hab ich ein sehr starkes bedürfnis zu helfen,beim in die bahn einsteigen zum Beispiel..... kam aber nie vor, dass einer hilfe gebräucht hätte .... finde das beeindruckend mit was für einer Sicherheit sich blinde Leute durchs Leben bewegen.Das muss viel Mut gekostet haben bis man überhaupt an diesen Punkt kommt.

Daran ist absolut nix schwach,davor muss man Respekt haben.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

es tut mir leid für dich, dass in deiner Heimat so gedacht wird... aber diese "Einstellung" ist falsch und gemein...

Wenn ich jemandem mit Blindenstock oder Rollstuhl oder was auch immersehe, bewundere ich es, wie er/sie seinen Alltag bewältigt! Dass sie sich nicht die Lebensqualität nehmen lassen, dass sie nicht aufgeben und viel mehr leisten als andere, denen nix fehlt und denen alles in den Schoß fällt... irgendwann wird jeder mal körperliche Probleme haben, das gehört zum Leben dazu... spätestens wenn man Alt wird, und in deiner Heimat werden die Alten wohl hoffentlich hoch angesehen....... weil sie Lebenserfahrung haben, und wer körperliche Einschränkungen hat, hat wohl erst recht Lebenserfahrung!

Jeder Mensch ist von Gott gewollt und hat seine Aufgaben auf der Welt!

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Wenn ich sehe, dass diese Menschen gut zurecht kommen, dann lasse ich sie des Weges ziehen.

Wenn ich aber merke, dass es eine große Unsicherheit gibt, frage ich schon mal nach, ob ich sie unterstützen kann.

Also. Für mich ist es ganz normal

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Hey! Ich muss ehrlich sagen das ich da nichts besonderes fühle. Das klingt jetzt vielleicht fies. So ist es aber nicht gemeint. Wenn ich jemanden mit so einem Stock sehe geht mir zwar für den Bruchteil einer Sekunde durch den Kopf. *okay der ist Blind* oder so. Aber ich starre ihm nicht an oder denke das es mir mega Leidtut. Ich akzeptiere es halt wie es ist und ja.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von abendleserin
29.09.2016, 17:20

Deine Meinung ist nicht fies, sondern ehrlich

1

Der Opa (84 Jahre) meines Freundes ist seit mehreren Jahren blind. Früher hatte ich totale Angst, nein großen Respekt, vor Sehbehinderten, weil ich dachte, sie würden im nächsten Moment mit ihrem Stock gegen mich schlagen.

Seitdem ich den Opa meines Freundes kenne ist diese Angst verschwunden und ich finde es bewundernswert, wie Menschen mit dieser Behinderung umgehen. Ich hätte total die Panik, im nächsten Moment gegen jemanden zu rennen!

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Wenn ich solche Menschen sehe dann frage ich mich, warum die Wissenschaftler noch nicht dazu in der Lage sind, eine Blindheit zu lösen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

in einer konkreten Situation passieren bei mir zwei Sachen. Einmal steigt meine Aufmerksamkeit um der offensichtlich im sehen eingeschränkten Person nicht ein Problem zu bereiten, also z.B. nicht vor den Stock rennen. Und es steigt mein Interesse wie Situationen gemeistert werden können und damit auch der Respekt und die Bewunderung genau dafür.


Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ich bewundere ihn und grüsse häufig freundlich, gibts bei uns wenige. Ich kann es selber nicht und bin deshalb fasziniert, wie man so zielstrebig und sicher laufen kann :)

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung