Frage von niqabi, 498

Was denkt ihr über den Style dieser Frau?

Antwort
von uyduran, 97

Was denkt ihr über den Style dieser Frau?

1. Aus rein modischer Perspektive: Gar nicht übel. Eine hübsche Frau, gut geschminkt, der Farbkontrast vom schwarzen Gewand und dem beige-grauen Kopfschleier passt. Im Gesamtbild sieht sie somit exotisch aus und wirkt durch ihre Model-Pose selbstbewusst.

2. Aus religiöser Perspektive: Fragwürdig. Der Hijab stellt keine (bedingungslose) religiöse Pflicht dar. Warum? Weil man im Koran keine derartige Forderung findet. Vage Hinweise auf eine solche Regel findet man einzig in den Hadithen. Jedoch handelt es sich dabei um mündliche Überlieferungen von Dritten über den Propheten, die erst hunderte von Jahren nach dessen Tod niedergeschrieben wurden - mit anderen Worten, dass alle Hadithe fehlerlos sind und den Originallaut Mohammeds wiedergeben, ist völlig unmöglich. Historische Befunde weisen hingegen eindeutig darauf hin, dass es sich bei dem Kopftuch um ein soziales Statussymbol gehandelt hat, das zwischen "freien" und "unfreien" Frauen unterscheiden sollte. Frauen von höherem gesellschaftlichen Stand verschleierten sich, Dienerinnen und Sklavinnen war es bei Strafe verboten, sich zu verschleiern. Auch darf man nicht außer Acht lassen, dass der Kleidungsstil von Männern wie Frauen zur damaligen Zeit und in den dortigen Regionen generell ein anderer war - alleine schon aus klimatischen Gründen trug man solche Gewänder und bedeckte sich den Kopf.

3. Aus ethischer Perspektive: Schlecht und falsch. Ich lehne das Kopftuch ab, da mir ganz eindeutig die Moral missfällt, die hinter diesem Kleidungsstück steckt. Männer werden als rein triebgesteuerte Wesen gesehen, die potenziell jede Frau mit offenen Haaren sexuell missbrauchen. Und Frauen werden zum einen einzig auf ihre Sexualität reduziert, zum anderen sind sie es auch noch, die für das Fehlverhalten der Männer büßen müssen, indem sie das Handicap auf sich nehmen, täglich mit irgendeiner Verschleierung herumlaufen zu müssen. Ein solches Menschenbild ist absolut falsch, rückständig und sowohl dem männlichen als auch dem weiblichen Geschlecht diskriminierend gegenüber.

4. Aus rationaler Perspektive: Unsinnig. Im Hintergrund sieht man, dass Schnee liegt. Mit einer solchen Bekleidung ist man ruck zuck durchgefroren und gefährdet seine Gesundheit. Wüstenklima herrscht am Ort, an dem das Foto geknipst wurde, offensichtlich keines, somit macht der Kopfschleier auch nicht wirklich Sinn. Für die Sicherheit dieser Frau (vor sexuellen Übergriffen) macht es keinen Unterschied, ob sie diesen Schleier trägt, eine Mütze, ein Stirnband oder offene Haare. Wie erwähnt sind Männer nicht zwangsläufig triebgesteuerte Wesen und außerdem stellen Kopfhaare, die man täglich überall sieht, kein besonderes Reizobjekt dar. (Das mag vielleicht früher in antiken Kulturen mal der Fall gewesen sein, auf Europa im Jahr 2016 trifft es de facto aber nicht zu.) Es bleibt also wieder an religiösen oder modischen Gründen hängen. Wer einen solchen Dress aus Stylegründen tragen möchte, bitte, nur sollte sich diese Person darüber im Klaren sein, was für ein Menschenbild sie mit einem Kopftuch nach außen demonstriert. Und wir Muslime, naja, wir täten gut daran, die allgemeinverbindliche Interpretation unserer Religion zu hinterfragen sowie die theologischen und politischen Autoritäten, die darauf den entscheidenen Einfluss haben. Wir müssen aufhören, die Vergangenheit zu imitieren und die Schriften als unantastbar zu betrachten, sondern wir brauchen eine historisch-kritische Beleuchtung und eine dem jeweiligen Zeitalter angepasste Deutung. Nur so können die Menschen widerspruchsfrei zwischen moderner Gesellschaft und religiöser Lehre leben. Und nur so kann der Islam einen anerkannten Platz in der (westlichen) Gesellschaft einnehmen, der weitesgehend frei von Parallelgesellschaftsbildung, Salafismus und Islamophobie ist.

