Habe schon öfters vom "Schweine-Zyklus" in der Wirtschaft gehört, kann mir aber beim besten Willen nichts Konkretes darunter vorstellen.
Habe ich bei www.uni-klu.ac.at/gossimit/phorum/download.php/68,66,12/report18.doc gefunden. Das wohl bekannteste Beispiel für zeitversetzte Rückkopplungen stellt der „Schweinezyklus“ dar. Der Begriff Schweinezyklus leitet sich aus den Wirtschaftswissenschaften her und bezeichnet eine periodische Schwankung auf der Angebotsseite. Er wird häufig dazu verwendet, jene Phänomene in Systemen zu erklären, die durch das Vorhandensein zeitlicher Verzögerungen entstehen. Wenn man dies anhand des Schweinemarktes analysiert, sieht dies folgendermaßen aus: Ist der Schweinepreis hoch, dann kommt es zu zusätzlichen Käufen von Schweinen seitens der Bauern. Da es sich hierbei um Jungferkel handelt, wirkt sich dies wiederum erst verzögert auf das Angebot aus. Dies führt wiederum dazu, dass es früher oder später zu einem Überangebot an Ferkeln im schlachtreifen Alter kommt, und somit zu einem Preisverfall des Schweinepreises. Als Folge davon reduzieren die Bauern die Zahl der Jungferkel. Wieder verzögert wirkt sich dies auf die Menge des angebotenen Schweinefleisches aus. Es kommt zu steigenden Preisen, da sich die Nachfrage nach Schweinefleisch erhöht. Der Kreislauf beginnt von neuem. Durch die Zeitverzögerung zwischen Angebot, Nachfrage und Preis entsteht eine instabile Marktsituation und somit auch zu einem schwankenden Angebot.

Den Schweinezyklus gibt es genauso an Universitäten, wenn es heisst, in DEM Beruf hat man besonders gute Chancen, dann beginnen viele mit dem entsprechenden Studium.
Wenn diese Studenten dann nach 5 Jahren fertig werden, gibt es naturgemäss zu viele Bewerber, die schlechter unterkommen und dann heisst es, man solle von DIESEM Beruf bloss die Finger lassen.
Einige Jahre später geht das Spiel dann wieder von vorn los.