Was bedeutet "Religiöse Neutralitätspflicht des Staates"?

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6 Antworten

Das bedeutet praktisch, dass der Staat nichts für eine oder alle Religionen tun soll, aber auch nichts dagegen.

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Genau das, was das Wort aussagt:

Der Staat bestimmt nicht, welche Religion in seinem Land als "Staatsreligion" gilt. 

Er bietet allen Religionen damit sozusagen "Platz zur Entfaltung und Ausübung".

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Da in einem demokratischen Staatssystem die Religionsfreiheit verankert ist, und somit auch die Religion individuell praktiziert werden darf, muss der Staat zwangsläufig der Religion neutral gegenüberstehen, und seine Handlungen gleichsam neutral erscheinen lassen.

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Dass der Staat die Pflicht hat jede Religion gleich zu behandeln und Religion und Staat strikt zu trennen würde ich jetzt mal so sagen. 

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Politik und Religion sind zu trennen. Sachinhalte der Politik sollen nicht durch fundamentalistische Dogmen welcher Art auch immer beeinflusst werden. Grundlage hierfür ist die Säkularitation (-> Wiki).

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Das bedeutet, dass man schlechtere und bessere Religionen gleich behandeln muss. 

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Kommentar von schlonko
10.12.2015, 22:26

Das würde zunächst bedeuten, anzuerkennen, dass es keine besseren oder schlechteren Religionen gibt. Sie sind absolut gleichwertig. Nur soll eben keine die Staatsmacht unter religiösen Gesichtspunkten ausüben. Das würde nämlich dazu führen, andere Religionen zu unterdrücken bzw. korrupte Strukturen in Glaubensgemeinschaften fördern. Dass die katholische Kirche in unserer Gesellschaft enormen Schaden angerichtet hat, steht außer Frage. Sinn dieser Trennung war die Entmachtung der Päbste.

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