Think about it!

LG

Kommentar von LolleFee ,

5. aus individeller Perspektive?

Wenn ein Tuch um den Kopf immer gleich "Frauenunterdrückung, sexualisierte Männer" bedeutet, wenn beim Anblick eines Kopftuchs immer gleich Tradition und Kultur als unpassend in der westlichen Welt bezeichnet wird (als hätte die westliche Welt keine rational überholten Traditionen) und das Entfernen des Kopftuchs fordere, dann nehme ich jemandem seine Selbstbestimmung, die doch in der westlichen Welt so ein hohes Gut ist. Es gibt Menschen, die dauernd Mützen tragen,  die keine Socken tragen, die ... 

Ein Kopftuch ist zunächst einmal eine persönliche Entscheidung - aus persönlichen Gründen. Es steht jedem offen zu denken oder auch zu sagen, dass das für ihn bzw. sie nicht in Frage käme. Aber vielleicht sollte die westliche Gesellschaft ihrerseits das Kopftuch losgelöster von dem einseitig bewerteten Symbol sehen und mehr als persönliche Entscheidung betrachten. Und wenn es aus religiösen Gründen getragen wird - na und? In Deutschland haben die Menschen Religionsfreiheit, und wenn für eine Frau das Kopftuch wichtig ist, so wie sie ihre Religion lebt, dann ist das ihre Entscheidung.

Ein Kopftuch macht noch keine Salafistin und macht noch keine Parallelgesellschaft. Aber offensichtlich macht es islamophob - aber das ist ein Problem "der anderen Seite". Darf man allen Ernstes in der westlichen Welt verlangen, dass jemand das Kopftuch ablegt, weil der andere sich dadurch gestört fühlt? Führte das nicht die so hochgehaltenen "westlichen Werte" ad absurdum?

Was meines Erachtens verlangt werden kann, ist bspw. die "Religionsfreiheit" als Beamter am Arbeitsplatz in einem laizistischen Staat - bedeutet, dass keine religiösen Zeichen mit starker Symbolwirkung offen getragen werden dürfen. Das gilt für einen auffälligen Kreuzanhänger ebenso wie für ein Kopftuch. Diskriminierend finde ich das in dieser Form nicht, weil sich jeder entsprechend sebst entscheiden kann. 

Aber in der Freizeit sollten Menschen das tragen dürfen, was sie wollen. Das Kopftuch als Erregung öffentlichen Ärgernisses wie die Nacktheit in der Öffentlichkeit? Wohl eher nicht.

Parallelgesellschaften und Salafismus entstehen in den Köpfen - und egal, ob da ein Tuch drumgewickelt ist: In die Köpfe kann man nicht hineinsehen. Ich denke nicht, dass diese Probleme durch eine allgemeinverbindliche Antwort auf die Kopftuchfrage aus der Welt geschafft werden können.

Kommentar von uyduran ,

"Wenn ein Tuch um den Kopf immer gleich 'Frauenunterdrückung, sexualisierte Männer' bedeutet"

Habe ich in diesem Wortlaut nicht behauptet. Fakt ist aber, dass ein solcher Hijab, wie er auf dem Foto zu sehen ist, im Regelfall deswegen getragen wird, weil geglaubt wird, es sei im Islam so vorgeschrieben oder es hätte eine Schutzfunktion vor Männern. Im einen wie im anderen Fall basiert das Verstecken des Haupthaares der Frau auf einem unzutreffenden und diskriminierenden Menschenbild.

"wenn beim Anblick eines Kopftuchs immer gleich Tradition und Kultur als unpassend in der westlichen Welt bezeichnet wird (als hätte die westliche Welt keine rational überholten Traditionen)"

Habe ich nirgendwo so gesagt. Ich finde lediglich, dass das Kopftuch, sofern es als ein Kleidungsstück, dass einzig dem Verstecken von den Reizen der Frau dient, betrachtet wird, auf einem Menschenbild fußt, das Widersprüche mit aktuellen (universellen) wissenschaftlichen und ethischen Vorstellungen beinhaltet. Letztere hat "der Westen" übrigens nicht für sich gepachtet.

