Was denken Kirchen/ Gläubige eig. über Atheisten?

... komplette Frage anzeigen

12 Antworten

Ich war bis vor 8 Jahren noch kein Christ. Eher Atheist, aber im Grunde gar nichts. Daher kenne ich beide Seiten. Allerdings vom Atheismus eben nur die gemäßigte "Leben und Leben lassen"-Variante.

Als Christ mit biblischem Missionsauftrag würde ich mich natürlich darüber freuen, wenn Leute zu Jesus finden. Oft sehe ich, wie sich die Leute quälen und an ihren weltlichen Idealvorstellungen abarbeiten, dann vielleicht scheitern und dann... ja, wohin dann mit der Enttäuschung?

Ich wünschte einfach jedem, dass er erkennen würde, wie schön, erfüllend und auch einfach der Glaube sein kann.

Im Alltag zeigt sich das aber fast gar nicht. Ich habe mit vielen Kollegen zu tun. Einige sind Christen, einige sind Atheisten und die meisten so wie ich früher... ignorant klingt so negativ... indifferent vielleicht. Auskommen tu ich mit den meisten Menschen eigentlich ganz gut.

Was ich nur überhaupt nicht leiden kann, das sind extreme Vertreter ihrer Art. Also diejenigen, die sich über Gläubige und den Glauben lustig machen.

Nicht dass ich denken würde, dass Beleidigungen Gott was ausmachen, aber ich bevorzuge einfach einen angenehmen Umgangston.

Also kurz und knapp zusammengefasst: Spaß kann man mit allen Menschen haben und A-Löcher gibt es in allen Fraktionen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von HumanistHeart
10.06.2016, 13:38
Allerdings vom Atheismus eben nur die gemäßigte "Leben und Leben lassen"-Variante.

Es gibt keine Varianten im Atheismus. 
Wenn Du an keine Götter glaubst, bist Du Atheist, sonst nicht. Das war es. Mehr ist nicht dahinter.

Evtl meinst Du Antitheisten.

0

Bevor ich jemand nicht persönlich kennengelernt habe, denke ich einmal gar nichts über jemanden. 

Ich habe tolle Atheisten kennen gelernt. Grundsätzlich finde ich es schade, wenn jemand nicht an Gott glauben kann. 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von HumanistHeart
10.06.2016, 13:41

"Kann"?

Das hat nicht "können" nichts zu tun. Klar kann ich an Gott glauben. Ich bin nur nicht von den Behauptungen überzeugt, dass es ihn gäbe, da alle widersprüchlich, unlogisch und unschlüssig daherkommen.

Leg mir einer nen anständigen Grund dafür auf den Tisch an Gott zu glauben und ich bin sofort dabei. 

0
Kommentar von Eselspur
10.06.2016, 23:28

ich geb's zu....: ich hab nicht das Argument, das dich umhaut. Allerdings: es ist - wie du sagst SO oder ANDERS - ich brauch dir das Argument nicht zu liefern, wir müssen selber entscheiden... .. God bless!

0

Im Christentum ist die Nächstenliebe sehr wichtig. Natürlich wäre es schön, wenn Sie an Gott glauben würden. Wenn Sie einige Gründe/Argumente wissen wollen, um an Gott zu glauben, dann können Sie mich auch fragen.

Wie gehen Sie denn mit gläubigen Menschen um? Ist es Ihnen egal, ob Sie gläubig sind, oder machen Sie sich über die Religion und die Kirche lustig?

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Die meisten Gläubigen sind zwar vom Atheismus persönlich nicht sonderlich begeistert, aber ich habe nie mitbekommen, dass jemand von Gläubigen gemobbt oder ausgegrenzt wurde, weil er Atheist ist.

Papst Franziskus hat auch relativ vor kurzem gesagt, dass Atheisten auch gute Menschen sind und man nur anhand der religiösen Orientierung, oder der Abwesenheit davon, einen Menschen nicht einfach pauschal als schlecht einschätzen kann.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ich denke über dich eigentlich gar nichts, weil ich dich nicht kenne. Ich würde mir auch nicht wünschen, dass du meiner Religion beitrittst. Aber nicht, weil ich dich nicht kenne oder schätze, sondern weil ich ganz fest daran glaube, dass jeder Mensch frei entscheiden darf, woran er glaubt und woran auch nicht.

Es kommt im Leben nicht darauf an, woran du glaubst, sondern was für Werte und Ideale du hast. Du kannst ein noch so frommer Mensch sein, das macht dich aber noch lange nicht zu einem guten Menschen. 

Die frommsten Menschen machen nämlich sehr oft anderen Menschen das Leben schwer. Sie denken, sie seien etwas besseres. Sie denken, ihr Glaube gibt ihnen das Recht, über andere zu urteilen. Und sie drohen gerne mit Hölle und Verdammnis, wenn man nicht ihrer Meinung ist - alles kein Zeichen von Charakterstärke. Da ist mir ein Atheist, der meinen Glauben aber akzeptiert und mich dafür nicht verurteilt, bei weitem lieber.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von danhof
08.06.2016, 07:58

Du bist doch Christ, oder?

