Candela am 04.06.2009 um 8:43 Uhr
Mich würde interessieren, warum es Menschen gibt, die sich mit Phänomenen befassen, die nicht "wissenschaftlich" zu erklären sind.
Was denkt Ihr darüber?

es ist doch interessant Sachen zu erforschen für die es keine logische, physikalische, chemische oder technische Erklärung gibt....also ich finde es spannend und denke auch das es durchaus Sachen gibt die man nicht durch (s. Oben) Erklärungen lösen kann....und die Menschheit ist auch nicht der "nabel" des Universums da bin ich auch sicher...

Würde dieses Thema nicht untersucht werden, um Schwindel aufzudecken bzw. reale Ursachen ans Tageslicht zu fördern, gäbe es vermutlich irgendwann eine "Bibel - Reloaded", die unangefochten darüber berichten würde, wie die Vernunft der Menschen in Zeiten von Wissenschaft und Technik durch Scharlatane beeinflusst wurde.

ich finde dieses Thema hochinteressant und so geht es eben den Wissenschaftlern auch!Etwas scheinbar nichterklärbares erklären und erforschen zu wollen.Was nicht in Schulbüchern steht,was nicht greifbar und erklärbar erscheint.

alte antwort auf ähnliche frage:
der erste lehrstuhlinhaber für die grenzgebiete der psychologie ("parapsychologie") war in freiburg der professor bender. er schrieb ein populärwissenschaftliches buch "unser sechster sinn".
http://www.amazon.de/gp/offer-listing/3442117240/ref=sr1olp_2/028-0933765-2818935?ie=UTF8&s=books&qid=1188062226&sr=1-2
darin beschreibt er ganz naturwissenschaftliche versuchsanordnungen, mit denen er hunderte von leuten mit solchen fähigkeiten untersucht hat, hieb- und stichfest. sein ergebnis nach vielen jahren solcher untersuchungen war einigermaßen überraschend: er fand heraus, dass alle diese leute einzig eine ganz bestimmte fähigkeit in größerem maße als die allgemeinheit haben, und zwar die fähigkeit der telepathie. sie können also gedanken oder gefühle oder ängste oder erwartungen oder befürchtungen ihres gegenüber wahrnehmen, und mit diesem pfund wuchern sie. bei ihren "beratungen" geht es immer so zu, dass erst etwas über die vergangenheit gesagt wird, was immer als zutreffend bestätigt wird, und das weckt schon das vertrauen in die aussagen der wahrsager. dann wandert das gespräch weiter in die aussagen über die zukunft, und da gibt es meist einiges, was als drohendes oder erhofftes ereignis im hinterkopf des kunden schon vorhanden ist. das wird dann ausgesprochen. echte prophetische aussagen über die zukunft konnte keiner der untersuchten wahrsager machen.
professor bender war über das ergebnis seiner forschungen so sicher, dass er eine dringende empfehlung an den gesetzgeber formulierte mit der aufforderung, allen wahrsagern - oder wie immer sie sich sonst nennen bei ihrer tätigkeit - gesetzlich vorzuschreiben, sie hätten ihrer kundschaft vor der ersten beratung mitzuteilen, dass sie allein telepathische fähigkeiten haben.
Solipsist am 4. Juni 2009 17:53 Und den Quark glaubst Du?
Sagenhaft.
Patron am 6. Juni 2009 09:03 das ist kein quark zum glauben. was der bender machte, ist reine naturwissenschaft mit rein naturwissensdhaftlichen versuchsanordnungen. am besten besorgst du dir mal das buch.
Solipsist am 6. Juni 2009 09:38 Am besten fängst Du mal an weniger Leichtgläubig zu sein.
"Als 1977 Journalisten des Spiegel feststellten, dass kein Exemplar seiner medizinischen Dissertation aufzutreiben war und Bender auch keine Promotionsurkunde nachweisen konnte, leitete die Staatsanwaltschaft ein Verfahren wegen falscher Titelführung ein. Um einer Strafverfolgung zu entgehen, promovierte er noch einmal bei Manfred Müller-Küppers, mit dem er bereits in Spukfällen zusammengearbeitet hatte."
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"Das Problem von Manipulationen besteht auch im bekanntesten Spukfall Benders, dem "Rosenheim-Spuk" in einer Anwaltspraxis in den Jahren 1967 und 1968, den nicht nur Bender und seine Mitarbeiter, sondern auch Techniker von Post und dem Elektrizitätswerk, Polizei und Physiker des Max-Planck-Instituts in München dokumentierten. Obwohl die Physiker in ihrem Gutachten einerseits erklärten, dass einige der mit Mitteln der experimentellen Physik festgestellten Phänomene nicht durch die theoretische Physik erklärt werden könnten, ließ sich in zumindest einem Fall die Manipulation durch die Fokusperson, eine Büroangestellte, nachweisen [2]. Bender und seine Assistenten erklären die Manipulationen in von ihnen als echt anerkannten Spukfällen dadurch, dass die psychisch oft labilen Fokuspersonen nachhelfen, wenn die echten Phänomene ausbleiben, um weiterhin im Mittelpunkt des Interesses zu stehen."
Quelle (Neben etlichen anderen!):
http://de.wikipedia.org/wiki/HansBender(Psychologe)
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Wieder ein Scharlatan, Dein Bender.
Wäre an Paranormalem etwas dran, würde die ganze Welt davon wissen. Was ist für Euch nur so schwer sich von solchem Quatsch zu trennen?
