Frage von xxalia, 151

Was darf man als Christ alles nicht (Als Mädchen)?

Also woran soll man sich halten (abgesehen von den 10 Geboten)

Antwort
von quopiam, 42

Die 10 Gebote sind schön und gut und ein Minimalkonsens des Zusammenlebens. Aber sie wurden dem Volk Israel gegeben, nicht den Christen. 

Es ist ganz einfach, nach dem, was Jesus Christus gelehrt hat: Liebe Gott und Deinen Nächsten wie Dich selbst. Und er ergänzte: Darin hängt das ganze Gesetz und die Propheten. Denn die Fragesteller waren Juden. 

Liebe Gott, die anderen Menschen und Dich selbst. Das ist alles. Du darfst alles, was Du aus dieser Haltung heraus verantworten kannst. Du hast eine Beziehung zu Gott, er ist für Dich ein DU, kein ES. Du brauchst keinen Katalog mit Sünden und Strafen. Liebe einfach Gott und die anderen Menschen.

Du kannst nicht alle nett finden und mögen. Aber gestehe ihnen zu, daß sie Menschen sind wie Du selbst einer bist. Versuche, Mitgefühl zu haben, in der Freude und im Kummer. Mehr brauchst Du nicht. Liebe Gott und die, denen Du begegnest und sei gut zu Dir selbst. Du darfst alles tun, was da hineinpaßt. Gruß, q.

Antwort
von Whitekliffs, 39

Hallo xxalia

zuerst einmal sollte man Christ sein, bevor man versucht, als Christ zu leben. Denn das Eine klappt nicht ohne das Andere.

Wer ist ein Christ? Derjenige, der erkannt hat, dass er einen Retter braucht. Derjenige, der Jesus in sein Leben aufgenommen hat als Retter und Herr. Lies dazu Johannes 1,12 und Johannes 3, 14-18.

Und dann, wenn du das getan hast, dann stellt sich die Frage nicht mehr. Dann folgst du doch Jesus nach und dann hast du eine lebendige Beziehung zu ihm und wenn du unsicher bist, dann fragst du: "Jesus, ist das ok? Kannst du jetzt dabei sein? "

Ich denke, dass du dann sehr schnell weisst, wo die Grenze liegt, nicht? Denn Jesus geht ja neben dir her beziehungsweise wohnt ja in dir durch den Heiligen Geist und will dir ja in allem helfen.

Frag einfach, so, wie du zuhause ja auch fragen würdest: Mama, darf ich ein Eis holen? 

Aber ich will mich auch sturmwolke anschliessen, der sagt: schau doch zuerst einmal auf all das, was du jetzt darfst!!!!

Wenn du echt Jesus nachfolgen willst, geht es nicht um das Einhalten von 1000 Gesetzen und Reglen, sondern um eine Beziehung zwischen dir und Jesus. merkst du den Unterschied?

Das wird auch verglichen, von Jesus selber, mit dem Hirten und den Schafen. Du als sein schaf richtest einfach deinen Blick auf Jesus und folgst ihm; Das ist eine spannende Sache!

Antwort
von MrMcSauerkraut, 34

Wenn Du wissen willst, was Du nicht darfst, kann ich nur sagen, gar nichts!

Gott gibt keinen Regelkatalog vor. Die 10 Gebote mögen manchmal so erscheinen, sie aber einzuhalten, ist schlicht unmöglich. Man lebt nicht "brav und artig", um Gott einen Gefallen zu tun, sondern aus freien Stücken, weil man die Liebe Gottes spürt.

Antwort
von labertasche01, 88

Also ich bin jetzt nicht streng gläubig, aber ich denke mal an die 10 Gebote halten und gut ist. 

Kommentar von MrMcSauerkraut ,

Wie stellst Du Dir das vor?

„Du sollst nicht morden.“ Das ist wohl noch vergleichsweise einfach einzuhalten.

