Frage von VanessaFer, 83

Was gehört alles in die Notfallapotheke?

Was gehört für euch alles in eine Notfallapotheke für junge Mütter? Und gibt es  Vollständige zu kaufen?

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Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von LeonieZl, 24

Hi VanessaFer,

Es kommt natürlich immer darauf an wo man mit seinen Kindern unterwegs ist. Aber es gibt durchaus einige Dinge die man dabei haben sollte. Einen Auto-Verbandskasten kann ich als Grundlage empfehlen, diesen müsste man nur noch mit ein paar Materialien ergänzen. 

Was immer dabei sein sollte:

  • Pflaster
  • Verbände verschiedener Arten, besonders welche für Brandwunden
  • Verbandschere
  • Handschuhe
  • Desinfektionsmittel
  • Fieberthermometer
  • Zeckenzange (wird oft unterschätzt!)
  • Pinzette für Splitter
  • Wundcreme

Das sind die für mich wichtigsten Materialien. Die Liste wäre natürlich noch deutlich erweiterbar.

Da du Homöopathie angegeben hast, kann ich dir empfehlen dich mal hier reinzulesen. Dort sind einige homöopathische Mittel mit aufgelistet.

http://www.elternwissen.com/gesundheit/erste-hilfe-kinder/art/tipp/erste-hilfe-b...

Grüße

LeonieZl

Antwort
von Seanna, 83

Nur ein Tipp: das meiste Zeug bekommt man in der Drogerie viel günstiger als in der Apotheke.

Nicht nur Pflaster & co. Zb auch Bepanthen. Da gibt's ne Babycreme bei DM da ist exakt dasselbe drin (lt. Arzt!) und kostet nur rund 1/3. Steht nur ein anderer Name drauf.

Antwort
von Healzlolrofl, 73

Bei uns im Kinderwagen haben wir einen normalen Verbandskasten aus der Apotheke und haben noch kleinere Pflaster und Desinfektionsmitteln rein gemacht. Das sollte eigentlich reichen.

Antwort
von flirtheaven, 71

Pflaster und Kühlpads  mehr braucht man nicht, bei einem wirklichen Notfall hat man eh normalerweise einen Verbandkasten und das Telefon bzw. eine Apotheke und einen Arzt in erreichbarer Nähe. Ich halte gar nichts davon Medikamente zu horten oder bei jedem Wehwehchen irgendwelche Kügelchen zu verabreichen.

Antwort
von uteausmuenchen, 48

Hallo VanessaFer,

Du hast jetzt nicht geschrieben, wofür Du die Notfallapotheke brauchst. Für den Besuch des Spielplatzes um die Ecke nimmt man schließlich andere Dinge mit als in den 2 wöchigen Urlaub...

Packen wir also für beides.

"Junge Mütter" interpretiere ich jetzt mal so "für Baby oder Kleinkind". Mutti wird in der Regel wissen, was sie braucht...

Manchmal war ich unterwegs dankbar, diese Dinge im (Wickel)Rucksack zu haben:

  • Pflaster in verschiedenen Größen
  • u.U. eine Mullbinde (meist eher wegen der Dramatik)
  • Desinfektionsspray für Schürfwunden, in die Sand oder Schlamm gekommen ist
  • Feuchttücher zur "Notfallhandwäsche"
  • Taschentücher
  • Sonnenschutz
  • eine Pinzette und eine Lupe (haben sich bei Holzsplittern bewährt)
  • eine Zeckenkarte
  • ein Kältebeutel (gibt es zum "Knicken") bei Beulen
  • Etwas zu Trinken
  • Mütze oder Käppi als Sonnenschutz


Für Urlaub oder Übernachtung bei den Großeltern zusätzlich:

  • Fieberthermometer und altersgerechte Zäpfchen
  • ein abschwellendes Nasenspray
  • eine Wundcreme
  • etwas gegen den Juckreiz bei Insektenstichen
  • Impfpass
  • u.U. ein Elektrolytpulver für Durchfall

Und ansonsten alles, was das Kind z.B. braucht, falls es allergisch ist oder eine andere bekannte Erkrankung hat. (So wie man seine eigenen regelmäßig genutzten Präparate ja auch mitnimmt.).

Bei allem darüberhinaus ist man beim Arzt besser aufgehoben mit einem Kleinkind...

Was sollte man sich sparen?

Placebos, die dem Kind die Selbstheilungskräfte des eigenen Körpers nicht mehr erleben lassen. Damit meine ich vor allem die leider sehr im Trend liegende Globulisierung des Sandkastens.

Globuli sind reiner Zucker. Es ist kein Wirkstoff drin. Es sind keine geheimnisvollen Schwingungen drin. Keine geheimnisvollen Energien und auch keine Informationen.

Globuli sind Placebos.

Nein, keine "Meinung", sondern naturwissenschaftlich begründbare Tatsache, die sich in Studien immer wieder bestätigt.

http://medctr.de/alternativmedizin/homoeopathie/

Leider werden sie als "sanft" und "natürlich" heute fast jeder Mutter für ihr Baby empfohlen. Und zwar leider nicht mit dem Hinweis, dass es sich um Placebos handelt.

