Frage von CaneCorsoAnuk, 28

Was darf ich hinzuverdienen Jobcenter und Agentur für Arbeit?

Hallo ich bin seit März dieses Jahres arbeitslos gemeldet. Aufgrund einer Sperrzeit musste ich aufs Jobcenter. Das Jobcenter finanziert mir eine Prüfungsvorbereitung zur Externenprüfung die im November 2015 stattfindet. Ab Juni ist meine Sperrzeit vorbei und ich erhalte aufstockend zu meinen ALG1, ALG2. Ich habe zusätzlich dazu einen 450 Euro Job in Aussicht. Nun meine eigentliche Frage wieviel Stunden darf ich in der Woche arbeiten und was bekomme ich abgezogen. 165 Euro darf ich ja beim ALG1 dazuverdienen und beim Jobcenter werden ab 100 Euro 20% abgezogen. Ich weiss jetzt nicht wie sich das ganze verhält. Also ich bekomme 719 Euro ALG1 und 178 Euro aufstockend ALG2. Bin vor lauter Rechnerei schon ganz wirr. LG und danke im voraus.

Antwort
von isomatte, 6

Du darfst im SGB - lll ,also im ALG - 1 Bezug in der Woche nicht auf 15 Arbeitsstunden kommen,sonst würdest du nicht mehr als arbeitslos gelten und dein Anspruch würde ganz entfallen,dein Arbeitsvertrag darf also nicht mehr Stunden ausweisen  !

Beim ALG - 1 darfst du in der Regel nur 165 € ohne Anrechnung zu deinem ALG - 1 dazu verdienen,es sei denn du hattest schon Nebeneinkommen min. 12 Monate vor deiner Arbeitslosigkeit und diese dann innerhalb von 18 Monaten vor der Arbeitslosigkeit.

Dann würde aus diesem Nebeneinkommen dieser 12 Monate ein Durchschnitt berechnet und diesen könntest du dann zu deinem ALG - 1 weiterhin dazu verdienen,ohne das es auf dein ALG - 1 angerechnet würde.

Wenn du also jetzt 719 € ALG - 1 und 178 € ALG - 2 Aufstockung bekommst sind das erst mal 897 €.

Dir wird vom Jobcenter solange du keiner Erwerbstätigkeit nachgehst von deinem ALG - 1 min.deine Versicherungspauschale von 30 € abgezogen,wenn du nicht noch z.B. gesetzlich vorgeschriebene Beiträge für Versicherungen geltend machen könntest,wie z.B. KFZ - Haftpflicht.

Du könntest also von diesen 897 € auf jeden Fall erst mal diese 30 € Versicherungspauschale abziehen,dann blieben noch 867 € an Bedarf übrig,der dir dann ggf.nach dem SGB - ll vom Jobcenter zustehen würde.

Wenn ich jetzt von diesen 867 € deinen Regelsatz von derzeit 404 € abziehe,dann bleiben für die KDU - Kosten der Unterkunft und Heizung ( Warmmiete ohne Abschlag für den normalen Haushaltsstrom ) noch 463 € übrig.

Würdest du weniger für die Warmmiete zahlen,dann hättest du noch weitere Beiträge die dir das Jobcenter auf Antrag anerkannt hat und theoretisch von deinem ALG - 1 abgezogen hat und so dein anrechenbares Einkommen weiter gesenkt hätte.

Ab besten du rechnest die 404 € Regelsatz und deine KDU - Warmmiete dazu,dass ergibt dann deinen Bedarf nach dem SGB - ll vom Jobcenter,dazu kannst du dann diese 30 € rechnen und wenn du dann nicht auf die 897 € kommen würdest hast du z.B. noch die KFZ - Haftpflicht berücksichtigt bekommen.

Nun zu deiner eigentlichen Frage :

Also wenn du nun angenommen 450 € Brutto wie Netto verdienst,dann hast du beim ALG - 1 nur 165 € ohne Anrechnung + evtl.Aufwendungen die dir durch die Beschäftigung entstehen,die du dann nachweisen müsstest.

Nehmen wir mal an du hättest keine,dann würde dein Überschuss 285 € betragen und dieser würde dir von deinem ALG - 1 abgezogen,dein Anspruch würde dann nur noch angenommen ( 719 € minus 285 € ) 434 € betragen.

Dein Bedarf nach dem SGB - ll würde aber bei min. 867 € liegen,dir würden also noch ca. 433 € fehlen.

Hast du jetzt ein Einkommen von 450 € Brutto wie Netto stehen dir auf dein Brutto zunächst 100 € Grundfreibetrag zu,von 100 € - 1000 € Brutto 20 % und von 1000 € - 1200 € Brutto noch mal 10 % Freibetrag.

Diese Freibeträge werden dann addiert,theoretisch von deinem Brutto / Nettoeinkommen abgezogen und das ergibt dann dein anrechenbares Erwerbseinkommen.

Bei 450 € würden dir also dann 170 € an Freibeträgen zustehen,dein anrechenbares Einkommen läge bei 280 €,diese würden dann von deinen angenommenen 433 € fehlenden Bedarf abgezogen,es bliebe dann ein Anspruch von ca. 153 € an Aufstockung.

Antwort
von weelah, 5

Hallo,

du darfst soviel dazu verdienen wie du willst. Das ist der Sinn an der sache, das man versucht soviel wie möglich zu seinem eigenen Lebensunterhalt bei zu tragen.

Was zuviel ist, wird halt abgezogen.

Oder geht es darum, das du nur soviel arbeitest, das Freigrenzen erreicht werden sollen und du sonst weiterhin alimentiert bleiben willst?

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