Frage von sternii01, 41

Was für eine Kamera soll ich mir holen (bis ca. 300€)?

Hey ! Ich möchte mir schon lange eine gute Kamera für Fotos kaufen, da ich mega gerne fotografiere. Ich weiß aber nicht, welche Kameras gut sind. Die Kamera sollte allerdings nicht zu teuer sein, da ich nicht wirklich viel Geld habe haha ;) Könnt ihr mir vllt ne Kamera empfehlen?Danke schonmal im voraus ;)

Antwort
von Airbus380, 7

Es gibt tatsaechlich neue Spiegelreflexkameras mit Objektiv zu diesem Kurs. Aber du solltest die Kamera eher nach deinen Beduerfnissen und Erwartungen auswaehlen, zumal die "Folgekosten" bei den Systemkameras den Einstiegspreis bei weitem uebertreffen.

 

Etwas allgemeiner:

Zunaechst mal ist der Markt der Digitalkameras nahezu unueberschaubar
und fast taeglich gibt es neue Modelle; die Vorgaenger sind noch lange
in den Regalen.

Um etwas "Ordnung in das Angebot" zu bringen sollte man sich zunaechst mal kritisch selbst fragen, was man ueberhaupt will und erwartet und wie viel man bereit ist zu schleppen und an Geld auszugeben..

Die ganz einfachen Kameras (50-200€) werden mehr und mehr von den eingebauten Smartphonekameras verdraengt.

Preislich im Anschluss (200-700€) kommen dann:

1.die Bridge- oder Superzoomkameras (mit kleinem Sensor)

2.hoeherwertige Kompaktkameras (mit kleinem, mittlerem oder auch APS-C-großem Sensor)

Vorteil der Bridge sind:

•der oft enorme Zoombereich,

•der Sucher

•die ueberschaubaren Kosten

•oft sehr ordentliche Makrotauglichkeit

Die Nachteile der Bridgekameras sind:

•bei wenig Licht sehr deutlich schlechtere Bildqualitaet als Kameras mit großem Sensor

•der Autofokus ist nicht sporttauglich

•schoene Hintergrundunschaerfe ist fast nur im Makrobereich oder mit Tricks und Koennen machbar

Ob man die Groeße eher als Vor- oder als Nachteil sieht ist Geschmacksache.

Kompaktkameras kauft man deshalb, weil man nicht viel schleppen will
oder darf, oder weil man unauffaellig fotografieren will. Gute
Kompaktkameras wie z.B. die Ricoh GR kosten nicht nur so viel wie eine
Systemkamera, sondern liefern auch erstklassige Bildqualitaet.
Schließlich haben sie Bildsensoren, wie sie auch in Systemkameras
verwendet werden. Weitere herrausragende Kompaktkameras kommen von
Olympus, Fuji und Sigma. Nachteile sind:

•oft kein (oder nur teurer Zubehoer-) Sucher

•nur eine Brennweite, die auch kaum erweiterbar ist

Dazwischen gibt es noch Kameras, die deutlich kompakter sind als eine
Bridge, aber auch deutlich groeßer als eine kleine Kompaktkamera.
Populaerer Vertreter sind die Canon Powershot Modele. Zoombereich und
Sensorgroeße liegen ebenso wie die Gehaesegroeße im Mittelfeld mit allen
Vor- und Nachteilen.

Kommen wir jetzt zu den Systemkameras. Auch die gibt es vereinzelt
mit winzigen Sensoren (Pentax Q und Nikon 1). Normalerweise sind aber
Sensoren verbaut, die die Groeße von mindestens 1 Daumennagel (mikroFT
und FT), 1,5 Daumennaegeln (APS-C) 3 Daumennaeglen (Kleinbild oder
Vollformat) oder 5 und mehr Daumennaegeln (Mittelformat) haben. Ein
Schaubild gibt es bei Wikipedia---> Sensorformat 

Kostenmaeßig kann sich das Hobby Fotografie als ein "Fass ohne Boden"
entpuppen, wenn man sich fuer eine Systemkamera entscheidet. Dafuer
bleibt dann auch kaum eine Aufgabenstellung unloesbar, wenn man
genuegend Wissen und Geld hat. Allerdings kann man auch gut unter 1000
Euro bleiben und gluecklich werden. Lichtstarke Objektive gehen aber bei
jedem System ins Geld (und ins Gewicht
). Außerdem wachsen die zu
schleppenden Kilos proportional zur Groeße des Sensorformats. Dabei
stellen die passenden Objektive den Loewenanteil des Gesamtgewichtes.

Benutzer der "alten" Systeme wie Canon, Nikon, Pentax und Sony
(Minolta)
koennen nicht nur auf ein großes (Pentax und Sony A_Bajonett) bis
riesiges (Canon und Nikon) Neusortiment, sondern auch auf einen riesigen
Gebrauchtmarkt zugreifen. Doch auch die neuen Systeme (Sony E-Bajonett,
Olympus und Panasonic mFT, Fuji X) bieten fuer die allermeisten
ernsthaften Fotografen genuegend "Arbeitmaterial".