"und das Entfernen des Kopftuchs fordere, dann nehme ich jemandem seine Selbstbestimmung, die doch in der westlichen Welt so ein hohes Gut ist.
"

Nirgendwo habe ich das Entfernen des Kopftuches gefordert. Insofern stimme ich Dir hier zu: Zur Selbstbestimmung (der Frau) gehört es, sich im Rahmen des Gesetzes so zu kleiden, wie es einem gefällt.

"vielleicht sollte die westliche Gesellschaft ihrerseits das Kopftuch losgelöster von dem einseitig bewerteten Symbol sehen und mehr als persönliche Entscheidung betrachten."

Es würde vieles auf der Welt einfacher machen, wenn Menschen nicht ständig in Schubladen denken würden. Es wäre sogar nahezu phantastisch, wenn wir uns nicht aufgrund unseres Aussehens kategorisieren, sondern uns zuerst kennenlernen und danach beurteilen würden. Gar keine Frage. Nur trifft das erstens leider selten auf die Realität zu und zum zweiten stellt sich die Frage, ob man den Hijab überhaupt getrennt von dem oben erläuterten Menschenbild betrachten kann. Schließlich wird auf Nachfrage eigentlich immer eine Begründung genannt, die mit dieser rückständigen Vorstellung von Mensch und Moral verbunden ist. Ich spreche hier ausschließlich vom Hijab, wie er auf dem Foto abgebildet ist und nicht von irgendwelchen Piraten-Tüchern o.ä.

"Ein Kopftuch macht noch keine Salafistin und macht noch keine Parallelgesellschaft. Aber offensichtlich macht es islamophob - aber das ist ein Problem 'der anderen Seite'."

Das eine geht mit dem anderen einher. Bezüglich der Wertvorstellungen rund um den islamisch begründeten Hijab (welcher nur einen von vielen Streitpunkten darstellt) gibt es erhebliche Differenzen zwischen der deutschen Kerngesellschaft und dem Gesellschaftsteil mit muslimischem Glauben und/oder nahöstlichem Migrationshintergrund. Das führt zu Polarisierungen und Spaltungen, die teilweise auch mutwillig provoziert werden. Und zwar von beiden Seiten. Da gibt es Menschen, die den Hijab prinzipiell verbieten wollen und Kopftuchträgerinnen anfeinden. Ebenso gibt es aber die chauvinistisch-muslimische Haltung, die alles Konservative glorifiziert, "den Westen" hasst und sich absichtlich abgrenzt und verschleiert, nur um dies nach außen zu demonstrieren. Islamophobie und islamischer Neokonservatismus entzünden sich also bei derartigen Streitfragen, wiegeln sich gegenseitig auf und finden ihren Zuwachs bei der schmilzenden Gesellschaftsmitte.

"Parallelgesellschaften und Salafismus entstehen in den Köpfen - und egal, ob da ein Tuch drumgewickelt ist: In die Köpfe kann man nicht hineinsehen."

Leider ist es so einfach nicht. Der Hijab ist mehr als nur ein Stofftuch, so wie, als ganz drastisches Beispiel, die Hakenkreuz-Binde mehr als nur eine Armbinde ist. Auch wenn man den konservativen Islam natürlich nicht auf eine Stufe mit dem Nationalsozialismus stellen kann, weswegen die Hakenkreuzbinde zurecht verboten und der Hijab zurecht erlaubt ist, so stehen die beiden genannten Kleidungsstücke stellvertretend für eine Gesinnung und ein bestimmtes Werteschema und Menschenbild. Dem sollte man sich, wie ich finde, immer bewusst sein. 





















Antwort
von Jogi57L, 50

Da ich schwarze, figurbetonende Sachen prinzipiell mag, gefällt mir das Kleidchen sehr gut.

( eine meiner Schwiegertöchter trägt sowas auch gerne, vor allem, wenn sie zu Dark-Wave Parties geht...)

Den Umhang finde ich praktisch, den kann man bei einem Wind auch mal schnell über den Kopf streifen, damit die Frisur nicht allzusehr "vom 'Winde verweht" wird... oder als Sonnenschutz, wenn es richtig auf den Kopf brennt.

Also zu gewissen Events finde ich den Style gut, aber als Alltags-und Arbeitskleidung eher unpassend.

