Frage von Abdelrahman1000, 18

Was bringt der Kündigungsschutz für Aushilfen?

Hallo Leute, ich bin seit über 2 Jahren als Aushilfe beschäftigt. Nun kam die Kündigung. Bei zwei bis unter fünf Jahren Beschäftigungsdauer beträgt die Kündigungsfrist "einen Monat zum Ende eines Kalendermonats", vgl. § 622 Abs. 2 Nr. 1 BGB. Folgende Frage: Als Aushilfe ist der Chef ja nicht gezwungen, eine bestimmte wöchentliche Arbeitszeit einzuhalten, was bringt dann die Kündigungsfrist? Dann ist doch im Grunde der Arbeitnehmer offiziell noch 1 Monat im Unternehmen, wird aber nicht mehr im Dienstplan berücksichtigt? Kann man den Arbeitgeber rechtlich gesehen innerhalb dieses Monats dazu "zwingen", die bislang durchschnittliche Arbeitszeit einzuhalten und mich weiterhin einzuplanen?

Antwort
von DerHans, 13

Deine Mindeststundenzahl ergibt sich aber aus deinem 450 € Vertrag.

Wenn du nicht eingesetzt wirst, muss dir diese Zeit trotzdem bezahlt werden.

Falls der Chef sich weigert, kannst du vor dem Arbeitsgericht klagen. Das ist KOSTENLOS und du brauchst auch keinen Anwalt.

Dabei kannst du dann auch gleich den bezahlten Urlaub und die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall mit einklagen.

Kommentar von Familiengerd ,

Wo steht denn in der Frage, dass es sich um einen Minijob handelt oder dass es keinen bezahlten Urlaub und keine Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall gibt?

Wenn hier tatsächlich keine Stundenzahl vereinbart worden sein sollte, dann gelten die Mindeststundenzahlen (wöchentlich oder täglich) nach dem Teilzeit- und Befristungsgesetz TzBfG § 12 "Arbeit auf Abruf" Abs. 1, für die der Fragesteller trotz Nichteinteilung zur Arbeit zu bezahlen ist.

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