Frage von BooWseR, 29

Was für eine Frequenz braucht die PWM Steuerung bei Lüftern für den PC?

Moin Leute,

ich plane eine Neuanschaffung an PC-Lüftern für meine schlecht positionierten Endstufen. Damit die Lüfter jedoch nicht immer mit maximaler Umdrehung drehen, auch wenn die Endstufen nur wenig leisten, wollte ich diese steuern.

Beim PC, ihrem eigentlichen Einsatzgebiet, werden die Lüfter mit konstanten ~35 kHz angesteuert und über die Verringerung der Abtastrate gedrosselt.
Kleinere Bausätze, die für mein Vorhaben ausreichend sind, haben jedoch eine andere Frequenz, wie bspw. 5, 25, oder 100 kHz, welche mit einem Potentiometer gesteuert werden.

Da ich mir der Funktion nicht sonderlich im Klaren bin, frage ich mich ob ich wirklich jede Frequenz zum Steuern nehmen kann, oder es diesen 35kHz entsprechen muss.

Bei dem PC ist es so, dass bei voller Frequenz ein Gleichstrom anliegt. Wenn dies bei den Bausätzen ebenfalls der Fall sein sollte, so würde eine höhere Frequenz doch höchstens ein größeres Spektrum zum Regeln, bzw. eine feinere Justierung erlauben?

Hoffe hier hat jemand Erfahrung mit sowas, bisher konnte ich noch keinen ausmachen, der mir da helfen konnte.

Herzlichst, BooWseR

Antwort
von bit77, 19

Die Frequenz ist bei einem solchen Vorhaben nicht so wichtig. Theoretisch könnte sie 200 Hz betragen und der Lüfter würde sich über das Tastverhältnis regeln lassen.

Da aber in den Computern auch der Sound mit verbaut ist, wählt man Frequenzen aus, die über dem Hörspektrum liegen, also über 21 kHz. Bei einer derartigen Steuerung geht es nämlich um Einschalt- und Ausschaltzeiten und nicht um die Frequenz.

Da Du jedoch von einer Endstufe schreibst, so denke ich, ob es nicht sinvoller wäre einen normalen 120mm-Lüfter für 12V zu nehmen und ihn lieber mit einer variablen Gleichspannung zu regeln. Die Firma ELV hat da einen recht günstigen Bausatz.

Kommentar von BooWseR ,

Ich frage mich eben nur, ob diese kleinen PWM Steuerungen, die es für unter 10 Euro auf Amazon gibt, eben über das Tastverhältnis laufen?! Oder ob es für den Verbraucher überhaupt eine Rolle spielt, wie die Steuerung dies Umsetzt. Denn im Endeffekt kommt bei dem Lüfter doch immer nur die Frequenz an, die gewünscht ist, obgleich sie nun durch einen Taktgenerator generiert wurde, ober eben durch eine Abtastrate bestimmt wurde. 

Und ist die Frequenz nicht gleichzusetzen mit der Ein- Ausschaltzeit? Ich will mich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, da ich mit Frequenzen lange nichts mehr am Hut hatte, aber bei einer Frequenz von 1 Hz haben wir doch ein positive Flanke und eine negative. Diese wird dann doch zum Aus-, bzw. Einschalten genutzt?

Die Endstufe soll an dieser Stelle nicht der Stromgeber sein, versorgen werde ich es extern von einer Verteilerbox, wo noch andere Verbraucher mit 12V versorgt werden. Nur soll hier zwischen Box und Lüfter eben noch eine Steuerung. 

Eine Steuerung über Widerstände hatte ich auch mal im Sinn, wurde da aber schnell eines besseren belehrt. Hier wurde mir dringend abgeraten, da der Strom bei steigendem Widerstand extrem hochgeht. Passendes Potentiometer hätte mich um die 70 Euro gekostet. Das war es mir nicht wert, gerade weil ich die Verbraucher parallel schalten will. Seien es 1,2 oder 3. Bei einer PWM wäre ich da flexibel. 

Kommentar von bit77 ,

Eine Pulsweitensteuerung bedeutet nichts anderes, als das ein Stromfluß für eine bestimmte Zeit ein- und wieder ausgeschaltet wird. Dieses Verhältnis von Einschalt- zur  Ausschaltzeit nennt sich Tastverhältnis. Es hat an sich nicht unbedingt etwas mit der Frequenz zu tun, da sich bei veränderlicher Frequenz ja auch die Ein/Aussschaltzeiten ratiometrisch verändern.

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