Was dürfen Eltern eigentlich noch frei entscheiden?

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4 Antworten

Der Beitrag ist zwar schon etwas alt, aber antworte trotzdem mal.
Ich lebe ebenfalls in Sachsen und habe eine Tochter, die im August in die schule kommt.
Aufgrund das mein Kind nicht altersgemäß sprach ( verwechselte immer ein paar laute und Buchstaben) und zu dem Zeitpunkt wo eine Überprüfung angeordnet wurde, bekam sie schon Logopädie und zum Sonderpädagogischen Förderbedarf ( Überprüfung) war das alles schon besser geworden.
Nun ist mein Kind auch etwas schüchtern und wenn sie die Leute nicht kennt noch mehr.
Um es kurz zumachen. Wir wollten unser Kind von Anfang an Integrativ Beschulen lassen. Nun kam der Tag der Auswert des Testverfahrens. Wie schon oben beschrieben ist mein Kind sehr schüchtern und auch wenn sie die geforderten Sachen alles kann, ist sie dennoch immer unsicher und traut sich dann nicht so recht. Bei der Auswertung wurde uns mitgeteilt, dass sie weder richtig malen kann, noch ein räumliches sehen hat. Kurzum eine Wahrnehmungsstörung. Da wir aber unser Kind kennen und auch wußten, dass sie bis auf ein paar Kleinigkeiten Altersgemäß entwickelt ist ( sind ja auch regelmäßig beim Kinderarzt) fanden wir die Aussage mit der Wahrnehmungsstörung sehr überraschend.
Die Schule und auch die Leiterin der Ortsansässigen Grundschule wollten uns überreden, dass unsere Tochter auf eine Förderschule gehen soll. Wo wir aber gar keinen Grund sehen. Sie hat einen normalen IQ, und es gab vorher nie Anzeichen für irgendwelche Tiefgreifende Entwicklungsstörungen. Die haben uns dann echt fast 30 Minuten bequatscht. Am Ende hat mein Freund gesagt, wir können auch noch morgen da sitzen, trotzdem bleiben wir bei der Meinung, dass wir Integrativ beschulen lassen wollen. Am Ende mußten sie dann Einlenken.

Meine Tochter geht jetzt neben der Logopädie noch zur Ergotherapie, weil mir das mit der Wahrnehmungsstörung nicht in Ruhe ließ. Sie wurde dort auch ausgiebig getestet und Ehrlich? Nix mit Wahrnehmungsstörung. Sie hat Probleme bei der stifthaltung und kann nicht so gut abmalen.

So ein langer Text:)  

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Auf die Schnelle fällt mir ein Artikel aus der Zeit in den Schoß: http://www.zeit.de/2011/04/S-Foerderschule  Ob dir der weiterhilft? Dein Ansatz, nach Gleichgesinnten zu suchen, finde ich wichtig und richtig. Offensichtlich wird es Eltern in Sachsen schwer gemacht mit der Integration, da kann man jede Unterstützung gebrauchen!

Ansonsten kann ich einen Umzug nach Berlin empfehlen. Da findet Integration wirklich statt. Langsamlerner in der 1. Klasse an die Förderschule zu empfehlen, darauf käme hier wohl niemand. Aber das ist natürlich nicht immer möglich, mal eben sein Leben auf den Kopf zu stellen, um das Kind an der Regelschule beschulen zu lassen. 

Ich wünsch dir viel Kraft für euren weiteren Weg! Wie auch immer der aussehen mag!

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Darf ich mal fragen, in welchem Bundesland du lebst? Schulrecht ist ja Ländersache.

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Leider ist meine Vermutung, dass sie sich nicht genug mit dem Kind beschäftigt haben. Den ganzen Tag vorm Fernsehr, da lernt das Kind nichts. Wenn ich falsch liege, so tut es mir leid. Probier (ohne Druck auszuüben, sondern spielerisch) mit dem Kind zu üben und zu lernen. Auch nicht zu viel. Spaß an der Sache ist in dem Alter sehr wichtig. Ich drücke dir die Daumen und hoffe das beste für dein Kind. Ihr schafft das schon. :)
Mit Anstrengung und viel Arbeit geht alles.
Wichtig um das Kind rundum zu fördern: Sport im Verein, Musikinstrument, Spiel- und Freizeit. Denke ich. Kann mich aber auch irren.

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Kommentar von schnipsl78
26.05.2016, 23:08

TV? Gar keine zeit für sowas. Unser Tag ist komplett strukturiert. Ab 16 uhr sind wir beide zu hause..jeder hat 30 min Pause dann. Danach treffen wir uns und kontrollieren die HA. wenn die fertig sind geht's an üben.  Bis zum Abendbrot ..danach ins Bett. Und so jeden Tag. Meine Nerven liegen blank... und dann nur noch Mist in den Gesprächen bei der Auswertung.  Und dann noch die Eingeschränkte Entscheidungsfähigkeit. 

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