Was bedeutet "Widerstreitbewusstsein" bei Edmund Husserls phänomenologische Theorie des Bildes?

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3 Antworten

Die ausführliche Darstellung von Husserl selbst findest Du in:

https://books.google.de/books?id=1xJhBAAAQBAJ&pg=PA53&lpg=PA53&dq=Edmund+Husserl+Widerstreitbewusstsein&source=bl&ots=KFUN6E9lE1&sig=aJJRj93YxokkWrfqmgPqIGrT9Jc&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwifzJmWqdbKAhXBoCwKHculCjoQ6AEILDAC#v=onepage&q=Edmund%20Husserl%20Widerstreitbewusstsein&f=false

ab Seite 50 - ca. 3 Seiten. Wie ich Husserl verstehe, geht es im Widerstreitbewusstsein um die Differenz beim Betrachter einmal zwischen Elementen der Gestaltung des Bildes, die in ihrer Hilfsfunktion, das Bildjujet darzustellen, "fast" als gegeben hingenommen werden und dann um das Bewusstsein nur eine Abbildung des Bildsujets vor sich zu haben und der je nach Bezug zum Bildsujet lebendigen Erinnerung. Gibt es eine persönliche Beziehung, ist das Widerstreitbewusstsein der Art (2) größer als bei einem Betrachter, der ein Bild nur als Kunstwerk betrachtet und zum abgebildeten Bildsujet keine Beziehung hat, sondern eher an den künstlerisch-technischen Elementen der Gestaltung interessiert ist.

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Kommentar von Happiness88
01.02.2016, 12:25

Danke sehr!

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Husserl spricht in dem Buchausschnitt, den ich Dir empfohlen habe, gleich zu Beginn von dem Unterschied zwischen zwei Phänomenen der physischen Bildlichkeit, der immanenten Bildlichkeit im Kontrast zur transeunten Bildlichkeit. Das erstere meint, dass das Bildobjekt sozusagen ein „eingefrorenes“ Bildsubjekt darstellt, festgehalten in einer Pose, in einem Alter, das Bildjubjekt, dem quasi Prozesse in der Zeit entzogen wurden: Es bewegt sich nicht mehr, es altert nicht, es ist ein für alle Mal so festgehalten. Die transeunte Bildlichkeit dagegen lässt uns durch die Bilddarstellung hindurch in der Phantasie auf die gemeinte Person schauen, auf die gemeinte Landschaft, einschließlich des Bewusstseins, dass die im Sommer abgebildete Landschaft jetzt im Winter wohl anders aussehen wird.

Das Widerstreitbewusstsein nun ist a) das Bewusstsein von dieser Differenz zwischen Bildobjekt, das auf ein Bildsubjekt nur verweist, den Unterschied zwischen „eingefrorenem Bildobjekt“ (Landschaft im Sommer) und dem in die Zeit gestellten Bildsubjekt (Landschaft inzwischen evtl. im Winter), Husserl spricht vom „Bewusstsein des „Andersseins“ des gemeinten Objekts“ – also des Bildsubjekts.

Dann gibt es aber auch noch (b) den „Widerstreit zwischen Bild als Bildobjekterscheinung und zwischen Bild als physischem Bildding.“ Mir wird das am deutlichsten an einer Statue, die ich liebe, die mich darum immer wieder fasziniert. Es ist eine Bronzestatue „aufsteigende Kraniche“, die den Eindruck vermittelt, als ob da drei Kraniche schwerelos abheben würden und spätestens, wenn man die Statue anhebt, wird die wunderbare Illusion deutlich, mit der der Künstler das Material aus dem Bewusstsein geschoben und den leichten Eindruck des Abhebens in der Fantasie angeregt hat.

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Hallo Happiness88

Es geht um die Perzeption und Paradoxie.Genau genommen geht es um die 

Paradoxie die die Perzeption nicht wiederlegen kann.Es sei denn es gibt eine 

Perzeption die unwiederlegbar ist.Das bedeutet:Man hat es mit eigenen 

Augen gesehen.

Als kleine Hilfe:Werde eins mit deinem Projekt.Eine ganz tolle Baumarkt 

Werbung.

Die praktische Umsetzung belegt die Perzeption.

Gruß Ralf

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Kommentar von Happiness88
01.02.2016, 01:21

Danke sehr!

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