Frage von diadem77, 150

Was fließt alles in die Berechnung vom Kindesunterhalt ein?

Auch wenn diese Frage schon öfters gestellt wurde ,möchte ich gerne wissen was alles in die Berechnung vom Kindesunterhalt einfließt. Ich möchte ja für meine Kinder zahlen,aber ein wenig leben möchte ich auch noch können . Nach der jetzigen Berechnung bin ich unter dem Selbstbehalt von 1080(bin erwerbstätig). So weit ich weiß wird das Jahreseinkommen+Weihnachtsgeld u.s.w.+Prämien+Steuererstattung zusammengezogen und dann durch 12 Monate geteilt. Es ist schon sehr schade ,wenn noch nicht mal Geld für ein Kinobesuch bleibt.....

Antwort
von DFgen, 94

Die Höhe des Unterhaltes für die Kinder ist abhängig von ihrem jeweiligen Alter (Altersstufe in der "Düsseldorfer Tabelle") und dem "unterhaltsrelevanten Einkommen" (UE) des Unterhaltspflichtigen.

  • Dieses UE errechnet sich aus dem Durchschnitts-Nettoeinkommen der letzten 12 Monate (Verdienst, anrechenbare Zuschläge, Steuerrückerstattungen...., andere mögliche Einnahmen wie z.B. Mieteinnahmen oder Zinserträge...)
  • Von diesen Durchschnittseinkommen sind dann mögliche Beträge abziehbar wie z. . die "berufsbedingten Aufwendungen (ca. 5% des Netto, max. 150 Euro...), Beiträge für die eigene Altersvorsorge (z.B. Riester...)...
  • Wohnen im Eigentum oder Nutzung eines Dienstwagens etc... wirken sich ebenfalls auf das UE aus...

Anhand dieses UE orientiert sich dann der "Bedarf" eines Kindes (zumeist an der "Düsseldorfer Tabelle").

  • Da das Kindergeld beiden Eltern je zur Hälfte zusteht, wird die Hälfte des Unterhaltspflichtigen auf den Bedarf des Kindes angerechnet.
  • Er/sie muss also tatsächlich um das hälftige Kindergeld weniger Unterhalt zahlen, als es dem eigentlichen "Bedarf" des Kindes entspricht.

Es ist schon sehr schade ,wenn noch nicht mal Geld für ein Kinobesuch bleibt.....

  • Diese hälftige Kindergeld könnte er/sie dann z,B. für die Kosten des Umgangs mit dem Kind verwenden

Dem Unterhaltspflichtigen muss von seinem UE allerdings zumindest ein "Selbstbehalt" verbleiben, um davon seinen eigenen Lebensunterhalt zu finanzieren (für Erwerbstätige derzeit 1080 Euro gegenüber minderjährigen Kindern).

Könnte er dadurch nicht wenigstens den "Mindestunterhalt" für die Kinder leisten, könnte ggf. erwartet werden (vom Gericht, nicht Jugendamt!), dass er sich einen besser bezahlten Vollzeitjob sucht oder noch einen Nebenjob ausübt...

Kommentar von diadem77 ,

Vielen Dank für die Antwort.....die ich genau so sehe.

Ich bin jetzt nur verunsichert, weil mir ein Betrag ausgerechnet wurde der mir angeblich bleiben soll  ,den ich einfach nicht nachvollziehen kann .

Berechnungsgrundlage war Steuerpflichtiges Brutto und Steuerfreies Brutto plus sonstige Bezüge gleich Summe X abzüglich Lohnsteuer Soli KV,RV,AV und PVsind gleich Summe X und das ganze durch 12 minus 5% für berufliche Aufwendung 

Selbst wenn ich überall aufgerundet habe ,würde ich nicht auf den Betrag kommen der ausgerechnet wurde.

Hier nochmal meine Berechnung:

12x Gehalt netto 

+Prämien

+Weihnachtsgeld

+Steuerrückerstattung

macht Summe X und das durch 12 - 5% berufliche Aufwendung hätte ich mein bereinigtes Einkommen pro Monat ......

Kommentar von diadem77 ,

kurz und knapp berechnet .......

Jahres-Nettoeinkommen + Steuerrückerstattung+sonstige Einkünfte geteilt durch 12 minus 5% für berufliche Aufwendung mind.50€ -max. 150€

dann bekommt man den bereinigten Nettobetrag !!

so einfach also!

Danke aber für die Hilfe.....................

Antwort
von passaufdichauf, 96
wenn noch nicht mal Geld für ein Kinobesuch bleibt.....

Sorry, aber was ist dir wichtiger: das deine Kinder Essen und warme Kleidung haben oder dass du ins Kino kommst?!

Ja, es wird dein gesamtes Einkommen angerechnet. Und man kann dich sogar zu einem bessre bezahlten Job (bzw. zu einem Nebenjob) verdonnern, damit du wenigstens den Mindestunterhalt zahlen kannst!

