Frage von VanessaAbby, 65

Was drückt mein Hund mit seiner Körpersprache aus?

Hallo, ich habe einen Hund (Labradorhündin, 2 Jahre alt) aus dem Tierheim und seit ich sie bei mir habe, hat sie schon immer Probleme mit anderen Hunden gehabt, nur leider weiß ich nicht genau, was ihre Körpersprache ausdrückt und wie ich dann entsprechend handeln kann. Bei Hundebegegnungen an der Leine geht ihre Rute hoch, wedelt leicht, das Nackenfell (manchmal auch das ganze Rückenfell) stellt sich auf und sie fixiert den anderen Hund. Bellen tut sie nur bei sehr großen Hunden. Ich weiß, dass das ein Drohverhalten ist, aber was könnten denn die Ursachen sein? Dominanz? Unsicherheit? Und vor allem, wie soll ich da reagieren? Ohne Leine dagegen geht sie einen Bogen um den anderen Hund, was ja gut ist, aber auch da stellt sich ihr Nackenfell und ihre Rute auf. Im Gegensatz zu dem oben beschriebenen Fall ist ihr Kopf allerdings geduckt. Wenn sie dann kurz geschnüffelt hat, kommt sie dann auch sofort mit geducktem Kopf zu mir. Weiß irgendjemand was das bedeutet und wie ich da reagieren soll, damit sich das Verhalten irgendwann ändert? Ob sie vor ihrer Tierheimzeit schlechte Erfahrungen mit Hunden hatte, weiß ich leider nicht. Es wäre echt toll, wenn mir jemand helfen könnte und ein paar Tipps hätte. Bei uns in der Region gibt es nur einen Hundetrainer und ich hab gehört, dass er mit Würgehalsbändern und viel Strafen arbeitet, also wollte ich mir eigentlich keine Hilfe bei ihm holen. Danke fürs lesen und für eure Antworten im Voraus. LG

Antwort
von Simone Wagner, 28

Hallo, wie schon geschrieben, ist so etwas aus der Ferne schwer zu beantworten, wenn man das Tier dabei nicht sieht. Nach deinen Schilderungen zu urteilen würde ich auch sagen, dass deine Hündin aus Unsicherheit so reagiert. Somit würde ich - solange du keine wirkliche Hilfe vor Ort hast - Hundekontakte mit Leine meiden, also auch einen Bogen gehen, wenn möglich. Ohne Leine würde ich nur versuchen, wenn du den anderen Hund und Besitzer kennst, und man weiß, dass es keine Komplikationen geben wird. Entweder hat sie wirklich schlechte Erfahrungen gemacht. Oder, was auch möglich ist, hat sie einfach in ihrem Leben keine fremden Hunde kennen gelernt und weiß gar nicht wirklich, wie sie reagieren soll. Wenn du dich viel um sie kümmerst, ist es auch nicht schlimm, wenn sie im Moment keine anderen Hunde zum Kommunizieren hat. Denke aber, in einer wirklich guten Hundeschule (das sind die, die nicht mit Wattebäuschen werfen, aber eben auch kein Stachelhalsband verwenden) würde man das in den Griff bekommen. Alles Gute!

Kommentar von VanessaAbby ,

Danke für deine Antwort :) Das mit dem Bogen laufen an der Leine mach ich schon und dadurch ist es auch schon etwas besser geworden. Ich werde weiter nach einer guten Hundeschule suchen. Danke!

Antwort
von Flauschy, 24

Ich würde Kontakt an der Leine komplett vermeiden und einen Bogen um andere Hunde gehen.

Ich würde auf Unsicherheit tippen.

Und zu der von dir beschriebenen Hundeschule solltest du natürlich nicht gehen.

Kommentar von VanessaAbby ,

Danke für deine Antwort :)

Antwort
von Turbomann, 29

@ VanessaAbby

Haben dir die Tierheimmitarbeiter nichts über die Vorgeschichte des Hundes erzählen können?

Zu dem von dir beschriebenen Hundetrainer würde ich dir auch abraten.Solche Trainer die nicht ohne Gewalt arbeiten, braucht kein Hund.

Wie sieht es denn mit den Hundeschulen bei euch aus, wie arbeiten die denn?

Dort würde ich mich mal erkundigen. So aus dem Stegreif dir hier aus der Ferne helfen zu wollen ist sehr schwierig. Dazu müsste man dich und den Hund vor Ort beobachten können um zu entscheiden, wo man hier ansetzen müsste.

Warte nochmal andere Antworten ab.

Kommentar von VanessaAbby ,

Danke für die schnelle Antwort. Man weiß leider gar nichts über die Vorgeschichte, weil sie an dem Tierheim einfach heimlich angekettet wurde :( Ich wohne leider in einem Dorf und die nächste Hundeschule ist ziemlich weit weg (Ich habe leider kein Auto), aber ich glaube, dass mir bald nichts anderes übrig bleiben wird. Aber trotzdem danke ;)

Kommentar von Turbomann ,

So eine Schweinerei den Hund einfach dort aussetzen beim Tierheim.

Wie lange war er denn in dem Tierheim? Kannst du dich nicht dort nochmal erkundigen, was du tun kannst? Oder ob dir dort jemand empfehlen kann, der sich mit so einem Hund auskennt?

Ich hoffe doch, du lässt den Hund im Moment nicht alleine.

Antwort
von uwe4830, 8

Du schreibst das dein Hund dieses Verhalten an der Leine zeigt. Dein Hund sieht in Dir den Unsicherheitsfaktor, vielleicht hast Du in der Vergangenheit auf ihn eingeredet, vielleicht auch noch den Hund nach vorne ziehen lassen??? Bei der nächsten Begegnung mit anderen Hunden, gehst Du wortlos an deinem gegenüber vorbei, sollte dein Hund an dir vorbei ziehen wollen, gibts einen Ruck an der Leine, oder einen kleinen stubser in den Rippenbogen, so dass Dein Hund zu Dir schaut. Ohne Leine ist das Verhalten fast normal, Du sagst er geht unsicher auf andere zu, aber ohne Drohgebärde. Ganz einfach erklärt sein Unsicherheitsfaktor hängt nicht an der Leine. Gerade Körperhaltung und ohne Wort- und Blickkontakt an anderen vorbei funktioniert zu 99%.

Gruß Uwe4830

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