Frage von robert11Jahre, 126

Was für eine Kategorie von Betriebssystem ist Linux?

Expertenantwort
von LemyDanger57, Community-Experte für Computer & Linux, 23

Definiere den Begriff "Kategorie" bitte genauer.

Ansonsten gilt: Im ursprünglichen Sinn ist Linux kein Betriebssystem, sondern der Name des von Linus Thorvalds 1991 geschriebenen Betriebssystem-Kernels. Allerdings hat sich im allgemeinen Sprachgebrauch die Verwendung des Begriffs "Linux" für ein auf einem Linux-Kernel basierendes Betriebssystem durchgesetzt.

Linux ist quelloffen (open source) und unterliegt eine öffentlichen (public) Lizenz, das heißt, jeder darf nicht nur damit arbeiten, sondern auch Änderungen daran vornehmen, muss diese aber veröffentlichen. 

Außerdem ist Linux Multitasking und Multibenutzer, besser: Multisession fähig.

Und es läuft, dank seiner Flexibilität, so ziemlich auf allen Rechner Plattformen (im Gegensatz zu zum Beispiel Windows).

Eine grobe Übersicht findest du hier: http://www.learninglinux.de/

Einen ausführlichen Artikel hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Linux

Expertenantwort
von guenterhalt, Community-Experte für Computer & Linux, 49

Linux ist erst einmal überhaupt kein Betriebssystem. Es ist ein Kernel, der zu einem Betriebssystem komplettiert werden kann.

Daher sind solche Aussagen wie "ein Serverbetriebssystem" Unsinn.

Wen du von Kategorie redest dann gibt es mehrere erwähnenswerte Eigenschaften.

1. es ist multitask-fähig, d.h es können mehrere Aufgaben quasi gleichzeitig bearbeitet werden

2. es ist multiuser-fähig, d.h. es können gleichzeitig mehrere User das System benutzen

3. es ist open-Source, d.h. alle Programme des Kernel liegen in der Quellsprache offen vor und sie unterliegen einer Lizenz, die jede Benutzung und Veränderung gestattet. Das betrifft auch sehr viele Programme, mit denen der Kernel zum  Betriebssystem komplettiert wird

4. der Kernel ist sehr flexibel, d.h. er kann für unterschiedlichste Prozessoren aufbereitet werden.

Kommentar von VBHHerzog ,

zu ergänzen wäre noch das linux ein unix betriebssystem ist.

sonst top!

Kommentar von summo ,

Es gibt heute noch keine echten Multitasking fähigen Systeme! Betrachtet man die Arbeiten im Prozessor, werden sie nacheinander und nicht nebeneinander abgefertigt. Da wir heute schnellere Prozessoren und Mehrkernige haben, sieht es für uns aus als wäre es Multitasking. Doch von dem sind wir im Bitstrom leider noch weit weg... 

Kommentar von guenterhalt ,

Es gibt heute noch keine echten Multitasking fähigen Systeme! 

doch gibt es die, nur eben nicht in einem Prozessor/Computer. Dafür müssten alle Gruppen (RAM, Rechenwerk, Befehlsdecoder ...) mehrfach und völlig unabhängig vorhanden sein. Wenn das notwendig ist, dann kann man auch einen 2., 3., 4. ... Computer benutzen. Und doch müssen im Normalfalle die einzelnen Programme (Prozesse) miteinander kommunizieren, aufeinander warten und damit ein Multitasking unterlaufen.

Systeme mit mehreren hundert Computern ( nicht PC's) sind aus der Vermittlungstechnik bekannt. Als System ist das Multitasking, im einzelnen u.U. einfach nur "Monotasking" oder aber die bekannte Quasi-parallel-Arbeit.

Die Notwendigkeit, dass Prozesse kommunizieren müssen, hat sicher verhindert, dass wirklich echte Multitasking-Prozessoren nicht gibt.

Antwort
von Orsovai, 74

Normalerweise sind folgende Attribute für ein Linux OS erfüllt (bis auf Ausnahmen):

Linux-Kernel, unixoid, Software GNU basiert, meist frei.

Grüße

Antwort
von mnlwrnr, 2

Linux ist kein Betriebssystem sondern nur der Kernel. Das was Sie meinen sind sogenannte Distributionen. Das ist eine Zusammenstellung aus einem Linux-Kernel und Softwarepaketen wie z. B. grafische Oberfläche und verschiedene Anwendungen. Auch Android ist eine Linux-Distribution. Die meistgenutzten Distributionen auf PCs und Laptops sind Ubuntu und das ubuntu-basierende Linux Mint. Sie sind beide ideal für Einsteiger geeignet.

