Frage von 123EinsZweiDrei, 55

Was darf man mit der Drohne alles machen?

Ich habe mich nun entgültig für die "Dji Phantom 3 Advanced" entschieden und sie bereits bestellt :D (JUHUUUUUUUUUUUUUUUU)... Jetzt würde mich aber interessieren, wo ich fliegen darf, wann ich fliegen darf und den ganzen Rest an Verboten/Erlaubnissen.

Hier ein paar Beispiele, die mich interessieren würden:

  1. Darf man in Naturschutzgebieten bzw. UNESCO Weltkulturerben bzw. in der Natur fliegen? (Poller wiesen, Dünen, Berge, usw.)
  2. Wie weit darf man in Städten fliegen? (Parks, Parkplätze, usw.)
  3. Ist es erlaubt, über einer Wohnsiedlungen/Stadtvierteln zu fliegen?

Wenn möglich mit Links zu Webseiten antworten, die das genau beschreiben! Noch besser wären Links zu Gesetzestexten, die das wiedergeben.

Vielen, Vielen, Vielen Dank im Voraus,

Euer 123EinsZweiDrei

Antwort
von Deadly151, 28

Hallo,

Vorschriften, Genehmigungen für die Nutzung von Drohnen und Multicoptern

Wer darf eine Drohne oder einen Multicopter / Quadrocopter
fliegen? Und wo? Welche Genehmigungen sind nötig, welche Gesetze und
Richtlinien/Regeln sowie Verbote und Einschränkungen gibt es?

(Die hier gelisteten Informationen
beziehen sich hauptsächlich auf den Luftraum in Deutschland – in anderen
Ländern wie Österreich oder Schweiz gelten gesonderte Gesetze und
Bestimmungen)

Haftpflichtversicherung

Eine wichtige Voraussetzung: prinzipiell ist das Fliegen mit so
genannten UAVs (Unmanned Areal Vehicle) erst einmal
versicherungspflichtig. Egal ob dies zu reinen Hobbyzwecken oder aus
gewerblichen Ambitionen heraus geschieht. Eine Haftpflichtversicherung
ist Pflicht. Was viele nicht wissen: die private Haftpflichtversicherung
deckt dies in der Regel nicht ab! Es muss also eine Zusatzversicherung
abgeschlossen werden. Wir haben dafür einen Drohnen und Multicopter Haftpflichtversicherungsvergleich zusammengestellt.

Gesetzliches Mindestalter

Ein gesetzliches Mindestalter gibt es unseres Wissens nach nicht –
dies wird aber in der Regel durch die notwendigen Versicherungen bzw.
Versicherungsgesellschaften vorgegeben.

Wo darf man fliegen und wie hoch darf man fliegen?

Auch dies wird teilweise durch die jeweils abgeschlossenen
Versicherungen begrenzt. Versicherungen über Modellflugverbände z.B.
erlauben oft nur das Fliegen auf eigenen oder fremden Modellflugplätzen.
Andere Versicherungen hingegen erlauben auch das „freie oder wilde
Fliegen“ – also an beliebigen Orten, solange es den gesetzlichen
Bestimmungen entspricht.

Die gesetzlichen Bestimmungen legen fest:

ohne Sondergenehmigung darf nur im unkontrollierten Luftraum (G = Golf) geflogen werden

der unkontrollierte Luftraum endet in einer Höhe von 762 Metern (2500 ft) über den Boden

unter bestimmten Umständen wird diese Höhe des unkontrollierten

Flugraums noch weiter eingeschränkt. Z.B. in der Nähe von Kontrollzonen

(D = Delta). Dies sind in der Regel Flugplätze. Hier ist die Höhe im

Vorfeld bereits schrittweise auf 518,15 Meter (1700 ft) und 304,8 Meter

(1000ft) reduziert und der unkontrollierte Flugraum endet sogar gänzlich

dort, wo die Kontrollzone (Luftraum Delta) beginnt.

Die genauen Bestimmungen und Lufträume sind auf den ICAO-Karten
(Luftfahrkarten) hinterlegt. Es ist die Pflicht jedes „Piloten“, sich
für sein Fluggebiet dort die entsprechenden Informationen einzuholen. [Details]

Neu ist ab dem 1. Juni 2015 die Regelung im Umkreis der 16
internationalen deutschen Verkehrsflughäfen. Hier schützt eine
sogenannte Kontrollzone individueller Lage und Ausdehnung den an- und
abfliegenden Verkehr des Flughafens. Innerhalb eines Abstandes von 1,5
km vom Flughafenzaun ist die Nutzung von Flugmodellen und unbemannten
Flugsystemen (Drohnen) grundsätzlich ganz verboten. Außerhalb des 1,5
km-Abstandes benötigt jedes Luftfahrzeug, das in die Kontrollzone
einfliegt, eine Freigabe der Flugsicherung. Dies gilt auch für kleine
Flugmodelle und unbemannte Luftfahrzeuge. Die Freigabe für Flüge von
Flugmodellen bis 5 Kilo Gesamtgewicht und einer Höhe von höchstens 30
Metern über Grund gilt mit der neuen Regelung pauschal als erteilt. Für
unbemannte Luftfahrzeuge bis 25 Kilo Gesamtgewicht gilt dies bis zu 50
Meter Flughöhe.

