Frage von nachhilfenoetig, 525

Was für ne Strafe ist bei Kokainbesitz zu erwarten (als 16-Jähriger)?

Hi Leute !
Zuerst möchte ich sagen , dass ich NICHT kokse.
Aber mein Dealer von dem ich mein Gras herkriege ( sonst nehm ich nichts ; kein Alkohol , kein Koks , kein Speed , kein Ecstasy Opiate oder sonst was ) , hat mich darum gebeten für ihn Kokain aufzubewahren , da er monentan beobachtet wird. Zumindest glaubt er das .
Ich weiß nicht ob ich das machen soll da ich die Strafen nicht kenne.
Was für rechtliche Konsequenzen sind zu erwarten ( je nach Menge ) ?
Bin 16 falls das wichtig ist.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von pilot350, 443

Mit 16 bist Du schon straffähig nach dem Jugendstrafgesetzbuch. Wirst Du damit erwischt kann da schon eine Jugendstrafe dabei heraus kommen, da der Besitz dieser Drogen schon strafbar ist. Sozialstunden können angeordnet werden. Deine "freunde" die Du Dealer nennst bringen Dich also in ein Millieu das Dich für den REst Deines Lebens vorzeichnet und egal was später mal wird, das bleibt an Dir hängen. Lass die Finger von dem Zeug und suche Dir andere Freunde.

Antwort
von aXXLJ, 244

Hast Du schon mal von der Rückverfolgbarkeit von IP-Adressen gehört?

Wenn Du Deine Gras-Geschäfte mit Deinem Dealer ebenso öffentlich führst wie hier Deine Frage, dann kann es nicht mehr lange dauern, bis unerwarteter Besuch an Euren Türen klingelt.

Aus Juraforum:

Bei einem Ermittlungsverfahren
wegen des Besitzes von Kokain ist eine gute anwaltliche Vertretung
unbedingt erforderlich. Bei Kokain handelt es sich um eine sogenannte
“harte Droge”. Hier greifen Staatsanwaltschaften und Gerichte durch.
Weiter unten erhalten Sie Informationen, welche Strafe und sonstige
Rechtsfolge Ihnen bei dem bloßen Besitz
von Kokain droht. Zunächst aber einige Hinweise zu Ihrem Verhalten.
Denn am Anfang eines Ermittlungsverfahrens können maßgeblich die Weichen
gestellt werden. Vergessen Sie nicht: Auch wenn es “nur” um den Besitz
geht, es geht auch um Ihre Zukunft. Und hier ist die Strafbarkeit des
Handelns im konkreten Fall von maßgeblicher Bedeutung.

Spätestens, wenn eine Vorladung als Beschuldigter erfolgt, sollten Sie sich an einen qualifizierten Rechtsanwalt wenden. Das selbe gilt selbstverständlich, wenn die Staatsanwaltschaft Anklage
erhoben hat. Hier sollte man nicht zögern, und, fast noch wichtiger:
versuchen Sie nicht, sich selbst zu verteidigen. Durch Einlassungen und
Angaben, die Sie nun gegenüber der Polizei und Gericht machen, können
Sie sich in der Regel nur schaden.

Nach Beauftragung wird der Rechtsanwalt als Ihr Strafverteidiger
die Vertretung anzeigen. Stellungnahmen werden dann nur noch durch den
Anwalt erfolgen, Sie können sich in Ruhe mit ihm besprechen.

Die Verteidigung in Betäubungsmittelstrafverfahren erfordert spezielle Sachkenntnis. Es drohen hohe Strafen. In Frage kommen Geldstrafe und Freiheitsstrafe.
Gegebenenfalls kann aber auch eine Einstellung des Verfahrens oder ein
Freispruch erreicht werden. Für die Frage der Höhe der Strafe, aber auch
der Verfahrenseinstellung hat insbesondere der Begriff der geringen
Menge Bedeutung. Dabei hat der Bundesgerichtshof
in seiner Entscheidung BGHSt 33, 133 den Grenzwert zu einer nicht
geringen Menge bei fünf Gramm reinem Kokain gezogen. Für die Behandlung
als “geringe Menge” muss der Wert also darunter liegen. Es ist aber zu
beachten, dass bei dem o.g. Wert von fünf Gramm nur der reine Wirkstoff
gemeint ist. Bekanntlich gehen die Verkauften Rauschmittel meist durch
viele Hände und werden mit Milchpulver o.Ä. gestreckt. Im Strafverfahren
kann das Strecken des bei dem Beschuldigten gefundenen Kokain bedeutsam
dafür sein, ob Untersuchungshaft angeordnet wird, eine Freiheitsstrafe
verhängt wird, oder eine Verfahrenseinstellung in Betracht kommt. Daher
wird im Strafverfahren stets ein Wirkstoffgutachten eingeholt, um den
Wirkstoffgehalt zu ermitteln. Die Frage, wie rein das gekaufte Koks war,
ist also von maßgeblicher Bedeutung für die Strafhöhe.

