Frage von meliih1997, 253

Was für Folgen hat eine Abtreibung?

Hey, Was für psychisches oder physische Folgen kann eine Abtreibung für mich haben?

Expertenantwort
von CalicoSkies, Community-Experte für Gesundheit & Medizin, 99

Servus,

Üblicherweise hat eine Abtreibung keine psychischen oder physischen Folgen.

Es gibt eine geringe Anzahl Frauen, bei denen psychische Nachfolgen auftreten können; genauso gibt es - wie bei jedem anderen medzinischen Eingriff / bei jeder anderen Medikation - auch einzelne Fälle von Komplikationen und Nebenwirkungen.

Die Komplikationsrate ist bei richtig durchgeführten Schwangerschaftsabbrüchen winzig - so winzig, dass eine Geburt eine höhere Komplikationsrate aufweist und gefährlicher ist als der Abbruch.

Lass dir hier nicht einreden, dass viele Frauen psychische Probleme nach einem Schwangerschaftsabbruch hätten; das ist schlicht unwahr.

Schau mal:

FINDINGS:

Abortion is clearly safer than childbirth. There is no evidence of an
association between abortion and breast cancer. Women who have abortions are not at increased risk of mental health problems over and above women who deliver an unwanted pregnancy. There is no negative effect of abortion on a woman's subsequent fertility. It is not possible for a fetus to perceive pain before 24 weeks' gestation. Misinformation on abortion is widespread. Literature and websites are cited to demonstrate how data have been manipulated and misquoted or just ignored. Citation of non-peer reviewed articles is also common.


https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21557713?dopt=Abstract

Das fasst so die Punkte zu sammen - es gibt keine erhöhte Rate an psychischen Problemen, ein Schwangerschaftsabbruch ist ungefährlicher als die Geburt und es gibt keinen Einfluss auf die Fruchtbarkeit.

Wenn du abtreiben möchtest, dann tu es - es ist dein Recht als Frau und niemand darf dir da reinreden.

Lg

Kommentar von carn112004 ,

Blödsinn:

"es ist dein Recht als Frau und niemand darf dir da reinreden."

a) redet ihr der Staat alleine schon damit rein, dass es vor der 12. SSW zu erfolgen hat

b) redet der Staat da in D weiter rein, dass zuvor ein Beratungsgespräch aufgesucht werden muss

c) gibt es in D kein Recht auf Abtreibung

Wozu unwahres schreiben und dadurch die anderen teilweise berechtigten Anmerkungen zweifelhaft machen?

Kommentar von carn112004 ,

Ah, schimpft man über Fehler, macht selber einen:

Es muss natürlich 14. SSW heißen bzw. 12. Woche nach Befruchtung.

Kommentar von CalicoSkies ,

Mal wieder ein unnötiger, schwachsinniger Einwurf - bin ich von dir aber ja inzwischen gewohnt ;)

Kommentar von carn112004 ,

Schwannsinn ist es von einem Recht zu reden, dass es nicht gibt.

Antwort
von armeskaenguru, 24

Hallo

Die theoretische Wahrscheinlichkeit, dass Du psychische Folgen wegen einer Abtreibung hast liegen bei maximal 5%. Und das auch nur dann, wenn jemand Dich zu einer Abtreibung drängt oder Du psychisch labil wärst.

Die physischen Folgen sind ähnlich und gar noch minimaler. Eine Abtreibung hat heutzutage z. B. keinen nachweislichen Einfluss auf eine weitere Schwangerschaft.

Ist die Schwangerschaft denn durch einen Frauenarzt bestätigt? Wenn ja, dann mach einen Beratungstermin z. B. bei Pro Familia ab. Eine Abtreibung ist mit einer Bedenkfrist von 3 Tagen danach möglich.

Wünsche Dir alles Gute.

Freundlichen Gruss

tm

Antwort
von annemarie37, 114

Der Schwangerschaftsabbruch im Frühstadium der Schwangerschaft ist ein sehr risikoarmer Eingriff, ob das nun medikamentös oder mit der Absaugmethode gemacht wird. Im Internet sind dazu manchmal Fehlinformationen zu finden. Hier wird sachlich informiert, mit vielen Quellenangaben: http://www.svss-uspda.ch/de/facts/komplikationen.htm

Wichtig ist, dass du überzeugt bist, dass ein Abbruch der Schwangerschaft für dich die richtige Lösung ist. Wenn du Zweifel hast, geh zu einer professionellen Beratung. In Deutschland ist die ja ohnehin obligatorisch.

