Frage von Andretta, 123

Was denkt Ihr darüber, dass via EU nun die Möglichkeit naturheilkundlicher Behandlungen für Tiere angegriffen werden soll?

www.renegraeber.de/blog/

Denkt Ihr, es ist richtig, die Petition beim Bundestag dagegen zu zeichnen?

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo Andretta,

Schau mal bitte hier:
Tiere Haustiere

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von ASmellOfRoses, 75

Zunächst mal tausend Dank für diesen Link, der mich auf die Seite von Rene Graeber brachte - kenne zwar bereits so einige vermeintliche "Quertreiber", die den Lobbies die profitable "Suppe" versalzen, aber der ist auch echt gut und wichtig...:)

Zu diesem Vorhaben: Hier zeigt sich wieder einmal einer der üblen Auswüchse der Tierprofitlobby, wenn es ums Geld geht - da ist leider jedes Mittel recht...

Alles, was Mensch und Tier hilft - von der Natur hervorgebracht und nicht vom Labor - wird mit aller Macht (und die ist noch sehr groß) bekämpft und schlechtgeredet (Werbung und Medien leisten ihr Übriges dazu)...

Was das Wohl und Wehe der Menschen angeht, gilt das Gleiche...

Die Pharmalobby ist ein Teil des "Systems" der Ausbeutung und ich finde extrem wichtig, dass Menschen wachgerüttelt werden und zu mündigen und verantwortungsbewussten Individuen werden, anstatt kritiklos mit der Herde zu laufen.

Bitte unbedingt unterzeichnen...!

Danke nochmal...:)


Kommentar von Andretta ,

Danke Roses! 

Ich bin über den Blog bequem zur Petition gelangt und habe auch gleich unterzeichnet. Das war ganz einfach. ☺

Hoffen wir, der Rest gestaltet sich auch so leicht!

Kommentar von ASmellOfRoses ,

Gern geschehen - und ja, ich glaube, dass das Bewusstsein der Menschen immer mehr zunimmt und dass der ins Rollen gekommene Stein nicht mehr aufzuhalten ist...

Dazu fällt mir ein chinesisches Sprichwort ein: 

"Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen..."

Lasst uns Windmühlen bauen ! :)

Antwort
von voayager, 8

die EU und ihre Konzerne sollen sich da mal raushalten, überall müssen die dazwischen funken.

Antwort
von Bernerbaer, 84

Ja!

Es mag ja ursprünglich ein gutes Ziel (Antibiotikaresitenz) dahinter stecken  aber durch die Überregulierungswut und gezielte Lobbyarbeit wird der eigentliche Sinn vollends verfehlt und es dient nur zur Bereicherung einzelner Sparten (Pharmaindsutrie).

Die Folgen dieser Verordnung wären nicht nur extreme Einschränkungen bei alternativen Behandlungsmethoden sondern auch, mit Sicherheit, eine starke Kostenexplosion bestehender und etablierter Mittel.

Weiterhin: Wie soll denn der ganze Zulassungsprozess aussehen? Werden dann alle Mittel (von neuem) in Tierversuchen getestet?

Viel Lesestoff bekommst du hier: http://www.bmel.de/DE/Tier/Tiergesundheit/Tierarzneimittel/_texte/Tierarzneimitt...

Kommentar von MalNachgedacht ,

Weiterhin: Wie soll denn der ganze Zulassungsprozess aussehen? 

Wie bei "konventionellen" Arzneimitteln auch - durch Nachweis der Wirksamkeit und Sicherheit...

Werden dann alle Mittel (von neuem) in Tierversuchen getestet?

Wieso von neuem? - das Problem ist ja dass diese Mittel bislang gar nicht auf Wirksamkeit und Sicherheit getestet sind....

Kommentar von Andretta ,

@Malnachgedacht:

Es geht vor allem um Mittel, die in der Humanmedizin schon längst zugelassen sind. Indem man nun feststellten möchte, dass Menschen eben Menschen und Tiere eben Tiere seien, will man erreichen, dass die bereits zugelassenen Mittel ein erneutes Zulassungsverfahren für die Anwendung in der Veterinärmedizin durchlaufen. 

Dass sich doch aufwändige und teure Verfahren i.d.R. nur die großen Konzerne leisten können, liegt klar auf der Hand. 

Letztendlich lässt der ganze Coup vermuten, dass es einmal mehr lediglich um Verschiebung und Festigung von Marktmacht geht. 

Kommentar von MalNachgedacht ,

Es geht vor allem um Mittel, die in der Humanmedizin schon längst zugelassen sind.

Du meinst wohl hauptsächlich Mittel, die in der Humanmedizin registriert wurden - wie einige "traditionelle" pflanzliche Mittel sowie die per Ausnahmeregelung registrierten homöopathischen und anthroposophischen Mittel.

Für diese Mittel gibt es auch für Menschen keinen Wirksamkeitsnachweis - und der fehlende Wirksamkeitsnachweis beim Menschen ist kein Ersatz für ein Wirksamkeitsnachweis beim Tier.

Mal ganz davon abgesehen, dass ein Mittel das beim Menschen bei einer gewissen Krankheit hilft deswegen noch lange nicht bei Pferd oder Hund funktionieren muss

Die Mittel für die die Wirksamkeit beim Menschen nachgewiesen ist werden ja von der bösen Pharmaindustrie hergestellt. Warum soll die nun die gleichen Mittel für Tiere verkaufen dürfen ohne belegen zu müssen, dass sie bei der jeweiligen Tierart auch wirken und sicher sind?

Indem man nun feststellten möchte, dass Menschen eben Menschen und Tiere eben Tiere seien, will man erreichen, dass die bereits zugelassenen Mittel ein erneutes Zulassungsverfahren für die Anwendung in der Veterinärmedizin durchlaufen. 

Und das ist auch gut so -..denn zwischen den vielen Tierarten (zu denen dann sozusagen auch der Mensch gehört) gibt es zwar teils gro0e Ähnlichkeiten aber eben auch teils große Unterschiede....

Kommentar von Andretta ,

Danke für den tollen Beitrag und Link! 

Was mir neben Tierschutz und Tierversuch in den geplanten "neuen" Zulassungsverfahren, auch zu denken gibt, ist, dass die kleineren Hersteller solch aufwändige Verfahren kaum finanzieren könnten. Es gäbe dann also eine noch größere Marktmacht für die großen Konzerne, während die kleineren Betriebe dicht machen müssten. 

Und was sich mir so gar nicht erschließen will, ist der Zusammenhang von der an sich guten Bekämpfung der immer mehr werdenden Antibiotikaresistenzen und der Verabreichung von naturheilkundlichen oder homöopathischen Mitteln. 

Ich kann mich des Verdachtes nicht erwehren, dass der Antibiotikacoup hier nur als billiger Deckmantel für eine gezielte Pharmalobbyarbeit missbraucht wird. 

Das Unterzeichnen der Petition war via Blog ganz leicht. 

Hoffen wir nun, dass ihn genügend Leute zeichnen. 

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