Frage von veronicapaco, 62

Was braucht ein Pferd alles an Papieren?

Ich überleg mir in Ca 1,5 Jahren ein Pferd zu kaufen.. Ich lese immer wieder von Papieren oder Ewu einbezahlt und so weiter und blicke einfach nicht durch. Was braucht ein Pferd wirklich für Papiere? Woher kriegt man die? Wie viel kostet das?

Expertenantwort
von Sallyvita, Community-Experte für Pferde, 45

Wichtig ist der Equidenpass. Den sollte ein Pferd auf jeden Fall bereits haben. Wenn es kein Mix ist, dann noch die Eigentumsurkunde und den Abstammungsnachweis des Zuchtverbandes, z.B. Westfalen, Holsteiner, Selle Francais, KWPN, etc. 

hat das Pferd keine Eigentumsurkunde eines Zuchtverbandes, würde ich auf einen schriftlichen Kaufvertrag Wert legen, um meine Besitzansprüche geltend machen zu können.

Ach ja - keine Papiere im herkömmlichen Sinne, aber auch extrem wichtig: eine AKU, eine tierärztliche Ankaufuntersuchung, die den Gesundheitszustand des Pferdes transparent macht und für oder gegen einen Kauf spricht.

Antwort
von VanyVeggie, 23

Das Pferd braucht lediglich Equiden - und Impfpass. Wenn es von einem seriösen Züchter stammt, dann eben noch die Zuchtpapiere. 

Expertenantwort
von Dahika, Community-Experte für Pferde, 5

Ein Pferd muss einen Equidenpass haben. Es darf hierzulande eigentlich kein Pferd mehr ohne diesen Pass geben.

Rassepferde müssen dazu noch Papiere haben, die die Abstammung belegen. Die sind wichtig, da Pferde, die einer bestimmten Rasse angehören, dies durch ihre Papiere belegen. Diese Pferde sind teurer als papierelose Pferde, wenn auch nicht unbedingt besser. Allerdings kann ein Experte an Hand der Papiere schon oft sagen, wie das dazugehörige Pferd wohl ist.
Meine RL kann anhand der Abstammung bei dt. Sportpferden sehr wohl sagen, welche Stärken, welche Schwächen und welche Probleme das jeweilige Pferd haben kann (aber nicht haben muss!).

Ich besitze beispielsweise eine arab. Vollblutstute. Sie hat kein Brandzeichen, das ist bei Arabern nicht üblich. Ihre Rasse, ihre Reinrassigkeit, wird nur durch ihre Papiere mit der Abstammung belegt. Wenn sie diese Papiere nicht hätte, würde sie als papiereloses Endmaßpony, das halt aussieht wie ein Araber,  durchgehen, wäre dann aber um einiges billiger.

Wenn ich also ein Pferd einer bestimmtenn Rasse kaufen will, dann frage ich natürlich immer nach den Abstammungspapieren. Wenn diese nicht vorliegen, winke ich ab. Jedenfalls bei Pferden, die kein Brandzeichen haben.

Aber ob Rasse oder Mix, jedes Pferd muss den Equidenpass haben. Jedes. Auch der klapprigste Weideunfall.

Ach ja, und die Eigentumsurkunde natürlich auch. Die ist getrennt vom E.Pass aufzuheben. Aus Sicherheitsgründen.

Antwort
von Michel2015, 18

Der Equidenpass ist EU-Vorschift für jedes Pferd/Equiden.

Dieses Ausweisdokument hat man mit sich zu führen soweit das Tier transportiert wird. Entegegen der Meinung von Freizeitreitern, Impungen seinen nur etwas für Turnierreiter, gibt es eine Impfpflicht für alle, der hat man nachzukommen und diese ist im Pass vermerkt. Thema Seuchenschutz. In machen Ställen fliegt man raus oder das Pferd wird auf Kosten des Einstellers geimpft.

Dazu sollte man als zweites Dokument, die Eigentumsurkunde besitzen. Viele haben diese nicht. Dann sollte man selbst wissen was man tut.

Die Papiere kosten dem Züchter Geld, nicht Dir, nur das Umschreiben. In der Schweiz nehmen die Züchter ca. 100 Franken auf den Kaufpreis für den Pass.

Kommentar von VanyVeggie ,

Ich bin zwar keine Impfgegnerin, aber alles impfen tu ich auch nicht. Hab noch nie einen Stall gesehen der einen raus wirft, weil man nicht mehr gegen z.B Influenza oder Herpes impft. Dazu ist man auch nicht verpflichtet, ausser eben auf Turnieren.

Kommentar von Michel2015 ,

Das ist das übliche Reiterlatein, aber damit sind sehr viele unterwegs. Tote Pferde haben wir wegen solcher Einstellungen in diesem Land ja jedes Jahr genug.

Ein totes Pferd fasst sich ganz anders an, musst mal versuchen. Schlimmer noch, wenn sie erbärmlich eingehen und noch bevor der TA die Todesspritze setzen kann, leiden dass man nächtelang nicht mehr schlafen kann. Wenn Du sie wegbringst (hinter die Halle wo die Kinder sie nicht sehen), bindest Du die Beine zusammen und ziehst sie mit dem Vorderlader nach oben. Musst nur aufpassen, dass der Kopf nicht am Boden schleift.

Du hast noch nie einen Pofistall gesehen, wolltest Du sagen.

Kommentar von Baroque ,

Michel2015, auch wenn's jetzt vom Thema weg geht: Tetanus sind meine geimpft, doch nicht jährlich, weil bei weitem genug Titer noch vorhanden ist, im Schnitt jetzt alle 5 Jahre nach Titerprüfung. Warum sollte ich mehr impfen, das hilft dem Immunsystem nicht?

Influenza in einem sinnvollen, vom Impfstoffhersteller angegebenen Turnus und nicht in dem Wahnsinn von der FN, die eine Regel hat, die kaum jemand nachvollziehen kann. Andere Pferdesportverbände, z.B. die Galopper verlangen es für die Bahn seltener, also was soll das?

Und Herpes: Da solltest Dich vielleicht einfach mal mit den Aussagen der Forscher beschäftigen, die in letzter Zeit damit auch in die Öffentlichkeit gehen. Die Impfstoffe sind nämlich ca. 30 Jahre alt, haben mit den heutigen Viren gar nichts mehr zu tun und so lang der alte Kram gekauft wird, werden keine Entwicklungsbudgets für Impfstoffe, passend zu unseren heutigen Herpesviren freigesetzt von der Industrie. Leider verlaufen auch bei den geimpften Pferden die Erkrankungsfälle zu höherem Prozentsatz letal als bei denen mit natürlich aufgebautem Immunsystem.

Wenn Dir das taugt ... mir nicht ... und wennst mal neben Platitüden äußern Zeit hast, was zu lesen, sieh Dir halt mal die Veterinärartikel an.

Kommentar von Michel2015 ,

Die Ursache für viele krepierte Pferde findest Du sicher nicht in Deinem Veterinärblättchen.

Grund vieler, "Platitüden", ist vielmehr das arglose Verhalten der Tierhalter.

Ansonsten danke für den Vortrag den ich so nicht bestätigen will. Denn das Veterinärblättchen aus der Schweiz ist nochmals anders verfasst.

Aber Du hast Recht, es weicht von der Frage ab.

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