Antwort
von SeBrTi, 127

Physisch: wie bei jeder Operativen Eingriff kann es zu Komplikationen kommen. Eine Abtreibung ist keineswegs etwas natürliches, auch wenn eine Abtreibung evtl für Mutter und Kind die beste Lösung ist da Mutter keine Mittel hat ein Kind durchzubringen sollte es nicht leichtfertig abgetrieben werden. Es kann zu Schäden in der Gebärmutter geben und künftige Fehlgeburten sind nicht auszuschließen und evtl Probleme bei erwünschten Schwangerschaften. Entzündungen und Infektionen können auftreten die Folgen: Unfruchtbarkeit. 

Es kann natürlich alles super laufen und du wirst kein Komplikationen haben, auch nicht später. 

Psychisch: Nicht alle Frauen kommen mit einer Abtreibung klar, sie sehen das als Mord. Du hast immerhin verhindert das ein Leben zur Welt kommt. Das Baby kommt nicht wieder, es wird nie wieder so ein Baby geben da jedes Baby und Mensch einzigartig ist. 

Depressionen, Selbsthass evtl der Anblick fremde schwangerere oder Frau mit Baby kann dir zu schaffen machen. 

Wenn du dir aber über alles in klaren bist, und du damit leben kannst das du eigentlich ein dein Kind, dein Fleisch und Blut eigentlich umbringst, wirst du auch psychisch keine Folgen haben. 

Ich bin weder für noch gegen eine Abtreibung, ich bin der Meinung das jeder selbst für sich entscheiden soll, jedoch fände ich es gut wenn jemand evtl. an eine Adoption denkt, wenn das Baby gesund wäre, d.h. während der Schwangerschaft keine Drogen und Alkohol eingenommen wurde und man selbst sehr jung ist. Es gibt so viele Paare die sich ein Baby wünschen, jedoch keines haben können. Aber das ist recht umstritten.

Kommentar von annemarie37 ,

Gut kaschierte Angstmacherei...

Kommentar von SeBrTi ,

Wieso soll das Angst macherei sein? 

Antwort
von Schwoaze, 143

Physisch normalerweise keine.

Psychisch: Willst Du die Abtreibung? Hast Du alle Folgen  bedacht, wenn Du das Kind bekommst? Hast Du alles reiflich überlegt? Dann auch keine.

Ist aber für Außenstehende schwer zu beurteilen. Wer oder was  treibt Dich zu diesem Schritt?

Kommentar von Janinily ,

Natürlich hat das bei beiden Seiten Folgen. Man sollte hier nur Antworten wenn man Bescheid weiß. Es steckt nicht jeder mal ne Abtreibung locker weg

Kommentar von Schwoaze ,

Und wer sagt DIR, dass ich nicht bescheid weiß?

Kommentar von Janinily ,

Allein schon die Aussage das es keine physischen Folgen hat genauso wie Psychisch. Es gibt leite die können wegen einer Abtreibung keine Kinder mehr bekommen. Und mit dem physischen fang ich erst gar nicht an. Sein eigenes Kind "umzubringen" steckt man nicht mal locker weg

Kommentar von Schwoaze ,

DU sprichst aus Erfahrung? Oder willst nur die moralische Seite hier präsentieren?

Kommentar von MaraMiez ,

Es gibt keine Beweise dafür, dass Frauen, die eine Abtreibung vorgenommen haben, häufiger beim Psychiater landen, als Frauen, die das nicht getan haben. Wohl aber dafür, dass das Frauen tun, die ein ungewolltes Kind austragen.

Kommentar von annemarie37 ,

Nuance: Schwoaze hat geschrieben normalerweise keine. Und so ist es auch.

Antwort
von DundF, 56

Es kann zu Depressionen kommen, oder zum Roboter-Feeling, zu Alpträumen oder Schweißausbrüchen, zu Eßstörungen, zu Panikattacken....

Bei einer Abtreibung kann es zur Verletzung der Gebärmutter kommen.  Durch die gewaltsame Öffnung des Gebärmutterhalses kann es später vermehrt zu Früh- oder Fehlgeburten kommen. Auch zu Narben an den Eierstöcken kann es kommen.

Kommentar von Schwoaze ,

Das Leben ist lebensgefährlich... jaja!

Antwort
von carn112004, 110

Wie SeBrTi schon schreibt, kann eine Abtreibung sehr viele Folgen haben.

Es kommt sogar vor, dass Frauen dabei sterben, auch bei legalen von entsprechenden Fachleuten durchgeführten Abtreibungen. Es kommt auch vor, dass die psychischen Folgen so schlimm sind, dass es zu einem Selbstmordversuch kommt. Aber beides kann auch Folge von Geburten sein. Ferner sind diese extremen Ausgänge jeweils relativ unwahrscheinlich.

Im Ergebnis dürfte dir die Information, was passieren kann, relativ wenig nützen, denn letztlich wäre die exakteste Antwort eine Liste an verschiedenen möglichen Folgen mit einer %-Angabe für die Wahrscheinlichkeit mit einer weiteren Liste mit verschiedenen möglichen Folgen mit einer %-Angabe für den Fall, dass du doch nicht abtreibst.

