Frage von Robo267, 111

Was bringt es Aktien von einer Firma zu kaufen?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von napoloni, 55

Mal ein Beispiel.

1) Otto legt 1000 Euro Tagesgeld für 1% bei der Bank an. Was macht die Bank damit? Die gibt der Alpha Eiswürfel AG einen Kredit von 1000 Euro für 5% Zinsen.  Die Alpha Ag kauft sich mit dem Geld eine neue Eiswürfelmaschine und macht damit jedes Jahr 10% Gewinn.

Unterm Strich verdient mit Ottos Geld:

Otto 10 Euro

die Bank 40 Euro

die Apha AG 50 Euro


2) Karl beteiligt sich mit seinen 1000 Euro direkt bei der Alpha AG, indem er ihre Aktien bei der Ausgabe erwirbt. Die Alpha AG kauft wieder ihre Eiswürfelmaschine und macht damit 10% Gewinn. Dafür gibt sie ihren Aktionären 3% Dividende.

Hier verdient also Karl 30 Euro, die Alpha AG 70 Euro. Weil Karl aber Miteigentümer der Alpha AG ist, gehören auch diese 70Euro quasi ihm. Der Wert der AG wächst.


2 b) Leider haben wir uns bei Karl verrechnet. Denn die Alpha AG hat ja nicht nur seine 1000 Euro in eine Eiswürfelmaschine investiert, sondern auch die 1000 Euro von Otto, die sie per Kredit von der Bank bekommen hat.

Sie macht also 200 Euro Gewinn, wovon Karl 10 Euro bekommt und die Bank 40 Euro. Verbleiben also 150 Euro Gewinn, wovon die AG nun locker 50 an Karl per Dividende zahlen kann und die restlichen 100 Euro (die auch Karl gehören) in eine Minieiswürfelmaschine investieren kann ;o)

Karl der Aktionär verdient also an Otto, dem Tagesgeldsparer mit :o)


3) Weil man mit Aktien so gut verdienen kann, steigt natürlich der Aktienkurs. Karl wäre ja doof, wenn er seinen 1000 Euro-Anteil, mit dem er jährlich 150 Euro verdient, für nur 1000 Euro hergeben würde.  Vielleicht gibt er seine Aktien für 2000 Euro her. Der neue Besitzer bekommt dadurch für sein eingesetztes Geld wesentlich weniger jährlichen Gewinn, liegt natürlich aber weiterhin deutlich besser als die Sparbuch- und Tagesgeldfraktion.

So einfach ist das!^^


Kommentar von Robo267 ,

Danke du wirst die hilfreichste Antwort :)

Kommentar von Zappzappzapp ,

Nett erklärt, dafür mal einen Pluspunkt.

Eine kleine Anmerkung 4) fehlt allerdings:

Wenn die Alpha AG schlechte Geschäfte macht und Verluste einfährt oder Pleite geht, dann freut sich wieder die "Sparbuch- und Tagesgeldfraktion" ;-)

Antwort
von Welling, 25

Wenn du Aktien eines Unternehmens kaufst, bist du Miteigentümer dieser Aktiengesellschaft. Angenommen, es gibt von der Unternehmung 1 Million Aktien und du hat 1000, dann bist du zu einem Tausendstel Miteigentümer.

Wenn die AG einen Gewinn erzielt und eine Dividende ausschüttet, bekommst du je Aktie den entsprechenden Betrag.

Wenn die Kurse steigen und du verkaufst, erzielst du einen Gewinn, im umgekehrten Fall einen Verlust.  

Antwort
von AntwortenBot, 37

Da gibt es mehrere Sachen.

Erstmal sei erwähnt das bei einem Aktienkauf der total Verlust der Einlage immer möglich ist, egal welche Firma.

Als Aktionär bekommt man einige Rechte, diese doch einfach mal googeln.

Hauptvorteile oder Hauptgründe für die meisten sind die Dividenden (einige AG*s bezahlen Ihren Aktionären meist einmal im Jahr eine kleine Summe, die Dividende,).

Und natürlich erhoffte Kursgewinne also sprich du kaufst die Aktie z.B. für 50 dann steigt der Wert und du kannst Sie für 55 verkaufen oder so ähnlich.

Antwort
von spellon, 34

Aktien kaufen war ursprünglich mal als längerfristige Investition gedacht. Man hilft Firmen sich aufzubauen in dem man ihnen Geld gibt. Als Gegenleistung bekommt man ein Stück von der Firma. Der Sinn für den Investor ist fast immer Geld zu verdienen oder zu halten. Ein Kenner wird mich für diese Aussage wahrscheinlich Kreuzigen, aber soweit ich es mitbekommen habe gibt es 3 Arten Aktiengeschäfte zu tätigen:

1. Riskantes schnelles kaufen und verkaufen von Aktien. Die schnellste Möglichkeit Geld zu verdienen oder zu verlieren. Gewinnen wird hier auf Dauer nur wer sich auskennt, Kontakte hat und bereit ist zu lügen und zu betrügen bzw. über Leichen geht (Beispiel Spekulation auf Nahrungsmittel die Menschen am anderen Ende der Welt in den Hungertod treiben können)