Antwort
von LolleFee, 106

Ohne Interpretation, ohne "Kultur", "Religion", "Frauenunterdrückung", "Parallelgesellschaft" etc.:

Es steht ihr. Das enge Kleid betont ihre Figur, das lockere Tuch (ich schreibe extra nicht "Schleier") relativiert das strenge Schwarz. Die "Farben" passen gut zueinander und zu ihrem Teint. Sie hat sich Gedanken um ihr Äußeres gemacht, es ist aus modisch-künstlerischer Sicht stimmig.

Und nun doch ein wenig Interpretation ;)) Sie sieht auf dem Foto für mich so aus, als fühlte sie sich wohl in diesem Outfit. Das Tuch darf im Wind wehen, die Figur darf sich abzeichnen. Wenn es einen kulturellen oder religiösen Hintergrund für diesen Style gibt, dann hat die Frau für mich ihren individuellen Platz in ihrer Kultur und/oder Religion gefunden, und Moderne und Tradition schließen sich für sie nicht aus.

Kommentar von LolleFee ,

Deine Frage ist echt interessant, ein entsprechendes Referat ebenso (wenn die Frage nicht doch den eigenen Marktwert testen sollte...). Interessant deshalb, weil es bei den ausführlicheren Antworten eigentlich gar nicht um den Style selbst geht, sondern um die Interpretation dessen,  um den Symbolgehalt, und zwar gerne gleich mit persönlicher (meist Ab-)Wertung.

Kommentar von niqabi ,

Ja genau das fand ich auch sehr interessant :) ! Leute sehen nur Kopftuch und haben Bilder im Kopf und ich danke dir sehr für deine sehr gute Antwort

Ich hatte noch 3 weitere Bilder gepostet aber die wurden leider gelöst auch welchen Gründen auch immer :/ ( ich Erde sie dan erneut Posten ) ich werde dan später zusammen fassen wie die Reaktionen zu den verschiednen Style Richtungen ( die sich sehr ähnlich sind nur eben einmal ohne Kopftuch usw ) reagieren

Antwort
von Noidea333, 215

Kulturen sind doch sehr unterschiedlich. Und jede Kultur hat andere Vorstellung von schöner Kleidung! Unsereiner mag so etwas schrecklich finden. Aber ich persönlich respektiere das und ich finde es by the way nicht so schlecht. Ihr steht das.

Was ich störend finde, dass einige Leute sich komplett schwarz verschleiern und man noch nicht mal die Augen erkennen kann. Aber auch so etwas sollte man respektieren, wo es angebracht ist ... an einigen Orten wäre das wirklich sehr störend, glaube ich.

Aber dein Bild finde ich ok. Wem das gefällt. Warum nicht? :-)

Antwort
von Shany, 196

Wenn sie sich so wohlfühlt ist er doch ok

Kommentar von EySickMyDuck ,

Ich sag ja "Ich kann es mir schwer vorstellen" also nur auf den... wie soll i sagen... Bequemlichkeitsfaktor in manchen Situationen bezogen. Bei gefühlten 60 Grad im Schatten o. so... Eigentlich sinnlos drüber zu diskutieren da ich's ja noch nicht ausprobiert hab. Die Familienmitglieder meiner Kumpels die so gekleidet unterwegs sind sagen z.B. es wär gar nicht schlimm... Egal, auf jeden Fall gibt's nix dagene auszusetzen find ich...

Antwort
von semraamira, 20

selam alaykom liebe schwestern ich habe eine frage

Kommentar von niqabi ,

Wa’alaikum Assalam welche ?

Antwort
von Meatwad, 117

Diese Frau tu mir leid. Sie scheint offensichtlich anzunehmen, daß

1. ein allmächtiges Wesen, welches angeblich ein riesiges Universum geschaffen hat, damit eine unwichtige Affenart existieren kann, nichts Besseres zu tun hat, als akribisch darauf zu achten, daß sich die Weibchen dieser Affenart mit Stoff verhüllen.

2. eine Verhüllung dafür sorgt, daß Männer, die tendenziell chronisch übersexualisiert sind, sich nicht von ihr angezogen fühlen.

3. das Problem dieses sexuell gestörten und Mannes eines ist, welches sie auszubaden hätte.