Wie steht es aber mit „Du sollst neben mir keine anderen Götter haben.“, wenn man bedenkt, dass alles jemanden alles wichtiger ist, das an die Stelle von Gott tritt (Fernseher, Internet, gewisse Menschen)

Oder: „Du sollst nicht stehlen.“ Hier geht es nicht nur um den klassischen Ladendiebstahl. Wenn man über jemanden lästert, stiehlt man ihm seinen guten Ruf.

Das Geheimnis liegt in der Vergebung Gottes. Wenn sündigst, es Dir aber aufrichtig leidtut, vergibt Gott, was aber wiederum kein Freifahrtschein zum Sündigen ist - nach dem Motto: ich sündige jetzt, Gott vergibt ja.

Das mit dem Geboteeinhalten haben übrigens auch schon die Pharisäer im Neuen Testament versucht, und sie sind kläglich gescheitert.

Kommentar von labertasche01 ,

Aber man kann es doch nach besten Möglichkeiten versuchen.

Kommentar von MrMcSauerkraut ,

Das Zentrale des Christentums ist die Vergebung Gottes. Alles andere, wie das Einhalten der 10 Gebote ist sekundär. Man kann natürlich versuchen, die 10 Gebote einzuhalten, sollte dabei aber nicht in eine Gesetzlichkeit verfallen.

Antwort
von AJuergen, 38

Hallo , wichtig wäre eigentlich erst mal die Frage was möchtest du ?
Erst dann kann man dir gezielt eine Antwort geben . Ob Mann oder Frau die Grenzen sind weit gesteckt im Christentum , aber ich Denke in jedem Glauben .

Ich will mal ein Beispiel geben , Muslime sagen die Frau soll  sich verschleiern , das sagt das Christentum auch , Jesus sagte die Frau soll sich Verschleiern , ihr langes Haar soll der Schleier sein . 

Die Bibel sagt die Frau soll dem Mann Untertan sein aber der Mann soll seine Frau auf Händen  tragen . Aber das wichtigste ist die Treue und Ehrlichkeit . 

Ich war gerade vor paar Tagen auf die Standesamtliche Trauung meiner Tochter , da hat die Standesbeamtin betont das die Ehrlichkeit am weitesten bringt , genau das sagt ja auch der Glaube , Jesus sagte mal bei einer Ehebrecherin die gesteinigt werden sollte , wer ohne Sünde ist werfe den ersten Stein , und keiner warf ihn. 

Also du darfst alles , das wichtigste ist du bist Ehrlich . Sei einfach Frau . 

Meiner Meinung nach geht es immer um Ehrlichkeit .sei einfach du .

Dann machst du alles richtig 

Antwort
von Ryuuk, 69

Du darfst nicht, nicht an Jesus glauben.

Abgesehen davon hat das moderne, moderate Christentum eigentlich sehr wenig in der Richtung von Regeln. Oder zumindest kümmert sich kaum jemand noch darum. Das mosaische Gesetz gilt nicht mehr und damit fallen praktisch alle Regeln der Bibel ins Wasser.

Das fundamentalistische, fanatische Christentum wäre da schon extremer, aber da ist es immer davon abhänger welcher Splittergruppe du angehörst.

Kommentar von MachtKeinSinn ,

Ganz recht. Angenehm, mal wieder einen halbwegs Tatsachen-Orientierten Beitrag zu lesen.

Kommentar von GFBen ,

Mt 5,17-19:
[Jesus Christus:] 17 Denkt nicht, ich sei gekommen, um das Gesetz [der Juden; darin die 10 Gebote] und die Propheten aufzuheben. Ich bin nicht gekommen, um aufzuheben, sondern um zu erfüllen. 18 Amen, das sage ich euch: Bis Himmel und Erde vergehen, wird auch nicht der kleinste Buchstabe des Gesetzes vergehen, bevor nicht alles geschehen ist. 19 Wer auch nur eines von den kleinsten Geboten aufhebt und die Menschen entsprechend lehrt, der wird im Himmelreich der Kleinste sein. Wer sie aber hält und halten lehrt, der wird groß sein im Himmelreich.