Kommentar von diadem77 ,

Guten Morgen ,leider beantwortet deine Antwort nicht meine Frage !

Der Kinobesuch sollte ja nicht für mich sein sondern mit den Kindern zusammen !

Das dir Kinder alles haben sollen wir essen, Kleidung u.s.w ist ja wohl klar !

Hier noch mal meine Frage in einer kürzeren Version.

Was fließt alles in die Berechnung vom Kindesunterhalt ein ?

Oder wie wird der Kindesunterhalt errechnet ?

Kommentar von passaufdichauf ,

Das habe ich dir beantwortet:

"Ja, es wird dein gesamtes Einkommen angerechnet. "


Hier ist es auch gut und übersichtlich aufgelistet:

http://www.familienrecht-heute.de/kindesunterhalt/einkommen.html

Kommentar von diadem77 ,

Danke für den Link den kenne ich aber schon.....

meiner Meinung nach würde die Berechnung wie folgt aussehen:

-letzten 12 Gehaltabrechnung -netto-(Weihnachtsgeld+Urlaubsgeld+Prämien u.s.w.)+Steuerrückerstattung+sonstige Einkünfte.... das ganze geteilt dann durch 12 ......ergibt dann einen bereinigten monatlichen Betrag Summe Xvon der man noch die berufliche Aufwendung  abziehen kann mindestens 50€ max.150€ darüber muss nachgewiesen werden).

Das Ganze dann minus den Selbstbehalt von 1080 ist Summe X was dann aufgeteilt wird oder???

Antwort
von ichweisnix, 69

Zunächstmal muß man die Mangelfallrechnung und die Einstufung in höhere Unterhaltsgruppen unterscheiden. In Bezug auf die Mangelfallrechnung besteht eine erhöhte Erwerbsobligenheit. Das heißt es ist zu prüfen, ob durch eine Nebentätigkeit das Einkommen erhöht werden kann.

Zu beachten ist, das das Einkommen zu bereinigen ist, d.h. die Werbungskosten sind abzuziehen. 

Bezüglich der Steuererstattung ist zu sagen, das es darauf ankommt, woraus die Steuererstattung entstehen. Steuererstattungen, die auf Kosten beruhen, die bei der Bereinigung des Einkommens nicht berücksichtigt wurden, sind nicht als Einkommen zu berücksichtigen. 

Kommentar von diadem77 ,

Vielen Dank für die Antwort ..

Ich habe nur ein Problem das meine Einkünfte so hoch berechnet wurden das ich nicht weiß wie man darauf gekommen ist und eine Erklärung dazu gibt es auch nicht !

Ich habe meine 12 aktuellen Gehaltsabrechnungen netto  incl. Weihnachtsgeld und Prämien zusammengezogen + Steuerrückerstattung geteilt durch 12 abzüglich berufliche Aufwendung und habe ein bereinigten Betrag errechnet der Sinn macht .

Ich weiß nicht wo ich mich noch hin wenden soll ....ein Anwalt kann ich mir nicht leisten .

Dazu muss ich sagen das ich zwei Titel habe .......

Kommentar von ichweisnix ,

Ich habe nur ein Problem das meine Einkünfte so hoch berechnet wurden das ich nicht weiß wie man darauf gekommen ist und eine Erklärung dazu gibt es auch nicht !

Es ist Anders herum, Sie müssen Ihre Einkünfte offen legen und eine Rechnung über die Einkünfte vorlegen. Wenn die Gegenseite Ihre Einkommensauskunft anzweifelt, so muß sie dies begründen.

Problematisch wird in der Praxis beim Mangelfall eher in Bezug auf eine mögliche Nebentätigkeit. Hier muß genau begründet werden warum eine Nebentätigkeit nicht möglich ist. 

Bezüglich eines Anwalts können sie zum Amtsgericht gehen und einen Beratungsschein holen und damit dann zum Anwalt gehen.

Wichtig ist hierbei vor allen, das Sie keinen Titel unterscheiben, der Ihre Leistungsfähigkeit übersteigt.

Kommentar von diadem77 ,

Danke für die Antwort....

Genau das ist mein Problem das ich zwei alte Titel habe ,wurden damals berechnet nach der 1 Stufe was auch i.Ordnung war .

Aber jetzt müsste man nach der 3.Stufe neu berechnen...

Ein Beratungsschein hatte ich auch und bin damit zu einem Anwalt der mir ein bereinigtes Nettoeinkommen ausgerechnet hat was ich bei aller liebe nicht nachvollziehen kann.

Auf eine plausible Erklärung warte ich vergebens....

12xMonatsabrechnung netto incl.Weihnachtsgeld und Prämen +Steuerrückzahlung geteilt durch 12 -5% berufliche Aufwendung und das ist gerade mal die BVG Monatskarte .

Ich habe hin und her gerechnet ....ich weiß es einfach nicht mehr weiter...

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