Antwort
von FusselAmNabel, 178

wenns ihr gefällt und sie es aus überzeugung und nicht aus religiösen gründen trägt ,ist nichts dagegen einzuwenden

Kommentar von LolleFee ,

Das hört sich an, als schlössen sich Religion und Überzeugung aus. 

Antwort
von linda1429, 146

kann man das "Style" nennen?
"religiöse Unterdrückung" passt vllt besser...aber muss ja jeder selber wissen...

Antwort
von EySickMyDuck, 151

Moin...
Islam halt... Kann mir zwar nicht vorstellen das man sich in sowas wohlfühlt aber deshalb finde ich es noch lange nicht verwerflich, schräg o. gar hässlich. Mag für manche etwas ungewohnt sein aber ich finde die Frau auf dem Foto alles in allem doch recht attraktiv. Man könnte sagen die Klamotte steht ihr....

Antwort
von MarkusKapunkt, 135

Ich finde dieses Bild super, weil es wunderbar die Doppelmoral verdeutlicht, die bei vielen Gläubigen (nicht nur Moslems!) immer wieder auftaucht: Die Frau macht, sollte sie eine religiöse Muslimin sein, gleich zwei wirklich sehr fragwürdige Fehler, die weder mit ethischen Moralvorstellungen noch ihrer Religion einhergehen.

Erstens: Nirgends im Koran wird vorgeschrieben, dass eine Frau ein Kopftuch tragen soll. Dieses ist auch kein Symbol des Glaubens, wie immer wieder gesagt wird, denn wo bitte ist dann das Kopftuch der Männer? Nein, Das Kopftuch, oder noch schlimmer eine Burka, sind ganz einfach bloß Symbole kultureller Unterdrückung durch das Patriachat, die meiner Meinung nach verboten werden sollten.

Zweitens: Wer jetzt sagt, sie folgt nur ihrer Religion und das ist ihre Entscheidung, sollte sie sich einmal genauer anschauen und am besten auch einmal den Koran aufschlagen, denn dieses Argument ist bei dieser Frau absolut nicht anwendbar. Im Koran wird zwar sehr wohl ausgedrückt, dass sie ihre Reize bedecken soll, aber das tut sie eben nicht. Körperbetonte Kleidung und ordentlich Schmike im Gesicht sind nicht im Sinne des islamischen Keuschheitsgebots. Also warum die Haare verdecken, wenn sie ansonsten alle ihre Reize offen erahnen lässt?

Also reümiert: Ein ganz klarer FAIL!

Kommentar von niqabi ,

Ich danke dir für deine Antwort aber das war nicht meine  frage

Kommentar von MarkusKapunkt ,

Naja du hast gefragt was ich über den Style denke. Das waren eben meine Gedanken dazu. Wär dir "unpassend, unethisch und voller religiöser Doppelmoral" als Antwort lieber?

Kommentar von niqabi ,

Es geht nicht darum was mir lieber wäre sondern was die Menschen denken , wenn das deine Meinung ist werde ich diese so hin nehmen

Mein Abschluss Thema ist ein Referat über Mode und verschiedne Einflüsse , wie du siehst habe ich noch ein Bild gepostet mit einer ebenfalls schwarz gekleideten Frau nur ohne Kopftuch , mich interessieren die unterschiedlichen Reaktionen  

Kommentar von Chaoist ,

Es ist schon richtig, dass diese Kleidung nicht dem Traditionellen Vorstellungen entspricht, aber ist das nicht toll?

Gerade die Tatsache dass es körperbetont geschnitten ist und dass sie sich schminkt zeigt doch, dass diese Frau sich nicht unterdrücken lässt.

Erstens: Nirgends im Koran wird vorgeschrieben, dass eine Frau ein Kopftuch tragen soll

Das kann ich jetzt auf die Schnelle nicht bestätigen. Dazu kenne ich den Koran zu wenig. Ich weiß aber, dass im Koran ( ganz im Gegensatz zu Bibel ) nicht alles enthalten ist. Dazu gibt es eben auch noch die Sunna und die Geschichte der Propheten vor Mohammed.

Ich denke der Ursprung des Kopftuches ist weit vor dem Islam zu suchen. Auch weit vor der Bibel. Im Übrigen müssen laut Bibel auch Christinnen ein Kopftuch tragen wenn sie beten.

Zurück zum eigentlichen.
Ich sehe hier keine Doppelmoral, sondern eine moderne und vermutlich freie Muslimin.