2. Investition in neugegründete Unternehmen. Hier geht man auch ein gewisses Risiko ein, kann dies aber begrenzen in dem man sich mit der Firma auseinander setzt. Je nachdem wie sich die Firma entwickelt kann man hier schnell oder sehr langsam Geld verdienen oder es sogar verlieren wenn die Firma pleite geht. (Das ist so als ob du einem Freund der gut singen kann Geld gibst damit er seine erste Platte aufnehmen kann. Klappt es wird er dir vielleicht viel mehr zurück zahlen als du ihm gegeben hast, geht es schlecht bekommst du vllt einen Teil deines Geldes oder alles wieder. Geht es komplett in die Hose siehst du dein Geld nie wieder)

3. Investitionen in Große langjährige Unternehmen bei denen man dann auch bleibt. Zum einen werden die Unternehmenswerte immer weiter steigen, auch wenn sie zwischendurch mal fallen, zum anderen werden teilweise Zwischendurch Auszahlungen an die Aktionäre verteilt wenn die Geschäftsziele erfüllt wurden.

4. Zusatz: Investitionen in Aktien die normalerweise nicht fallen können. Hier wären Edelmetalle wie Gold zu nennen. Gold wird zwangsweise immer weniger auf der Erde, daher steigt der Preis unweigerlich, aber auch relativ langsam. Solche Investitionen sind wie auch teilweise die aus 3. eher zur Sicherung des Kapitals gedacht, da Gold nicht wie Wärungen schwanken. Allerdings ist im Extremfall wie einem Krieg nur echtes Gold was man in der Hand hat etwas wert. Die Aktien allein bringen dir dann nichts ;-)


Antwort
von Nijori, 58

Man besitzt ein Teilrecht an einem Unternehmen, in der Regel ein winziges unbedeutendes aber sowas kann das Zünglein an der Waage werden(selten) und damit sehr viel Wert.

In der Regel kauft man sie einfach ein, wenn die Firma grade nichts Wert ist oder man erwartet das sie demnächst noch schwerer wird, betet das sie wirklich zulegen und verkauft die Aktie wenn es der Fall war.
Oder man schmeißt sie panisch aus dem Fenster, mit sich selbst hinterher, wenn die Firma vor die Wand gefahren ist. ;)

Antwort
von authumbla, 61

plus oder minus auf dem Konto.

Du kaufst Anteile einer Firma, die dadurch mehr Maschinen etc. kaufen kann.

Wenn das gut geht und die Firma wächst, lässt sie Dich an ihrem Erfolg teilhaben und zahlt Dir ein mal im Jahr eine Dividende. Sowas wir Zinsen. Sie muss das aber nicht tun. 

Außerdem betrittst Du mit dem Aktienerwerb die Bühne der Zocker.

Es ist völlig unvorhersehbar, wie sich eine Aktie entwickeln wird. Mal geht der Kurs rauf, mal runter, völlig beliebig.

Da Du die Aktie aber zu einem ganz bestimmten Kurs gekauft hast, nimmst Du an diesen Kurssprüngen gedanklich immer teil, aber nur gedanklich.

So lange Du die Aktie nicht verkaufst, passiert nix.

Aber:

Wenn Du die Aktie verkaufst, bekommst Du nicht das Geld, was Du mal bezahlt hast, sondern, das, wo der Kurs jetzt steht.

Kommentar von LC2015 ,

Du kaufst Anteile einer Firma, die dadurch mehr Maschinen etc. kaufen kann.

Das gilt nur, wenn man frisch emittierte Aktien kauft (z.B. bei einer Kapitalerhöhung). Wenn man Akten am Sekundärmarkt kauft (was in der Regel passiert), dann sieht das Unternehmen davon keinen Cent. Da wird Geld unter Anlegern hin und her geschoben.

Kommentar von authumbla ,

ok stimmt. 

Antwort
von annokrat, 33

wenn du nicht spekulierst, sondern dein geld lediglich längerfristig anlegen willst, viel. einerseits erhältst du jedes jahr dividende, die lediglich mit 25% als kapitalertrag versteuert wird, andererseits hat sich gezeigt, dass der wert der aktien langfristig (10, 20 jahre und mehr) steigt.

annokrat

Antwort
von hummel3, 13

Im positiven Fall bringen Aktien über die ausgeschütteten Dividenden Gewinne in deinen "Geldbeutel". - Sinkt der Wert der Aktien jedoch - dies wäre der negative Fall, dann verlierst du umgekehrt Geld, wenn du sie verkaufen willst.

Sich erfolgreich mit Aktien zu befassen erfordert also ein gewisses Know-how über wirtschaftliche Entwicklungen und überschüssiges Kapital, auf welches man nicht zeitgebunden angewiesen ist.

Antwort
von Furzer, 43

Es kann Gewinn (Dividenden) bringen oder eben totale Miesen.

Ist ein höheres Risiko schnell an Geld zu kommen.

Ich würde nicht irgendwelchen Firmen AGs Geld in den Rachen werfen und am Ende nix rausbekommen, so denkt der Furzer.

Antwort
von sarra123456, 18

Später vielleicht reich werden ...

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