Patron am 6. Juni 2009 12:06 interessante informationen, kannte ich nicht. ich bin aber trotzdem sicher, dass bei benders hunderten von telepathie-versuchsanordnungen alles korrekt zuging. und ich habe auch schon viele male erlebt, dass leute, die skeptisch sind gegenüber phänomenen jenseits naturwissenschaftlicher erklärbarkeit, dass diese leute einfach nichts zur kenntnis nehmen wollen...
Solipsist am 6. Juni 2009 12:11 Klar. Egal was für Gegenargumente daherkommen, wir bleiben unserem Stiefel treu.
Dass das Ganze jeglicher Lebenserfahrung widerspricht, reicht freilich nicht um das als Quatsch zu entlarven. Auch das man noch nicht mal eine blasse Ahnung davon hat, wie das überhaupt funktionieren soll, ist auch kein Fingerzeig.
Freilich.
Viel Spß noch mit den Illusionen.
Patron am 6. Juni 2009 12:47 meiner lebenserfahrung entspricht, dass zb immer kurz vor einem anruf von elsa d. ich an sie denke, und das ist telepathie, und solche menschen kennt fast jeder. telepathie ist also lebenserfahrung. aber niemand weiss, wie das funktioniert - aber das wollen die leute eigentlich auch gar nicht unbedingt wissen. schlimm ist nur, dass es andere leute gibt, die das einfach gar nicht glauben wollen, weil sie angst haben, dass ihr weltbild dabei ins wanken geraten könnte. in wahrheit würde ihr weltbild erweitert - aber das genau fürchten viele auch. wir leben zwar im christlichen abendland, und dessen wurzeln bildet die christliche weltanschauung, die wesentlich mit nicht-materiellem zu tun hat. trotzdem tun die meisten so, als sei zentrum unserer zivilisation die rein materialistische naturwissenschaftliche denkweise. der gegensatz, der sich an unserem streit über bender zeigt, trennt zwei lager. du bist im lager derer, die nur an materie glauben, die anderen sind auf der seite, die an materie UND geist glauben.
Solipsist am 6. Juni 2009 15:03 "Pattern-searching" nennt sich das im englischen, den Deutschen Begriff kenne ich nicht.
Du denkst definitiv nicht immer kurz vor einem Anfuf von Elsa an sie, sondern merkst Dir nur die male an denen das passiert. Die dreißig mal da es nicht passiert, merkst Du Dir hingegen nicht. Das passiert dann übers Jahr fünf, sechs mal das es klappt, es fällt Dir auf und gerät in den Fokus Deines Interesses. Ab dann rückt Dein Unterbewusstes jedes Klingeln in die Nähe von Elsa und bereitet es darauf vor. Ist sie es, was bei guten Freunden eh dauernd vorkommt, zack, machen wir wieder einen Strich auf der Positiv-Seite. Ist sie es nicht, fällt es nicht weiter auf. Fertig ist die Sinnestäuschung.
Mit einfachsten Mitteln konstruiert und allemal einleuchtender und plausibler, als das Du der Jedi von Deutschland bist.
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Und Deine Lager und das wankende Weltbild sind völliger Quatsch. VÖLLIG!
Glaubst Du ich hänge dran, das es keinen Gott geben darf?? Das ist mir völlig, völlig egal. Wenn sich morgen zweifelsfrei herausstellt, das es einen Gott hat, dann hat es einen. So what? Das stört mich doch nicht im geringsten. Mir geht es einzig darum das man soweit wie nur irgend möglich seine Glaubensinhalte mit der Realität abgleicht. Und kein Gott ist nun mal wahrscheinlicher als ein Gott. Leite her das es andersherum ist, und führe überzeugende Argumente ins Feld, dann glaub ich halt daran.
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Nur Materie?
Ich glaube nicht an Geist?
Falsch. Ich glaube nicht an Geister!
Den Geist im Sinne von Seneca, Beethoven, Kafka, Kant, Platon, etc. Der goldene Schnitt, das Wesen der Energie, Die Verschränkung von Zeit und Raum.... DAS ist Geist. Das ist Kultur, das ist Esprit, das sind riesige Geisteswelten, "seelenvolle" Tiefe und himmelhohe Sphären hat es darin. Zu groß um je erforscht zu werden.
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Den Geist den Du meinst, was ist das denn?
Ich bin mir sicher Du kannst es noch nicht mal erklären.
Patron am 7. Juni 2009 00:27 ob es einen gott gibt, ist dir völlig egal, und wenn, stört es dich nicht im geringsten...
über meine erfahrungen mit elsa spekulierst du unglaublich umfangreich, aber ohne jeden anhaltspunkt.
und dann traust du dich auch noch zu der aussage, du seist sicher, ich könne nicht mal erklären, was ich mit geist meine, während du dich in riesigen geisteswelten und himmelhohen sphären zuhause fühlst. aber, wie gesagt, gott ist dir da dann doch ganz egal.
o mein gott! wer hat dir denn bloß den gott geklaut in deinen riesigen geisteswelten und himmelssphären?
pattern-searching = hündchen übers stöckchen springen lassen, und das lassen wir jetzt lieber beendet sein.
Solipsist am 7. Juni 2009 09:19 Klar willst Du es beendet wissen.
Kannst Du doch weder "Geist" in göttlichen Sinne definieren (ganz wie angekündigt), noch meine Aushebelung Deiner Elsa-Erfahrung mittels der dem Menschen zu eigenen Muster-Suche, widerlegen.
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Da zieht man halt lieber den Schwanz ein.
Is mir schon klar, Patron.