Placebos haben in der Notfallapotheke nichts verloren. Bei echten Notfällen sollte man nicht Placebos herumdoktern. Es ist nicht ungefährlich, wenn eine Mutter nach einem Insektenstich erst mal Globuli gibt, fest glaubt, schon behandelt zu haben - und eine beginnende Schwellung als "Erstverschlimmerung" abtut.

Man beobachtet sein krankes Kind anders, wenn man glaubt, schon gezielt was gemacht zu haben. Und da ist es halt leider nicht harmlos, wenn man ein Verfahren überschätzt. Es liegt in der Verantwortung der Betreuungsperson, zu beurteilen, ob man es mit einer Bagatelle zu tun hat oder einem echten Notfall. Und entsprechend muss man handeln. Im zweiten Fall sind Placebos völlig Fehl am Platze, im ersten Fall sind sie überflüssig.

Viele Eltern geben ihren Kindern heute bei jedem blauen Fleck erst mal Globuli, "damit der blaue Fleck bald weg ist". Unsinn! Dem blauen Fleck sind die Placebos wurscht. Der heilt kein bisschen schneller ab.

Aber das Kind lernt durch dieses Verhalten, dass es bei jeder Bagatelle sofort etwas einnehmen muss. Das Kind darf nie die Erfahrung machen, was der eigene Körper eigentlich zu leisten imstande ist. Ohne dass man etwas einnimmt.

Das Kind kann auch die Globuligabe nicht beim Älterwerden als Placeboritual erkennen. Viel besser ist es bei Bagatellen, kindgerechte Placebos zu geben: "Heile, heile"-Singen zum Beispiel. Oder ein Riiiiesenverband - über einen mit eingewickelten Keks - den man erst auswickeln darf, wenn es nicht mehr weh tut. (Dafür die Mullbinde im Notfallbeutel). Pusten, Singen, ein Aua aus dem Fenster fliegen lassen: Das sind Placeborituale, die den Kindern wirklich gut tun, die sie beim Älterwerden aber als solche erkennen können. Ständige Globuligaben erziehen die Kinder lediglich zum nichts mehr hinterfragenden Konsumenten des Zauberzuckers.

Also: In die Notfallapotheke nur sinnvolle Sachen packen und den allgegenwärtigen Globulihype dem Kind ersparen!

Grüße

Kommentar von Adqdd ,

Die Kekse fehlen noch!

Antwort
von elismana, 43

Pflaster und Fieberthermometer, eventuell noch Fieberzäpfchen. Alles andere wird im Bedarfsfall vom Kinderarzt verordnet. 

Antwort
von Baltion, 63

Nasenspray, Hustensaft, Pflaster, Kopfschmerztabletten, Wundheilsalbe Bephanten oder so, So ne Druckkompresse für große Schürfwunden, Meditonsien finde ich auch ganz gut.

Kommentar von flirtheaven ,

Erkältungsmittel sind völlig überflüssig und Kopfschmerztabletten für Kinder finde ich schon abenteuerlich. Meine Schwägerin war aber auch so und reiste immer mit ´ner halben Apotheke zu jedem Familientreffen und bei jeder Kleinigkeit wurde dem Jungen etwas verabreicht. Es verging kein Treffen, bei dem sie nicht mindestens einmal schrie "OLLY, DIE NOTFALLBOX". Wenn meine Kinder Schnupfen und Husten hatten, gab es viel zu Trinken, Taschentücher und nachts eine aufgeschnittene Zwiebel ans Bett. Kleinere Blessuren versorgt man durch Kühlung oder Pflaster und mit Größeren geht man dann eh zum Arzt.

Antwort
von RangerBerlin, 65

Meinst du mit "Notfallapotheke für junge Mütter" die Erstversorgung des Kindes oder die der Mutter?

Kommentar von lastgasp ,

Sie hat die Frage, die vermutlich nur sie allein versteht, mit dem Begriff "Homöopathie" verschlagwortet. Vermutlich gibt es irgendein Notfallset, wo man sich einen Zentner Globuli Gelsemium D12 in der Badewanne auflöst, wenn die kleine Laura immer neue Schreirekorde aufstellt.

Kommentar von flirtheaven ,

Einige werden als Kinder schon in die Medikamentenabhängigkeit getrieben.

Antwort
von Marigoldi, 9

Im allgemeinen gelten die gleichen Notfallmittel wie bei Erwachsenen. Um eine sinnvolle homöopathische Behandlung durchzuführen sollte man sich zuallererst ein gutes Fachbuch anschaffen. Auch die kleinen Ratgeberbüchlein in der Apotheke sind manchmal ganz gut. Allerdings finde ich es bei kleinkindern und Säuglngen nicht angebracht selber zu behandeln außer man hat schon einige Zeit Erfahrungen gesammelt. 

In der Apotheke kan man nachfragen welche homöopathischen Hersteller solche kleinen homöopathischen Startersets anbieten. Bei der DHU gibt es sicher solche und auch bei den meisten anderen homöopathischen Herstellern. Hilfreich für Anfänger ist es auch einen Einführungskurs bei der Volkshochschule oder so zu machen. Es gibt einige homöopathische Ärzte oder Heilpraktiker die so was anbieten.

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