Frage von yaarinchen, 131

was darf ich essen und trinken bei diabetes typ 2?

was darf ich essen und trinken bei diabetes typ 2?

hab heute erfahren das ich diabetes habe. ich bin und war nie übergewichtig im gegenteil hab eher zuwenig gewicht was darf essen und trinken? darf ich
rauchen und mal ein bier?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Cassiopeija, 38

Zuerst einmal, du kannst alles tun was Du willst, wenn Du weisst was Du tust und welche Konsequenzen das hat. Und wenn Du bereit bist, mit den Konsequenzen zu leben.

Wenn Du noch gesund bist (bis auf den Diabetes natürlich), liegt es einzig an Dir, ob Du es auch bleibst.

Rauchen kann zu Arteriosklerose führen, Diabetes auch, beides zusammen und das Ergebnis ist vorprogrammiert.

Prinzipiell kann sich eine Arteriosklerose in allen Arterien des Körpers entwickeln, bevorzugt entsteht sie aber in bestimmten Gefäßregionen im Hals, im Gehirn, am Herzen, im Becken oder den Beinschlagadern.

Besonders häufig sind Stellen betroffen, an denen der Blutfluss physikalisch bedingt auf Hindernisse trifft – zum Beispiel an Gefäßverzweigungen.
Zuerst bilden sich sogenannte Plaques (Ablagrungen). Daran bleiben dann Blutplättchen haften und bilden einen Pfropf (Thrombus). Die Folge können Schlaganfall, Herzinfarkt und Hirntod sein.

Bildet sich der Pfropf in den Beinen, sind meist Amputationen fällig und glaub mir, ich weiss wovon ich rede. Habs am eigenen Leib bzw.Bein erfahren.

Tu Dir selbgst einen Gefallen und hör auf zu Rauchen, wenn Du noch eine ganze Weile leben möchtest.

Was jetzt erstmal wichtig ist, ist eine Blut - und Urinuntersuchung, sowie eine umfangreiche Ultraschalluntersuchung/Sonografie. Deine Arterien müssen untersucht werden (siehe oben). Ebenso Nieren und Leber, vtl. auch die Schilddrüse.

Ich kann nicht alles hier aufzählen, das würde den Rahmen sprengen. Man muss halt feststellen, was schon betroffen ist bzw. noch in Ordnung ist.

Zur Therapie schliesse ich mich der Meinung von Deutschlands Diabetes Papst, Prof. Dr. Mehnert an, je früher mit einer Insulintherapie begonnen wird, desto länger halten die Betazellen (die sitzen in der Bauchspeicheldrüse und produzieren Insulin) durch.

Keine Angst vorm Spritzen. Die Nadeln sind echt super klein (4 mm lang und nur 0,23 mm im Durchmesser), spezialgeschliffen und beschichtet. Richtig gemacht und Du merkst absolut nichts.

Lass Dich nicht mit Chemie vollstopfen. Antidiabetika wie z.B. Metformin verändern Abläufe in Deinem Körper. Insulin ist natürlich, Dein Körper produziert und benutzt es und das was fehlt, sollte man sich injizieren.
Verlange eine ICT (erweiterte Insulintheraphie).

Da darfst Du essen was Du magst und kannst entsprechend Insulin spritzen. Allerdings bei Deiner schlanken Figur wird es mit Insulin nicht bleiben, wenn Du zu viele Kohlehydrate isst, es sei denn, Du tust genug (Sport), um sie wieder abzuarbeiten.

Das Du so schlank bist (war ich auch), liegt daran, das Dein Körper wegen dem Diabetes kaum noch Glucose bekam, die schamm in Deinem Blut und kam nicht in die Zellen. Also haben die Zellen Körperfett in Glucose gewandelt, um nicht zu "verhungern".

Grösster Zuckerverbraucher ist übrigens das Gehirn.

Am besten lässt Du Dich von Deinem Arzt in eine gute Diabetesklinik zwecks Untersuchung, Schulung und Einstellung überweisen. Das dauert in der Regel eine Woche und danach weisst Du schon mal das Wichtigste.

