Frage von julienka123, 64

Was für Medikamente können spezielle Psychologen/Ärzte verschreiben?

Hallo Lieber Nutzer, ich würde mir wünschen, dass ihr euch meine Frage ganz durchliest.

Ich würde gerne mal wissen, was für (spezielle) Medikamente ein spezieller Arzt o. Psychologe verschreiben kann. Es sind verschreibungspflichtige Medikamente, die ich suche! Es geht teilweise um die Psyche, aber auch um den Physichen (körperlichen) Teil. Sprich: ich denke mal, einen Druck etc. am Körper. oder es wirkt sich einfach nur auf den Körper aus! Mehr kann ich leider nicht zu sagen.

Vielen Dank schonmal im Vorraus! Schönen Tag noch! Es ist wirklich sehr dringend...

Antwort
von Kodringer, 42

Ein Psychologe kann dir mal gar nichts verschreiben, denn der ist kein Arzt. Geh doch einfach mal zum Arzt, wenn dir mit Medikamenten geholfen werden kann dann wirst du die wohl auch bekommen. Verschreiben können sie dir theoretisch alles.

Kommentar von julienka123 ,

Es geht hier leider nicht um mich und ich weiß auch nicht genau was los ist. Trotzdem danke. :)

Antwort
von schloh80, 38

Alle Ärzte verschreiben alle zugelassenen Medikamente, sofern dies notwendig ist.

Psychologen dürfen keine Medikamente verordnen, und mir leuchtet auch nicht ein, wie ein Psychologiestudium dazu qualifizieren sollte (Psychologe ist kein Heilberuf).

Kommentar von julienka123 ,

Da hast du nicht ganz unrecht.
Aber Psychologen können z.B Antidepressiva verschreiben.

Kommentar von schloh80 ,

Nein, dürfen und können sie nicht. Wie gesagt, mir ist schleierhaft, inwiefern ein Psychologiestudium (das ist ein vorwiegend experimentell arbeitendes mathematisch-naturwissenschaftliches Fach) dazu qualifizieren sollte. Nach deiner Argumentation müssten auch Biologen und Chemiker heilkundlich tätig werden und Medikamente verschreiben dürfen (sicher sogar noch eher, als Psychologen).  Dem ist aber bekanntlich nicht so.

Kommentar von TRichter1956 ,

Vom Fragesteller (der ja erst ganz kurz hier im Forum ist) wird vermutlich - wie so oft hier im Forum - Psychologe und Psychiater einfach verwechselt.

Zu schloh: Ein Psychologiestudium kann nach dem Grundstudium (jetzt Bachelor) recht praktisch orientiert sein v.a. in der Vertiefung zur Klinischen Psychologie. Allerdings quallifiziert auch das nicht zur Verschreibung von Medikamenten - und in der Regel wollen Psychologen (genauer: Psychologische Psychotherapeuten) diese auch gar nicht verschreiben, da die Behandlungsmöglichkeiten ganz andere sind.

Kommentar von schloh80 ,

Ein Bachelor qualifiziert nicht zum Psychologischen Psychotherapeuten. Hierzu ist ein M.Sc. und eine mehrjährige Ausbildung mit Abschluss Staatsexamen notwendig. Ein Schwerpunkt in Klinischer Psychologie wird vom PsychThG nicht vorausgesetzt, es muss lediglich Teil der Abschlussprüfung gewesen sein.

Die Mehrheit der Psychologischen Psychotherapeuten hat im Zuge der Reform des Berufes des nicht-ärztlichen Psychotherapeuten (Novellierung des PsychThG) sehr wohl verlangt, dass sie (nach entsprechender Schuluing bzw. Einbau der Inhalte in die Ausbildung zum Psychotherapeuten) Medikamente verordnen und u.a. auch Bescheinigungen zur Arbeitsfähigkeit und Atteste ausstellen dürfen (ich war beim entsprechenden Psychotherapeutetag dabei). Dies ist politisch aber mit Hinweis darauf, dass dies ausschließlich in die Hände von Ärzten gehört, vom BMG abgeleht worden.

Hintergrund ist, dass in einigen US Bundesstaaten Klinische Psychologen in einem positiv evaluierten Modellprojekt Medikamente verordnen dürfen. Das Gegenargument zu oben ist, dass die Studien zur Kombinationstherapie (Psychopharmaka und  Psychotherapie) positiver ausfallen als nur eine der beiden Behandlungen, und dass es Hinweise gibt, dass der Erfolg steigt, wenn beides aus einer Hand erfolgt.

Antwort
von Novoa, 20

Psychiater dürfen verschreiben. Dein Hausarzt wird Dir wahrscheinlich keine Medikamente verschreiben die in der Obhut des Psychiaters liegen. Das ist nämlich seine Welt und nicht des Hausarztes.

Kommentar von schloh80 ,

Hausärzte sind aufgerufen, bei vielen psychischen Störungen eine Behendlung nach Medikationsleitlinie zu beginnen und nur bei Schwierigkeiten oder vermuteter Komorbidität oder Notwendigkeit einer fachärztlichen Abklärung zu einem Psychiater zu überweisen.

Bis auf einige wenige attraktive Großstädte wäre das auch anders nicht mehr möglich. Psychiater sind kaum noch vorhanden. Ärzte in Weiterbildung zum Facharzt gehen (auch verdienstbedingt) in andere Facharztgebiete (v.a. Orthopädie, Radiologie und Augenheilkunde).

Kommentar von Novoa ,

Hausärzte verkennen psychische Störungen, z.B. die Differenzierungen solcher. Dies führt schneller als man glaubt zur Fehldiagnose > Fehlmedikation. Gute Ärzte werden allerdings einen Psychiater und Psychologen anraten. Manchmal ist eine Depression der Angststörung zum verwechseln ähnlich. Es gibt Persönlichkeitsstörungen die einer Shizophreinie ähneln, ist es aber nicht, und solche Dinge müssen genau differenziert werden, dass übersteigt die Kompentenz von Hausärzten. Selbst unter Psychiatern kommt es zu Fehldiagnosen, was aber kein Geheimnis ist.

Verdienstbedingt geht man meist in die Radiologie, wobei der Oberarzt natürlich auch jede Menge Cash macht, allem Anschein nach aber nur noch mit der Verwaltung statt Medizin zu tun hat.

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