Welches Schicksal vermutest du vor diesem Hintergrund für "das moderne, moderate Christentum", das "eigentlich sehr wenig in der Richtung von Regeln" hat? Ist sein Schicksal erstrebenswert? Ist sein Verhalten nachahmenswert?

Kommentar von Ryuuk ,

Denn er ist unser Friede, der aus beiden eines gemacht hat und den Zaun abgebrochen hat, der dazwischen war, nämlich die Feindschaft. Durch das Opfer seines Leibes hat er abgetan das Gesetz mit seinen Geboten und Satzungen, damit er in sich selber aus den zweien einen neuen Menschen schaffe und Frieden mache und die beiden versöhne mit Gott in einem Leib durch das Kreuz, indem er die Feindschaft tötete durch sich selbst. Und er ist gekommen und hat im Evangelium Frieden verkündigt euch, die ihr fern wart, und Frieden denen, die nahe waren. Denn durch ihn haben wir alle beide in einem Geist den Zugang zum Vater.

Epheser 2: 14-18

Also, Jesus kam das Gesetz zu erfüllen und mit seinem Opfer hat er es dann abgeschafft. Sieht ziemlich eindeutig aus.

Welches Schicksal vermutest du vor diesem Hintergrund für "das moderne, moderate Christentum", das "eigentlich sehr wenig in der Richtung von Regeln" hat? Ist sein Schicksal erstrebenswert? Ist sein Verhalten nachahmenswert?

Mehr nachahmenswert, als das Verhalten dieser mundschäumenden Fanatiker, die in ihrem Wahn, jeden Halt an der echte Welt verlieren.

Man muss anpassen um zu überleben. Was glaubst du warum das moderate Christentum den großteil der Christen ausmacht? Weil das die einzige Form ist, in der es in dieser Welt auf Dauer überleben kann.

Du kannst gern das jüdische Gesetz ausüben, wenn es dir Spaß macht aber spätestens nach der ersten öffentlichen Steinigung wirst du im Knast landen.

Kommentar von GFBen ,

Die von dir genannte Bibelstelle bezieht sich auf einen Spezialfall - die Aufhebung von "Zulassungsbeschränkungen", die vor Christus Heiden vom (für die Juden angedachten) Heilsplan Gottes ausschlossen.

Es wäre völlig unangemessen und falsch, mithilfe dieser Stelle die Aufhebung der Gebote Gottes zu verkünden. Der Dekalog gilt. Jesu sog. Doppelgebot der Liebe (Mk 12,28-34) ist keine Reduktion von 10 auf 2 Gebote, sondern eine zusammenfassende Umschreibung.

Die Antwort auf die Frage, warum das moderate Christentum den Großteil der Christen ausmacht ist banal einfach: Bequemlichkeit und Stolz. Bequemlichkeit, die im krassen Widerspruch zu Mt 16,24-26 bzw. Lk 9,23-25 steht. Stolz, auf den der Versucher schon bei Adam und Eva zählen konnte.

So aus Interesse... Könntest du mir aktuelle Beispiele für christliche "mundschäumende Fanatiker" nennen? Ist das schon ein - sagen wir mal - frommer Katholik, der die Sonntagsmesse mitfeiert, für den die Aushöhlung des Dekalogs (Paradebeispiel: 6. Gebot) indiskutabel ist und der öffentlich die Lehre seiner Kirche (sprich Christi/Gottes) der inzwischen sehr atheistisch geprägten Lehre der sekularen Welt entgegensetzt oder braucht es zusätzlich noch eine Portion Niedertracht, um als ein solcher zu gelten?

Mir nahezulegen, jüdische Gesetze auszuüben (z.B. Steinigung) ist angesichts Jh 8,3-11 und Mt 15,1-20 absurd.

Kommentar von GFBen ,

Bei den Gründen für die Verbreitung des moderaten Christentums habe ich noch die Unwissenheit vergessen. Unwissenheit, worauf es wirklich ankommt im Glauben/Leben.

Kommentar von Ryuuk ,

Jesu sog. Doppelgebot der Liebe (Mk 12,28-34) ist keine Reduktion von 10 auf 2 Gebote, sondern eine zusammenfassende Umschreibung.

