Frage von thinkoffname, 31

Was dachten die Leute in der Antike über Wolken?

Dass es Ausdünstungen der Erde sind vielleicht?

Ne im Ernst jetzt...

Antwort
von quantthomas, 8

Damals, in grauer Vorzeit, brachten die Menschen, die umherziehenden Wolken bestimmt mit dem lebenswichtigen Regen in Verbindung.
Ohne Regen, keine Ernte.
Bei länger Trockenheit musste meist der Schamane antanzen und schön artig die Götter um Regen bitten. Wenn nach der Zeremonie die Wolken auftauchten, war alles gut, denn dann kam bald der "Segen" von oben.
Heutzutage, in der ach so aufgeklärten Zeit, werden herannahende Wolken immer öfter misstrauisch beäugt, denn es könnte um "Chamtrails" handeln, die uns Menschen systematisch vergiften.
Ohne Internet wäre dieses wichtige Wissen überhaupt nicht in die Köpfe der Menschen gelangt.
Danke liebes Netz für die Aufklärung !🤒

Antwort
von voayager, 15

Das Verdunsten von Wasser haben sie doch beim Kochen gesehen, also werden sie das auch auf die Wolken übertragen haben.

Antwort
von DrSchmitt, 5

Die meisten Gelehrten der Antike, wie beispielsweise Aristoteles in seinem Buch Meteorologie, waren der Meinung, dass Wolken feuchte Elemente sind, die aus Wasser bestehen, das die Sonne nach oben anzieht.

Ich habe als Quelle Plinius den Ältern, Naturgeschichte (Historia Naturalis), I. Buch, hinzugezogen:

Was die Höhe der Wolken angeht, zitiert er den Griechischen Philosophen Poseidonius. Dieser spricht davon, dass die Wolken sich in der Höhe von 900 Stadien befinden - ein Stadion, eine griechische Längeneinheit, beträgt ca. 180 Meter, somit meinten die Gelehrten der Antike, die Wolken seien 162.000 Meter oder 162 Kilometer von uns entfernt.

(Plinius Naturalis Historia Buch II, XXI (http://www.perseus.tufts.edu/hopper/text?doc=Perseus%3Atext%3A1999.02.0137%3Aboo...))

Was die Bildung der Wolken anging, meinte man, Wolken bestünden aus Wasser. Sie entstünden durch das Aufsteigen von Wasser oder durch die Sublimierung von Luft zu Wasser

(Plinius Naturalis Historia Buch II XLII (http://www.perseus.tufts.edu/hopper/text?doc=Perseus%3Atext%3A1999.02.0137%3Aboo...))

Insofern ist das mit Ausdünstungen ziemlich nah dran am antiken Weltbild. Laut Wikipedia glaubte man neben den feuchten Ausdünstungen (Wolken) auch an trockene Ausdünstungen, aus denen dann Winde, Blitze, Donner und Kometen entstünden.

Antwort
von stefan1531, 23

naja, so falsch hätten sie damit ja nicht gelegen. Bis auf die Tatsache, daß es keine Ausdünstungen der Erde sind sondern von Meeren, Seen und Flüssen.

Antwort
von HeldenChef, 16

die wussten sicher damals schon dass wasser verdunstet und wenn es kocht dass dampf entsteht. schreiben konnten eh nur die gebildeten, was die einfachen menschen dachten oder wussten weiss man heute gar nicht so genau.

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