Frage von Lamou, 74

Was denken Eltern, wenn das Kind auszieht?

Ich muss einen Monolog vorspielen, mit zwei verschiedenen Gefühlsmustern und hab gedacht, dass sich die oben genannte Situation ganz gut machen könnte. Demnach ist die frage, was Eltern denken, wenn das Kind oder die Kinder ausziehen, vorallem auf die "Gefühle" Freude und Trauer bezogen. Danke schonmal :)

Antwort
von Rockige, 22

"Eben erst" habe ich mein Baby auf die Welt gebracht, es gewickelt und das Fläschchen gegeben, in den Kindergarten gebracht, am Schultor gestanden und geheult, Ängste ausgestanden als X das erste Mal alleine mit meinem Auto unterwegs war.... und nun zieht X weg von mir.
Jedes bisschen Loslassen tat mir so weh, mit jedem weiteren Schritt fühlte ich mich nutzloser. Jetzt braucht mich mein "Baby" wirklich nicht mehr...

Was mache ich jetzt mit meiner Freizeit? Wie wird nur die erste Zeit ganz alleine daheim? Es fühlt sich so leer an im Haus, noch immer warte ich abends auf das Geräusch des Schlüssels im Schloss, diese verdächtig leisen Schritte wenn es weit nach der eigentlich verabredeten Uhrzeit war. Jetzt stolpere ich endlich nicht mehr über achtlos liegengelassene Schuhe, Jacken und Taschen. Doch irgendwie fehlt es mir ein wenig.

Ob mein Kind auch genug zu Essen im Kühlschrank und Vorratsschrank hat? Ob die Zeitung täglich reingeholt wird, die Post regelmäßig geöffnet wird? X war doch schon als Kind immer so schlampig, das hat sich doch sicher noch nicht ganz ausgewachsen. Ich glaube ich rufe mal an, einfach so... Oder noch besser wäre wenn ich einfach mal spontan "zufällig in der Nähe" bin. Auf einen Kaffee werde ich sicher reingelassen. Wo ist denn nur der große Einkaufskorb geblieben? Passt dort alles rein an Notverpflegung und Ersatztoilettenpapier? Das muss ich mal ausprobieren.... Oh und einen Geldschein muss ich einstecken, für Notfälle oder eine Tankfüllung. Aber nicht das davon Zigaretten bezahlt werden! Oh Gott, Zigaretten... hoffentlich stinkt es dort nicht danach. Was sollen nur die neuen Nachbarn denken? Nicht das sich noch jemand beim Hauseigentümer über X beschwert. Außerdem haben der Papa und ich uns sooooo viel Mühe beim Renovieren gegeben, der Qualm sifft doch nur wieder alles voll! Ach, ich packe vorsichtshalber das Ersatzraumspray ein das ich neulich erst "zufällig" doppelt einkaufte.

Ich hab jetzt mal meine Gedanken und das damalige Verhalten meiner Mutter zusammengepackt :D

Antwort
von Reanne, 26

Wenn das erwachsene Kind ein Stressfaktor ist, sih an keine Regeln hält, werden ie Eltern erleichtert sein, endlich Ruhe. Die Sorge bleibt aber doch erhalten, wie wird es sich zurecht finden, kann es mit Geld umgehen, die Wohnung sauber halten, die Wäsche waschen? Also geht Mama zumindest ab zu mal gucken und fällt dem Kind damit auf den Wecker: das musst Du so machen, jenes geht gar nicht usw.  Ist ein gutes Kind ausgezogen, sind vor allem die Mütter nahezu untröstlich, etwas verloren zu haben, es dauert lange, bis sie auch die guten Seiten der räumlichen Trennung erkennen und akzeptieren: ihr Kind ist nun selbständig geworden und kommt gut mit dieser Situation zurecht.

Antwort
von Sunshinee2105, 37

Einerseits sind sie traurig, da ein Teil ihrer Lebensaufgabe wegfällt und sie ihr Kind vermissen werden. Andererseits ist es auch eine Entlastung (vorallem für die Nerven) und sie freuen sich vielleicht darauf mal wieder mehr Zeit für sich zu haben.

Antwort
von Sabsi69, 23

Sachen die man halt den Kindern mit auf den Weg gibt. Geh abends nicht allein weg, pass auf dich auf. Unterschreib nicht leichtfertig irgendwelche Sachen, schlaf genug, lass dich nicht mit den falschen leuten ein, melde dich 

 Meinst du so in der Richtung 

Kommentar von Lamou ,

Naja eher so was sie darüber freut und was sie traurig daran finden. Aber trotzdem danke

Antwort
von hutten52, 19

Das kann schmerzen. Die Eltern müssen eine neue Rolle finden. Das Verhältnis zum selbständigen Kind muss neu definiert werden. Helikoptereltern haben's schwer.

Andererseits: Freude zusammen mit dem Kind: Wir haben es zusammen bis zum Moment des "Abflugs" geschafft.

Antwort
von Goodnight, 3

Wir haben uns gefreut, sind mit den Kindern durch IKEA und andere Möbelhäuser gezogen.

Ein Kind in die Selbständigkeit zu entlassen ist etwas wunderbares. 

Alles zu seiner Zeit, wir waren junge und sehr engagierte Eltern, für uns war der Auszug der Kinder nicht das Ende des eigenen Lebens und wir hatten nie das Gefühl etwas an unseren Kindern verpasst zu haben. 

Kinder werden ja nicht von einem Tag auf den anderen flügge. Sie bleiben einem ja verbunden, auch wenn sie nicht mehr im gleichen Haus leben.

Zuweilen waren sie etwas verwirrt, dass wir nicht so wie andere Eltern geklammert haben. 

Auch für die Eltern beginnt eine unbeschwerte Zeit mit viel Freiraum, das ist schön :-)

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