Frage von ubk2209, 91

Was für rechtliche durchsetzbare Mittel habe ich einen 17 Jährigen vor die Tür setzen zu können?

Mein Sohn 17 terrorisiert daheim durch Gewalt gegen mich, Zertrümmern von Einrichtung, Psychoterror sobald es nicht nach seinem Willen geht. Er verbringt seine Zeit fast ausschließlich vor dem PC vor allem Nachts, Tags wird geschlafen. Schon während der vergangenen Schuljahre schwänzte er deshalb oft die Schule was ich deckte, weil ich hoffe, wenn er einen Abschluß und Ausbildung hat, dass er dann auf eigenen Füßen stehen und er mir keine Last mehr ist. Bereits seit der Kleinkinderzeit war er in Therapie durch viel Kampf bei Jugendamt und Psychiatrie durchgesetzt da er regelmäßig ausrastete, was Schulverbot, Hortrausschmiß, Kurrauschmiss... nach sich zog. Jetzt steht die Ausbildung an, nur befürchte ich, aufgrund seines Lebenswandels wird er auch dort nicht pünktlich erscheinen- die Folgen sind klar. Mit Vernunft an ihn zu appelieren funktioniert nicht, Konsequenzen wie vollständig gestrichenes Geld, keine Dienstleistungen daheim wie Kochen,Einkaufen sein Zimmer putzen.... schon zigfach durchgezogen lassen ihn kalt. Körperlich ist er mir haushoch überlegen, was er weidlich nutzt, es ging bis zur Rippenprellung nach Faustschlag durch ihn oder nächtlichem Wecken wenn ich das Internet so eingestellt hatte dass es ausgeht. Verbal werde ich auf das übelste beschimpft. Reue gegenüber seinem Handeln zeigt er noch einer Auseinanersetzung keine, Schuld haben immer nur andere - frage ich etwas nach heißt es ich stalke ihn, kommt er mit "Recht auf Privatsphäre" Kümmere ich mich nicht und er verpasst einen Termin habe ich ebenso Schuld und er flippt aus. Unterstützung vom Vater habe ich nicht zu erwarten, im Gegenteil auch hier liegt die vollständige Schuld bei mir (ich habe die Beziehung beendet aufgrund ähnlicher Verhaltensweisen des Vaters) und er behinderte schon in der Vergangenheit die Maßnahmen welche über das Jugendamt oder Psychiatrie zu beantragen waren, so dass ich hier sogar den Rechtsweg einschreiten musste um seine Zustimmung zu erhalten. Mein Sohn selbst weigerte und weigert sich immer noch zum Vater zu ziehen, auch wenn er bis vor 1 Jahr dorthin regelmäßig zu Besuch ging. DAs ich inzwischen Angst vor meinem Sohn habe ist hoffentlich nachvollziehbar, zum Jugendamt zu gehen macht für mich keinen Sinn, dort fühle ich mich nur abgewimmelt (durch Aussagen, mit 17 nur noch auf freiwilliger Basis, bzw gar nicht ernst genommen werden). Was bleiben mir denn für Möglichkeiten aus dieser Spirale von Angst, Ignoration und meines Erachtens Spielsucht zu kommen ohne dass mein Sohn die Möglichkeit hat mein Haus komplett zu zerschlagen? In der Familie wird auch kein Verständnis mehr entgegengebracht, hatte ich doch die Möglichkeit vor Jahren nicht genutzt, ihn dem Vater zu übergeben, nur ich hatte immer die Hoffnung es wird durch all die Therapien besser und ich liebe doch mein Kind trotz allem was ich wegen ihm schon aushalten musste.

Antwort
von wilees, 20

Wenn Du wirklich fest entschlossen bist, Deinen Sohn vor "die Tür zu setzen", dann wende Dich noch einmal ans Jugendamt und bringe dort auch deutlich  zum Ausdruck, dass Du Dich bedroht fühlst.

So lange Du immer wieder einen Rückzieher machst, wird sich definitiv nichts ändern. Bisher weiß Dein Junior, dass er mit seinen Drohgebärden durchkommt.

Bringe Sachen, die Dir an Sächlichem lieb und teuer sind in Sicherheit und gehe auf Konfrontationskurs. Klipp und klar sagen, dass er rausfliegt, anders geht es nicht. Im Bedarfsfall die Polizei rufen, die ihm bei Bedarf einen Platzverweis erteilt und ihn auch anzeigen. Anders scheint es hier nicht zu gehen. Hast Du jemanden im Umfeld, der Dir beistehen kann?

Antwort
von dehydriert, 34

Also ich weiß nicht sorecht ob das mit deinem Sohn geht. Aber als mein ExStiefvater ein ausraster hatte und handgreiflich wurde, haben wir die Polizei gerufen er durfte sich uns nicht mehr nähern. Wichtig ist Verletzungen Ärztlich dokumentieren.

Antwort
von huldave, 8

Gehe zu einem Anwalt für Familienrecht und lasse dich beraten, das ist wirklich eine schwierige Situation.

Antwort
von Matahleo, 23

Hallo ubk2209,

du bist als Mutter in einer sehr schwierigen Situation. 

Zum einen hast du scheinbar alles versucht ihm zu helfen, leider nicht mit dem gewünschten Erfolg. 

Gerade weil du ihn liebst solltest du ihn einfach vor die Tür setzen. Dies wird wohl auch Gewalt nach sich ziehen, die du dir aber auf keinen Fall gefallen lassen solltest und musst. 

Leider bleibt dir letztendlich nur der Weg die Polizei um Hilfe zu bitten, spätestens, wenn er dich wieder bedroht oder gar anfasst, also schlägt. 

Das ist Körperverletzung und eine Straftat. Dein Sohn wird wohl leider einen unschönen Weg durch die Strafanstalten vor sich haben. 

Wenn dir die Polizei nicht helfen will, bevor er dir was tut, dann musst du dort anrufen und sagen, dass du Angst um dein Leben hast. Das ist fast die einzigen Möglichkeit. 

Oder du ziehst in ein Frauenhaus, was für mich nicht tragbar scheint. 

Erkundige dich doch mal bei einer Beratungsstelle in deiner Nähe zum Thema Sucht - auch Spielsucht ist eine Sucht, frag beim Weißen Ring an, ob sie dir helfen können (Opferschutz) oder frag bei der Polizei, an wen du dich noch wenden kannst. 

Du hast aber auf keinen Fall die Schuld, egal für was, denn er ist alt genug auf sich selbst aufzupassen. 

Ich wünsche Dir viel Kraft und gutes Gelingen. 

Versuche für dich selbst eine Therapie zu finden, denn du brauchst dringendst Unterstützung. 

Hier kannst du Therapeuten finden:

http://www.degpt.de/therapeutinnen-suche/

Achte gut auf dich selbst, 

LG Mata

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