Ganz liebe Bekannte haben massive Probleme mit ihrer 18-jährigen Tochter. Bevor die Tochter 18 wurde hat sie den Eltern immer damit gedroht, wenn sie 18 ist, dann zieht sie aus. Nachdem es zu immer heftigeren Konflikten gekommen ist, haben die Eltern ihr nach einer weiteren solchen Drohung gesagt, das sie dann eben ausziehen soll. Mit einem Schlag war Ruhe. Jetzt ist sie 18 und jetzt geht dieser Terror weiter. Sie hat ihren Eltern mitgeteilt, dass sie verpflichtet sind, sie bis 21 zu verköstigen und das sie auch dulden müssen, dass sie bis 21 bei ihnen wohnt. Ich muss dazu noch erklären, dass die Eltern nichts dagegen haben, das sie auszieht. Sie können nur bis drei zählen und wissen, das ihre Tochter nicht in der Lage ist, für ihren Unterhalt selbst aufzukommen. Die Tochter hat eine Lehre geschmissen, die die Eltern bezahlen mussten. Die Tochter macht keinen Schlag zu Hause und hat nur ein Ziel, die Familie zu terrorisieren. Jeder Versuch, mit ihr zu reden, wird mit Beschimpfungen im Keim erstickt. Sie stellt nur Forderungen und die Beschimpfungen gehen von "du bist so blöd" bis "Schlampe". Das bisher Schlimmste, sie hat ihre Mutter geschlagen. Dann hat sie sich vor ihre Mutter gestellt und gesagt, sie solle sie doch schlagen, dann zeigt sie sie auf dem Jugendamt an. Müssen sich Eltern wirklich alles gefallen lassen?
ich würds mit sanktionen probieren! also die mutter soll ihr mal aus dem weg gehen um weitere handgreiflichkeiten zu umgehen, und dann dreht ihr ihr einfach den saft ab als bestrafung. also fernseher weg, internet weg, handyrechnung nicht mehr bezahlen, taschengeld streichen. es scheint als sei sie daran gewöhnt alles zu bekommen und das muss ein ende haben. dann wird sie sehen was sie ohne ihre eltern ist.
wenn es gar nicht mehr geht, sollen sich die eltern an einen psychologen der auf diesem gebiet spezialisiert ist aufsuchen. sonst eskaliert das noch...
glg, hoffe hat geholfen
Nein, Eltern sollten sich nicht alles gefallen lassen. Man sollte der Dame mal klar machen, dass sie ohne die Eltern gar nicht auf der Welt sein würde. Und klar machen sie sich Sorgen um ihre Tochter, aber dann soll sie doch mal für 2 oder 3 Monate irgendwo alleine probewohnen. Vielleicht hört das Gezicke dann ja auf. Und wenn sie so aggressiv ist, dann sollte man ihr vielleicht mal ne Therapie vorschlagen.
Meine Bekannte hat ihren Beruf aufgegeben, als ihre Tochter zur Welt kam. Sie hat einen Teilzeitjob angenommen, um sich um sie zu kümmern. Das hat sie ihr auch schon gesagt. Die Antwort der Tochter - "was interessiert mich das? Das ist doch dein Problem, wenn du unbedingt Mutter sein wolltest."

Selbstverständlich müssen Eltern das nicht. Ich kenne einen ähnlich gelagerten Fall, da hat die Mutter einen Betreuer für ihren Sohn bestellen lassen. Der hat ihm ne Wohnung (betreutes Wohnen) gesucht und Schluss war mit dem Terror.
Und wer kommt für die Kosten auf? In der Familie gibt es noch ein weiteres Kind und finanziell stehen die Eltern auch nicht so rosig da.
teardrop1109 am 1. April 2009 16:44 Das Kind kommt für die Kosten auf - der Betreuer besorgt in der Regel eine Arbeitsstelle (jedenfalls ist es bei meiner Bekannten so) und davon werden die laufenden Kosten bezahlt.
Taschen packen ...vor die Tür stellen und Schloss wechseln...
Welche Eltern bringen das fertig?
Einen Zettel auf die Tasche mit den "Vertragsbedingungen".....dann geht es...
Das ist eine gute Idee. Danke.
Ich empfehle in jedem Falle darüber nachzudenken, inwieweit ein möglicher Abstand zur Tochter finanzierbar und sinnvoll ist. Die Konfrontation mit einer weiter weg gelegenen Wohnung tut mit sicherheit sein Erstes, und das Zweite der Auszug. Wenn man das nett verpackt sollte es funktionieren. Grundlegend ist hierzu aber ein vernünftiges und ruhiges Gespräch beider Parteien notwendig. Dazu empfehle ich eine Gesprächsbegleitung durch einen Jugendpsychologen. Dies ist auch deswegen sinnvoll, da zu den negativen Reaktionen dere Tochter auch immer eine Gegenseite gehört. Ich möchte Ihnen an dieser Stelle einen kurzen Erfahrungswert mitgeben: Kinder kann man erziehen durch Grenzen setzen und Konsequenzen einrichten. Jugentliche kann man beraten und für den weiteren Lebensverlauf mit Respekt begegnen. Wird versucht die im Kindesalter gesetzten Konsequenzen und Grenzsetzungen im Jugendalter im übertriebenen Maße fortzuführen, erhält man leider den "Tyrann". Der erste Schritt muss also sein sich zu fragen: "Was haben wir u.U. falsch gemacht". Einen Fehler gegenüber der Tochter zuzugeben ist ein erster Schritt. Und dann kommt der nächste usw.