Jeder Wissenschaftler fängt ja so an. Es beginnt immer mit einer Frage, für die es einen Beweis/Nachweis geben soll. Je nach Stand der Entwicklung der Kultur kann dann ein Beweis erbracht werden und als Stand der Wissenschaft ausgegeben werden. Die Dinge, die nicht bewiesen werden können, müssen nicht zwangsläufig nicht existieren. Es kann nur sein, dass man noch keine Erklärung dafür finden kann, aufgrund unserer lückenhaften Methoden...
Alles abzuurteilen, wofür man -noch- keine Erklärung finden kann, ist also ziemlich einfältig und letztlich: unwissenschaftlich!

Parawissenschaft ist eben der Versuch diese Phänomene wissenschaftlich zu untersuchen und zu erklären kann man zum Bsp in Monpellier an der Uni studieren, Freiburg hat auch ne Abteilung... Chemie wurde im Mittelalter auch unter Alchemie bzw. Teufelswerk abgetan..Heute ist es neben Physik und anderen Studienfächern eine ganz "normale" Wissenschaft wer hätte sich schon vor 150 Jahren vorstellen können mit was für technischen Alltagskram wir heut ausgestattet sind und das ganz normal finden.
´Die Parapsychologie umfasst hauptsächlich zwei Forschungsbereiche:
Unter dem „kognitiven” Aspekt wird als „außersinnliche Wahrnehmung” (ASW) die Frage untersucht, ob und unter welchen Bedingungen Menschen in der Lage sind, Informationen außerhalb bisher bekannter und definierter sensorischer Kanäle aufzunehmen und/oder abzugeben.
Unter dem „motorischen” Aspekt als „Psychokinese” (PK) wird die Frage untersucht, ob und unter welchen Bedingungen Menschen eine direkte „psychische” Wirkung auf physikalische Systeme ausüben können, die den bisher bekannten bzw. akzeptierten naturwissenschaftlichen Erklärungsmodellen zu widersprechen scheinen.
Die Parapsychologie beschäftigt sich jedoch auch mit weiteren Anomalien, wie z.B. merkwürdige physikalische Phänomene oder ungewöhnliche menschliche Erfahrungen.
(http://www.parapsychologische-beratungsstelle.de/WasistParapsychologie_/).
An der Universität Freiburg ist Parapsychologie ein Schwerpunktgebiet.

Ganz sicher: Weil sie es sich den mühsamen Weg über die naturwissenschaftliche Methode ersparen wollen. Wahrscheinlich sind sie einfach nur zu blöde für Mathe...

Sie versuchen genau das...wissenschaftlich zu erklären was eigentlich gar nicht geht...aber was heist schon eigentlich...Der Wissenschaftler an sich versucht durch Theorien und Thesen zu belegen das an einer Sache doch was greifbares dran ist-das ist seine Bestimmung...ebenso wie es dem Handwerker seine Bestimmung ist etwas zu schaffen
Schlicht und ergreifend Neugierde. nicht mehr, aber auch nicht weniger.