Man kann sich ja Eigenblut bei einer OP geben lassen, aber das geht ja nur, wenn man diese geplant hat und vorher selber spenden kann. Im Notfall, der ja an einem ganz anderen Ort sein kann, hat man dieses Blut ja nicht parat und außerdem weiß amn oft ja nicht, daß derjenige zu dieser Gruppe gehört, wenn er nicht mehr selber Auskunft geben kann.

Kommt er/sie als Notfall ohne Angehöriger in die Klinik wird Blut gegeben, außer es wird eine Patientenverfügung in seinen Ausweisen gefunden, die das ausdrücklich untersagt. Sollte er/sie bei Bewußtsein sein und eine Transfusion ablehnen, muß es akzeptiert werden, auch mit der Gefahr, daß er/sie eben sterben wird. Der Kreislauf muß dann eben mit anderen Mitteln wie Glucose und Medikamenten aufrecht erhalten werden.
soweit ich weiß machen die nicht mal eigenblutspende.
wenn sie bei bewustsein sind, verweigern sie eine bluttranfusion und sterben eben lieber.
ansonsten, wird der arzt nicht lange warten können und gibt das blut.
da hat es doch schon fälle gegeben, wo die sogar ihren kleinen kindern fremdblut verweigert haben.
Ja, sie lassen selbst Kinder sterben.

Die Glaubensanhänger, die sich kein Blut spenden lassen wollen heißen Zeugen Jehovas. Die klopfen meist samstags um die Mittagszeit an der Tür.

Dann kriegt er eben kein fremdes Blut, es sei denn er kann sich nicht wheren, dann entscheiden die Äzte, was gut für den Patienten ist.

Es gibt genügend Möglichkeiten, ohne Bluttransfusionen zu operieren.
Der Volumenersatz kann ohne Blut oder Blutplasma erfolgen. Verschiedene blutlose Flüssigkeiten sind wirkungsvolle Volumenexpander. Die einfachste ist Kochsalzlösung; sie ist sowohl billig als auch mit dem Blut verträglich. Es gibt ferner Flüssigkeiten mit besonderen Eigenschaften, zum Beispiel Dextran, Haemaccel und Ringer-Laktat-Lösung. Hydroxyäthylstärke (HÄS) ist ein neuerer Volumenexpander, und „er kann ohne Bedenken empfohlen werden für Patienten [mit Brandverletzungen], die Einwände gegen Blutprodukte haben“ (Journal of Burn Care & Rehabilitation, Januar/Februar 1989). Solche Flüssigkeiten haben bestimmte Vorteile. „Kristalloide Lösungen [wie Kochsalz und Ringer-Laktat], Dextran und HÄS sind relativ atoxisch und billig, schnell verfügbar, können bei Zimmertemperatur gelagert werden, erfordern keine Verträglichkeitstests und bergen nicht das Risiko von transfusionsbedingten Infektionskrankheiten“ (Blood Transfusion Therapy—A Physician’s Handbook, 1989).
Übrigens wollen immer mehr Menschen aus gesundheitlichen Gründen (unabhängig von der Religion) kein Blut.

Die letzte Ölung
na, die gibt es aber doch nur einmal, oder :o))
Ophelia am 8. August 2007 21:48 s.o.

also was sicher ist, wenn der patient nicht ansprechbar ist wird blut gegeben. das wäre bestimmt auch wenn die frau sagt, ihr mann wolle das aber nicht.
wenn ein mensch in lebensgefahr schwebt wird da keine rücksicht drauf genommen. ich traue mich sogar wetten, dass man das dann sogar gegen den willen machen würde, wenn er bei bewußtsein ist weil man annimmt die person sei nicht zurechnungsfähig in dem moment. ärzte zappeln nicht lange. wenn jemand sichtbar stark verletzt ist und sich nicht helfen lässt könnte das vielleicht sogar bis zur zwangseinweisung ins örtliche bezirkskrankenhaus führen.
es ist so gut wie unmöglich genug Eigenblut für eine größere Op zu sammeln. Dafür wird teilweise soviel Blut benötigt, wie so schnell gar nicht angesammelt werden kann, bevor das Blut schlecht wird. Geschweige denn es auf Vorrat für künftige Unfälle auzubewahren.
Werden solche Patienten eingeliefert und sind bewusstlos, erhalten sie, aber nur wenn es unbedingt sein muss, Blut, was uns dann schon auch mal eine Anzeige einbringt. Geben wir solchen Patienten kein Blut, laufen wir Gefahr, eine Anzeige wegen unterlassener Hilfeleistung. Egal wie, wir sind da oft die Dummen.

Falls ein Zeuge Jehova unter Volumenmangel leidet und eine Bluttransfusion ablehtn, kann man sich mit sogenannten Plasmaexpandern behelfen. Das sind rein künstliche Blutersatzstoffe, denen allerdings die Blutzellen fehlen. Eine bessere Sauerstoff Aufnahme bewirken die allerdings nicht, nur eine Volumenauffüllung des Blutes, um z.B. den Blutdruck zu stabilisieren. Um die eigene Blutbildung anzuregen kann man auch EPO (ja richtig, das Dopingmittel!) verabreichen.

ich würd mal stark auf ne salzlösung tippen, damit wenigstens mal der volumenmangel ausgeglichen werden kann.
Ich habe gehört, daß die Sauerstoffaufnahme des Organismus bei einer Bluttransfusion (gelagertes, haltbar gemachtes Blut) sogar erstmal abnimmt und erst nach einigen Stunden, also wenn die akkute Notsituation sowieso mehr oder weniger überstanden ist, wieder nennenswert zunimmt. Außerdem würden die körpereigenen Erythrozyten/ das Hämoglobin bei größerem Blutverlust automatisch mehr Sauerstoff aufnehmen. Bei alternativen Volumenersatzmitteln hat man außerdem keine Immunreaktionen o.ä. zu befürchten, also wirkt sich das auch bzgl. des postoperativen Sterblichkeitsrisikos positiv aus.
Wo läge unter diesen Aspekten der Vorteil einer Transfusion gegenüber einem alternativen Volumenersatzmittel?