Für beide Gruppen sind bei der Nutzung noch weitere wichtige Grundregeln zu beachten:

Der Flugbetrieb darf nur in direkter Sichtweite des Steuerers
stattfinden. Ferngläser, On-Board Kameras, Nachtsichtgeräte oder
ähnliche technische Hilfsmittel fallen nicht unter den Begriff der
direkten Sichtweite. Der Luftraum ist während des Fluges, insbesondere
im Hinblick auf anderen Verkehr, ständig vom Steuerer oder einer zweiten
Person, die mit dem Steuerer in Kontakt steht, zu beobachten. Bemanntem
Flugverkehr ist stets auszuweichen. Über Menschenmengen, militärischen
Objekten, Kraftwerken und Krankenhäusern darf grundsätzlich nicht
geflogen werden. Gerät ein Flugmodell oder ein unbemanntes Luftfahrzeug
außer Kontrolle, ist dies unverzüglich der Flugsicherung zu melden.

 

Genehmigungen und gesetzliche Bestimmungen für den Flug

Welche Genehmigungen werden benötigt? Fliegt man rein privat und als
Hobby, sind in der Regel keine Genehmigungen erforderlich bis zu einem
Aufstiegsgewicht / einer Gesamtmasse von maximal 5kg. Für das
gewerbliche Fliegen hingegen ist eine Aufstiegsgenehmigung
immer Pflicht, die vom Luftfahrtbundesamt des jeweiligen Bundeslandes
vergeben wird. Diese muss also je Bundesland und je Flugeinsatz einzeln
beantragt werden und ist theoretisch bis zu einem Abfluggewicht von 25kg
gültig. Vereinfachte gewerblichen Aufstiegsgenehmigungen bis zu 5kg
Abfluggewicht jedoch können pauschal beantragt werden, reichen jeweils
für 2 Jahre und setzen natürlich ebenfalls eine Haftpflichtversicherung
voraus. Achtung: gewerbliches Fliegen beginnt schon dort, wo z.B. eine
Veranstaltung mit Luftaufnahmen oder Videos dokumentiert werden soll
oder Fotos zu gewerblichen Zwecken geschossen werden.

Die einfache / vereinfachte pauschale gewerbliche
Aufstiegsgenehmigungen hat in der Regel noch verschiedene weitere
Einschränkungen wie z.B.:

Gesamtmasse bis 5kg

maximale Flughöhe über Grund (AGL) von 100m

Verbot des Betriebes des unbemannten Luftfahrsystems über

Menschenansammlungen, Unglücksorten, Katastrophengebieten oder anderen

Einsatzorten von Polizei oder anderen Behörden und Organisationen mit

sicherheitsrelevanten Aufgaben (BOS). Dies gilt auch für den Betrieb

über Justizvollzugsanstalten, Industrieanlagen, Anlagen der

Energieerzeugung und -Verteilung und militärischen Anlagen.

Innerhalb geschlossener Ortschaften sind die zuständigen Ordnungsbehörden / Polizeidienststellen vorab zu informieren.

Innerhalb von Naturschutzgebieten sind die dortigen Bestimmungen zu beachten.

Der Steuerer wird in der Regel in der Genehmigung festgelegt und namentlich genannt

Diese Regelungen (Aufstiegsgenehmigung, Aufstiegserlaubnis, Versicherung, etc) gelten nur für Deutschland.

In anderen Ländern gibt es andere Vorschriften, die gesondert zu beachten sind. Z.B. benötigt man auch eine Aufstiegserlaubnis für Österreich. Diese nennt sich dort „Betriebsbewilligung von unbemannten Luftfahrzeugen“ und wird von der Luftfahrtbehörte „AustoControl“ in Österreich
erteilt. Bei Austro Control sind dafür umfangreiche Unterlagen
einzureichen. Drohnen und Quadrocopter fallen dort in der Regel in die
Klasse 1: Unbemannte Luftfahrzeuge der Klasse 1 (mit Sichtverbindung)

Die Luftfahrzeuge (in diesem Falle Drohnen) sind auf eine Masse von
150kg begrenzt und dürfen (wie auch in Deutschland) nur mit
Sichtverbindung geflogen werden. Die Höhe / Flughöhe ist auf maximal
150m begrenzt.

Kommentar von 123EinsZweiDrei ,

Schön kopiert, aber Danke ;D

Antwort
von TheAllisons, 26

Du darfst bei allen deinen 3 Punkten nicht fliegen. Du musst auf deinem privaten Grund fliegen, wo niemand gefährdet ist. Sonst hast du sehr bald die Polizei am Hals. Viel Spaß dabei

Kommentar von 123EinsZweiDrei ,

Hast du auch noch einen Link dazu? ^^

Kommentar von TheAllisons ,

Antwort von "Deadly151", die passt am besten

Kommentar von Deadly151 ,

Hallo,

Link ist leider nicht vorhanden

Google.de wird dir weiter helfen

greetz Deadly151

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