Frage von meinneuesleben, 17

Was bleiben mir noch für Möglichkeiten ich will doch einfach nur Hilfe haben!?

Ich war in der Psychiatrie. Das war gut, ich habe viel gelernt aber auch viele Wunden geöffnet, die viel zu lange geschlossen waren.

Ich warte deswegen noch auf einen ambulanten Therapieplatz.

Naja nach der Entlassung ging es mir es richtig, richtig mies. Ich bin dann zum Hausarzt und habe wieder eine Einweisung erhalten.

Also bin ich wieder in die Klinik und wurde abgelehnt. Ich wurde an den Ambulanzservice verwiesen. Dort habe ich dann lediglich einen Termin bekommen, der zwei Wochen später stattfinden sollte.

Ich war also wieder alleine und habe angefangen mich enorm zu ritzen. Weit aus mehr, als je vor dem Klinikaufenthalt

Naja der Termin war heute und ich dachte ich bekäme endlich Hilfe!

Aber auch in dem Gespräch mit der Psychiaterin hat sich nichts getan. Sie meinte lediglich, dass ich zu jung sei (19Jahre), um mir etwas verschreiben zu können und wenn ich mich nicht umbringen will, wäre ja auch alles halb so schlimm...

Um sie ein bisschen in Schutz zunehmen muss ich zu geben, dass ich vor Nervosität vergessen habe zu erwähnen, dass ich mich regelmäßig selbst. Vor allem nach dem Aufenthalt ist es ja noch viel schlimmer geworden.

Gegen meine Schlafstörung will sie auch nichts unternehmen. Außer vielleicht in vier Wochen, wenn sich dann nicht plötzlich, wie durch ein Wunder etwas verändert hat. Denn diesen Termin hat sie mir noch mitgegeben.

Aber sonst eben nichts. In meiner Verzweiflung habe ich heute natürlich schon wieder geritzt und ich kann grade einfach nicht mehr, Dank diesem Gespräch geht es mir schon wieder schlechter, obwohl ich keine eindeutigen Suizidgedanken mehr habe. Das Leben ist mir momentan so gleichgültig und ich weiß einfach nicht mehr weiter.

Ich brauche so dringend eine Therapie und stehe ja auch schon auf einer Warteliste, aber ich weiß nicht wie lange ich den ganzen Mist noch mitmachen kann.

Hat jemand eine Idee, wie ich schnell Hilfe bekommen kann?

Antwort
von schokocrossie91, 11

Nicht jede Klinik ist gleich. Sich vor Therapieangeboten zu verschließen ist kontraproduktiv. In jeder größeren Stadt gibt es eine psychiatrische Ambulanz im Krankenhaus, die dich auffangen und dir bei der Therapeutensuche helfen kann. Wenn es also nicht geht, ab in die Ambulanz. Und wechsel um Himmels Willen die Psychiaterin, die klingt inkompatibel zu dir.

Kommentar von meinneuesleben ,

wogegen verschließe ich mich denn? Ich will lediglich nicht mehr zurück in die Klinik bzw in die Klinik, die sonst noch zuständig wäre. Das hat aber auch seine Gründe (wenn man nach keinen 10 Minuten mit Borderlinediagnose abgestempelt wird, verliert man ganz leicht das Vertrauen...)

Kommentar von schokocrossie91 ,

Du hattest in einem Kommentar geschrieben, du willst nicht mehr in eine Klinik, darauf habe ich mich bezogen. Mein erster Klinikaufenthalt war auch grausig und ich würde da nicht mehr gegen Geld reingehen, mein zweiter in einer anderen Klinik war schon viel besser. Auch bei Kliniken hat man eine gewisse Wahl, wenn auch nicht im absoluten Notfall, aber deswegen kannst du dich ja jetzt um eine geeignete Klinik informieren.

Kommentar von meinneuesleben ,

Mein Klinikaufenthalt war gar nicht so übel, aber das würde mich dennoch nicht weiter bringen. Außerdem gibt es hier nur diese zwei Kliniken. Die eine nimmt mich nicht mehr auf und in die andere werde ich keinen Fuß mehr reinsetzen!

Kommentar von meinneuesleben ,

und dass das nichts bringt, sage auch ich nicht, das hat man mir schon in der Klinik mitgeteilt. Die nachfolgende Schritte müssen ambulant in Angriff genommen werden...

Kommentar von schokocrossie91 ,

Wie gesagt, man kann sich Kliniken auch aussuchen. In meiner zweiten Klinik war ich auch mehrere 100 km entfernt von Zuhause, trotz näherer Möglichkeiten. Eine Meinung hat überhaupt nichts zu heißen. Mein erster Therapeut hat gesagt das ist nur die Pubertät, dabei war und ist es Borderline. Mir wurde auch schon gesagt, ich sei ein hoffnungsloser Fall, aber das entscheide immer noch ich.