Wenn Sie mal so eine Distribution kennenlernen möchten, einfach herunterladen, auf eine DVD brennen oder einen bootfähigen USB Stick erstellen. Sie lassen sich direkt von der DVD oder USB Stick starten ohne das man sie gleich installieren muss. Damit kann man sie ausgiebig testen, ausserdem lässt sich auch herausfinden ob die ganze Hardware erkannt wird und korrekt läuft. Wenn man mit einer Distribution zufrieden ist, kann man sie installieren.

Hier die Downloadlinks:

Ubuntu: Sie benötigen das Desktop Image. Wenn Sie einen 64bit Prozessor haben dieses Image verwenden: http://releases.ubuntu.com/16.04/ubuntu-16.04.1-desktop-amd64.iso    Wenn Sie einen 32bit Prozessor haben dieses hier: http://releases.ubuntu.com/16.04/ubuntu-16.04.1-desktop-i386.iso

Linux Mint: 64bit: https://www.linuxmint.com/edition.php?id=217     32bit: https://www.linuxmint.com/edition.php?id=218

Wenn man ein Netbook oder schwächeres System hat dann empfiehlt sich es die Distribution Lubuntu zu installieren. Sie basiert ebenfalls auf Ubuntu und nutzt den ressourcenschonenden LXDE-Desktop. Lubuntu benötigt sogar weniger Systemressourcen als Windows XP. Das kommt auch der Akkulaufzeit zugute.

Download: 64bit: http://cdimage.ubuntu.com/lubuntu/releases/16.04.1/release/lubuntu-16.04.1-deskt...      32bit: http://cdimage.ubuntu.com/lubuntu/releases/16.04.1/release/lubuntu-16.04.1-deskt...

Die Installation von Software erfolgt nicht so wie bei Windows, sondern man hat eine Art App-Store wie bei Smartphones und Tablets. Dort wählt man seine gewünschten Anwendungen aus die man installieren möchte. In den seltensten Fällen falls man das gesuchte dort nicht findet (z.B. Google Chrome und Google Earth) muss man das Paket herunterladen. Dann installiert man es per Doppelklick. Falls die Anwendung zusätzliche Systembibliotheken benötigt werden sie automatisch heruntergeladen und gleich installiert.

Ein Update-Manager kümmert sich automatisch darum das das System und die Anwendungen immer aktuell sind.

Alle genannten Distributionen nutzen die gleichen Softwarepaketquellen und sind untereinander kompatibel.

Hier noch Screenshots der genannten Distributionen.

1. Ubuntu; 2. Linux Mint; 3. Lubuntu


Antwort
von summo, 12

Die meisten Lehrer und IT-Leute an den Schulen haben keine Ahnung von Linux. Darum wird es nicht berücksichtigt wenn man die Systeme erneuern muss/will. So fährt man besser mit dem was man kennt.

Antwort
von qugart, 56

Du musst die Frage genauer spezifizieren. Welche Kategorien meinst du da?

Je nachdem könnte man Linux in verschiedene Kategorien einteilen. Aber da kommts auch auf die jeweilige Distribution an.

Antwort
von mrlilienweg, 8

Als Linux oder GNU/Linux werden  in der Regel freie, unix-ähnliche Mehrbenutzer-Betriebssysteme, die auf dem Linux-Kernel und wesentlich auf GNU-Software basieren bezeichnet. 

Hier steht alles weitere dazu:

https://de.wikipedia.org/wiki/Linux

Antwort
von GanMar, 36

Linux ist ein unix-ähnliches Multiuser-Betriebssystem.


Antwort
von playzocker22, 50

Was meinst du mit Kategorie? Ich würd jetzt Open Source und kostenlos sagen.

Antwort
von Willibergi, 35

Linux ist ein Kernel.

LG Willibergi

Antwort
von derdoni3, 36

Es ist eine unix art es ist gut geeignet für Programmierer und es ist ein kernel

Antwort
von martinzuhause, 38

es ist ein funktionierendes

Antwort
von Wolle1305, 31

Bitte mal hier lesen:

http://www.knopper.net/linux/

Antwort
von Xpomul, 71

Kannst du die Frage präzisieren? Linux ist in erster Linie ein Serverbetriebssystem. Wenn man sich eine gute Distribution aussucht, kann man damit auch ganz gut arbeiten, viele sagen: besser als unter Windows. Das kommt darauf an: Wenn Du nur ein wenig schreiben willst und Internet-Surfen, bist Du mit einer Linux-Kiste besser dran, weil die Bedrohung durch Viren und andere Malware signifikant geringer ist.

Kommentar von LemyDanger57 ,

 Linux ist in erster Linie ein Serverbetriebssystem.

Das sieht Linus Thorvalds sicher anders. 

Kommentar von Xpomul ,

Ja, hat er ja recht. Ich arbeite selber mit Linux. Nachdem ich viele, viele Distros ausprobiert habe, hab ich jetzt eine gefunden, mit der ich sehr zufrieden bin :)

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