Frage von nikodinte, 77

Was findet ihr besser im Studium, Mitschreiben oder....?

Meine Professoren mobben mich, weil ich immer in ihren Vorlesungen alles detailiert mitschreibe und stellen mir jede Menge Fun-Fragen, auf die jeder reinfallen würde. Ich habe aber die Erfahrung gemacht, dass Mitschreiben den besten Lerneffekt bringt und auch den Vorteil hat, dass man nachher noch mal nachlesen kann. Die Antwort der Professoren ist immer die selbe: Nicht Mitschreiben, Mitdenken! Ich finde das gemein, denn ohne meine Mitschriften, hätte ich kaum eine Chance in manchen Fächern. Einige Professoren nicht alle. Die scheinen mir nicht mal zuzutrauen, dass ich zwischen den Notizen auch eigene Gedanken aufschreibe. Wie würdet ihr das machen?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Akainuu, 42

Ich schreibe bei den Vorlesungen auch immer mit.

Mich juckt es auch nicht, ob irgendwer das fragwürdig findet, ich denke anders als der Großteil meiner Kommilitonen.

Ich trenne das Gehörte vom Denken, das Aufschreiben beansprucht meine Aufmerksamkeit hinsichtlich des Inhalts der Vorlesung überhaupt nicht, ich denke trotzdem mit und melde mich bei Fragen auch. 

Mir hätte es auch in einigen Fächern extrem geschadet, wenn ich nicht mitgeschrieben hätte, da die Professoren kaum Material ins Internet stellen und man am Ende des Semesters ohne jegliche Materialien lernen darf, wenn man nicht mitschreibt. 

Antwort
von princesssabse, 57

mach das was dir beim lernen am besten hilft. jeder lernt anders! lass die profs reden, die werden späterstens bei der klausur merken, dass es dir mehr gebracht hat, mitzuschreiben, als nur da zu sitzen und die wand anzustarren ;)

Antwort
von Coriolanus, 29

In den meisten Fächern gibt es Skripten oder gute Grundrisse als Lernunterlage. Volles Mitschreiben ist daher aus meiner Sicht wenig sinnvoll. In einer Hochschule geht es weniger darum, den Lehrstoff einfach zu lernen als ihn zu verstehen und anwenden zu können. Denn - was macht einen Akademiker aus? Er sollte die Fähigkeit haben, auf fachlicher Grundlage Probleme zu analysieren und Lösungen zu erarbeiten. Sonst könnte ja jeder einigermaßen intelligente Mensch den Lehrstoff einfach auswenig lernen. Daraus würde aber kein Akademiker sondern bestenfalls ein "Fachidiot". Ich rate daher, sich ein paar Stichpunkte zu notieren und sich ansonsten auf die Vorlesung zu konzentrieren. Aus eigener Erfahrung als Studienberater und Lehrbeauftragter kann sich Dir auch versichern, dass in Hochschulprüfungen in den meisten Fällen nicht einfach Fachwissen abgefragt wird sondern das Fachverständis und die Fähigkeit, das Gelernte auf bisher unbekannte Bereiche anzuwenden.

Kommentar von nikodinte ,

Das klingt ja wie aus einem schönen kleine Mädchen Roman, sorry, aber die Realität ist härter, kälter, grausamer und dunkler. Die meisten Fachstudenten verinnerlichen weder Wissen noch können sie eigenständig Schlussfolgern oder Fragestellungen entwickeln. Lehrmaterial durchlesen bedeutet, abgefragt zu werden. Alles andere nennt man Selbststudium.

Expertenantwort
von Kristall08, Community-Experte für Studium, 17

Wie soll man das denn sonst machen?

Zu meiner Zeit haben alle Studenten mitgeschrieben. Vielleicht nicht Wort für Wort, aber zumindest Stichpunkte. Unsere Profs waren da auch sehr streng. Wir hatten immer und überall Papier und Stift mitzuführen.

Bis heute habe ich immer Schreibzeug in der Tasche... ;)

Antwort
von SoVain123, 41

Wenn dir mitschreiben den besten Lerneffekt bringt, dann lass dich von denen doch nicht unterkriegen!!

Antwort
von MausMitGebiss, 42

Ich fand die Leute, die in einer Vorlesung immer seitenweise mitgeschrieben haben auch sehr sonderbar... Sie haben danach zwar die Textfassung der Vorlesung, aber eigentlich haben sie die Vorlesung an sich trotzdem nicht mitbekommen.

Ich habe mir immer nur so 15-20 Stichpunkte im Schnitt pro Vorlesung aufgeschrieben und habe mein Studium sehr gut geschafft.

(Molekularbiologie und Biochemie)

Antwort
von CompSup, 31

/off topic

Die Fragen heißen Fang-Fragen und nicht Fun-Fragen :-)

/end off topic

Mach das, von dem du meinst, was dir am Besten hilft. Bringt ja auch nichts, wenn man es so macht, wie andere (es wollen) und dann deswegen durchfällt.

Antwort
von paulklaus, 15

Es ist wie zu meiner Zeit in den späten 60ern:

Unter den Talaren der Muff von 1000 Jahren !!!

Du lässt DICH von deinen Profs mobben ?!?! Komisch ! Zu meiner Zeit war's allenfalls UMGEKEHRT !!!

pk

Kommentar von nikodinte ,

hahahahha, du bist süüüß!!

Kommentar von paulklaus ,

Na ja, ob ein Flower Power-Alt-68er süüüüß ist...?!

pk

Antwort
von Mignon2, 38

Ich würde auch mitschreiben und das machen die meisten Studenten. Dass du gemobbt wirst, glaube ich allerdings nicht. Nachfragen und Hinweise der Professoren sind völlig okay.

Kommentar von nikodinte ,

Was sind dann Aussagen, wie: Ich dachte nicht, das die das schafft..sind sie eine Hexe...ich weiß, was sie letzten Sommer getan haben...häh??

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