Was bedeutet nach Aktenlage entscheiden bei der staatsanwaltschaft?

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5 Antworten

Heute kam ein brief da stand drin das ich ein anwalt beauftragen soll oder der staatsanwalt ist gezwungen per aktenlage zu entscheiden. Was bedeutet das?

Das halt nach dem bisherigen Kenntnisstand ein Urteil gefällt wird und sowas ist in der regel meistens schlecht, weil vielleicht einige Tatsachen noch nicht bekannt sind.

Informiere Deinen Anwalt un der kümmert sich dann um alles Weitere.

MfG

johnnymcuff

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Kommentar von Fischibald2313
06.04.2016, 22:48

Ok danke werde ich machen, aber ich hätte noch eine frage und zwar sind das wirklich zwei verschiedene schuhe und sind das 2 unterschiedliche fälle? mein anwalt ist beauftragt akteneinsicht zu machen bei dem fall mit der beleidigung, kostet es mich dann doppelt bei ihm wenn er den fall mit der versuchten nötigung auch akteneinsicht beantragt? Werde ihn das auch nochmal fragen aber vllt weiß du das ja auch noch

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Das Schreiben der Staatsanwaltschaft bedeutet, das Dir "rechtliches Gehör" gewährt wird. Also dass Du DEine Sicht des Sachverhalts vortragen kannst.

Wenn Du darauf verzichtest, wird man die Sache so beurteilen, wie es sich aus den vorliegenden Unterlagen ergibt (nach Aktenlage). Also Antrag auf eine mündliche Verhandlung gegen Dich, oder Antrag einen Strafbefehl gegen Dich zu erlassen.

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Kommentar von Fischibald2313
07.04.2016, 14:56

also ist die staatsanwaltschaft auf streit aus und will daraus eine Verhandlung machen? 

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Informiere deinen Anwalt über diesen Brief. Er wird dich aufklären und dich unterstützen.

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werde ihn morgen anrufen und ihm davon erzählen

ja mach das mal, der wird Dir auch die Aktenlage genau erklären

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Offensichtlich hast du theoretisch eine Freiheitsstrafe von mindestens 1 Jahr zu erwarten. Die natürlich auch zur Bewährung ausgesetzt werden.

Denn Staatsanwaltschaften/Gerichte raten Beschuldigten zu einem Anwalt, bzw. stellen in Aussicht einen Pflichtverteidiger vom Gericht zu bestellen, wenn man mindestens 1 Jahr Freiheitsstrafe zu erwarten hat.

Das ergibt sich aus § 140, Absatz 2 StPO . Auch wenn das mit dem einen Jahr da nicht drin steht, ergibt sich das aus der strafrechtlichen Praxis. 

Wenn wegen der Schwere der Tat oder wegen der Schwierigkeit der Sach- und Rechtslage die Mitwirkung eines Verteidigers geboten erscheint, soll dir dieser bestellt oder darauf hingewirkt werden, dass du dir einen Rechtsanwalt selbst nimmst.

Von daher muss es auch nicht sein, dass du unbedingt mindestens 1 Jahr Freiheitssentzug zu erwarten hast, sondern die Sach- oder Rechtslage einfach kompliziert ist.

https://www.gesetze-im-internet.de/stpo/\_\_140.html

Den Pflichtverteidiger zahlt der Staat. Du kannst diesen selbst aussuchen und diesen dem Gericht mitteilen.

Teilst du dem Gericht keinen Pflicht- oder Wahlverteidiger mit, dann sucht dieses für dich einen Pflichtverteidiger aus.

Verlierst du deinen Strafprozess rechtskräftig, dann werden die Kosten des Pflichtverteidigers dir ( anteilig ) berechnet.

Ein Wahlverteidiger ist einer, den du völlig unabhängig vom Gericht dir selbst aussuchst, aber auch alleine bezahlen musst. Wobei die Bezahlung mit dem Wahlverteidiger individuell vereinbart werden kann.

Nach § 137 StPO hast du das Recht auf einen Verteidiger. Darauf hat dich die Staatsanwaltschaft hingewiesen, wozu sie unter gewissen Voraussetzungen auch verpflichtet ist. ( § 142, Absatz 1 StPO )

https://www.gesetze-im-internet.de/stpo/\_\_137.html

https://www.gesetze-im-internet.de/stpo/\_\_142.html

Jedoch:  nur wegen einer Beleidigung und einer versuchten Nötigung hat man keine Strafe von einem Jahr Freiheitsentzug zu erwarten.

Du musst also schon nicht unerheblich strafrechtlich vorbelastet sein. Stimmt das? Oder bist du Ersttäter? 

Bei einer Beleidigung und einer versuchten Nötigung kann ich mir keine schwierige Sach- oder Rechtslage vorstellen.

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Kommentar von Fischibald2313
07.04.2016, 14:54

Hallo danke für die antwort, ich bin nicht vorbestraft. Die polizeimeisterin hat zu mir gesagt wenn es 3 anzeigen werden dann wird die sache viel schlimmer und ich habe glück das ich nicht vorbestraft bin, aber trotzdem war sie sehr unfreundlich als sie meine wohnung durchsucht hat, sie war auf der Suche nach beweisen das ich es auch war, denn die Nötigung und Beleidigung wurde angeblich mit dem handy geschrieben, aber davon weiß ich nichts. Mein handy wurde auch mitgenommen und ich habe es bis heute nicht zurück ( 1 monat ist es schon weg ) 

Denken sie wirklich das ich wegen beleidigung und nötigung unschuldig in den knast muss? es ist vllt noch wichtig zu erwähnen das ich mein ausweis verloren habe vor 1-2 monaten, vllt hat jemand ja meine adresse benutzt denn ich habe nichts getan. Und leider bin ich trotzdem der geschädigte, weil ich ja auf den anwaltskosten sitzen bleiben werde, aber ich kämpfe für mein recht auch wenn es mich geld kostet.

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