Kommentar von earnest ,

Ich kenne den Koran recht gut und kann dir bestätigen: Da steht nirgends ein Kopftuchgebot. 

Aber wie kommst du auf die seltsame Idee, Christinnen müssten beim Beten ein Kopftuch tragen?

Kommentar von MarkusKapunkt ,

Mit dem Kopftuch als modischem Acessoire? Sorry, aber da ist dein Blick wirklich etwas naiv. Natürlich gibt es kleidsame und schicke Kopftücher, und von mir aus kann auch jeder das tragen, was ihm gefällt. Aber bitte, über die Symbolik muss man sich schon im klaren sein und sich die Frage stellen, ob die Kleidung angemessen ist. Und das finde ich eben nicht, dass sie es ist. Ich gehe ja auch nicht in Badehose und Flip Flops zum Bewerbungsgesrpräch oder einer Beerdigung.

Kommentar von niqabi ,

Korinther Kapitel 11, Vers 5-6:

5. Trägt dagegen eine Frau keine Kopfbedeckung, wenn sie im Gottesdienst betet oder im Auftrag Gottes spricht, dann entehrt sie ihren Mann. Das wäre genauso, als wenn sie wie eine Dirne kahlgeschoren herumliefe.

6. Will eine Frau ihren Kopf nicht bedecken, kann sie sich auch gleich die Haare abschneiden lassen. Aber weil es jede Frau entehrt, wenn ihr das Haar kurzgeschnitten oder der Kopf kahlgeschoren ist, soll sie ihren Kopf bedecken.

Kommentar von earnest ,

Ach komm, den ollen Paulus, diesen notorischen Frauenfeind, nimmt doch niemand hier mehr wirklich ernst.

Mehr Macho als in der hier geäußerten Privatmeinung geht doch gar nicht ... Da lachen doch die Hühner.

Kommentar von Chaoist ,

Dieser Paulus ( aka. Saulus ) ist quasi der Begründer des röm. kath. Glaubens. Seine Briefe nehmen einen erheblichen Teil der Bibel ein. Ich fürchte, dass noch erstaunlich viele auf ihn hören.

Kommentar von earnest ,

Der mag mit solchen Texten zwar noch manchen Macho hinterm Ofen hervorlocken, aber, mal ehrlich: Der Text ist aus heutiger Sicht doch eher Realsatire. 

Selbst die katholische Kirche (wenn man sie denn zusammenfassend überhaupt so bezeichnen kann) hat ein etwas moderneres Frauenbild als der olle Paulus.

Kommentar von Klaraaha ,

Den Brief hat er an die ersten christlichen Gemeinden in Korinth geschrieben. Wie die Damen damals vor 2000 Jahren in Griechenland ausgesehen haben, kann man an alten antiken Statuen erkennen. Der muß einen Kulturschock bei soviel Busenfreiheit bekommen haben. Grins. Das war er von seinen einheimischen  jüdischen Damen nicht gewohnt. Von Kopftuch war aber keine Rede und auch nicht vom tragen einer Kopfbedeckung außerhalb der Kirche, bzw. dem Gottesdienst der damaligen Christen. Es sind eher die orthodoxen Richtungen, deren Frauen auch heute noch oft in den Kirchen Kopfbedeckungen tragen.

Kommentar von Jogi57L ,

.. also die paar mir bekannten ZJ nehmen das wohl ziemlich ernst, mit der Kopfbedeckung im Gottesdienst.

Allerdings ist mir nichts von einem Kopftuch bekannt.

eine Zeugin sagte mir:

"Es genügt ein Zeichen, als Kopfbedeckung, das kann eine größere Haarspange sein, ein Hütchen, oder ein Tuch, mit dem man die Haare bindet"

Antwort
von Amitl, 27

Finde diese Frage hier bei Bilder und Bildbearbeitung vor und meine, das past nicht. Klärt eure ideologischen Aggressionen bitte woanders.

Antwort
von halloschnuggi, 81

Ich finde diesen style voll cool. :-)

Antwort
von realsausi2, 112

Nun, vielleicht ist sie in Trauer.

Ansonsten ist so ein trauriges Gewand eher unangenehm.

Antwort
von MellaAmbrose, 167

Ich Persönlich finde das Schrecklich

Antwort
von Batonfirat, 98

Finde ich schön!

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