Frage von bachforelle49, 33

was bedeutet zusätzlicher sozialer Wohnungsbau (für unsere Städte)?

jährlich werden 350000 zusätzliche mit staatlichen Geldern geförderte Sozialwohnungen gebaut. Wo sollen die gebaut werden, wenn in den Städten gar kein Bauplatz mehr zur Verfügung steht, und ist die Infrastruktur unserer Städte darauf vorbereitet?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von autmsen, 5

Naja, Bauplatz wird von den Gemeinden durchaus immer wieder neu in der Nutzungsordnung bestimmt. Ich habe Dir hier http://www.umweltbundesamt.de/daten/flaechennutzung/siedlungs-verkehrsflaeche dazu eine erste Möglichkeit gefunden sich einzulesen. Gibt Du in die Suchmaske des Browsers ein

statistik bodenversiegelung deutschland 2015

wirst Du noch manche andere sinnvolle Information zum Thema finden. 

Lasse mich das Thema noch ein wenig sortieren:

Zuständig ist in der Regel die örtliche Gemeinde. Ausnahme bildet Fläche die dem Bundesland oder dem Bund gehört.. Da es sich dabei aber in der Regel um einen geringen Anteil handelt möchte ich ihn hier mal vernachlässigen. 

Auf örtlicher Ebene kannst Du nicht nur verfolgen wie der Gemeinderat handelt und entscheidet.. Sehr sinnvoll ist auch sich einzumischen, Fragen zu stellen, Vorschläge zu machen. Dazu ist nicht unbedingt notwendig studiert zu haben  Gesunder Menschenverstand entsteht nicht indem auswendig gelernt wird. Wäre mir jedenfalls neu. 

Jetzt lasse mich mal eine Gemeinde A erfinden. Da wurde zu anderen Zeiten nicht nur ein Schwimmbad gebaut sondern gleich drei. Schwimmbäder zu unterhalten ist arg teuer. Das Geld wird der Gemeinde aktuell fehlen. Also beschließt der Gemeinderat Schwimmbad 1 abzureißen und das frei werdende Gelände als Bauland für den Sozialen Wohnungsbau umzuwandeln. 

Gemeinde A hat auch nicht nur eine Halle für die verschiedensten Veranstaltungen sondern zwei. Eine Halle auch nur vor Verfall zu retten kostet Geld. Geld ist nicht mehr so viel vorhanden .Also wird beschlossen eine Halle abzureißen. 

In beiden Fällen ist Deine Meinung durchaus gefragt und wichtig wohnst Du in Gemeinde A.  Und zwar ganz unabhängig davon ob Du nun für Sozialen Wohnungsbau bist oder nicht. Denn vielleicht wird soll günstigste und beste Schwimmbad abgerissen werden, die Halle mit dem besseren Klangraum. Dann solltest Du auf jeden Fall schon mal den Mund aufmachen - bestenfalls mit manchen anderen Gemeindemitgliedern. 

Und dann ist der Begriff Sozialer Wohnungsbau ja schön und gut. Aber Was bitte soll darunter verstanden werden? Sollen da einfach Stahlbetonbauten aufgestellt werden oder soll der Umweltschutz auf vielfältigste Weise mit berücksichtigt werden? Im zweiten Fall kann mal gleich daran gedacht werden Solarfenster einzuplanen, eine Fotovoltaikanlage. Es können Balkone geplant werden die eine gute Bepflanzung als Wärmedämmung ermöglichen. Vielleicht gibt es ein Flachdach auf dem unter der Fotovoltaikanlage noch horizontal liegende Windräder kommen. .... Für all solche Maßnahmen gibt es dann noch zusätzliche Fördergelder aus verschiedenen Töpfen. 

Dann stellt sich die Frage: Welche Rechtsform soll für diese Neubauten angestrebt werden? Es gab Zeiten da wurden Genossenschaften gegründet .Durchaus von Gemeinden / Städten. Uns hindert kein Mensch daran an eine solche Genossenschaft zu denken. Die lohnt ja dann unter dem Strich auch denn dank der vielen Fördergelder wird der Bau schon mal günstig. Dann kommen noch die Mieteinnahmen die mit eingeplant werden können. 

Und dann gibt es auf dem Dachboden Waschmaschinen deren letzter Spülgang als WC-Spülung genutzt wird. Technisch heute ein Klacks. 

Es gibt sogenannte Innen-Isolierung. Da wird dann eben an der kältesten Wand gleich eine Verkleidung durch einen Schiebetüren-Einbauschrank geplant .

......

Bei all solchen Themen kannst Du mitreden. Als Beispiel fällt mir der Hamburger Soziale Wohnungsbau ein der von den Hamburger Wohnbaugesellschaften gerne mal in die eigene Hand genommen wird. Die Stadt möchte ja gerne Gentrifizieren. Also einen Affentanz um Gott Mammon aufführen.  Da wird dann gerne mal eine ganze Straße einem ausländischen börsennotierten Unternehmen angeboten. Und dann melden sich die Einheimischen, die Wähler und Steuerzahler, zu Wort. Am Ende bleibt das Ausland außen vor, die Stadt spart Sozialausgaben weil die Mieten niedrig bleiben, die Menschen können ihre soziale Kompetenz wieder leben. 

Und wenn Du auf youtube oder in die Suchmaske des Browsers eingibst

sozialer wohnungsbau der zukunft

hast Du die Möglichkeit einen ganzen Urlaub mit der Vertiefung dieses Themas zu verbringen. Könnte sich, womöglich, lohnen. Denn sehr viele alte Menschen können hohe Mietpreise nicht zahlen und von denen werden es immer mehr. Und Politik tut sehr Viel dafür dass immer eine Arbeitslosenreserve verbleibt die auch darauf angewiesen ist. 

Antwort
von herakles3000, 17

1 Es gibt immer wider haüser die abgrissen werden müssen.

2.Es gibt zb auch gebite die noch nicht als bauland erschloßen worden sind.

3 Es kann  Privateigentum sein das später an die stadt zum bauen verkauft wurde zb Frühere Bauenhöfe und die felder davon..

Kommentar von bachforelle49 ,

zu Punkt 3: jetzt weiß ich auch, warum ich keine Hasen (zB) (Niederwild) mehr sehe

Antwort
von MrHilfestellung, 21

Wer sagt denn das kein Platz mehr zur Verfügung steht?

Kommentar von bachforelle49 ,

ich meine für die Infrastruktur, Staßen, Autos etc.. platzt ja alles aus den Nähten, und die Bauern wollen verständlicherweise ihr Land ja auch nicht hergeben

Kommentar von MrHilfestellung ,

Ich habe den Eindruck nicht. In vielen Städten gibt es noch Brachflächen und anstatt dort Luxuswohnungen zu errichten kann man dort Sozialwohnungen bauen.

Antwort
von archibaldesel, 20

Zum Glück steht immer irgendwo Bauplatz zur Verfügung. Es wird ja auch in jeder Stadt gebaut.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community