Was bedeutet "sich selbst überflüssig machen"?

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7 Antworten

man wird nicht mehr benötigt, bedeutet es

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Kommentar von sophyste
25.11.2015, 20:11

Das Ziel von pädagogischen Handlungsformen ist es nicht mehr benötigt zu werden? Überflüssig zu sein? Das ergibt für mich keinen Sinn. Könntest du das nochmal genau erläutern?

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Vorab : Ich bin kein Pädagoge und gebe hier nur mein Verständnis wieder - alle Angaben sind ohne Gewähr....

Meinst du mit den verschied.Handlungsformen das Unterrichten, Informieren, Beraten, Arrangieren und Animieren...? Das sind ja die Tätigkeiten v. Pädagogen, die sich i-wie  wechselseitig bedingen und zusammen gehören....

Pädagogik bedeutet ja nicht, alles einzubläuen bei Kindern. Man vermittelt ihnen Wissen, Werte ,lässt sie Erfahrungen machen und kaut ihnen nicht alles vor. Man animiert sie, sich auszuprobieren usw.usf. Das alles macht Kinder eigenständiger und darum macht der Pädagoge sich selbst Stück für stück überflüssig.

So ist mein Verständnis .

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Ich vermute, es bezieht sich auf den Pädagogen bzw. die Pädagogin. Immer wieder ein Thema ist "Schüler lehren Schüler". Auch gibt es Formen von Posten-Arbeit, dort werden SuS zu "Posten-Chefs" erkoren. Wenn Fragen auftauchen sind das die Ansprechspersonen und nicht die Pädagogin. Man sagt, dass SuS den Stoff sehr gut verstanden haben, wenn sie es anderen nachvollziehbar erklären können.

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Das soll so viel bedeuten wie, dass sich ein Pädagoge zurück nehmen kann, nur noch in die beobachter Rolle zurück geht. Dazu müssen die Kinder bzw die Gruppe schon einige Phasen durchlebt haben. In den ersten beiden Gruppen Phasen sollte man als Pädagogin immer komplett präsent sein, schon sehen bevor es Probleme gibt. In weiteren Gruppenphasen (in der Festigung) kann der Erzieher dann darauf hinarbeiten, sich zurück zu nehmen. Man soll Kindern zeigen, Konflikte selber zu Lößen, die Kinder sollen selbstständiger werden, so dass der Pädagoge sich aus der aktiven Rolle zurück nehmen kann und nur noch passiv da ist. Das ganze kann man in Kindergartengruppen zum Beispiel so ab Fasching machen. Bis ca 1-2 Monate vor Schulbeginn, da dann die Abnabelung beginnt (letzte Gruppenphase) und diese sollte der Pädagoge wieder aktiv mit gestalten.

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Ich denke es bedeutet das man sich selbst unwichtig für andere macht. Das man eben über flüssig ist. 5'tes  Rad am Waagen. 

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Kommentar von sophyste
25.11.2015, 20:13

Aber warum sollte das Ziel von pädagogischen Handlungsformen sein, dass man unwichtig für andere ist/keine Bereicherung? Welche Eltern wollen das erreichen?

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Wenn du eine Person so gut unterweist, egal in welchem Bereich, dass er deine Hilfe zur Selbsthilfe nicht mehr benötigt- also völlig selbstständig und auch selbstbestimmt in seinem persönlichen Bereich - agieren kann, dann hast du dich selbst überflüssig gemacht.

DAS ist zumindest in meinen Augen erfolgreiche Pädagogik. Selbstständigkeit erreichen ohne neue Abhängigkeit zu erschaffen.

Schau dir nur mal an, wie sich die Fähigkeit "Schuhe zubinden" entwickelt, bis ein Kind es alleine schafft, da ist man (Mama) auch irgendwann überflüssig, weil das Kind es alleine hinbekommt.

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du has das bereits zutreffend "übersetzt"

ALLERDINGS sollte das "Selbständigsein" usw. auf den Anderen, das Kind, den Jugendlichen usw. bezogen sein !

Anmerkung: Die Formulierung "überflüssig sein" ist eine fLOSKEL im Umgangsdeutsch und sollte nicht in einem Lehrbuch stehen - wie heißt das denn und wer ist der Autor ?!

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Kommentar von sophyste
27.11.2015, 17:13

Vom Klett Verlag Michael Willemsen Elma Wortmann Pädagogische Perspektive Erziehung und Bildung - eine Einführung

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