Frage von Niceoo, 69

Was bleibt nach der Ausbildung in der Ausbildungakte?

Bleiben z.B verwarnungen nach der Ausbildung noch in der Akte stehen ? Mein neuer Arbeitgeber(anderer Beruf) fordert die nämlich ein... ich habe keine Abmahnung, nur eine Verwarnung. Aber Ich möchte ungern das man das sieht... ich mach mir nämlich noch sorgen, dass es trotz zusage platzt. hoffe auf eine schnelle beruhigende Antwort !

Antwort
von Niceoo, 43

Ich fange bei der Polizei eine lehre an. Und die wollen jetzt kurzfristig noch die Ausbildungsakte sehen. Denke schon das es erlaubt ist. Aber da die Verwarnung mit einer Auseinandersetzung mit einem Kollegen  zu tun hat, mach ich mir halt sorgen ! Da ich noch als Angestellter dort gearbeitet habe, bekomme ich noch ein Arbeitszeugnis, klar. Aber die wollen lieber die Ausbildungsakte sehen

Kommentar von Nightstick ,

Ich gehe davon aus, dass es sich bei dem ehemaligen Ausbilder um um ein privates Unternehmen handelt.

Dass ein solches Unternehmen eine Personalakte (hier eines ehemaligen Auszubildenden) an irgendeine Institution herausgeben muss, ist auch für mich aufgrund der Datenschutzrichtlinien undenkbar.

Ich würde den ehemaligen Ausbilder auffordern, das zunächst einmal nicht zu tun. Dann müsste die Polizeibehörde ihre Berechtigung dafür nachweisen. Dann sehen wir weiter...

Kommentar von Niceoo ,

Nein mein ehemaliger Arbeitgeber ist die BVG. Frage stellt sich noch : muss ich mir sorgen machen, dass es aufgrund der auseinandersetzung noch zur absage kommt ?

Kommentar von Nightstick ,

Die BVG Berlin ist eine „Anstalt des öffentlichen Rechts“ (AöR). Als solche wird eine Verwaltungseinrichtung bezeichnet, die mit einer öffentlichen Aufgabe betraut ist, welche ihr per Gesetz oder per Satzung zugewiesen worden ist. Demnach zählt sie zu den juristischen Personen des öffentlichen Rechts, wobei zu beachten ist, dass dies nur bei den vollrechtsfähigen AöR der Fall ist.


Die AöR ist eine relativ neue Rechtsform für die öffentlich-rechtlichen Unternehmen; deren erste Regelung erst im Jahr 1994 zur Vermeidung von Privatisierungen im Zuge des Berliner Betriebegesetzes in Kraft trat.

Anstalten öffentlichen Rechts können entweder rechtlich aus der allgemeinen Staatsverwaltung ausgegliedert sein und somit eine eigene Rechtspersönlichkeit besitzen, welche ihnen eine unabhängige Erfüllungihrer Tätigkeiten gestattet, oder aber sie sind rechtlich Teil einer juristischen Person, ohne eine eigene Rechtspersönlichkeit inne zu haben und dürfen somitnur unselbständige Verwaltungsleistungen erfüllen (beispielsweise staatliche Schulen).

Insofern ist die Frage nun natürlich schwer zu beantworten, ob der ehemalige Ausbilder berechtigt oder ggf. sogar verpflichtet ist, die besagte Akte herauszugeben.

Bekannt ist allgemein, dass "Behörden untereinander" alle Informationen bekommen, die sie haben wollen.

Insofern musst Du mit der Weitergabe der von Dir nicht gewünschten Informationen rechnen. Ich empfehle Dir, Dich nach meinem oben genannten Vorschlag zu richten.
 

Kommentar von Niceoo ,

Da diese Einsicht notwendig ist und ich sie telefonisch erlaubt habe gehe ich von aus, dass sie ihre Infos bekommen. Ist nur zu erhoffen das es keine Auswirkungen hat. Ich habe gedacht  das verwarnungen aus der AktE evtl. Verschwinden.

Kommentar von Nightstick ,

Ohne das Zutun des Azubi´s bzw. Mitarbeiters verschwinden solche Dokumente überhaupt nicht aus einer Personalakte!

Hier gäbe es nur die eine Möglichkeit, an den Ex-Ausbilder haranzutreten, ihm die Situation zu erklären und darum zu bitten, das besagte Schriftstück (kulanter Weise) herauszunehmen. Vielleicht hat er Verständnis und macht es.

Einen Anspruch auf Herausnahme hättest Du m.E. nach nur, wenn der Sachverhalt verjährt wäre (ich schätze bei diesem Inhalt nach etwa fünf Jahren).

Viel Glück!

Kommentar von Niceoo ,

Werde ich machen, danke !

Meinst du ich muss mir um die Einstellung Gedanken machen? Kommt nochmal was auf mich zu ? Wie gesagt zusage habe eig. ich schon.

Kommentar von Nightstick ,

Was soll ich dazu sagen?

Insgesamt wäre es besser gewesen, wenn es keinen Anlass zu dieser Verwarnung gegeben hätte.

Ich kenne den zeitlichen Ablauf nicht, z.B. ob die Anforderung der Akte schon geschehen ist usw. Das Einzige, was mir dazu noch einfällt, um ggf. die Auswirkungen abzumildern, ist, dass Du eine Gegendarstellung (in diesem Fall vielleicht mit dem Charakter einer Kommentierung) fertigen könntest, die der Ex-Ausblider dann zur Akte nehmen muss.

Nochmals viel Glück - von der ganzen Sache geht die Welt nicht unter! Aber Du kannst Dich gerne später noch einmal melden, ob es in Deinem Sinne geklappt hat!

Gruß @Nightstick

Antwort
von Schmackofax, 41

Er hat doch kein Recht auf Teile deiner Personalakte bei einer anderen Firma. Er kann nur auf einem Zeugnis bestehen, und darin darf von einer Verwarnung nichts stehen. Die Personalakte unterliegt strengem Datenschutz!! Hast du ein Zeugnis deiner alten Firma?

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