Frage von Headcleaver, 50

Was bringt ein Doppel-Subwoofer?

Ich habe zwei Subwoofer mit den gleichen Daten. Allerdings in zwei verschiedenen Gehäusen. Nun überlege ich, ob ich eine neue Kiste baue, in denen ich beide Subwoofer gleichzeitig verwenden kann. Die Frage ist nur, lohnt sich das? Hört man einen deutlichen unterschied? Ich möchte den Subwoofer in meinem Auto verwenden.

Antwort
von Parhalia, 50

Durch die damit insgesamt verdoppelte Membranoberfläche inclusive verdoppelter "Antriebsleistung" kannst Du demnach auch ein grösseres gemeinsames Resonanzvolumen schaffen.

Dann klingt der Bass bei passender Resonanzabstimmung des neuen Gehäuses tiefer als in 2 kleinen Einzelgehäusen. ( sofern es bei den aktuellen Gehäusen diesbezüglich aktuell noch subjektiv wahrgenommene Mägel der optimalen Resonanz gibt )

Kommentar von dDPlayer ,

Mehr variablen hättest du in einem Text nicht unterbringen können?

Mit vergrößertem Volumen geht nicht automatisch eine höhere Bandbreite einher, genauswenig wie eine höhere Empfindlichkeit.

Denn das ist Abstimmungsfrage, und frage der Gehäuseart. Und damit hat sich die "Optimale Resonanz" als solche als Paradox erwiesen, den Subwoofer abstimmungen sind Geschmackssache.

Falls du damit Linear meintest, lineare Abstimmung aus 4xPi sind der größte Unfug den man im Auto machen kann.

Im Auto gilt One-Note Abstimmung + Durckkammereffekt.

Kommentar von Parhalia ,

Wenn Du meine Antwort richtig gelesen und interpretiert hättest, so wäre Deine Kritik insgesamt schon hinfällig gewesen.

Denn Schallresonanz ist ein Resultat harmonischer und sich gegenseitig unterstützender Wellen.

Und das bedeutet beim Schall ( Akkustik ) u.A. in der Resonanz auch ein Verhältnis aus Weg und Zeit.

Der extremste Fall wäre das sogenannte "Bandpassgehäuse".

Und abgesehen von der gesamten "Antriebsleistung" macht es natürlich einen Unterschied, welche Laufwege die Schallwellen der Membrane reflektiv im Gehäuse zurück zur Membran ( oder in der erweiterten Auslegung als "Bassreflex" ) zurücklegen müssen.

Und somit ergibt sich eine sogenannte Frequenzoptimierung selbst im einfachsten Fall schon durch die gemeinschaftliche Gehäusegrösse. 

Denn zwei mal klein sind in der Resonanzabstimmung noch lange nicht ein mal gross und tief.

Kommentar von dDPlayer ,

Die Gehäuseabmessungen sind viel zu klein um da von Reflektionen zu sprechen.

Hier geht es einfach um die Phasendrehung des Schalls der Membranrückseite durch den Helmholtzresonator. Das was du so schön als Resultat harmonischer Wellen beschrieben hast passiert erst beim Schallaustritt. In dem Gehäuse existiert dank der zu geringen Abmessungen, in nahezu jedemfall unter einigen tausend Litern, auf jedenfall ein Druckkammereffekt und keine reflektion im Sinne stehender, sich unterstützender oder auslöschender Wellen. Alles was da an den von dir genannten Effekten passiert ist der TML Effekt, und hier gehts beim Viertelwellenresonator um ein ganz anderes Thema. 

Es geht hier nebenbei um Physik, da werden Antworten nicht interpretiert sondern so wahrgenommen, wie sie sind.

"Dann klingt der Bass bei passender Resonanzabstimmung des neuen Gehäuses tiefer als in 2 kleinen Einzelgehäusen." -> Waren deine Worte.

Fakt ist -> Empfindlichkeit, Bandbreite und Volumen lassen sich gegeneinander in einem bestimmten Kausalen Zusammenhang vertauschen.

Bei zwei kleinen Gehäusen, mit einer bestimmten Abstimmfreq. erreicht man das selbe Resultat wie jenes, was man mit einem großen Gehäuse erreichen würde, wenn dort exakt das Volumen verdoppelt wurde und die Abstimmfreq. immernoch die selbe ist. Sobald es zum Stack wird ergänzen sich auch die Portlängen, Volumina und vorallem die Akustische Impedanz.

Man kann eine "Optimale Resonanz" an der richtigen Stelle wählen um zB linearität zu erreichen. Im bereich der Abstimmfrequenz hat der Lautsprecher allerdings ein Impedanzmaximum, weshalb ihm dort am wenigsten Leistung zugeführt wird, jedoch ist hier die Phasenlage am effizientesten.

Die veränderte, Pegel senkende, Phasenlage über und unter der Abstimmfrequenz wird durch die sinkende Impedanz des Lautsprechers und der damit verbunden Leistungssteigerung kompensiert. 

Wer linearität anstrebt bringt die Phasenlagen und die Impedanzen in einen sich ergänzenden Konsenz. Wer das im Auto sinnvoller Weise lässt strebt One Note an. 

Schön übrigens, dass du ein Verhältnis von Weg zu Zeit festgestellt hast. Das hätte man auch einfach Geschwindigkeit nennen können und die ist in diesemfall die Schallgeschwindigkeit, und die ist logischerweise die Grundlage für die Berechnung der Helmholtzresonanz und der Phasenabhängigen Pegel. 

Und mehr Wikipediaphysik, von einem Internet Theoretiker wie dir, tu ich mir nicht an.


Antwort
von Simon1708, 46

Härteren Bass

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