Danach dann zur Diabetologin überweisen lassen, das sind Fachärzte mit Schwerpunkt Diabetes und Folgeerkrankungen.

Wenn Du das alles hinter Dir hast und dann noch Fragen hast, dann frag einfach wieder. Auf alle Fälle wünsche ich Dir alles Gute.

Antwort
von Mondragor, 39

Also von Zigarretten und dergleichen solltest Du möglichst die Finger lassen.

Mal ein Bier ist in Ordnung, das ist Lebensqualität, aber insgesamt lässt sich dies nur schwer beantworten, wenn man nicht weiß, wie weit fortgeschritten das bei Dir ist und was Du ggf. an Medikamenten bekommst.

Normalerweise ist die Vorform  / Prädiabetes medikamentfrei und eher mit empfehlungen zu Sport und gesünderer Ernährungsweise verbunden. Später wird meist Metformin verabreicht, weil dieses sich in vielen Punkten als nützlich erwiesen hat. Wirkt das nicht mehr ausreichend, kann zum Beispiel Janumet verabreicht werden, eine Kombination aus Metformin und Sitagliptin peptid. Später kann bereits Insulintherapie angesagt sein.

Was aber im Körper passiert, sollte auch klar sein. Zucker (C6H12O6) und VitaminC (C6H8O6) haben chemisch gesehen einige Ähnlichkeiten miteinander. Das führt dazu, dass bei zu wenig VitaminC und zu viel Zucker im Blut der Zucker als Flickmaterial für Gefäßwende anstelle von VitaminC verwendet wird. Allerdings eignet sich Zucker sehr schlecht dafür, weil die Gefäßwände dadurch porös werden, rissig, die Blutgefäße können verstopfen oder verengen.  Das tut der Körper auch bei nicht-Diabetikern, aber je höher der Zuckerspiegel im Blut, umso schlimmer wird das.

Da durch das Rauchen Schäden an den Blutgefäßen entstehen, ist bei Diabetes und Rauchen die Gefahr natürlich umso größer, da mehr mit Zucker geflickt werden muss. Gefäße gehen dann kaputt, teils irreparabel und Nerven werden geschädigt, die Nieren und die Augen, sodass Folgeerkrankungen entstehen können.

Daher ist VitaminC so wichtig, am besten in naturbelassener Form, wie es beispielsweise Citrusfrüchte oder noch besser, da weniger Zucker, die Fenchelknolle bieten. Bewegung steigert den Gradienten von Zucker zur Muskelzelle hin, was den Blutzuckerspiegel ebenfalls positiv beeinflussen kann, Muskelaufbau ist daher extrem förderlich, da er den Körper zukünftig mehr Energie kostet und die Muskelaufbauphase = Superkompensation den Stoffwechsel längere Zeit in Betrieb hält. Das steigert die gesamtkörperliche Stoffwechselaktivität und kann bei einigen Typ2ern angeblich sogar die Insulinproduktion positiv beeinflussen.


Essen - ja, das ist immer schwerer, weil man kaum mehr Produkte findet, die keinen industriellen Zucker enthalten. Industriezucker, raffinierter Zucker, Fructosesirup enthalten sehr viel Fructose, die wiederum nicht ganz ungefährlich ist und den Krankheitsverlauf negativ beeinflussen können. Daher süße Säfte, Apfelschorle, Cola und Limonaden am besten ganz weglassen.

Hin und wieder mal ist nicht extrem schlimm, aber sollte doch kein eigentlicher Nahrungsbestandteil sein.

Bier hat ca. 32 g Kohlehydrate auf 1 Liter, das sind 3,2 KE oder 1,6 auf 1/2 Liter. 1 Liter sind somit vergleichbar mit 1 1/2 Scheiben Brot oder etwa einem weißen Brötchen.

Also Bier in Maßen ist in Ordnung, aber wie alles sollte man es auch damit nicht übertreiben.

Hab ich noch was vergessen?