Nein auf keinen Fall müssen Eltern sich das gefallen lassen,aber es gibt immer Fehler der Eltern in der Erziehung des kindes,vielleicht wurde sie auch schon geschlagen oder beschimpft,das sehen aussenstehende nie..ich glaube wenn ein Kind ohne Liebe gross geworden ist dann wird man aggressiv...die eltern sollten sich RAT HOLEN BEIM jUGENDAMT;WENN SIE IHRE TOCHTER AUS DIESEN GRÜNDEN NICHT MEHR UNTERSTÜTZEN KÖNNEN ODER WOLLEN
Sicher sind hier irgendwo Fehler gemacht worden, aber welche? Sie ist ganz sicher nie beschimpft worden. Ich habe meine Bekannte immer bewundert, wie intensiv sie sich mit ihren Kindern beschäftigt. Ich war die ganzen Jahre voll berufstätig und konnte mich nie so intensiv um meine kinder kümmern. Ich hatte da schon manchmal ein schlechtes Gewissen.

Das Jugendamt ist hier nicht mehr zuständig. Ich würde sie rausschmeisen auch wenn es weh tut. Aber wenn es schon in schläge gegenüber der Mutter ausartet dann ist schluss mit lustig
kiramarie am 31. März 2009 22:07 Soweit ich weiß, ist das Jugendamt bis 21 zuständig.
Karabasch am 31. März 2009 22:08 In Bayern wohl nicht...
Ich glaube auch, dass das wirklich das Allerletzte ist, seine Mutter als Schlampe zu bezeichnen und sie zu schlagen.

sie hat sicher nie grenzen gezeigt bekommen. aber auch mit 18 darf sie nicht alles und die eltern müssen sich nicht alles gefallen lassen und wenn es eben zu gewalt kommt müssen sie sie eben anzeigen um ihr damit auch mal eine grenze zu stecken bis hierher und nicht weiter.ansonsten holt euch hilfe bei einem familienberater die können euch auch helfen und tips geben.und wenn sie keine ausbildung macht werden eben keine wünsche mehr erfüllt und sie muß sehen wo sie eben die neuesten klamotten herbekommt oder sonstige dinge die sie möchte.
Ich habe ihnen auch geraten, sich ans Jugendamt zu wenden. Mehr konnte ich meiner Bekannten nicht raten. Sie ist am Ende. Ich habe selbst zwei erwachsene Kinder und wir hatten auch Meinungsverschiedenheiten, was ja wohl normal ist. Aber so etwas habe ich noch nicht erlebt. Sie tut mir so leid.

Eltern müssen sich sicherlich nicht alles gefallen lassen, aber es macht den Eindruck als ob die Tochter mit der Reaktion "dann zieh doch aus" nicht gerechnet hat, da sie bis sie 18 wurde stillgehalten hat.
Erst ab 18 hat sie mit dem Terror wieder angefangen.
Für mich sieht es so aus, als ob sie den Eltern eins auswischen will. So nach dem Motto: Ihr wollt, dass ich ausziehe? - Ich zeige Euch, dass Ihr das nicht dürft.
Vllt. mal ein Ansatzpunkt.
Außerdem soll noch ein Geschwisterkind da sein. Ist es jünger oder älter? Wenn jünger könnte sich die Tochter auch benachteiligt fühlen. Sei es bei der Optik oder sonst wie...
Du hast geschrieben, sie hätte noch ein zweites Hobby: Jungen.
Das würde meine Theorie bestätigen. Sie sucht Aufmerksamkeit und Bestätigung.
Auch wenn sich die Mutter immer intensiv bemüht und auch ihren Job für die Kinder aufgegeben hat, ist das nicht gleichbedeutend mit qualitativer Zuwendung.

Nein auf keinen Fall müssen Eltern sich das gefallen lassen,aber es gibt immer Fehler der Eltern in der Erziehung des kindes,vielleicht wurde sie auch schon geschlagen oder beschimpft,das sehen aussenstehende nie..ich glaube wenn ein Kind ohne Liebe gross geworden ist dann wird man aggressiv...die eltern sollten sich RAT HOLEN BEIM jUGENDAMT;WENN SIE IHRE TOCHTER AUS DIESEN GRÜNDEN NICHT MEHR UNTERSTÜTZEN KÖNNEN ODER WOLLEN
Sicher hat sie ein tiefer liegendes Problem. Vielleicht sollten die Eltern einen Therapeut suchen oder zur Familienberatung gehen, um dort einen Weg zu finden, mit ihrer Tochter umzugehen oder ihr zu helfen.
Das glaube ich auch. Ich kann mir nicht vorstellen, das man so etwas aus Langeweile macht.

