Frage von DerBoersenguru, 14

Was darf man in einem Prolog erwähnen?

Darf man in einem Prolog von einem Ereignis aus der Vergangenheit berichten? Darf ich darin auch aus meiner Sichtweise schreiben also z.B. "Ich sehe... ?

Antwort
von Elfi96, 7

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Prolog_(Literatur)

Ein Prolog sollte den Beginn der Geschichte einläuten. Dazu kann auch zählen, dass du dort ein Ereignis aus der Vergangenheit einbettest, sofern dieses Ereignis für  die Story relevant ist. Ob du in der Ich- Form (aus der Sicht deines Protas) schreibst, bleibt dir überlassen. Ich würde aber davon abraten, wenn du deine Story im Hauptteil NICHT aus der Sicht des Protas beginnst. 

http://wortwuchs.net/ich-erzaehler/

LG 

Kommentar von Elfi96 ,

Anbei mal mein Vorwort und den Anfang meines ersten Kapitels aus dem eBook 'Ich war ein Träumer', das ich aus der Sicht des männlichen Protagonisten verfasst habe:

Vorwort 

Die nachfolgende Geschichte, die den Sinn des Lebens beleuchtet, beruht auf Tatsachen. Sie stellt keinesfalls eine Hommage an die Selbsttötung dar! Dieser in der fiktiven Stadt Gelsen spielende Roman ist mein Versuch, einen der über 8000 deutschlandweiten Suizide des Jahres 2001 erklärbar zu machen.

Eins

 Die Freunde nennen mich Marius, den Träumer. Sie halten meine Beteuerung: „Eines Tages werde ich mit Ina zusammen sein!“ für ein Märchen! Nenne ich sie engstirnig? Sie bezeichnen das Unterhalten per Gedanken und das Mitfühlen von Empfindungen als Hirngespinst! Werden sie jemals begreifen, dass die große Zuneigung zwischen Regina und mir die unerklärbaren Phänomene ausgelöst hat? Gut, mittlerweile bin ich dreißig und träume jede Nacht davon, sie würde auf einem Fest zu mir kommen.

Die wechselnden bunten Lichter der vielen Spots tauchen das Geschehen im Festzelt in unwirkliche Farben. Im Rhythmus dumpf dröhnender Bassklänge hüpfen rot angestrahlte Leute auf der Tanzfläche zu einem in ohrenbetäubender Lautstärke dargebotenen Hit. Die Vibration des Zeltbodens ist bis zur langen Theke unter den Füßen fühlbar. Jetzt spielt die Band den Trailer, ehe sie die tanzwütigen Festbesucher in die Pause schickt. Mit dem Verlöschen der bunten Lichter macht die Unwirklichkeit der Wirklichkeit Platz. Heute ist der Tag, an dem ich Ina wieder sehen werde. Ina wird kommen; da bin ich mir sicher! Ganz sicher! Ich weiß es, ich fühle es. Sieh doch! Ich komme!

LG 

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