Ich bin Studentin und habe in diesem Semester zum ersten mal Studiengebühren bezahlt und ich habe noch keinerlei Verbesserung bemerkt. Gut, Anschaffungen brauchen auch teilweise ihre Zeit, jedoch merke ich keine Veränderung im Lehrplan oder anderen Angeboten. Es ist eher noch Chaotischer, so dass man in wenige Kurse hineinkommt und somit viel Seminare nicht belegen kann. Der Rektor sagt dazu nur, dass man sich an seine Fakultät wenden soll und die Fakultät sagt dass man sich beim Rektor beschweren soll! Na, das klappt super! da kann man nur auf die kommenden Semester hoffen, dass sich eine Besserung einstellt...

im ernst? das hilft nur dem land, nicht der uni und schon gar nicht den studenten...
gruß henry

Wenn etwas Geld kostet, darf man auch dafür etwas erwarten! In anderen Ländern hat es sich durchgesetzt, dass (hohe) Schul- oder Studiengebühren durchaus gerechtfertigt sind, wenn dafür die Ausbildung und der Abschluss dafür einen guten Ruf geniesst (Harvard, Yale in den USA oder Oxbridge in England sind dafür Beispiele), denn Absolventen von renommierten und teuren Hochschulen finden i.d.R. gut bezahlte Stellungen und können so die Kosten fürs Studium spielend zurückzahlen.
In England bekommt man auf eine erfolgreiche Zulassung zu einer Elite-Uni problemlos Studienkredite, da die so erhaltene Ausbildung als beste Sicherheit durch die Banken eingeschätzt wird!
Hi, ja wofürs es gedacht ist und was dann damit passiert sind zwei verschiedene Dinge. Der Gedanke das dadurch etwas die Qualität verbessert ist zwar toll, aber es funktioniert in Deutschland nicht. Die Ausbildung ist und bleibt immer noch voll am Job vorbei. Wir haben hier keine Eliteunis. Wir waren mit Unis wie LMU TU München RWTH Aachen etc auch so Spitzenklasse, aber das war bis 2002 mal so.
Rudolpho am 5. März 2007 02:34 Zuerst starten die Studiengebühren in den einzelnen Bundesländern ja gerade erst - und wie soll denn die Leistung für viel Geld bereits im Vorfeld sichtlich enorm verbessert werden? Auch die Universitäten brauchen nunmal zuerst Geld und Zeit um Verbesserungen zu erbringen - was sie dann aber auch müssen. Und zum zweiten haben wir and den deutschen Hochschulen ja etwa zwischen 300 und 600 Euro Studiengebühren im Semester - also im Jahr 600 bis 1200 Euro - wohingegen z.B. in Großbritanien bereits ca 2.500 Euro (1.700 Pfund) verlangt werden - und das auf diesem Niveau seit Jahren - und renomierte Unis wie Cambridge UK verlangen sogar 4.500 Euro (3.000 Pfund) . Allerdings muss in Deutschland sichergestellt werden dass die Studiengebühren - die ja nur ein Beitrag zu den Kosten sind - auch die Leistung verbessern.
Und? die Langzeitstudenten mussten ja schon zwei Jahre lang bezahlen und diese Kohle ist nachweisslich nicht fuer die Verbesserung des Studiums eingesetzt worden sondernversickerte im Verwaltungsapparat.

Meine kurzfristige Erfahrung mit den Studiengebuehren war dass sich gar nichts verbesserte (in Oesterreich), ausser dass ich weitere Semasterbeitraege nicht mehr bezahlen konnte und daher mein Studium abgebrochen habe.
Mein Ehegatte hielte eine Vorlesung fuer 2 Semester hier in Deutschland, und wird es nicht mehr halten, da es ueberhaupt nicht verguetet worde, es aber mit grossem Aufwand seinerseits verbunden war.
Also, ich nehme an, das ganze Geld "verschwindet" fuer die Verwaltungskosten. Mehrere Praktikumsplaetze sind nirgendwo angeboten... Geschweige der Tuturials o.A.
Gruesse!
Rudolpho am 5. März 2007 02:48 Wenn and den Hochschulen im duchschnitt ca. 1.000 Euro Studiengebühren pro Jahr (2 Semester) verlangt werden, dann fallen pro Studen bei einer durchschnittlichen Studiendauer von 5 Jahren 5.000 Euro an, was für den Erhalt einer höher qualifizierten Ausbildung mit vergleichsweise höheren verdienstmöglichkeiten keine überdurchschnittliche Belastung darstellt. Das wären weniger als 100 Euro im Monat, wobei je nach Studiengang viele Studenten (vor allem der Wirtschaftswissenschaften) monatlich weit über 100 Euro nur fürs Ausgehen und Pary ausgeben. Es geht um die Relationen und darum dass das Studium ein hohes Gut ist für das der Student eine Pflicht auf Leistung (Wissen) hat - es macht sich immer mehr eine bequeme Nehmermentalität breit bei der feiern einen großen Platz einnimmt - mit der Bereitschaft für (die auch notwendige) Freizeit mehr Geld auszugeben als für das Studium an sich.
Betty am 5. März 2007 13:15 Hallo, Rudolpho! Ich musste 787 E pro Semester (doppelt da Auslaender) in Oesterreich bezahlen. Gleichzeitig duerfte ich nicht arbeiten. Von Ausgehen und Party ist bei mir ueber einem Zeitraum von etwa 7 Jahre lang nichts gewesen. Jedes Schilling habe ich fuer Neuausgaben von Buecher, Praktikum Materialien usw. bei Seite legen muessen. Mein Gatte war gleichzeitig ein Doktorand (also ein Stipendium hatte er). Es gab wohl die Studentenkollegen aus armen Familien die ihr Studentenzimmer und Unterhalt seit den Studiengebuehreneinfuehrung finanziert haben in dem sie stat nur am Wochenenden, an weiteren 2-3 Wochentagen die Nachtschicht bei Phillips (Graz) als Fliessbandarbeiter dazuverdient haben. Morgens waren sie wie Geister bzw. Zombies an den Vorlesungen... Es gibt kein reguliertes Stipendien System der es einzelnen ermoeglicht sich weiterzubilden. Partymacher gibt es immer. Sie werden Elite-Unis besuchen, und ihre Eltern werden das und die Partys wohl bezahlen.
Gruesse und vielen Dank

Über die Gebühren werden (hoffentlich!) mehr Dozenten bezahlt, sodass die Lehre mittelfristig wieder besser wird.
Moin,
die Ausbildung ist doch immer noch voll am Job vorbei. Mehr Dozenten helfen da nicht wirklich, und ein echter Vorteil ist das für die Studenten auch nicht.
Sie sagen, dass dadurch die Zahl der Lehrkräfte und die Qualität der Lehre an den Unis steigen wird. Ein Teil wird auch für die Verwaltung draufgehen. Ich finde, die müssen da schnell was machen, weil wenn dieses Jahr die "Alten" und die G8 Abiturienten gleichzeitig fertig werden, wirds ziemlich eng in den Vorlesungsräumen werden.
zwischen dem was "sie" sagen und zwischen dem was stattfindet ist immer ein großer Unterschied, welche Verbesserunge für den Studenten gibts denn genau?
Die Hoffnungen kannste gleich begraben. Jeder ist sich selbst der nächste aber mit in diesem Land kannst du allein und in der Gruppe aus dem Volk heraus nichts bewirken. Da das so bleibt, dafür wurde gesorgt.