Antwort
von mastema666, 46

Du darfst damit durchaus noch alles essen was du willst, musst halt aber darauf achten wie viel Zucker (inkl Mehrfachzucker => Stärke) du zu dir nimmst (bei Typ 1 spielen ggf auch Fett und Eiweiß eine größere Rolle, bei Typ 2 in der Regel aber nicht), so etwas wie absolute "No-Gos" gibt es da nicht, kommt eben hauptsächlich auf den Zuckergehalt und die Mengen an (und auch wie "ausgeprägt" die Diabetes bei dir ist, gibt da ja durchaus Unterschiede, gerade bei Typ 2 afaik). 

Am besten sprichst du da mal mit (d)einem Diabetologen, der wird dir genauer, und vor allem auf deinen speziellen Fall bezogen, sagen können was kein Problem ist und wobei du dich ggf etwas zurückhalten solltest etc.

Antwort
von Artus01, 30

Diese Frage kann nicht so pauschal beantwortet werden, weil nicht bekannt wie stark die Diabetes ist. Von Ernährungsumstellung über Tabletteneinnahme bis zur Insulinspritze ist alles möglich.

Wurde dir von Deinem Hausarzt die Diagnose mitgeteilt? Wenn ja solltest Du um eine Überweisung zum einem Diabetologen bitten. Zudem solltest Du nach einer Diabetikerberatung fragen, das macht aber erst Sinn wenn feststeht wie es um Deine Diabtetes bestelt ist.

Kommentar von yaarinchen ,

muss morgens und arbends  tabletten seit heute  nehmen

Kommentar von Artus01 ,

Wenn der Arzt Dir nichts im Punkto Ernährung aufgetragen hat, kannst Du zunächst so weitermachen wie bisher.

Eine Schulung ist aber trotzdem wichtig.

Antwort
von putzfee1, 41

Du solltest das grundsätzlich erst mal deinen Arzt fragen... und du solltest ihn unbedingt nach einer Diabetikerschulung fragen. Dort lernst du ganz genau, wie du dich jetzt ernähren musst und auf was du achten musst.

Kommentar von yaarinchen ,

muss er mir das nicht anbieten? oder drauf  aufmerksam machen?

Kommentar von putzfee1 ,

Sollte er eigentlich. Da er das aber offensichtlich nicht getan hat, solltest du ihn darauf ansprechen.

Antwort
von ManuTheMaiar, 60

Ich hab mal ein Zeitungsartikel gelesen, dass man Typ 2 mit Low Carb wegbekomen kann.

Also ich sag mal wenig Kohlenhydrate und am besten auch wenig Fett, eher Eiweiß

Kommentar von Kleckerfrau ,

Diabetes wird man nicht wieder los. Aber man kann durch gezielte Ernährung erreichen  das man ohne Medikamente auskommt. Dazu gehört sehr viel Disziplin.

Es gibt aber auch so was wie Schwangerschafts Diabetes. Da stimmt deine Aussage, das man den Diabetes wieder loswerden kann. Ansonsten bleibt man ein Leben  lang Diabetiker.

Kommentar von ManuTheMaiar ,

In dem Artikel stand, dass man Typ 2 wieder los werden kann, wenn man ihn durch seine Ernährung selbst ausgelöst hat

Kommentar von yaarinchen ,

ich hab diabetes nicht gemerkt hätte der arzt  vor 4 wochen keine  blutabnahme gemacht

Antwort
von Kleckerfrau, 58

Möglichst wenig Zucker zu dir nehmen. Und dann wirst du eine Schulung bekommen, wo dir alles genau erklärt wird.

Du kannst aber auch im Internet mal schauen.

http://www.ernaehrung.de/tipps/diabetes/

Antwort
von adianthum, 21

ALLES- in Maßen

In Massen alles was keine Kohlehydrate enthält

Google: glykämischer Index

Traubenzucker wird sofort aufgenommen und lässt den Blutzucker in die Höhe schnellen. Aus dem Grund ist ein Apfel besser umsetzbar als z.B. Weintrauben, die einen höheren Fruchtzuckergehalt haben.

https://jumk.de/glyx/

Kommentar von adianthum ,
Antwort
von Nettofragenxd, 16

Hey man darf alles zu sich nehmen

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