Tja, das hört sich wirklich schlimm an. Notfalls würde ich mich im Falle der Eltern ans Jugendamt wenden, auch wenn sie 18 ist, und mit ihnen gemeinsam einen Weg suchen. So gehts ja nicht! Auf der anderen Seite ist es natürlich so, dass die Eltern bis zum 25.Lebensjahr des Kindes unterhaltspflichtig sind. Wie das in solchem Extremfall aussieht, wo die Tochter auch schon einen Lehre geschmissen hat, vermag ich nicht zu beurteilen. Auf jeden Fall würde ich ihr erstmal alle Vergünstigungen u. Bequemlichkeiten streichen u. würde ihr das auch in aller Deutlichkeit sagen u. konsequent durchziehen.Notfalls u. wenn die finanziellen Mittel ausreichen, würde ich sie tatsächlich an die frische luft setzen u. ihr ein möbiliertes Zimmer oder ähnliches anmieten. Aber dann wäre endlich Frieden u. das Frl. Tochter besinnt sich dann vielleicht doch noch u. kriegt ihr Leben in den Griff.
Danke.

sie müssen weder das eine angesprochenen noch das andere (siehe 21 und so), geschweige denn demütigen und beschimpfen lassen
Säckchen packen und ab vor die Türe..sie ist ERWaCHSEN
Ich bin auch der Meinung, das sie sich das nicht gefallen lassen müssen. Irgendwo muss eine Grenze sein und die ist hier schon weit überschritten.
STRESS,schlecht erzogen!!!
Ich verstehe die Antwort so, dass die Tochter Stress hat. Wenn ja, warum redet sie nicht mit den Eltern darüber? Schlecht erzogen ist sie ganz sicher nicht.
Vielen Dank für die vielen und schnellen Antworten. Ich werde diese ausdrucken und meiner Bekannten geben. Ich hoffe sie nimmt es mir nicht übel, das ich auf diesem Weg Rat gesucht habe. Aber ich bin so aufgewühlt und ich möchte ihr so gerne helfen, auch weil mir beide in einer sehr schweren Zeit hilfreich zur Seite gestanden haben.
Selinamylove am 9. Mai 2009 16:26 aber lass ihnen auch zeit damit fertig zu werden. Ich hatte auch so ein Problem in der Familie und wollte helfen, weil... Und jetzt will ich mit ihnen nix mehr zu tun haben, weil sie das falsch verstanden haben und mir nie gesagt hatten, dass sie ( die Eltern und das dortige Terror-Girl) diese Hilfe nie gewollt hatten. Du hast aber auf jeden Fall richtig gehandelt !!!
Tut mir leid, dass ich mich erst jetzt melde, aber ich habe keine Nachricht erhalten, dass noch Antworten eingegangen sind. Nachdem ich mit der Tochter mal gesprochen habe, gab es eine Aussprache zwischen ihr und ihren Eltern, bei der ich anwesend war, um das ganze in ruhigen Bahnen zu halten. Das war auch nötig. Zwischenzeitlich wollte die Tochter immer mal wieder verschwinden, doch leider hatte sie mir versprochen zu bleiben und das Versprechen hat sie dann auch gehalten. Ich hatte schon das Gefühl, dass sie reden wollte, aber nicht wusste wie. Im Moment läuft es mal besser und mal schlechter. Aber sie reden wenigstens wieder miteinander. Ich glaube schon, dass sie gemerkt hat, das sie den Bogen überspannt hat. Ich kann euch allen nur noch einmal danken.
Danke erst einmal für die schnellen Antworten. Mit einem Schlag war mein Postfach voll. Ich werde mich jetzt mal langsam von oben nach unten durcharbeiten.

Hat das Mädchen noch andere Hobbys, außer terrorisieren?
Ja. Jungen.
Selinamylove am 9. Mai 2009 16:22 haha, das is kein Hobby

da ist einiges schief gelaufen...
keine antwort, leider
Trotzdem Danke.

Tja ein typisches Beispiel, dafür wie das heutige soziale Umfeld versagt.
Ich glaube nicht, das dies ein Einzelfall ist. Ich glaube, das dies die Folgen von falschen Gesetzen sind.
Selinamylove am 9. Mai 2009 16:21 Das hat weder was mit sozialem Umfeld noch was mit Gesetzen zu tun, den wahren Grund kennt nur das Terror-Girl selber. Und da müßte man sie mal allein lassen um sie dazu zu bringen, sich Jemandem anzuvertrauen. Die Eltern müssen ihr m.E. ein Ultimatum stellen: entweder sie sagt, warum sie so auf Terror aus ist und macht selbst Vorschläge zur Abhilfe , ansonsten dürfen sie ihr vorerst auf befristete Zeit jegliche Unterstützung versagen und vorher das Jugendamt davon informieren. Absicherung ist in dem Fall alles. Leider ist das auch kein Einzelfall.
Ich glaube nicht, dass sie sonderlich verwöhnt ist, dazu fehlt den Eltern das Geld. Sie muss schon für Handyrechnungen aufkommen und das Taschengeld wurde mit Aufnahme einer neuen Lehre auch gestrichen. Ich frage mich, was ein Kind dazu bewegt, so etwas zu tun.