Bei meiner Schwester wurde heute Jodmangel festgestellt, sie hatte auch seit einiger Zeit so was wie einen Kropf. Jetzt hat sie weitere Termine, aber ich frage mich jetzt schon, wie es dazu kommen konnte. Was beugt denn Jodmangel vor?

Viel Fisch essen. Jodsalz verwenden. Mehr fällt mir dazu im Moment nicht ein. LG TawaGirl

Das Jod, das wir zu uns nehmen ist industrielles Jod. Das wird eigentlich als Trennmittel in der Industrie verwendet, ist also als Nahrungsergänzungsmittel ungeeignet. Deswegen werden Präparate wie Euthyrox oder Thyronajod hergestellt um den Mangel wenigstens etwas auszugleichen.
Wenn du an der See wohnst, wirst du kaum Jodmangel haben.
Niklaus am 10. Mai 2008 00:29 Euthyrox ist das Schilddrüsenhormon T4 aber kein Jod.

Jodiertes Speisesalz wird zwar landesweit angeboten, es reicht aber, wenn ein "normaler" Mensch es nur in Jodmangelgebieten in Süddeutschland benutzt. Bei Deiner Schwester ist eher die langzeitige Einnahme des Schilddrüsenhormomns Thyroxin sinnvoll, um einer Vergrößerung des Kropfes vorzubeugen.
Niklaus am 10. Mai 2008 00:30 Das kann aber nur der Arzt feststellen.
Bei Fleisch und Wurstwaren sowie Fertiggerichten und Brot darauf achten, daß Jodsalz verwendet wurde. Ist deklariert. Ansonsten sind folgende Fischsorten sehr Jodhaltig: Seelachs, Hering, Makrele. Beim Selberkochen ebenso den Einsatz von jodiertem Salz bevorzugen.
Außer Jodsalz und Fisch ist auch Milch erwähnenens wert, da viele Kühe Futter bekommen, das mit Jod angereichert wurde. Ein Glas Milch pro Tag hilft schon.
Als jemand der quasi an der Ostsee wohnt bin ich auch Angler und Liebhaber von Fischgerichten. Ich denke, regelmäßig Malzeiten mit Seefisch essen und bald ist von Jodmangel keine Rede mehr.

Viele Meeresfrüchte, Jodsalz und Nahrungsergänzungsmittel!