Es kommt im Leben nicht darauf an, woran du glaubst, sondern was für Werte und Ideale du hast. Du kannst ein noch so frommer Mensch sein, das macht dich aber noch lange nicht zu einem guten Menschen. 

In der Bibel heißt es aber nicht primär, dass man ein guter Mensch sein soll, sondern dass man an Jesus Christus als seinen Erlöser glauben soll.

"Niemand kommt zum Vater denn durch mich". Das heißt, dass Jesus der Schlüssel ist, nicht lieb und nett zu allen zu sein.

Was natürlich nicht im Umkehrschluss heißt, dass man ein A-Loch in dieser Welt sein soll.

Und als Christ habe ich zumindest das Bedürfnis, anderen meinen Glauben und die Bibel näher zu bringen - natürlich auch hier wieder mit Bedacht.

0

Also als ich das mal einem sagte das ich Atheistin bin und das ich nur an mich meine Freunde und meine Familie glaube! Hat er mich gleich als den Teufel bezeichnet, und da kamen noch mehr Beleidigungen! 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von xXxNameless
07.06.2016, 18:59

Lol. xD

0

Ich bin Buddhist und für mich ist ein Atheist grundsätzlich genau so ein normaler Mensch wie ein Jude, Christ, Muslim, FSM-Jünger, oder wer auch immer.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Grüß Dich xXxNameless!

Es ist klar, das Gläubige im Sinne von Christen, Juden und Moslems an einen Gott glauben. Dort liegt das Heil und der Sinn in deren Leben. In Demokratien haben sie sich damit abzufinden, das es ihr Glauben ist und nicht der von anderen. Aber suspekt sind ihnen die Atheisten allemal. Zumindest in der öffentlichen Diskussion und in der Konfrontation in Talkshows ist immer wieder dennoch wahrzunehmen, das Atheisten als Relativierer, als gottlose arme Würmer angesehen werden.

Die berechtigte Kritik der Atheisten am herkömmlichen Glauben wird öffentlich als Angriff gewertet und nicht als kritische Hinterfragung, die aber dringend notwendig wäre. Denn diese Religionen haben bedeutsamen Einfluss auf die Gesellschaft und das öffentliche Leben. Dabei tritt der merkwürdige Umstand auf, das Atheisten viel besser über deren Glauben Bescheid wissen, als umgekehrt. Sie decken die Widersprüche auf und prangern den unzulässigen Einfluss an.

Das gefällt natürlich nicht. Der schlimmste Vorwurf, Atheisten seien selbst Fundamentalisten ist beliebt, weil es die Selbstreflexion verdrängen soll und man von eigenen inhaltlichen Ungereimtheiten ablenken will. Ein immer wieder auftretendes Muster, das übrigens auch politische Populisten an den Tag legen. Da liegt eine geistige Verwandtschaft nahe.

Atheisten sind aber durchaus nicht areligiös, sie glauben nur nicht an deren Gott. Und es werden immer mehr. Es gibt durchaus auch solche, die jegliche Transzendenz ablehnen, aber sie sind die Minderheit.

Herzlichen Gruß

Rüdiger

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ernst zu nehmende Atheisten sind alle Agnostiker. Gläubige wollen oft solche Agnostiker bekehren. Sie reden dann immer von Glaubensgewissheit. Aber darin liegt gerade die Crux: Glaubensgewissheit ist eben keine Gewissheit, deshalb gibt es ja die Agnostiker. So werden beide, der Gläubige und der Agnostiker, wohl niemals zusammenkommen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von HumanistHeart
10.06.2016, 13:36

Du kannst als Gläubiger genauso Agnostiker sein wie als Atheist.
Kein Widerspruch.

Recht geb ich Dir, dass ich niemanden ernst nehmen kann, der sich selbst nicht als Agnostiker begreift. Egal in welchem Lager.

1

Schade dass du nicht an Gott glaubst.Aber das wars schon sonst bist du ein normaler Mensch

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Maybewrong
07.06.2016, 19:14

Mals so als Frage Wieso findest du es schade, wenn jemand nicht an einen 'Gott' glaubt?

0
Kommentar von schweizerr
07.06.2016, 19:17

Weil ich es schön finden würde wenn es mehr gläubige Christen geben würde,aber zwingen kann man niemanden .

0

Ganz grob ausgedrückt in etwa dasselbe wie das, was Atheisten über Gläubige denken.

Das sie auf der falschen Seite der Medaille kleben.

;)

warehouse14

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von HumanistHeart
10.06.2016, 13:44

Atheismus und Theismus sind nicht zwei Seiten einer Medaille.

0

Jeder sollte jedem gegenüber tolerant sein und den Andersdenkenden  Respekt entgegenbringen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von HumanistHeart
10.06.2016, 13:43

Nicht immer. Hängt von der jeweiligen Position ab. Nicht jede Geisteshaltung ist zu respektieren.

0