Kommentar von meinneuesleben ,

Das ist dann aber keine Psychiatrie mehr, sondern eher eine rehaklinik und es würde mir wirklich nicht weiterhelfen, wenn ich noch mal in einer Klinik wäre Außerdem brauche ich akut Hilfe und habe keine Lust auf ewig lange Wartezeiten...

Kommentar von Seanna ,

Genau DAS ist das Problem: "brauche ich akut Hilfe" - das entscheidet der Arzt - Psychiatrie ist eben eine Mangelverwaltung und bei jedem ist es ganz dolle schlimm und ganz dolle dringend - da entstehen eben Wartezeiten und die nimmt man hin oder spielt das Rumpelstilzchen, was einen nicht weiter bringt und dafür sorgt nicht ernst genommen zu werden. "keine Lust auf Wartezeiten" - tja, und das System hat "keine Lust" auf nörgelnde Patienten, es hilft vor allem nicht zu nörgeln. Wenn dir Wartezeit schon zu lästig ist, lass die Therapie bleiben - das ist deutlich anstrengender und benötigt mehr Motivation als warten. "eher eine reha klinik" - falsch: Es gibt auch nicht sektorisierte Psychiatrien und Psychotherapie-Einrichtungen, auch sektorisierte, die übergreifend aufnehmen. Abgesehen davon ist der größte Unterschied zwischen Krankenhaus und reha der Träger und du willst mir nu nicht erzählen dass dir wichtig ist, wer das Ding gebaut hat und finanziert....

Kommentar von meinneuesleben ,

jo und mein Arzt hat entschieden, dass ich eingewiesen werden sollte und hat mir die Einweisung mitgegeben nur leider hat die Klinik mich nicht aufgenommen (auch nicht mit Wartezeiten)! Und ich habe keine Lust wieder irgendwo für ein paar Wochen etwas anzufangen, um danach wieder alleine klar kommen zu müssen. Das ergibt keinen Sinn!

Kommentar von meinneuesleben ,

Das mit dem Träger ist sehr wohl ein entscheidender Faktor, weil der Kostenträger ein anderer ist bzw weil die Aufnahme anders verläuft.

Kommentar von schokocrossie91 ,

Sorry, aber das hört sich nach einer Ausrede nach der nächsten an. Es gibt keine konkrete Hilfe bei psychischen Krankheiten, dass ist keine Erkältung, bei der man einfach Aspirin schluckt und gut ist. Psychische Krankheiten können nur mit Offenheit und dem Willen nach Besserung in den Griff bekommen werden. Ich höre nur "Ich will dies nicht, ich will das nicht" - aber so ist es halt. Man muss eben warten, man kann nicht einfach etwas schlucken, man muss reden und man muss leiden. So ist das. Ich kämpfe seit über zehn Jahren mit Borderline und Essanfällen, es wird nicht besser wenn man sich hinsetzt und eine Lösung auf dem Silbertablett erwartet. Von diesen über zehn Jahren war ich vielleicht insgesamt zwei in psychologischer oder psychiatrischer Betreuung, aber die größte Arbeit leistet man immer noch selbst. Selbstreflektion, Ursachenforschung und sich immer wieder fragen "Was kann mir, wenn auch nur kurz, auf nicht destruktive Weise helfen?" Ausprobieren. Nur so funktioniert das, die Eigenarbeit nimmt einem niemand ab.

Kommentar von meinneuesleben ,

mir ist schon klar, dass ich etwas tun muss und dass es nicht einfach ist aber ich will etwas tun! Ich will am liebsten gestern mit der Gesprächstherapie anfangen! dass es nicht leicht wird, habe ich schon erleben können, aber ich will eben irgendwann aus diesem Loch raus! Und ich weiß dass die ganze stationäre Aufnahme ganz egal wo, zwar helfen könnte, damit es mir ein bisschen besser geht, aber langfristig ist das nichts. Ich erwarte gar nicht, dass ihr mir sagt gegen Depression hilft Aspirin, nimm das! Ich will nur gerne etwas in Angriff nehmen und nicht mehr vor mich hin vegetieren und zusehen, wie ich anfange Probleme wieder zu verdrängen. Ich ritze mich teilweise auch deswegen, um mich selbst immer wieder daran zu erinnern, dass ich Hilfe brauche. Ich verdränge leider viel zu schnell und viel zu gut, was im Endeffekt natürlich Mist ist. Auf der anderen Seite möchte ich gerne etwas gegen diese ganzen negativen Gedanken tun und gegen meine Schlafstörungen...

