Frage von rafffi96, 68

Was für Freiheiten hat man, wenn man aufgrund von Suizidgefährdung in eine Psychiatrie eingewiesen wird?

Ich habe einige Fragen zu einem Psychiatrieaufenthalt und ich würde mich sehr freuen, wenn sie mir jemand beantworten kann, der sich damit auskennt :)

  1. Darf man Gegenstände, mit denen man sich verletzen kann, (z. B. Taschenmesser) behalten, wenn man verspricht sich nichts anzutun?

  2. Wie oft/wie lange darf man nach draußen und darf man das Gelände verlassen?

  3. (Wie oft) darf man Besuch empfangen?

  4. Darf man das Handy behalten und nutzen und gibt es dort eventuell auch Wlan?

  5. Welche Gegenstände muss man alles abgeben?

  6. Wird man dann dort ständig überwacht oder hat man auch noch Privatsphäre?

  7. Kommt man dann direkt in die geschlossene und wie lange muss man da voraussichtlich bleiben?

  8. Welches Programm hat man da den ganzen Tag und darf man den Tag auch selbst gestalten oder wird das meiste vorgeschrieben?

  9. Bekommt man zwingend Medikamente verabreicht?

Antwort
von howelljenkins, 68

das haengt alles davon ab, wie kooperativ du bist. zwangsunterbringung ist ja ohnehin nur eine kurzfristige notloesung und nicht als therapie zu betrachten.

1. nein

2. du bist da vermutlich eh nur fuer zwei tage. wenn du als stark gefaehrdet eingestuft wirst, darfst du allenfalls aufs gelaende raus und nur in begleitung

3. taeglich zu den ueblichen zeiten

4. abhaengig von der klinik, von deinem verhalten und ob es wlan gibt, ist von klinik zu klinik verschieden

5. welche gegenstaende willst du denn mitbringen?

6. da du bei notunterbringung in der regel kein einzelzimmer bekommst, hast du quasi keine privatsphaere

7. das IST die geschlossene. dahin kommst du, weil du gerade versucht hast, dir das leben zu nehmen

8. du hast kein programm, hoechstens ein gespraech mit dem diensthabenden psychologen. du bist nur da, weil man dich aus dem verkehr ziehen musste

9. in der regel ja, weil in der regel suizidale menschen nicht begeistert sind, wenn man sie in eine klinik zwangseinweist und randalieren.

Kommentar von Burninhell ,

und ich war in so einer 4 monate '_'.. aber nicht wegen suizid sondern asperger.. naja kennt ja eh keiner

Kommentar von howelljenkins ,

aehm, ja, hier ging's um suizid oder nicht. 

und wieso kommt man mit asperger in die geschlossene?

Kommentar von Burninhell ,

weil ich auch starke depressionen hatte und fast einen typ gemordet hätte -_- nach der selbstverteidigung keine kontrollee mehr -_-

Kommentar von howelljenkins ,

aehm ja ... asperger sind ja bekannt dafuer, dass sie andere leute fast ermorden ... 

Kommentar von Burninhell ,

ich wollte eben nicht die gründe hier sofort nennen

Kommentar von Youareme ,

Als Asperger hast du fast einen umgebracht? Wow, ist mir glücklicherweise noch nicht passiert. Bin selbst Asperger.

Antwort
von Youareme, 39

Aus eigener Erfahrung ist das in jeder Psychiatrie ein bisschen anders bei mir wenn ich deine Fragen nach Zahlen beantworte-:

1. nein, spitze Gegenstände werden weggenommen, Ausnahmen gibt es wenn du nicht wegen SVV oder Suizidalität da bist. Bei Drogenproblem dürfte meine Zimmergenossin eine Schere bei sich aufbewahren.

2. bei akuter Suizidgefährdung bekommst du anfangs keinen Ausgang. Wenn du aber gut mitarbeitest wird immer mehr Ausgang freigegeben. Zuerst in Begleitung, dann später Areal.

3. Besuch darf während den Besuchszeiten kommen, da sollte es keine Einschränkungen geben, wenn du nicht gerade in Isolation bist.

4. je nach alter, oder auch nach Klinikregeln kannst du dein Handy behalten oder hast WLAN. Das variiert von Klinik zu Klinik.

5. alles was spitzig ist oder zur Selbstverletzung genutzt werden kann. Sprühdeo, Feuerzeug, Messer, Schere, und halt so Sachen.

6. bei meiner Klinik war es so, dass wenn du in der Isolation warst, dass alle 30 Minute jemand Kontrolle gemacht hat, nachher war am ersten Tag ausserhalb der Isolation das weiterhin so. Nachher würde es immer seltener bis gar nicht mehr.

7. wenn du weiterhin akut bist, dann kommst du zuerst sicher auf die geschlossene, bis dies nicht mehr zu trifft.

8. wenn du von den Therapeuten aufgesucht wurdest, bestimmst du teilweise das Programme mit. Natürlich gibt es Sachen, aus meiner Erfahrung bei denen ich geschwänzt habe, weil mir danach kotzschlecht war.

9. wenn du unruhig bist, bekommst du Medikamente, aber meistens wird auch gefragt ob man welche möchte. Zwangsmedikation kommt nur in speziellen Fällen .