Sieht mehr aus als hätte er einfach zwei Gebote drauf gesetzt um die Diskussion zu beenden.

Warum bringst du diese Stelle eigentlich? Als ich von Regeln der Bibel sprach, meinte ich das Mosaische Gesetz, nicht die 10 Gebote. Egal ob die erste oder zweite Version.


Könntest du mir aktuelle Beispiele für christliche "mundschäumende Fanatiker" nennen?

Es gibt eine Menge davon in Amerika. Der Name ist mir entfallen, aber ich habe von einem amerikanischen Politiker gehört, der allen ernstes das Mosaische Gesetz einführen wollte.

Dann hätten wir das ganze Kreationistenpack, die Westboro Baptist Church als besonders prominentes Beispiel, überhaupt eine Menge organisierter Hassgruppen in Amerika sind fanatisch christlich und berufen sich auf ihre fanatische Interpretation der Bibel.

Das wäre der "mundschäumende" Teil. Es gibt noch andere Gruppen von extremen Christen, aber die sind weniger prominent. Die Quiverfull-Bewegung beispielsweise zeichnet sich durch eine extreme Fixierung auf ihre Auslegung des Psalms 127 aus.


Mir nahezulegen, jüdische Gesetze auszuüben (z.B. Steinigung) ist angesichts Jh 8,3-11 und Mt 15,1-20 absurd.

Also was, das jüdische Gesetz gilt doch nicht mehr? Oder nur der Teil bei dem man Steine wirft?

Man könnte wahrscheinlich auch andere Methoden der Hinrichtung benutzen.

Bei den Gründen für die Verbreitung des moderaten Christentums habe ich noch die Unwissenheit vergessen. Unwissenheit, worauf es wirklich ankommt im Glauben/Leben.

Stolz, Bequemlichkeit und Unwissenheit. Die definierenden Merkmale der Religion, das stimmt schon.

Kommentar von GFBen ,

"Warum bringst du diese Stelle eigentlich? Als ich von Regeln der Bibel sprach, meinte ich das Mosaische Gesetz, nicht die 10 Gebote. Egal ob die erste oder zweite Version."
Da habe ich dich gründlich missverstanden, weil ich einen anderen Blickwinkel habe. Als Mitglied einer christlichen Gemeinschaft sehe ich andere entweder als lascher oder als strenger, während ich mein Level - oh Wunder - als normal ansehe. Somit habe ich jedenfalls eine dreistufige Einteilung und habe deine Bezeichnung "moderat" für mein "lasch" und dein "fanatisch" für mein "streng" übernommen. Dabei sehe ich das Aushöhlen der 10 Gebote, da angeblich nicht zeitgemäß und menschenverachtend, als Merkmal des Moderaten gegenüber dem Normalen. Die Nichteinhaltung des Mosaischen Gesetzes dagegen ist bereits ein Merkmal des Normalen gegenüber dem Fanatischen. Inzwischen meine ich zu verstehen - nicht zuletzt durch die von dir genannten Beispiele für Fanatismus -, dass du nur fanatisch/fundamentalistisch und moderat (= normal + lasch) unterscheidest. Damit verstehe ich auch, warum du dich auf das Mosaische Gesetz fokusiert hast.

"Also was, das jüdische Gesetz gilt doch nicht mehr?"

Ich würde sagen: Die Verkrustungen sind weg, die den Menschen von Gott getrennt haben.

"Stolz, Bequemlichkeit und Unwissenheit. Die definierenden Merkmale der Religion, das stimmt schon."
Ich bitte dich! Stolz und Bequemlichkeit (Trägkeit) gehören zu den 7 Hauptsünden - "Unwissende lehren" zu den Werken der Barmherzigkeit. Also, der Katholizismus wird sich kaum über die drei Merkmale definieren lassen. Und somit auch die Religion im Allgemeinen.

Kommentar von Ryuuk ,

Schön das wir zu einem Verständnis kommen konnten. Passiert viel zu selten in dieser Art Diskussion.

Ich würde sagen: Die Verkrustungen sind weg, die den Menschen von Gott getrennt haben.

