Unsere Heilpraktikerin hat mir eine Familienaufstellung vorgeschlagen. Das klingt mir schon ziemlich nach Hokuspokus, aber ein bißchen neugierig bin ich jetzt doch. Wer mag seine Erfahrungen teilen?
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Wer mal sowas gemacht hat, wird dir bestätigen, dass bei diesen Aufstellungen unglaublich viel passiert, das einen beeindruckt zurücklässt und vorgefertigte Meinungen (von wegen "Hokuspokus") verblassen lässt...
Das heißt: das Prinzip der Familien-Aufstellung greift sehr wohl, so unglaublich es auch erscheint. Und wie auch immer es zustande kommt.
Das Problem dabei ist unter anderem nur, dass es in diesem Bereich sehr viele selbsternannte "Therapeuten" gibt, die mit genau dem nicht angemessen umzugehen wissen (mitunter keinerlei Zertifizierung haben oder sonstwie in der Lage sind, Schwierigkeiten abzufangen) - und die, wie ich meine, gerne und ein schnelles Geld machen wollen.
Das allein erscheint mir mehr als verantwortungslos. Man muss sich schon sehr genau umschauen, zu wem man sich begibt.
Darüber hinaus denke ich, dass man immer noch viel zu wenig darüber weiß, was (d.h. welche "Energien") genau wirken, wie so eine Aufstellung "funktioniert", trotz aller Methodik, die angewendet wird.
All das lässt mich (mittlerweile) extrem skeptisch und kritisch sein.

Die Familienaufstellung ist eine therapeutische Gruppenarbeit. Ziel ist entweder die Ursachenforschung für eine Erkrankung oder aber auch eine Versöhnungsarbeit. Du suchst Dir unter den Teilnehmern Stellvertreter für die Mitglieder Deiner Familie aus. Also Vater, Mutter, Geschwister, Omas usw. - je nachdem wer wichtig ist für die Fragestellung, die Du hast. Diese Stellvertreter stellst Du in einem bestimmten Abstand und in einer Position zueinander auf. Wie, das sagt Dir Dein Gefühl. Es kann z.B. herauskommen, dass die Eltern nicht nebeneinander stehen und einander mit dem Rücken zugewandt.
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Dadurch werden bestimmte Familienkonstellationen und Prägungen nicht nur sichtbar, sondern, viel wichtiger, direkt erlebbar. Nicht nur für Dich, sondern absurderweise auch für die Stellvertreter. Die wissen oder sagen plötzlich Dinge, die sie eigentlich nicht wissen können.
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Ich habe das einmal gemacht mit meiner absurden undefinierbaren Angst vor dem Ertrinken und bin merkwürdigerweise auf einen Großonkel gekommen dabei, von dem ich zuvor gar nichts wusste. Ich habe nur plötzlich in der Aufstellung "wahrgenommen" - frag mich bitte nicht wie - da gibt es noch jemanden hinter meinem Großvater. Erst als ich nach der Familienaufstellung meine Mutter fragte, ob denn aus der großväterlichen Linie einmal jemand ertrunken war, erzählte sie mir von von einem älteren Bruder des Großvaters, der bei einem Schiffsunglück ums Leben kam.
wow
Das ist so wie der Familienstammbaum . Wer von wem abstammt, und wer welche Beziehungen zu wem hat
holodeck am 30. Januar 2009 17:26 ganz bestimmt nicht ;-)
Ganz bestimmt doch, hab das nämlich selbst auch mal gemacht. Schreib doch nicht, wenn Du es nicht weißt.
holodeck am 30. Januar 2009 17:44 Das ist so etwas wie der Familienstammbaum ist eine arg verkürzte Darstellung. Es hörte sich für mich eher nach Ahnenforschung an.
Man ey hier schreibt man in verkürzter Darstellung. Ich weiß auf jeden Fall, was es ist, aber mit Ahnenforschung hat das nichts zu tun, denn so weit gehen die Ärzte nicht in die Vergangenheit zurück

