Frage von xNayria, 27

Was darf der Chef einbehalten?

Hallo ihr Lieben,

ich hab vor einigen Tagen schon einmal eine frage gestellt, die mir wirklich super beantwortet wurde ! Dennoch habe ich ein paar Frage.

Zu Thema:

Ich hab am 16.02.2016 in München als Köchin angefangen in einem kleinen ganz neuen Betireb. Leider war bis April ´Baustelle & keiner von uns konnte wirklich arbeiten. Zwischen durch musste wir helfen die baustelle zu putzen oder hatte Schulungen. Im April ging es dann endlich los. Im Mai hatten wir leider viel Personalausfall. So das ich an jedem Feiertag & hatte dazu noch 250 Stunden in dem Monat. Hatte auch seit April Sonntag & Nachtzuschläge bezahlt bekommen. Im Juni fing dann alles an. Mir fehlten die zuschläge bzw ich hab nur jewals 10 Stunden bezahlt bekommen. Im Juli wurde ich dann gekündigt. Bin zum Anwalt wegen der Kündigung unddem fehlenden Geld ! Sie ein schreiben aufgesetzt etc. Er natürlich behauptet hab noch x Minustage von Februar März deswegen hat er das Geld + den Urlaub einbehalten. Mittlerweile weiß ich das, er das mit dem Urlaub nicht darf ! Das mit dem Nachtzuschläge darf er auch nicht ! Aber was ist mit den sonntagszuschlägen und den pause die ich nie hatte die auch aufmeine stundenzetteln stehn. Jetzt die Frage - darf er einfach beschliesen mir keine sonntagszuschläge mehr zu bezahlen ? Da im Vertrag nichts drin steht darüber. Und wie sieht es aus mit den Anwaltskosten ? Die sind zwar alle bezahlt aber dadruch das die anwältin die hälfte vermasselt hat (sie ist auch nur ein Mensch). Kann ich mir die auch irgendwie zurück holen ? Danke euch schonmal im vorraus.

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Antwort
von Familiengerd, 4

darf er einfach beschliesen mir keine sonntagszuschläge mehr zu bezahlen? Da im Vertrag nichts drin steht darüber.

Ja (leider) ...

... wenn sie nicht arbeits- oder tarifvertraglich vereinbart sind oder aufgrund einer betrieblichen Übung ein Rechtsanspruch besteht. Alleine aufgrund gesetzlicher Bestimmung gibt es jedenfalls keinen Anspruch.

Allerdings muss der Arbeitgeber für Sonn- und Feiertagsarbeit einen Ersatzruhetag gewähren (Arbeitszeitgesetz ArbZG § 11 "Ausgleich für Sonn- und Feiertagsbeschäftigung"); von dieser Bestimmung darf aber tarifvertraglich abgewichen werden (§ 12 "Abweichende Regelungen").

Anders ist es bei den Nachzuschlägen: Wenn die Voraussetzungen nach § 2 "Begriffsbestimmungen" erfüllt sind, hat der Arbeitgeber einen "angemessenen" Ausgleich für Nachtarbeit in Zeit oder Geld zu gewähren (§ 6 "Nacht- und Schichtarbeit" Abs. 5), wenn es keine arbeits- oder tarifvertragliche Regelung dazu gibt.

pause die ich nie hatte die auch auf meine stundenzetteln stehn.

Deine durchgearbeiteten Pausenzeiten sind "verloren".

Durchgearbeitete Pausen kannst Du nicht als gearbeitete Zeit geltend machen. Nicht nur der Arbeitgeber hat Dir die Pausen zu ermöglichen - Du musst auch selbst für ihre Einhalten sorgen.

Und wie sieht es aus mit den Anwaltskosten ? Die sind zwar alle bezahlt aber dadruch das die anwältin die hälfte vermasselt hat (sie ist auch nur ein Mensch). Kann ich mir die auch irgendwie zurück holen ?  

Wohl kaum.

Die Anwaltskosten in einer arbeitsrechtlichen Auseinandersetzung (bei einer gerichtlichen Auseinandersetzung in der 1. Instanz des Arbeitsgerichtsverfahrens, unabhängig von seinem Ausgang) trägt jede Partei selbst.

Solltest Du Deiner Anwältin allerdings nachweisen können, dass Du einen finanziellen Schaden aufgrund einer beweisbaren falschen Beratung durch sie erlitten hast, kannst Du sie schadenersatzpflichtig machen; das dürfte jedoch zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung führen (wofür Du wieder einen Anwalt benötigen würdest) - und die konkrete Beweisführung, dass tatsächlich eine falsche Beratung stattgefunden hat, ausgesprochen schwierig sein.

Antwort
von KleinerGolem, 7

Dir steht gesetzlich eine Pause zu, wenn du durcharbeitest ist das deine Entscheidung worauf du keinen finanziellen Ansprüche hast. Ich frag mich gerade, wieso dein Vorgesetzter nicht aktiv dahinter ist, dass die Pausen seiner Mitarbeiter eingehalten werden. Sonntags und Nachtzuschläge müssen ausbezahlt werden und wie du schon richtig erkannt hast, funktioniert das mit dem Urlaub nicht so einfach. Die Arbeiterkammer muss dir kostenlosen Rechtsbeistand zur Verfügung stellen, habt ihr eine Gewerkschaft ?

Kommentar von xNayria ,

Nein. Ich war aber schon wie gesagt beim Anwalt und nun liegt alles beim Arbeitsgericht. Ich hab wie gesagt das mit den nachtzuschlägen selber gefunden DAS er diese Zahlen muss nur leider mit den sonntagszuschläge nicht.

Kommentar von KleinerGolem ,

Sonntagszuschläge sind 100% und muss ausgezahlt werden. Bezweifle jedoch, dass es dazu keine Information im Internet gibt.  

Kommentar von Familiengerd ,

Sonntagszuschläge sind 100% und muss ausgezahlt werden.

So pauschal ist das falsch!

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