Was für Verkrustungen genau?

Also, der Katholizismus wird sich kaum über die drei Merkmale definieren lassen. Und somit auch die Religion im Allgemeinen.

Ich denke schon. Der einzige Weg in den Himmel ist im Katholizismus der Glaube an Jesus. Es ist doch ziemlich bequem, das man sich seinen Weg in den Himmel nicht mit harter Arbeit verdienen muss, oder? Das es reicht zu glauben und um Vergebung zu fragen.

Und Stolz? Findest du nicht das es von sehr viel Stolz spricht zu glauben man hätte eine direkte Beziehung mit den allmächtigen Schöpfer des Universums? Seine Aufmerksamkeit und Liebe? Das er alles was existiert nur geschaffen hat, um uns einen Platz zum leben zu geben?

Und Unwissen, Wie viele Religionen benutzen ihren Gott als Antwort auf alles was sie nicht wissen? Ich habe mit zahlreichen Christen gesprochen die alle möglichen Wissenslücken mit Gott gestopft haben, selbst wenn wir die eigentliche Antwort längst gefunden haben.

Kommentar von GFBen ,

Auch mich freut es sehr, dass ein Stück Einigkeit erreicht werden konnte.

"Was für Verkrustungen genau?"

Es ist schwierig, es in Worte zu fassen...
- Fixierung auf Äußerlichkeiten (z.B. Beschneidung, Zurschaustellung der Frömmigkeit)
- Recht vor Gnade (z.B. Steinigung)
- Berechnung (z.B. vermeintlicher Handel "Opfer gegen Gunst")
Dies führte zur Oberflächlichkeit, Hartherzigkeit, Ausgrenzung usw., war aber nicht wesentlich, um erhalten werden zu müssen.

"Ich denke schon."

Stolz: Wieder eine Frage des Blickwinkels. Ein sehr bekanntes Kirchenlied drückt es so aus: "Dank sei dem Herrn, der mich aus Gnad in seine Kirch berufen hat." Und in der Tat sind Freude und Dankbarkeit - neben der Liebe natürlich - die dominierenden Gefühle im Hinblick auf die Beziehung zu Gott. Stolz kann Homo Sapiens auf eigene Leistungen sein. Nur hierzu haben wir rein gar nichts beigetragen. Beim Homo Christianus sieht die Sache noch ein Stück anders aus. Bei ihm sollte der Stolz im Zuge der religiösen Pubertät überwunden sein, denn er weiß dann, dass alle Fähigkeiten, die er hat, ebenfalls von Gott stammen. So sind auch all seine Leistungen nur mit Gottes Hilfe möglich (gewesen). Also, nix mit Stolz. (Das ist natürlich das Soll - nicht immer das Ist.)

Keine harte Arbeit: "Es ist doch ziemlich bequem, das man sich seinen Weg in den Himmel nicht mit harter Arbeit verdienen muss, oder?" Diesen Vorwurf darfst du, fürchte ich, nur den Protestanten machen, denn es trifft ziemlich genau ihre Sola-Fide-Lehre, die der Katholizismus als Irrlehre ablehnt. Im Katholizismus stellen Werke der Liebe/Barmherzigkeit ausdrücklich ein Gebot dar. Wenn du dir die jeweils sieben leiblichen und geistlichen Werke der Barmherzigkeit zu Gemüte führst, wirst du merken, was für eine harte Knochen- oder Kopfarbeit es ist. Und sie wird nicht weniger!

