krautwurst2 am 23.08.2008 um 23:07 Uhr
Bin leider kein Physiktalent und bitte um Hilfe. Es ist doch nicht die Zentrifugalkraft, die dann wirksam wird, oder? Wie nennt sich das denn physikalisch? Wenn schon, dann will ich meinem Kind auch gleich alles richtig erklären können..
Kreiselkräfte. Die Achse eines Kreisels (die Räder) ist bestrebt, ihre Lage im Raum beizubehalten.
Notwendige Lagekorrekturen macht aber der Fahrer (automatisch und unbewusst).
Die Fliehkraft hat damit garnix zu tun. Nur bei Kurvenfahrt in Schräglage als Gegenpart der Gewichtskraft.

Labiler Bereich (0 - 20 km/h) Ein 2-Radfahrer muss das Fahrzeug im Gleichgewicht balancieren. Dieses wird durch Gewichtsverlagerung des Körpers sowie schnelle, kurze Lenkbewegungen realisiert.
Stabiler Bereich (20 - 40 km/h) Ein Zweirad - Motorrad oder Fahrrad - wird nicht durch die Lenkbewegungen in der Spur gehalten, sondern durch die Kreiselstabilisationskräfte (Gyroskopischer Effekt) der Räder. In Abhängigkeit von Radius, Gewicht und Gewichtsverteilung nehmen diese zwischen 20 und 40 km/h in einem Maße zu, dass ein ständiges Ausbalancieren nicht mehr notwendig ist. Die Angewohnheit der meisten Motorradfahrer zum raschen Anfahren hat hierin ihren guten Grund: die Fahrer bemühen sich, möglichst schnell den labilen Geschwindigkeitsbereich hinter sich zu bringen, in dem die Kreiselkräfte noch nicht wirksam (genug) sind. In diesem Bereich wird nicht mehr gelenkt sondern es wirkt der Lenkimpuls. Dazu später mehr.
Quelle: http://www.avp-institut.de/html/body_fahrstabilitat.html
Falsch: Richtig ist:Die Angaben der Geschwindigkeit gelten nur für schwere Motorräder. Beim viel leichteren Fahrrad sind die Kräfte unter 5 km/h noch wirksam. Die Lenkbewegungen erzeigen Kreiselkräfte und diese richten das Fahrzeug wieder auf, wenn man in die Kurve hineinlenkt.
Niklaus am 1. September 2008 23:11 Gratulation. Dann bist du klüger als das avp-Institut.

Das Durcheinander teilweiser dümmlicher Kommentare bei dieser Frage zeigt, wie "gutefrage.net" NICHT funktionieren sollte, Ihr verwirrt den Fragenden total, jeder schreibt irgendeinen Senf, vieles OHNE jede Ahnung. Edgar Niklaus hat es richtig beantwortet - lasst doch bitte die blöden Kommentare oder ahnungslosen Vermutungen. Sonst ist Gutefrage.net bald erledigt und man schaut besser in Wikipedia nach. Es wäre schön, wenn es bei GuteFrage.net Moderatoren gäbe, die den Müll gleich aussortieren. Sorry, aber das musste ich mal los werden.
berndkaiser am 24. August 2008 13:42 Dieser Aussage kann ich nur beipflichten. Ich selbst antworte schon nicht mehr auf Fragen, bei denen bereits viele falsche Antworten und unnötige Kommentare abgegeben wurden. Gute Frage wird, sollte es so weiter gehen, bald nicht mehr interessant sein, da sich die Fragenden oder die Interessierten nicht mehr sachlich informiert fühlen und nur noch unsicherer werden. Dies finde ich sehr schade!
nudldickedirn am 26. August 2008 08:54 mit den ahnungslosen hast du vollig recht, dennoch ist bei der beantwortung der frage auch beim niklaus nicht das wort "drehimpuls-erhaltung" gefallen, und das waere es gewesen.

Wenn schon, dann will ich meinem Kind auch gleich alles richtig erklären können..
Siescht, doch hascht doch ohne Physik überlebt. Kanscht doch so och fahre. verzieh das Kind nit so, dat es meint der Papa hats Fahrrad fahren auf der Uni gelernt.
Wie dir Kraft heißt ist egal. Aber es klappt so!!
krautwurst2 am 23. August 2008 23:14 ;) Aber ich will es ja auch selbst wissen!
wim50 am 23. August 2008 23:20 Das ist die richtige Einstellung zur Wissenschaft. Es weiß zwar niemand warum es funktioniert, aber es funktioniert.

Wenn du im Zirkus fährst, dann ist es Zentrifugalkraft.
Ansnsten ist es ein labiler Schwerpunkt.

Die Zentrifugalkraft nur, wenn Dein Kind immer schnell im Kreis fährt ;o) Die Erdanziehung, wenn es herunterfällt.

es müsste die zentrifugalkraft sein. denkich meinich glaubich
>> Kreiselkräfte. Die Achse eines Kreisels (die Räder) ist bestrebt, ihre Lage im Raum beizubehalten.
Aber nur, wenn er/sie ganz ganz ganz schnell fährt.
Nimm ein Fahrrad-Rad, halte es an den Achsenden fest und bring es in Drehung (kurz auf dem Boden abrollen). Dann kippe es nach links und rechts, und du wirst merken, wie groß die Kreiselkräft sind.
Solange das Rad allein rollt ja, ansonsten ist das ziemlich untergeordnet.
Die Kreiselkräfte verzögern Lageänderungen (kippen) so, dass der Fahrer (wie in meiner Antwort auch geschrieben) durch Lenkbewegungen das Kippen verhindern kann. Ein Radfahrer fährt immer leichte Schlangenlinie.
Schiebe mal ein Fahrrad ohne Fahrer kräftig an und lass los, du wirst dich wundern, wie lange es braucht, bis es umfällt.
>> Schiebe mal ein Fahrrad ohne Fahrer kräftig an und lass los, du wirst dich wundern, wie lange es braucht, bis es umfällt.
Das hat eher was mit der Trägheit zu tun, vergleichbar mit der ballistischen Flugbahn. Für die Stabilisierung durch einen Kreisel ist in erster Linie die Masse des Kreisels und seine Drehgeschwindigkeit verabtwortlich. Und das ist im Fall Fahrrad zu vernachlässigen. Da handelt es sich zuerst um ein labiles Gleichgewicht, das durch die Gewichtsverlagerung und gleichermaßen durch Lenkbewegungen des Fahrers erhalten wird.
Falsch: richtig ist - die Kreiselkräfte am Fahrrad sind bis unter 5 km/h sehr wirksam.