Antwort
von Cari1006, 7

Hallo :3
Also diese Antwort "du bist zu jung" ist irgendwie nicht wirklich sinnvoll ich bin selbst 15 und bekomme Medikamente

Aber ich finde du solltest schon alles sagen... und dann würde ich mal schauen was bei rum kommt... aber mach dir jetzt nicht alzu große Hoffnungen das du sofort ein Medikament bekommst. Die geben das wirklich nur wenn sie es für nötig halten.

Wünsche dir jedenfalls alles gute :)

Kommentar von meinneuesleben ,

schon klar, dass ich alles sagen sollte. Das hatte ich auch vor aber da das Gespräch einfach komplett anders verlaufen ist, war ich furchtbar überfordert...

Kommentar von Cari1006 ,

naja so erst Gespräche sind immer etwas schwer... aber dann kann man es ja auch beim nächsten mal noch machen , denke ich! ich hoffe einfach das du es schaffst ^^

Kommentar von meinneuesleben ,

Das nächste mal gibt es vermutlich gar nicht mehr... Aber danke...

Antwort
von Springbonnie, 4

Also ich würd gern wissen was du hast ? rede mit vertrauten darüber schreibe ein tagebuch und für sowas brauch man net immer ne therapie weil der mensch stark genug sein kann wenn er will. tue einfach dinge dir helfen gegen diese probleme anzukommen  aber bitte net ritzen das ist schlecht

Antwort
von schloh80, 7

Ähem, du spielst nicht mit offenen Karten und wunderst dich, dass keine korrekte Diagnose gestellt werden kann und du keine passende Hilfe bekommst? Aha!

Ich denke, es wäre jetzt an der Zeit, dass du eine Entscheidung triffst, ob du wirklich etwas verändern und an dir arbeiten möchtest.

Beim nächsten Termin bitte also alle Karten auf den Tisch legen und um Aufnahme in ein DBT Programm bitten und fertig. Das geht natürlich auch  nicht von jetzt auf gleich, aber das kann auch niemand erwarten.

Und seien wir ehrlich, die geht es nicht zum ersten Mal so, das hattest du schon oft. Es gibt keinen Grund, dass es jetzt aber sofort Angebote, die außerdem alle erraten sollen, für dich mit rotem Teppich zur Verfügung stehen.

Sorry für die harten direkten Worte, aber diese Vermeiderei bringt einfach nix.

Kommentar von meinneuesleben ,

Deine Antwort ergibt null Sinn. Ich habe mir Hilfe gesucht und Hilfe bekommen. Das war sehr gut, weil ich sehr gut agiert habe. Jetzt Suche ich ambulant nach Hilfe und werde nicht ernst genommen. Ich habe schon dir richtige Diagnose und so. Mein Verhalten hat leider auch nichts mit Vermeidung zu tun, sonst würde ich nicht auf die Idee kommen mir aktiv Hilfe zu holen!

Kommentar von schloh80 ,

Tja, so wird das nichts. Dir ist nicht zu helfen. Sorry. Dann mach mal ruhig weiter so.

Kommentar von meinneuesleben ,

wieso wird das nichts? Es tut mir leid, aber deine Antwort ist einfach nicht zu treffend! Da musst du mich jetzt nicht noch runter machen!

Kommentar von schloh80 ,

Genau. Und deshalb ist dir im Moment nicht zu helfen. Wenn du nicht die Kurve kriegst. Hilfe heißt nicht geholfen werden!

Kommentar von meinneuesleben ,

Alter komm mal klar. Du liegst einfach komplett falsch! Nicht ich

Kommentar von schloh80 ,

Eben. Und das ist das Problem im Moment.

Kommentar von meinneuesleben ,

zu deinem 1. Abschnitt : ich habe in der Klinik immer mit offenen Karten gespielt und sehe nicht, wieso ich nicht die richtige Diagnose bekommen habe. Ich habe auch dem Psychologen einmal gesagt, dass ich am liebsten den Wunsch habe mich grade zu ritzen. Ich habe die ganze zeit die richtige Hilfe bekommen. Mein Problem ist viel eher, dass ich jetzt KEINE Hilfe bekomme. 2. Die Entscheidung habe ich schon lange getroffen. Ich will Hilfe. Deswegen bin ich ja über meinen eigenen Schatten gesprungen und war noch mal in der Klinik und in der Ambulanz! 3. Ich glaube nicht wirklich, dass diese Programm notwendig ist bzw dass ich alle Karten offen legen muss, weil ich das schon getan habe. 4. Doch genauso, wie es mir momentan geht, ging es mir noch nie. Ich habe mich noch nie so extrem geritzt und ich war auch noch nie so fertig. Ich habe allerdings auch noch nie so aktiv Hilfe gesucht. Viel zu lange habe ich sorgen und Co in mich hineingefressen und ich tue momentan alles, um nicht wieder Probleme mit essen zu kompensieren. Das funktioniert leider wunderbar einfach aber ich lasse das nicht zu. Ich erwarte auch nicht, dass jemand mir den roten Teppich ausrollt, aber ich erwarte konkrete Hilfe!