Mit welchem System man letztendlich gluecklich wird, kann hier
(oder in anderen Foren) niemand entscheiden außer dem Kaeufer selbst.
Der muss entscheiden, wie viel er schleppen, wie viel er ausgeben will,
welche Geraetschaften sich in seiner Hand am ertraeglichsten anfuehlen,
welches Menue er am besten versteht, mit welchem Sucher er am ehesten
klarkommt. Man muss die Geraete gerne in die Haende nehmen. Nur dann
nimmt man sie gerne mit und die Bedienung gibt nicht jedesmal neue
Raetsel auf. Die erzielbaren Bildergebnisse liegen gar nicht so weit
auseinander und sind mehr abhaengig vom Koennen des Fotografen, dem
Licht und der Qualitaet des Objektivs als von der Wahl der Kamera
.

Der Gang in einen gut sortierten Laden oder zu einem Fotostammtisch
oder zu einem Fotoclub/VHS ist unabdingbar. Nicht um sich von
Verkaeufern oder Usern einlullen zu lassen, sondern um mal ein paar
Geraetschaften auszuprobieren und den persoenlichen Favoriten zu finden.
Kameras sind etwas sehr individuelles, aber letztlich nur ein Werkzeug.

Eigenschaften wie Sucher, Haptik, Bedienlogik, Geraeusche,
Wetterfestigkeit sollten wichtige Auswahlkriterien sein; nicht nur
Zubehoerauswahl, Image, Preis, Empfehlungen oder gar Testberichte
. Auch die Notwendigkeit von WiFi, Klappdisplay, GPS, Touchscreen usw. wird vollkommen unterschiedlich bewertet.

Wer Hallensport oder Wildlife (insbesondere kleine Voegel)
fotografieren will, hat natuerlich ganz andere Anforderungen an die
Ausruestung, sollte sich dann aber auch ueber die Kosten im Klaren sein.

Antwort
von Hardware02, 19

Ich habe eine Panasonic DMC-LX5. Das ist eine ältere Systemkamera, die ich auf amazon gebraucht gekauft habe, für etwa EUR 220. Ich habe mich bewusst nicht für eines der Nachfolgemodelle entschieden, weil sich da die Leute teilweise beklagt haben, dass sich Feuchtigkeit in der Kamera niederschlägt, wenn diese einem zu großen Temperaturwechsel ausgesetzt ist, z.B. in den Tropen. Diese Leute waren in Thailand.

Und genau dort braucht man ja die Kamera! Man kauft sich die nicht nur um im angenehm temperierten Zimmer seine eBay-Ware zu fotografieren. Das war für mich ein Ausschlusskriterium für die neueren Modelle. 

Ich bin mit dieser Panasonic Lumix noch nicht 100% zufrieden, aber sie ist auf alle Fälle für den Anfang nicht schlecht. Und sie hat im Urlaub bessere Fotos gemacht als die Spiegelreflex, die ich mir ausgeliehen hatte! 

Man kann auch manuell etwas einstellen, z.B. die Verschlusszeit. So ist es mir gelungen, einen sich bewegenden Flugzeugpropeller so zu fotografieren, dass er beinahe stillzustehen scheint. Die minimale Verschlusszeit ist 1: 2.500. Aber der Propeller war trotzdem schneller - ein klein wenig unscharf ist er am Rand.

Antwort
von noname1938, 7

Ichcwürde dir eine canon eos 500d empfälen ist zwar leicht über deinem Budget aber eine gute Kamera ich selbst nutze die canon eos 700d mit der bin ich sehr zu frieden

Expertenantwort
von nextreme, Community-Experte für Kamera, 7

Kleiner Sensor mit vielen Megapixel = frühes Farbrauschen bei weniger Licht. Gleiches gilt für verbaute oder wechselbare Objektive die zwar oft viel Zoom haben aber kaum Licht auf den Sensor lassen. 

Bei den besseren guten Kompaktkameras habn die Spitzenreiter derzeit 1" große Sensoren und Lichtstärken zwischen 1,8-2,8. Da bist aber mit 300.- noch lange nicht dabei.

Billiger gehts zwar immer nur ist da in etwa auch nur Smartphonequalität zu erwarten + der Möglichkeit optisch zu zoomen. Man braucht sowas also nur bedingt, sollang ein modernes Smartphone vorhanden ist. 

Ich kann dir für deine Preisspanne nichts mit gutem Gewissen empfehlen.

Antwort
von rose01234, 19

Ich habe die canon eos 1200d und bin sehr zufrieden. (Kostet jedoch etwas mehr als 300)

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