Nun zu der Frage, welche Strafe konkret droht. Bei einer nicht geringen Menge an Kokain ist schon für den Besitz in § 29a BtMG eine Freiheitsstrafe von nicht unter einem Jahr vorgesehen. Die Strafe kann bis 15 Jahre (pro Fall) gehen.

Nun zu der Frage, was eine geringe Menge bedeutet. Bei einer geringen Menge hingegen sieht § 29 BtMG für Besitz und Erwerb als untere Grenze eine Geldstrafe vor, als Obergrenze fünf Jahre Freiheitsstrafe. § 31a BtMG
sieht die Möglichkeit der Verfahrenseinstellung bei Geringfügigkeit
vor. Dies ist ein Verfahrensziel, denn in diesem Fall erfolgt kein
Eintrag in das Führungszeugnis. Für das Handeltreiben in den unterschiedlichen Erscheinungsformen sind weitaus höhere Strafen vorgesehen (§§ 30, 30a BtmG).

Dies sind natürlich nur grobe Rahmenangaben. Sie müssen Ihren speziellen
Fall genau untersuchen lassen und die optimale Verteidigungsstrategie
entwerfen. Eine geringe Menge wird bei Kokain bis zur Grenze von ca.
fünf Gramm wie gesagt noch zu vertreten sein.

Nun zu der Frage, wie sich das Autofahren unter Kokain juristisch auswirken kann, sprich welche Konsequenzen für den Führerschein drohen. Zunächst kommt eine Strafbarkeit gem. § 316 StGB oder eine Ordnungswidrigkeit gem. § 24a StVG in Betracht. Bei Verdachtsfällen wird zunächst ein sog. Drug-Wipe-Test durchgeführt, bei Bestätigung erfolgt eine Blutprobe.

Völlig unabhängig von dem Strafverfahren drohen aber von anderer Seite
negative Konsequenzen für den Führerschein. Denn über das Verfahren wird
eine Meldung an die zuständige Führerscheinstelle gemacht. Und von dort
wird in den meisten Fällen die Fahrerlaubnis
entzogen, und zwar ohne vorherige MPU. Zum Teil wird schon der
einmalige Konsum von Kokain für ausreichend gehalten für die Entziehung
des Führerscheins (vgl. VG Braunschweig 6 B 66/05; VG Gelsenkirchen,
Beschul. v. 30.9.09 – 7 L 1006/09). In diesen Gerichtsentscheidungen
wurde sogar der einmalige Konsum von Kokain außerhalb des
Straßenverkehrs für ausreichend erachtet, auf die Teilnahme am
Straßenverkehr kommt es hiernach nicht an.

Kommentar von nachhilfenoetig ,

Ok danke , dann kann er das Zeug selbst aufbewahren

Kommentar von aXXLJ ,

Und wie gehst Du künftig mit Deiner Drogendeal-Kommunikation um?

Kommentar von nachhilfenoetig ,

Hab gewisse Kontakte abgebrochen und konzentrier mich jetzt auf Wichigeres

Antwort
von Martina141, 234

Kokain ist immer sone Sache, kommt halt auch auf die Menge an. 

Wenn du ein bisschen Gras hast, macht das nichts. Bei Kokain allerdings, die zu den "harten Drogen" gehört kann man mit einer Freiheitsstrafe oder Geldstrafe rechnen. Bei Kokain greift die Staatsanwaltschaft extrem hart durch. 

Antwort
von HondaRR, 46

Kokain in nicht geringen Mengen wird mit 1 Jahr Haftstrafe geahndet, ohne Ausnahme und ohne Bewährung!

Kommentar von gri1su ,

so ist es nicht ganz richtig. Richtig ist, dass die Mindeststrafe 1 Jahr Haft beträgt - nach oben hin offen. Das gilt aber für Erwachsene, nach Jugendstrafrecht sieht es da noch anders aus.

Entscheidend für die Höhe der Haftstrafe sind u. A. der Reinheitsgrad und die Menge.

Antwort
von Akka2323, 195

Es soll nicht so nett sein im Jugendknast.

Antwort
von celfruit, 136

deine Zukunft ist dann im Eimer. Wer stellt denn bitte jemanden ein der mit Kokain erwischt wurde? Also echt. Denk mal an deine Zukunft.

Antwort
von louisacharlott, 196

Nach das nicht!!sonst hast du das alles an dir hängen.

Antwort
von lifeisblah, 166

Er soll's verbuddeln

Antwort
von VayMods, 9

Snief es selbst weg und sehr schlau ist es nicht gleich von deinem ganzen Leben zu berichten 

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