Zwei lange Listen mit sowas wie 0.01% Risiko bei Abtreibung zu sterben, 0.5% Risiko später keine Kinder zu bekommen, 0.01% Risiko bei Geburt zu sterben,... dürften wenig hilfreich sein, bei einer Entscheidung.

Es ist lediglich eine Folge bei einer Abtreibung sicher:

Dein ungeborenes lebt danach nicht mehr.

Hingegen wenn du dich gegen eine Abtreibung entscheidest, hat es die Chance zu leben.

Wenn du also eine Möglichkeit fändest, wie du dich gegen eine Abtreibung entscheiden kannst, wie die Hindernisse, die dich an eine Abtreibung denken lassen, überwunden werden können, wäre das das beste.

Kommentar von annemarie37 ,

Um genau zu sein: das Sterblichkeitsrisiko bei einem fachgerecht durchgeführten Schwangerschaftsabbruch ist 0,0005%, bei einer Geburt 0,005%, also  10mal höher.

All die ernst zu nehmenden Komplikationsrisiken bei einem Schwangerschaftsabbruch sind, wie du ja selbst schreibst relativ unwahrscheinlich. Das Risiko, später keine Kinder zu bekommen, besteht dann, wenn sie sich nach dem Abbruch vom Partner trennt und später keinen fruchtbaren Partner findet.

Kommentar von carn112004 ,

Danke für genauere Zahlen.

Aber ich finde weder 0,0005% noch 0,005% ein Risiko das irgendwie sinnvoll in einem Entscheidungsprozess wirklich berücksichtigt werden kann.

Kommentar von annemarie37 ,

Genau. Generell sind die Risiken beim Entscheidungsprozess nicht relevant, weil kaum ins Gewicht fallend. Sie werden aber von Seiten der Abtreibungsgegner regelmässig ins Feld geführt.

Kommentar von carn112004 ,

Dann sag das bitte auch denen, die gleich den Teufel an die Wand malen, wenn man von Adoption spricht; da sind die Risiken für das Kind nämlich auch vernachlässigbar, bei Adoption kurz nach Geburt durch einigermaßen taugliche Adoptiveltern.

Kommentar von annemarie37 ,

Adoption ist sowohl für die abgebende Mutter, wie später für das weg gegebene Kind nicht einfach.

Der grundsätzliche Unterschied zum Schwangerschaftsabbruch, den du nicht mal erwähnst, ist aber wohl der, dass die Frau 9 Monate schwanger ist mit einer ungewollten Schwangerschaft und nachher gebären muss, mit all den damit verbundenen Beschwerden.

Kommentar von dadita ,

Die Gefahren einer Schwangerschaft und einer Geburt übersteigen die Risiken einer Abtreibung bei weitem, von der Belastung wenn das Kind ungewollt ist sowie den Auswirkungen auf Arbeit/Ausbildung ganz zu schweigen.  

Kommentar von carn112004 ,

Da würde mich mal die zugehörige Studie interessieren; klar man kann einen Faktor 10 höher als "bei weitem übersteigen" auslegen; aber wenn man sich 0,005 % vs 0,0005% anschaut. sieht das gleich wieder anders aus.

Einzig kenne ich die "Turn-away-study" von vor ein paar Jahren in den USA; aber da werden nicht medizinische Risiken verglichen, sondern allgemein Differenzen hinsichtlich Einkommen, Stress, usw. Dass man mit Kind weniger Geld und weniger Schlaf hat, ist eine Tatsache, fällt aber nicht unter medizinische Risiken.

Kommentar von annemarie37 ,

Die Todesfälle werden in entwickelten Ländern überall registriert. Da brauch es keine speziellen Studien.

Die Gefahr, bei einer Geburt zu sterben ist etwa 10- bis 14-mal grösser als bei einem Schwangerschaftsabbruch:

Todesfälle durch Schwangerschaft und Geburt auf 100'000 Geburten

- USA 1998-2005: 8,8/100'000 Geburten

- Finnland 1987-2000: 7,3/100'000

- Schweiz 1994-2008: 5,2/100'000 Geburten

- Vereinigtes Königreich England 1997-2008: 5,3/100'000 Geburten

Todesfälle auf 100'000 Schwangerschaftsabbrüche (Todesfälle in direktem Zusammenhang mit dem Abbruch)

- USA 1988-97: 0,7/100'000 Abbrüche  

- USA 1998-2005: 0,6/100'000 Abbrüche  /  2006: 0,5/100'000 Abbrüche

- Finnland 1987-2000: 1,3/100'000

- Schweiz 1981-2010: 0

(bei über 360'000 Abbrüchen in diesem Zeitraum)
-

Vereinigtes Königreich England 1997-2008: 0,3/100'000 Abbrüche

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