Was ist das? Die Krankheitsgeschichte deiner gesamten Familie, oder was? Wenn du der Sache selbst schon skeptisch gegenüber stehst, lass es lieber! Wahrscheinlich soll das auch noch nen Haufen Geld kosten!?
Ho, ich studiere Soziale Arbeit und da ist das auch eine anerkannte Methode. http://de.wikipedia.org/wiki/Familienaufstellung Es ist sicher etwas strange, aber sinnvoll, wenn man sich drauf einlässt. Vielleicht kannst du im Nachhinein ja nochmal von deinen Erfahrungen berichten...
das ist verboten, verfälscht das ergebnis, wenn man darüber redet bei mir hat es nicht geholfen, war bei 4 oder 5 verschiedenen therapeuten, viel geld, viel stress, manche erkenntnis, aber kein gewinn gruss eine geschädigte
hallo! ich studier auch soziale arbeit. kannst du mir sagen (mich interessiert das thema sehr) woher du die info hast, das Familienstellung eine 'anerkannte' methode ist? die wissenschaft ist doch recht kritisch wegen der unerklärlichkeiten...
Es ist sehr teuer, aber Du kannst ja erst einmal als "Statist" dort hingehen und beobachten. Ich habe es noch nie gemacht, aber einige Bekannte von mir. Sie waren begeistert, weil sie viel ueber sich und ihre Familie herausgefunden haben, was ihnen so vorher noch nicht bewusst war. Es ist schon sehr interessant, nicht nur Hokuspokus, sondern auch viel Psychologie steckt dahinter.
Ziel ist es, herauszufinden, ob Deine Problem von Famileinmitgliedern verursacht sind oder Du ein Problem mit Dir herumträgst, das eigentlich ein anderer haben müßte, dieser aber aus noch unbekannten Gründen nicht selbst auslebt und du unbewußt darunter leidest. So weit ich im Zusammenhang mit der Psychotherapieausbildung meiner Frau gehört habe in den allermeisten Fällen erfolgreich und auch nicht unbedingt teuer. Der Wikipedia-Link von Yulivee gibt weiter wichtige angaben!
Meine Freundin hat dafuer 400 Euro gezahlt. Das ist doch teuer...
Hi, ich stimme mia ganz zu. Noch ein Hintergrund: Hellinger, auf den das Verfahren zurückgeht, ist mittlerweile etwas abgedreht; seine Aufstellungen (und die seiner "Jünger") neigen zu einem ganz bestimmten Ergebnis (Verbeugung vor den eigenen Eltern); gegen ihn und seine Arbeit spricht einiges (Recherche z.B. nach dem offenen Brief von Arist von Schlippe an Hellinger). Frag den Therapeuten, zu welcher Schule er gehört. Und sei Dir während der ganzen Aufstellung bewusst, dass sie völlig freiwillig ist; du kannst jederzeit gehen oder einen Teil ablehnen. Viel Erfolg!

Auch ich kann es dir (mit der Vorraussetzung, die Mia genannt hat) wärmstens empfehlen. Habe auch nur positive Erfahrungen gemacht. Ich kann schon verstehen, dass es für viele ungewöhnlich und wie Hokuspokus klingt. Als ich das erste Mal vor zehn Jahren diese Empfehlung bekam waren es genau diese Gedanken, die mich davon abhielten. Heute verwende ich es zum Teil selbst in meiner Praxis mit sehr guten Ergebnissen.
Das, was wirklich hilft, ist sich selber ein Bild zu machen. Auf keinen Fall ist es Hokuspokus, sondern eine einfache und solide therapeutische Methode, um sich aus Verstrickungenzu lösen. Wichtig ist wirklich auch an einen Bodenständigen Therapeuten/Therapeutin zu gelangen. Es gibt leider jede Menge "Esohühnchen- und hähne", die sich scheinbar dazu berufen fühlen und kaum therapeutischen Basiswissen besitzen. Ich habe gute Erfahrungen gemacht. Solltest Du meine Anlaufstellen wissen wollen, kannst Du Dich gerne melden.
Aber nicht der Methode gegenüber, gell? ;-)
...der Methodik gegenüber weniger, @holodeck, als vielmehr dem Anwender.
Ich fürchte wirklich, dass einige sich nicht darüber im Klaren sind, was sie "freisetzen". Und vielleicht weiß das -in Gänze!- noch nicht einmal überhaupt jemand, nicht mal der beste Therapeut.
(denn: Was wissen wir alle schon, letzten Endes... lächelt die Mia ;-))
Da hast Du allerdings recht, was die Freisetzung anbelangt - mir haben sich schon so manches Mal die Nackenhaare aufgestellt bei dieser Arbeit. Und vieles bleibt mir nach wie vor ausgesprochen rätselhaft. Aber der Effekt, der ist enorm.
...das isser, unbestritten.
...ein Tipp vielleicht noch; ich war seinerzeit bei D. Weth in Frankfurt, und war von ihm (seinem enormen Verantwortungsbewusstsein und der Sensibilität, mit der er arbeitete) sehr angetan - wäre zu niemand anders gegangen und würde auch keinen anderen empfehlen.
Leider (und wirklich mit Bedauern und Betroffenheit jetzt gerade) sehe ich auf seiner Homepage, dass er kürzlich verstorben ist. Seine Arbeit aber weitergeführt wird.
Hier ist der Link: http://www.familien-aufstellung.de/