Kommentar von schloh80 ,

"aber ich erwarte konkrete Hilfe!"

Mein reden. Aber es bringt nix. Daher hier EoD.

Kommentar von meinneuesleben ,

Was hat mein Problem damit zu tun dass deine Antwort falsch ist? Das ist NICHT mein Problem! Es wird nur zu meinem Problemchen, weil es mich ärgert, dass du so richtigen Unsinn über mich urteilst!

Kommentar von meinneuesleben ,

wieso bringt es nicht, dass ich gerne konkrete Hilfe haben möchte? Ich hatte einfach gerne einen Ansprechpartner. Einen Therapeuten für eine Gesprächstherapie, der mir dabei hilft mir selbst zu helfen. Das ist genau das, was ich brauche und was ich suche. Bis dahin hätte ich einfach gerne Unterstützung. meinetwegen auch ersteinmal nur medikamentös, aber mich so alleine im Regen stehen zu lassen ist mit Sicherheit nichts, was hilft!

Kommentar von meinneuesleben ,

Magst du das wenigstens einmal argumentieren oder kannst du nur große Töne spucken?

Antwort
von Killerbestie, 4

Deine Arme (oder wo auch immer du dich ritzt) sehen sicher schrecklich aus. Vielleicht hilft dir diese Tatsache beim Druck machen. Zur Not musst du dann halt in eine andere Klinik, wo noch Plätze frei sind,auch wenn's vielleicht weiter weg ist. Geh zu deiner Krankenkasse und mach da auch rabatz. Wenn's abends zu schlimm wird,verabrede dich mit jemandem oder ruf bei der telefonseelsorge an. Evt. kann dir da jemand helfen oder wenigstens zuhören. Und du musst ehrlich sein. Alles auf dem Tisch bei entsprechenden Stellen. Auch,wenn man sich erstmal ein bisschen freaky fühlt.. es geht immerhin um nichts geringeres, als dein Leben.

Kommentar von meinneuesleben ,

richtig ich sehe furchtbar aus, das macht es aber nicht besser, sondern nur noch schlimmer und ich will/ kann nicht mehr in eine Klinik. Das würde nichts bringen...

Kommentar von Killerbestie ,

dann bleibt dir leider nichts anderes übrig,als die vier wochen zu warten,so leid es mir tut,das zu sagen. :( manch anderer muss monatelang auf ein gespräch warten,es gibt einfach zu wenig Therapeuten und zuviel seelisches Leid. das ist leider ein trauriger fakt. Versuch, sich solange mit dem über Wasser zu halten,was du in der Klinik gelernt hast und bereite dich auf das nächste Gespräch besser vor. Zur Not mit einem notizzettel. vielleicht lenkt dich Tagebuch schreiben vom ritzdruck ab. und wenn nicht,kannst es wenigstens deiner Therapeutin zukommen lassen, damit sie besser in dich 'rein' findet beim nächsten mal. leider ist einmal im Monat Gespräch der Normalfall. ansonsten musst du dir einen privaten suchen,den du selbst bezahlen musst, der hat vielleicht auch öfter Zeit.

Kommentar von meinneuesleben ,

Das Problem ist nicht, dass ich warten muss sondern dass ich nicht ernst genommen werde...

Kommentar von labertasche01 ,

Wenn du dich nicht ernst genommen fühlst dann war es der falsche Arzt. Geh woanders hin.

Kommentar von meinneuesleben ,

kann ich ja nicht. Das ist ja das Problem! Alle möglichen Ärzte haben monatelange Wartezeiten und solange halte ich das nicht mehr aus...

Kommentar von Killerbestie ,

Du kannst aber auch nicht von ihr Verlangen,dir helfen zu können, wenn sie nicht alles weiss. mach am besten für die Hinterhand verschiedene Therapeuten klar und überbrücke die Monate mit deiner jetzigen. und erzähl ihr alles. sonst kann das gar nicht besser werden

Kommentar von meinneuesleben ,

Sie hat mir ja auch nicht bei den Themen geholfen, die ich angesprochen habe...

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