Hoffe konnte dir helfen und wünsche dir viel Glück

Antwort
von Ostsee1982, 38

Wer aufgrund von Eigen- oder Fremdgefährdung zwangsweise oder freiwillig auf eine geschlossene Abteilung kommt hat keine Freiheiten. Da fällt hinter dir die Tür ins Schloss und geht für dich nur dann auf wenn es der Arzt verantworten kann. Was alles abzugeben ist ist abhängig von der Einrichtigung, das handhabt jeder anders. Prinzipiell sind keine Feuerzeuge erlaubt, Messer, Handy, Schnürsenkel, Gürtel etc. ein Therapieprogramm gibt es da nicht. Medikamente - sofern man sie nicht freiwillig einnimmt - werden zwangsweise verabreicht. Psychiatrie ist kein Wellnessaufenthalt und da machen nicht die Patienten die Regeln sondern die Ärzte und das Pflegepersonal. Besuchszeiten sind streng geregelt.

Kommentar von rafffi96 ,

Krass wie das gehandhabt wird. Bei Gefährdung von anderen kann ich das ja echt noch verstehen, aber wenn man suizidgefährdet ist, braucht man doch einen guten Therapeuten und nicht das Gefühl, dass man nicht verstanden wird und dass einem alles weggenommen wird.

Kommentar von Ostsee1982 ,

Zur Prävention wird man erstmal vor sich selbst geschützt und im weiteren Verlauf folgt dann Therapie, entweder vollstationär, teilstationär oder ambulant. Jemand der an einem Punkt angekommen ist sich das Leben zu nehmen befindet sich in einem Ausnahmezustand. Da ist man weit davon weg den Prozess zu durchlaufen sich selbst einen Therapeuten zu suchen. Das sind Notfälle wo es ein Leben zu schützen gilt und in dem Fall wird man davor geschützt sich umzubringen. Das erfordert entsprechende Maßnahmen die nicht nur von ärztlicher Seite getroffen werden. Jeder Fall in der geschlossenen Psychiatrie unterliegt einem Unterbringungsverfahren durch das Familiengericht. Ein Richter entscheidet ob die Unterbringung gerechtfertigt ist. Dem wird praktisch immer zugestimmt weil man sich da auf das Urteil des Facharztes verlässt.

Antwort
von sunrise222, 64

Also ich kam in die geschlossene. Anfangs wurde das ganze Gepäck kontrolliert und alles abgenommen, was auf eine Gefahr deutete, sogar mein handykabel wurde entnommen. Durfte es nur an der Rezeption laden. Ausgang hatte ich persönlich nicht. Andere jedoch schon, allerdings auf eine festgelegte Stundenzahl. ZB. 2 Stunden am Tag, wenn du Besuch bekommen hast, wurde die Ausgangszeit davon abgerechnet. Ich würde dir keine geschlossene empfehlen, es hat mich wahnsinnlich gemacht! Ich möchte hier keinem Angst machen, das sind nur meine persönlichen Eindrücke. Hab mich etwas fehl am Platz gefühlt. Medikamente bekommst du im Normalfall immer, allerdings nur während dem Aufenthalt. Opiparmol wird sehr oft verwendet, um etwas ruhiger zu werden. Programm hast du in der geschlossenen nicht, war bei mir zumindest nicht so.

Antwort
von jbjohnbaum, 45

hey, wenn du mir folgende fragen beantwortest, kann ich dir es sagen: bist du noch minderjährig? weswegen würdest du dahin kommen? wer ist dein besuch, wie gut verstehst du dich mit ihm? was für gegenstände würdest du denn mitbringen wollen? lg jbjohnbaum

Kommentar von jbjohnbaum ,

das mit medikamenten, hängt vom patient und therapheut ab. solange du aber nicht versuchst; dich oder jemand anderen umzubringen, dürfen und werden die dir nichts verabreichen,es sei denn, du bist damit einverstanden.

Kommentar von rafffi96 ,

Ich frage allgemein aus Interesse, es geht nicht direkt um mich. Und ich bin nicht mehr minderjährig ;)

Kommentar von jbjohnbaum ,

ok, also in der erwachsenenpsychiatrei, darf man in aller regel unbegrenzt handy haben, soviel rauchen, wie man will. ledi glich alkohol und drogen sind verboten. alle gegenstände, mit denen du dich, oder andere verletzen kannst, musst du abgeben. z.b gürtel wird meistens eine ausnahme gemacht,du darfst ihn dann z.b. nur tagsüber haben. in aller regel sind die kleidungststücke in einem schrank in deinem zimmer weggeschlossen. ausgang kommt dann nach und nach, hängt aber stark von deinem verhalten/gedanken umd der einschätzung des therapheuten ab. wlan gibt es meistens nicht, aber manche psychiatrien sind an krankenhäuser angeschlossen, sodass es da meist ein cafe mit wlan gibt. laptop ist auch erlaubt, natürlich gibt es sonderausnahmen. außerdem gibt es meißtens noch ander theraphien, als nur gespräche(kunst,sport,musik,ergo,usw.) lg jbjohnbaum

Kommentar von jbjohnbaum ,

sorry wegen meiner rechtschreibung, aber schnell und saube tippen auf dem handy ist schwer.

Kommentar von jbjohnbaum ,

besuch kannst du in aller regel haben, nachdem dein therapheut diese personen dazu "autorisiert" hat.

Kommentar von jbjohnbaum ,

außerdem gibt es natürlich manchmal noch zimmerkontrollen(filzen)

Antwort
von Burninhell, 36

Kein handy .. fals du unter 14 bist . Kein ausgang nach drausen . Ich schätz mal 1 mal pro woche besuch aber is von einrichtung zu einrichtung unterschiedlich.

Kommentar von rafffi96 ,

Es geht um Erwachsene ;)

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