Frage von Lulabonny, 30

Was für Rechte habe ich(mit Paragrafen bitte)?

Ich habe ein Mehrfamilienhaus mit 6 wohnungen, 8 garagen und 6 Stellplätzen gebaut(Fertigstellung2015).

alle wohnungen sind verkauft.

Eine Wohnung klagt seit fast zwei Jahren.

Der Käufer hat 3% des Kaufpreises einbehalten. Zusätzlich hat er schon drei Anwälte eingeschaltet, weil er der Meinung ist seine ganze Wohnung ist ein Baumangel, die Einstellplätze sind nicht genau nach Lageplan errichtet worden und die Garagen sind unter falschen Winkel gebaut.

Verkaufsgegenstand im kaufvertrag (nur ein kaufvertrag) ist eine wohnung im sondereigentum mit einem Sondernutzungsrecht an einem einstellplatz und

eine Garage ist Sondereigentum lt.Teilungserklärung damit sie auch an außenstehende die nicht zur Gemeinschaft gehören verkauft werden darf mit eigenem Grundbucheintrag und Blattnr.

Ich würde jetzt gerne den Käufer wenigstens die Garage und den Einstellplatz entziehen und die an jemanden anderes verkaufen. Die Summe würde die drei Prozent decken und dann würde ich den Grundbucheintrag veranlassen da ich dann das Geld erhalten hätte und nur die Wohnung übergeben.

Problem ist das der Käufer schon in der Wohnung lebt und die alle kaufobjekte (Garagenschlüssel) nutzt.

Im kaufvertrag steht geschrieben das die besitzübergabe am xx.xx.xxxx erfolgt sofern der kaufpreis bezahlt ist.

Bitte um Hilfe bei diesem Problem.

Antwort
von schelm1, 3

Verkaufsgegenstand im Kaufvertrag (nur ein kaufvertrag) ist eine
wohnung im sondereigentum mit einem Sondernutzungsrecht an einem
einstellplatz und eine Garage

Sofern die Garage im Kaufvertag des Käufers ebenso wie die Wohnung als Kaufgegenstand erwähnt ist, sind Sie einstweilen gebunden.

Ihr Vorteil besteht darin, dass der Käufer nie im Grundbuch als Eigentümer eingegtragen werden kann, solange Sie Ihren vollständigen Kaufpreis nicht erhalten haben.

Erfahrungsgemäß kann Ihnen hier im Hinblick auf die anwaltliche Vertretung der Gegenseite ein eigener Anwalt besser helfen, soweit Sie nicht die Sache in Ruhe und dem Besitz des Löwenanteils vom Kaufpreis weiter aussitzen möchten.

Der künftige Eigentümer kann z.Z. im Gegensatz zu Ihren als noch im Grundbuch eigetragener  Bauträger nicht an WEG-Versammlungen teilnehmen.

Sollten Garage und Stellplatz nicht Gegenstand des Kaufvertrages mit dem Wohnungskäufer sein, so können Sie die selbstverstänlich gesondert an Dritte verkaufen und dem Wohnungseigentümer die Garagen- bzw. Stellplatznutzung verwehren.

Was die Mängelbehaupung des Käufers hinsichtlich der Wohnung angeht, so wären hier im Zweifel Ihrerseits Beweise durch ein Gutachgten hinsichtlich der Mängelfreiheit geboten.

Steht die Freiheit von Mängeln fest, könnten Sie den Kaufvertrag für vollstreckbar erklären lassen und im Rahmen der Vollstreckungsunterwerfung des Käufers wegen der Durchsetzung der Kaufpreisansprüche des Verkäufers ohne Gerichtsurteil die Zwangsvollstreckung aus der Urkunde heraus  betreiben.

Lassen Sie sich anwaltlich beraten!

Antwort
von DerHans, 7

Es gibt doch einen notariellen Kaufvertrag. Was darin steht, gilt. Wenn natürlich tatsächlich Baumängel vorhanden sind, ist der Abzug von 3 % gerechtfertigt.

Das wird ohne ein Gutachten nicht geklärt werden können. Das kostet dann sicher mehr als diese 3 %

Antwort
von AchIchBins, 3

Sie bauen ein Mehrfamilienhaus und haben keine Ahnung vom Baurecht .... Respekt, diesen Mut hätte ich wohl nicht gehabt. Ihrer Frage fehlt leider die wichtigste Angabe, nämlich, gibt es denn Mängel oder nicht?! Wurde denn schon eine Feststellungsklage angestrebt? wurde vom Richter schon ein Gutachter zur Aufnahme und Beurteilung der angesprochenen Mängel beauftragt? Solange es Mängel gibt hat der Käufer sehr wohl ein Recht auf Einbehalt, da sollten sie zuerst mal die Mängel beseitigen. Also wegnehmen können sie da garnichts. Ich gehe auch davon aus, dass ein Auflassungsvormerk im Grundbuch eingetragen ist. Gibt es jedoch keine Mängel, so müssen sie einen Feststellungsklage betreiben und sollte dann gerichtlich festgestellt werden, dass dem so ist, können sie den Gerichtsvollzieher schicken. Eine Möglichkeit wäre dann auch, mit einer Rückabwicklung zu "drohen", wobei dies nur bedingt (je nach Fall) machbar wäre.

Da zu ihrem Fall noch einige weitere Angaben notwendig wären, um das zu bewerten, kann ihr nächster Ansprechpartner nur ein Fachanwalt sein, dieser kann ihnen dann auch Paragraphen dazu nennen.


Antwort
von DerGeodaet, 4

Hallo,

wenn der vollständige Kaufpreis nicht gezahlt wird, wird er auch nicht Eigentümer. Über deine Möglichkeiten kann dich der Notar beraten.

Antwort
von teutonix1, 7

Das würde ich jetzt tatsächlich einem Fachanwalt übergeben, damit du sicher bist.

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