Was braucht man, um eine (gute) Lehrerin zu werden?

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3 Antworten

Hallo supergirl

das Interesse und Fähigkeiten in den jeweiligen Fächern schafft schon mal eine gute Voraussetzung.

Mathe ,Politik, Deutsch, kath. Religion, Physik, Musik, Bio, Chemie.

Man studiert in der Regel zwei Fächer.

Du musst selbst entscheiden und das wird sich sicherlich auch noch in den nächsten zwei Jahren herauskristallisieren.

Zu den Fächern kann man so grob sagen, dass es bei fast gleicher Begabung und Interesse, sinnvoll wäre, gefragte Mangelfächer zu wählen, um später gute Einstellungschancen zu haben.  Das sind  und werden auch bleiben zumeist Chemie, Mathe, Physik. Zu beachten ist auch, dass nicht alle Fächerkombinationen zusammen studiert werden können. Wenn du auf Gymnasium /Gesamtschule studierst, hast du je nach Bedarf nicht unbedingt die 100% Chance auf einem Gymnasium zu unterrichten. Das sollte man auch wissen. Das sind aber Fragen, die du noch später recherchieren kannst. dazu kannst du ja in der 11, 12 zur nächsten Uni zur Beratung fahren. Manche Unis haben auch TAge der offenen Tür für Schüler.

Sprachen und Geisteswissenschaften sind in der Regel so genannte Korrekturfächer.
Die Korrektur der Klausuren kann schon Zeit in Anspruch nehmen. Wie du weißt, schreibt ihr da so einiges in den Klausuren.  Die Korrektur erfordert also Zeit.Das siehst du dann in der 11 und 12. Klasse selbst.

Deine Schüchternheit kann sich noch geben.   Du bist ja noch jung. Das kann man ja üben, indem man sich ausprobiert :-)  Mach das ruhig mit der Nachhilfe. Zu persönlichen Kompetenzen als Voraussetzung, würde ich  Durchsetzungsvermögen, Selbstbewußtsein, Emphatiefähigkeit, Kommunikationsfähigkeit dazu aufzählen. Es wird nicht immer einfache Schüler geben, so wirst du auch erlernen müssen, Konflikte auszuhalten und sich selbst abzugrenzen. 

Frage ruhig mal deine Lehrer, wie die ihren Beruf beschreiben.

Ansonsten ist ein Praktikum vor dem Studium Pflicht. Falls du nach dem Abi noch keine Entscheidung gefällt hast oder auf einen Studienplatz wartest, empfehle ich dir den Bundesfreiwilligendienst in einer Schule zu absolvieren. Es ist nicht an allen Schulen möglich, da diese ja ihre Praktikanten aus dem Studium und Rferendare betreuuen müssen. Da gibt es aber durchaus die eine oder andere Möglichkeit. Gegebenfalls auch in anderen Bildungseinrichtungen, die z.B. Stützunterricht durchführen.

Wichtig wäre für dich herauszufinden, wie du mit Jugendlichen zurecht kommst (momentan bist du selbst noch eine) und ob du in der Lage bist, komplexe Sachverhalte einfach zu vermitteln.

Hier ein kleiner Film über den Beruf, den ich persönlich gar nicht so unrealistisch finde:

http://www.ardmediathek.de/tv/Quarks-Co/Der-Lehrer-das-unbekannte-Wesen/WDR-Fernsehen/Video?documentId=11473696&

Gruß

Gugu

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Kommentar von Ruehrstab
22.11.2015, 13:18

Ein hilfreicher und sachgerechter Rat. So soll das sein ... :)

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Ganz ehrlich: geh doch mal zur Berufsberatung oder mach mal Berufsfindungstests im Internet. Du bist ja noch jung (ja ich weiß, der Satz ist doof, aber es stimmt) und Lehramt scheint oft nur eine sehr einfache Wahl. Vielleicht hast du ja noch ganz viele andere Interessen? Vielleicht gibt es ja Berufe, in denen du alle Fächer abdeckst? Ich würde mich nicht auf Lehramt festlegen, solange du nicht andere Möglichkeiten auch in Betracht gezogen hast. Was man für Lehramt braucht? Du musst gleichzeitig Unterhalter, Autoritätsperson und Vertrauensperson sein. Das erste ist besonders wichtig. Hört dir deine Klasse auch an einem Freitag um 15 Uhr noch bei einem Referat zu? Wenn ja, ist deine Schüchternheit auch egal. Dann kannst du die Leute unterhalten und somit auch unterrichten.

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Was braucht man, um eine (gute) Lehrerin zu werden?

Neben dem Fachwissen?

Gaanz viel Geduld, starke Nerven, Selbstbewusstsein und eine gute Portion Humor.
Schau dich hier mal auf den entsprechenden Seiten um (Schule, Schüler, Lehrer), und du weißt, womit du es (auch) zu tun hast.
In den letzten Jahren scheint der Lehrer vom Erwachsenen mit mehr Wissen als dem eigenen zum automatischen Feind mutiert zu sein. Und du weißt es selbst - Schüler entscheiden innerhalb weniger Sekunden, ob der/die Neue "nett" ist oder eine "Flasche".
Auf jeden Fall musst du dies

Mein 'Problem' ist, dass ich ein wenig schüchtern sein kann..

unbedingt in den Griff bekommen.

Mangelfächer - die ändern sich natürlich. Und auch noch während deines Studiums. Im Moment sind Mathe und die NW-Fächer gefragt, kath. Reli wohl auch noch, aber Deutsch scheinen fast alle zu lieben und zu studieren.
Zu Musik - du bist auch mal 60. Da finden deine Ohren das Gejohle und Gekreische nicht mehr ganz so prickelnd, und immer noch hast du Jahre vor dir...

Bei Sek II solltest du bedenken, dass du oft und gern auch im Abi eingesetzt wirst - das ist nochmal zusätzlich heftiger als der ohnehin schon hohe Arbeits~ und Korrekturaufwand.

Und nein - ausreden will ich dir nichts, aber realistisch solltst du drangehen, an deine Berufswahl.

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