Was du besitzt das besitzt dich irgentwann! Warum sind viele so Besitzgeil?

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6 Antworten

Naja, manche Dinge "braucht" man einfach, um das Leben bequemer zu machen...

Ich seh das ählich wie du, ich versuch auch nur das nötigste besitzen. Aber manche Sachen sehe ich einfach als nötig an. Z.B. hab ich seit einem Jahr ein Smartphone und würde es nicht mehr eintauschen, weil mein Leben ohne ein paar Apps einfach nerviger wäre. Oder ich besitz ne ganze Menge an Buntstiften, die brauch ich nicht zum überleben, aber sie machen das Studium angenehmer für mich. 2 Pullis würden vollkommen ausreichen, aber ich hab lieber 5, weil ich zu faul bin jedes Mal zu waschen, wenn einer dreckig ist. Mein Mitbewohner hat Werkzeug da, und trotzdem hab ich mir nen Hammer und nen Maßstab angeschafft, weil ich nicht jedes Mal fragen will...

Wie weit gehst du? Wie gut kannst du auf materielles verzichten?

Ich hab mal einen Artikel gelesen über Leute, die versuchen so minimalistisch wie möglich zu leben. Da war zum Beispiel eine Frau, die hatte in ihrem Zimmer ein Bett und den Laptop, sonst nichts! Das fand ich total beeindruckend. Seitdem versuch ich so gut es geht zu reduzieren, aber irgendwie geht es nicht ;) Wie viel/wenig besitzt du denn?

Als ich auf Reisen war, hab ich gemerkt, wie sehr ich trotz allem auch materialistisch denke. Ich konnte nur das Allerwichtigste in meinem Rucksack haben. Und trotzdem hätte ich gern so viel mitgenommen, als Andenken für manche Orte. Oder weil da auf dem Markt so schöne Taschen verkauft werden - und dann auch noch so billig... ;)

Vielleicht hat das auch mit unserer Erziehung zu tun. Meine Großeltern sind im Krieg aufgewachsen. Und mein Opa hat zeitlebens alles gehortet, was ging. Ich kenn das auch von anderen Großeltern von meinen Freunden - "Das ist doch noch gut, das kann man noch benutzen". Meine Eltern waren davon noch sehr geprägt und horten selbst auch viel zu viel. Und so bin ich halt auch noch erzogen worden. Gleichzeitig sind wir aber inzwischen in einer Gesellschaft, wo alles sehr billig ist, wo man viel konsumieren soll etc. Octuline hat das ja schon gut beschrieben. Und wenn wir das Alte nicht wegwerfen, und gleichzeitig aber schon das Neue kaufen, tja, dann besitzen wir immer mehr...

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Kommentar von Lebensform
14.03.2016, 19:34

Ich besitze nur das was ich brauche. Ein Smartphone habe ich natürlich aber jedes Jahr ein neues zu kaufen ist totaler Schwachsinn ich habe meins seit 5 Jahren und die neuen können nicht mehr.

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Die Gesellschaft und vor allem die Medien vermitteln dem Menschen, Geld zu haben sei wichtig. Es geht um Kosum, Konsum, Konsum, Konsum, denn dieser Konsum ist gut fürs Geschäft, ergo wird den Menschen durch Medien, Staat und Gesellschaft vermittelt, dass man, um glücklich zu sein, nicht unbedingt viel haben muss, aber trotzdem viel kaufen muss.

Shoppen macht glücklich. Das neue Smartphone macht glücklich, obwohl es dasselbe Betriebssystem hat, wie das Alte. Noch eine Ps4 macht glücklich, obwohl man die Ps3 schon gar nicht benutzt.

Die Menschen sind vileleicht besitzgeil, aber in Wirklichkeit gefällt ihnen, was sie haben nicht wirklich. Bis ein Mensch aber erkennt, dass er auch ohne Geld glücklich sein kann, weil ganz andere Dinge im Leben zählen, muss einiges an Zeit vergehen, denn der Gedanke: "Wenn ich viel kaufe, dann bin ich glücklich", ist viel einfacher, konkreter, und leichter zu befolgen, als: "Glück ist schwierig und steckt in den kleinen Dingen des Lebens"

Kurzum, man selbst redet es sich ein, Geld zu brauchen, und die Medien tun den Rest, denn man selbst muss dafür nicht viel denken und kann Probleme mit dem Glück verdrängen, und der Staat macht profit. Perfektes Prinzip.

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Kommentar von Lebensform
13.03.2016, 15:30

Seit ich vor einigen Jahren angefangen habe nichts mehr zu besitzen bin ich so unglaublich viel glücklicher als je zu vor . Vieleicht denken die menschen das sie im jetzt unglücklich sind und um das zu werden müssen sie viel verienen. Es ist aber umgekehrt

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Hier eine sehr geile Erklärung von Volker Pispers. Die ersten drei Minuten trifft er es auf den Punkt.

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Mich hat ein Auto, Mich hat eine Villa, Mich hat ein Bankkonto, eine Hypothek.

;) Nuja. Amen. Ich schöpfe meine Kraft nicht in diesem Reichtum, weil es nicht funktionieren kann.

Ich berufe mich dabei auf das Symbolische Karten-Haus, das einstürzt :)

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Kommentar von birne25
13.03.2016, 16:25

Und warum hast du das alles dann, wenn du schon weißt, dass 1. das Kartenhaus irgendwann einstürzt und dass 2. das Zeug eh nicht glücklich macht?

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Die Gesellschaft würde mich als Reich bezeichnen

Mit voller Hose ist leicht stinken.

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Kommentar von Lebensform
13.03.2016, 15:25

Ich muss das ja sagen damit der Standpunkt klar ist aus dem ich die Frage stelle denn daraus ergibt sich ja der Sinn für mich.

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Es ist schon so, wie Du sagst. Man muss etwas haben, bevor man sich seiner entledigen kann. Nur wer satt ist, kann vom Abnehmen reden......

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