Unwissenheit: Hier ist es nützlich, die ganze Geschichte zu betrachten. Der Mensch verspürt das Ich. Der Mensch fragt sich: Woher? Wohin? Wodurch/durch wen? Der Mensch erfindet Naturreligionen. Der Mensch erhält Offenbarungen (Propheten) von einem höheren Wesen. Der Mensch bekommt Besuch von Einem, der vor Zeugen (als erster und letzter) seine Macht über Leben und Tod demonstriert, die Offenbarungen bestätigt und eine Zusage für die Zukunft, aber auch einen Verhaltenskodex hinterlässt. Damit weiß der Mensch, woran er ist. Der Mensch ist froh, dass es eine positive Aussicht gibt, aber zunehmend sauer, dass er den lästigen Verhaltenskodex zu befolgen hat (Adam & Eve Continued). Der Mensch hinterfragt den Verhaltenskodex und lehnt ihn schließlich (teilweise) ab. Damit schritthaltend erfolgt das Hinterfragen und Ablehnen der Zusage für die Zukunft und das Leugnen der ganzen Offenbarung. Etwas genauer: Der Mensch besitzt Sinne, die ihm helfen, der Natur diverse "Geheimnisse" zu entlocken - eine große Menge "Geheimnisse"! Der Mensch ist so von seinen Sinnen begeistert, dass er denkt, er könnte alles Existierende aus eigener Kraft mithilfe seiner Sinne erfassen. [Eine kleine Pause, um den Hochmut beweinen zu können.] Und dann kommt der unvermeidbare Umkehrschluss: Was der Mensch nicht wahrnehmen kann, existiert nicht. Die menschlichen Sinne werden zum Maßstab für die Existenz erhoben. Seitdem muss die Existenz von allem (mittelbar) durch die menschlichen Sinne bestätigt werden, damit der Mensch die Existenz für wahr hält. Derselbe Mensch, der am Anfang weder "Woher?" noch "Wohin?" wusste und dankbar für die aufklärende Hilfe von außen war, spielt sich jetzt zum Richter über die Existenz auf. Wehe, etwas wiederholt sich nicht oder tut es nur sehr selten und ist so nicht für mehrere Personen (immer wieder) erfahrbar. Das Urteil ist dann klar: nicht existent. Als Ableitung: Erfahrbares ist Wissen, Nicht-Erfahrbares ist Unwissen. Jetzt kommt noch ein zweiter Aspekt hinzu: Das bis zu einem gegebenen Zeitpunkt gesammelte Wissen wird - so unvollkommen es auch sein mag - immer als ausreichend erachtet, auf seiner Basis richtungsweisende Urteile/Entscheidungen zu treffen. So weit, so gut. Aber das ist nicht das Ende der Geschichte. Der Mensch erfindet mit seinem nun gänzlich ungetrübten Urteilsvermögen den Relativismus als den Gipfel der Toleranz. Ich sage, es ist richtig. Du sagst, es ist falsch. Wir lächeln uns dämlich an. Wer hat recht? Beide. Denn eine absolute Wahrheit gibt es nicht. Damit gibt es auch kein absolutes Wissen. Wissen ist also mittel- bis langfristig dazu verurteilt, als Unnützes Zeug verworfen zu werden. Wenn es für dich - so wie für mich - kein Happy End ist, sollten wir uns fragen, wo in der Geschichte eine falsche Weichenstellung erfolgt ist und ob man es noch korrigieren kann. Meine Religion weckt zwar Hoffnungen, die nicht alle nachvollziehen können, sie führt aber nicht zu einem solchen Realitätsverlust, wie ihn der aufgeklärte Mensch auf dem Gewissen hat.

Antwort
von josef050153, 31

Da ich noch niemanden getroffen habe, der die Zehn Gebote wirklich eingehalten hat, kannst du schon mal damit beginnen. Besonders auf das 'Du sollst nicht begehren ...' solltest du achten.

Antwort
von Naemi777, 32

Also, ich finde, so pauschal kann man das nicht sagen…

Das Wichtigste ist, Gott und deinen Nächsten lieben.

Dann kommt noch sowas, wie: Kein Sex vor der Ehe, die 10 Gebote, Gott verleugnen, Geld/andere Götter an erste Stelle setzen…

Antwort
von robi187, 38

an was sollst du dich halten? soll dich wer an die hand nehmen und führen?

christlicher glaube geht so nicht?

mach nur dinge die du vor deinem gott wie du ihn verstehst verantworten kannst?

damit brauchst nur ein gebet und gottes führung um die du bitten kannst?

gaube nie was die menschen sagen sonder glaube das was dein gott meint?

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